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Vertrauen oder Kontrolle: Die Bedeutung von Vertrauen zur Steuerung von Unternehmen

Title: Vertrauen oder Kontrolle: Die Bedeutung von Vertrauen zur Steuerung von Unternehmen

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jana Carstens (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Um die Frage ‚Kontrolle oder Vertrauen’ beantworten zu können, muss man die Werte und das Arbeitsverhalten der Mitarbeiter genau kennen. Denn die Bedürfnisse der Mitarbeiter differenzieren sehr stark. Es gibt Mitarbeiter, die unter Kontrolle besser arbeiten und genaue Anweisungen bevorzugen und andere, die ihren Freiraum und selbständiges Arbeiten vorziehen. Jedoch kann nur durch Vertrauen eine effektive Zusammenarbeit zustande kommen. Vertrauen ist die Grundvoraussetzung zum Zusammenarbeiten und zum Führen eines Unternehmens. Es ist aber meistens nicht in dem Maße in den Unternehmen ausgeprägt, wie es sein sollte.

„Der gesellschaftliche Wertewandel, die Zunahme von Gruppen- und Teamarbeit, diefortschreitende Internationalisierung der Märkte, Lean Production und Lean Management verändern auch die bisherigen Formen der Kooperation in Organisationen: flacheHierarchien, veränderte Wertorientierungen der Mitarbeiter und die zunehmende Notwendigkeit, mit Menschen aus anderen Kulturen zusammenzuarbeiten, … .“

Der Faktor Vertrauen wird also immer bedeutender für Unternehmen. Andererseits ist Kontrolle wichtig, um Zielsetzungen beispielsweise durch den Soll-Ist-Vergleich zu überprüfen. Doch Kontrolle wird meist als Misstrauen erlebt und stärkt bei den Mitarbeitern den Wunsch nach mehr Vertrauen. In dieser Arbeit geht es um die Bedeutung von Vertrauen zur Steuerung von Unternehmen und die verschiedenen Möglichkeiten der Ausgestaltung. Die Kernfragestellungen lauten: Soll man zur Steuerung von Unternehmen auf Vertrauen gegenüber dem Mitarbeiter setzen? Ist Vertrauen der Schlüssel zur Verbesserung des Vorgesetzten-Mitarbeiter-Verhältnisses? Die sog. „weichen Faktoren“ wie z.B. Unternehmenskultur, Führungsstil, Qualifikation des Personals etc. werden immer wichtiger in Unternehmen, insbesondere bei der Mitarbeiterführung und Steuerung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Begriffsabgrenzung

2.1 Vertrauen

2.1.1 Definition

2.1.2 Charakteristika von Vertrauensbeziehungen

2.1.3 Ausgangsfragen

2.2 Kontrolle

2.2.1 Definition

2.2.2 Probleme

3 Kosten-Nutzen-Aspekt

3.1 Kostenvorteile durch Vertrauen

3.2 Principal-Agent-Theorie

4 Funktionen und Folgen von Vertrauen

4.1 Individuum

4.2 Unternehmen

5 Die Vertrauensorganisation

5.1 Voraussetzungen

5.2 Grundregeln

5.3 High-trust-Organisation vs. Low-trust-Organisation

5.4 Grenzen

5.5 Organisationales Vertrauensniveau

5.5.1 Einflussfaktoren

5.5.2 Führungsstil

5.5.3 Arbeitsorganisation

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die zentrale Rolle von Vertrauen als Steuerungsinstrument in modernen Unternehmen und analysiert das Spannungsfeld zwischen klassischer Kontrolle und vertrauensbasiertem Management. Ziel ist es, Führungskräfte für die Bedeutung von Vertrauenskulturen zu sensibilisieren und Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen den Übergang von kontrollzentrierten zu vertrauensorientierten Organisationsformen gestalten können.

  • Die Abgrenzung der Begriffe Vertrauen und Kontrolle unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Definitionen.
  • Die Analyse ökonomischer Kosten-Nutzen-Aspekte, inklusive der Anwendung der Principal-Agent-Theorie.
  • Die Darstellung von Wirkungsweisen des Vertrauens auf Individuen sowie auf die gesamte Organisation.
  • Die Identifikation struktureller Voraussetzungen und Grundregeln zur Etablierung einer High-Trust-Organisation.
  • Die kritische Reflexion der Grenzen von Vertrauen im organisationalen Kontext.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Charakteristika für Vertrauensbeziehungen

Es lassen sich zwei Merkmale von Vertrauenshandlungen identifizieren: „Der Verzicht auf die Kontrolle von VertrauensempfängerInnen und die Übertragung eines wertvollen Gutes. Beide, Kontrollverzicht und Ressourcenübertragung, drücken eine mehr oder weniger große Risikobereitschaft aus.“ Zündorf erläutert verschiedene Charakteristika von Vertrauensbeziehungen: Zunächst gibt der Vertrauende der Vertrauensperson einen einseitigen Vertrauensvorschuss. Er geht also ein einseitiges Risiko ein und hofft, nicht enttäuscht zu werden. Vertrauen ist aber immer ein Vertrauen „auf Probe“. Dieser einseitige Vertrauensvorschuss ist z.B. eine Übertragung von Kontrolle, Kompetenzen und Verantwortung. Der Vertrauende erwartet natürlich auch eine Gegenleistung. Diese besteht in der Leistung bzw. in dem Verhalten der Vertrauensperson. Vertrauen ist also eine Tauschbeziehung, die aber weder schriftlich noch mündlich vereinbart wurde. Zündorf spricht außerdem von der Schwellenkontrolle. Sie besagt, dass Vertrauen nicht bedingungslos entgegengebracht wird. Um das Risiko eines Missbrauchs zu reduzieren, wird durch sog. Schwellen kontrolliert. Schwellen sind vertrauenskritische Verhaltensweisen. Sobald diese überschritten werden, wird das Vertrauen sofort entzogen. Bedingungsloses Vertrauen ist also genauso riskant wie bedingungsloses Misstrauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Mitarbeitersteuerung zwischen Kontrolle und Vertrauen ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

2 Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Vertrauen und Kontrolle und grenzt sie voneinander ab, um die theoretische Basis für die Arbeit zu schaffen.

3 Kosten-Nutzen-Aspekt: Hier wird der ökonomische Nutzen von Vertrauen analysiert und die Principal-Agent-Theorie als Modell für Kontrollkosten und Anreizstrukturen herangezogen.

4 Funktionen und Folgen von Vertrauen: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Vertrauen die Komplexität reduziert, die Kooperation fördert und Innovationen im Unternehmen begünstigt.

5 Die Vertrauensorganisation: Der Hauptteil beschreibt die praktischen Voraussetzungen, Grundregeln sowie Unterschiede zwischen High-Trust- und Low-Trust-Organisationen.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels hin zu mehr Vertrauen in Unternehmen zusammen und bewertet die Balance zwischen Kontrolle und Vertrauen.

Schlüsselwörter

Vertrauen, Kontrolle, Unternehmenskultur, Mitarbeiterführung, High-Trust-Organisation, Principal-Agent-Theorie, Vertrauensarbeitszeit, Management by Objectives, Motivation, Organisationsentwicklung, Führungskräfte, Wissensaustausch, Kooperation, Arbeitsorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Vertrauen und Kontrolle bei der Steuerung von Mitarbeitern und Organisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Vertrauensbeziehungen, der ökonomischen Rechtfertigung von Vertrauen und der praktischen Implementierung in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Vertrauen ein kritischer Erfolgsfaktor für Unternehmen ist und wie man eine Vertrauensorganisation aufbaut.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf Literaturanalysen, die Anwendung der Principal-Agent-Theorie sowie die Auswertung von Organisationsmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Voraussetzungen für Vertrauen, Grundregeln der Führung und der Abgrenzung von High-Trust- und Low-Trust-Organisationen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlagworte sind Vertrauen, Kontrolle, Unternehmenskultur, Mitarbeiterführung, High-Trust-Organisation und Motivation.

Was versteht die Autorin unter der „Schwellenkontrolle“?

Die Schwellenkontrolle beschreibt, dass Vertrauen nicht blind gewährt wird, sondern bei vertrauenskritischen Verhaltensweisen sofort entzogen werden kann.

Warum ist die Principal-Agent-Theorie für das Thema relevant?

Sie erklärt, dass bei zunehmender Komplexität und Kontrollkosten Vertrauen eine notwendige Alternative zur Überwachung darstellt.

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Details

Title
Vertrauen oder Kontrolle: Die Bedeutung von Vertrauen zur Steuerung von Unternehmen
College
University of Cooperative Education Mannheim  (Fachrichtung Industrie)
Course
Personalwesen
Grade
2,0
Author
Jana Carstens (Author)
Publication Year
2003
Pages
30
Catalog Number
V21499
ISBN (eBook)
9783638251037
ISBN (Book)
9783656531838
Language
German
Tags
Vertrauen Kontrolle Bedeutung Vertrauen Steuerung Unternehmen Personalwesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Carstens (Author), 2003, Vertrauen oder Kontrolle: Die Bedeutung von Vertrauen zur Steuerung von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21499
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