Einführung
Unter Klausurorganisationssystem ist eine Software zu verstehen, die Lehrende der Fachhochschule Dortmund nutzen können, um Klausuren mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung zu organisieren. Es stellt einen Bestand an Funktionen bereit, welche die Aufgaben der Klausurvorbereitung und -bewertung unterstützen. Dabei wird darauf gebaut, daß die klausurrelevanten Daten, von der Fachhochschul-verwaltung, in einer elektronisch verarbeitbaren Form zur Verfügung gestellt werden. Dem System liegt eine relationale Datenbank zugrunde, welche Microsoft Access mit dem Anwendungsprogramm vereint. Dabei ist das Anwendungsprogramm derart konzipiert, daß zur Bedienung der Software weder Kenntnisse über Datenbanken im allgemeinen, noch über Microsoft Access im speziellen erforderlich sind. Insofern kann das Klausurorganisationssystem aus Sicht des Anwender als eigenständiges Programm betrachtet werden. Die Entwicklung der Software bezieht sich auf Zweierlei: einerseits auf die Entwicklung der Datenbank und andererseits auf die
Anwendungsprogrammierung. Diese Diplomarbeit beschreibt die verschiedenen Entwicklungsstufen und bildet zusammen mit den Anhängen die Entwicklungs- und Systemdokumentation.
1.1 Aufbau der Diplomarbeit
Im Anschluß an diese Einführung befaßt sich das zweite Kapitel mit der Planung der Softwareentwicklung. Dabei werden stets theoretische Ausarbeitungen mit der praktischen Entwicklungsarbeit in Zusammenhang gebracht. Im ersten Teil dieses Kapitels sollen
verschiedene Phasenmodelle der Softwareentwicklung dargestellt werden, um diesen die realisierten Phasen der Entwicklung gegenüberzustellen. In den darauffolgenden Teilen des zweiten Kapitels soll erläutert werden, wie aus einer Problemerkenntnis ein detailliertes Sollkonzept entsteht. In diesem Zusammenhang wird eine Problemstellung herausgearbeitet, welche die Entwicklung eines Klausurorganisationssystems begründet. Dazu wird der Prozeß
Klausurorganisation näher untersucht und eine Struktur erarbeitet, die Grundlage für die Entscheidung über die zum Einsatz kommende Entwicklungssoftware ist. Im fünften und letzten Teil des zweiten Kapitels wird das Sollkonzept und dessen Entstehung ausführlich erörtert.
Dieses Sollkonzept besteht aus einer verbalen Beschreibung der Softwareanforderungen, der Darstellung des Sollprozesses sowie der Darstellung des Datenbankentwurfs.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Aufbau der Diplomarbeit
1.2 Ziel der Arbeit
2 Entwicklungsplanung
2.1 Phasenkonzeption
2.1.1 Phasenmodelle
2.1.2 Realisierte Phasen der Softwareentwicklung
2.2 Vom Problem zum Sollkonzept
2.3 Problemstellung
2.3.1 Der Prozeß Klausurorganisation
2.3.2 Prozeßkettenanalyse und Problembeschreibung
2.3.3 Sollstruktur
2.4 Lösungsalternativen und Entscheidung
2.5 Sollkonzept
2.5.1 Der Prozeß Klausurorganisation mit KOSY-Funktionalität
2.5.2 Das Entity Relationship Modell
3 Die Realisierung der Softwareentwicklung
3.1 Die Entwicklungsumgebung Microsoft Access 97
3.1.1 Struktur und Objekte
3.1.2 Die Programmiersprache Visual Basic für Applikationen für Office 97
3.2 Das relationale Datenmodell des Klausurorganisationssystems
3.3 Die Entwicklung der Funktionen des Klausurorganisationssystems
3.3.1 Die Menü- und Dialoggestaltung
3.3.2 Raum- und Platzbelegung
4 Systemtest und Softwareeinführung
4.1 Der Systemtest
4.1.1 Prüfung des Funktionsumfangs
4.1.2 Prüfung der Qualitätsanforderungen
4.2 Die Softwareeinführung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Dokumentation eines Klausurorganisationssystems für die Fachhochschule Dortmund unter Verwendung von Microsoft Access, um die manuellen, fehleranfälligen Prozesse der Klausurplanung und -bewertung durch eine elektronische Datenverarbeitung zu optimieren.
- Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen im Rahmen der Klausurorganisation.
- Entwicklung eines relationalen Datenmodells mittels Entity Relationship Modellierung.
- Implementierung funktionaler Anforderungen unter Nutzung von Microsoft Access 97 und VBA.
- Evaluation der Softwarequalität anhand von Systemtests und methodischen Fragebögen.
Auszug aus dem Buch
Die Realisierung der Softwareentwicklung
Microsoft Access 97 ist eine Umgebung für die Entwicklung relationaler Datenbanken und Datenbankanwendungen. Dabei bildet das Accessfenster die Umgebung, während sich die gesamten Entwicklungs- und Anwendungstätigkeiten in weiteren Fenstern innerhalb dieser Umgebung abspielen. Kern ist das Datenbankfenster in Verbindung mit den Menüs und Symbolleisten. Das Datenbankfenster erlaubt den Zugriff auf die Datenbankobjekte, während die Menü- und Symbolleisten zusätzliche Befehle für die Entwicklung bereitstellen.
Datenbankobjekte sind Tabellen, Abfragen, Formulare, Berichte, Makros oder Module. Sie können miteinander verknüpft sein, indem sie sich aufeinander beziehen oder aufeinander aufbauen.
Tabellen dienen der Aufbewahrung der Daten und sind die Grundeinheit der Datenbank. Datenbanktabellen sind in Spalten und Zeilen angeordnet. Spalten definieren die Felder der Tabelle und die Zeilen stellen jeweils einen Datensatz dar. Über die Definition der Tabellen, genauer der Tabellenspalten, werden die Datenstrukturen festgelegt. Zudem können Beziehungen der Tabellen zueinander definiert werden. Die Tabellen und die Beziehungen bilden das relationale Datenmodell, das der Datenbank zugrunde liegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die Motivation für die Softwareentwicklung und den strukturellen Aufbau der vorliegenden Diplomarbeit.
2 Entwicklungsplanung: Das Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Softwareplanung, die Problemanalyse des Klausurorganisationsprozesses und die Ableitung eines Sollkonzepts.
3 Die Realisierung der Softwareentwicklung: Hier wird der praktische Entwicklungsprozess beschrieben, inklusive der Nutzung von Microsoft Access 97, der Datenbankmodellierung und der Programmierung der Anwendungsfunktionen.
4 Systemtest und Softwareeinführung: Das letzte Kapitel widmet sich der Qualitätssicherung durch Systemtests sowie den notwendigen organisatorischen Maßnahmen für eine erfolgreiche Einführung der Software.
Schlüsselwörter
Klausurorganisation, Microsoft Access, Software-Engineering, Datenbankentwicklung, Prozessanalyse, Sollkonzept, Entity-Relationship-Modell, VBA, Systemtest, Softwarequalität, Datenbanksystem, Anwendungsentwicklung, Prozessmodellierung, Benutzungsfreundlichkeit, Automatisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Dokumentation einer Softwarelösung, um Klausurorganisationstätigkeiten an der Fachhochschule Dortmund zu automatisieren und effizienter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Prozessanalyse, die Modellierung relationaler Datenbanken, die Softwareentwicklung mit Microsoft Access sowie Methoden zur Qualitätssicherung und Systemeinführung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein funktionsfähiges Klausurorganisationssystem zu schaffen, das die manuelle Abwicklung von Prüfungsdaten ersetzt und den Prüfenden bei der Raumplanung sowie der Notenverwaltung unterstützt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor orientiert sich an etablierten Software-Engineering-Modellen, nutzt die ARIS-Methode zur Prozessdarstellung und wendet die Entity-Relationship-Modellierung für den Datenbankentwurf an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Entwicklungsplanung (Sollkonzept), die technische Umsetzung in Microsoft Access 97 inklusive relationaler Datenmodellierung und die anschließende Testphase.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Klausurorganisation, Microsoft Access, Software-Engineering, Prozessautomatisierung und Datenbankmodellierung charakterisieren.
Wie löst das System die Raum- und Platzbelegung?
Das System bietet eine Funktion zur automatischen Verteilung von Kandidaten auf Räume basierend auf Kapazitäten sowie die Möglichkeit einer manuellen Zuteilung zur Wahrung der Flexibilität des Hauptprüfers.
Wie stellt das System die Qualität sicher?
Die Qualitätssicherung erfolgt durch systematische Tests der Funktionen sowie durch die Implementierung eines Fragebogen-Konzepts zur Messung der Benutzungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit nach der Systemeinführung.
- Arbeit zitieren
- Werner Schehler (Autor:in), 1998, Entwicklung und Dokumentation eines Klausurorganisationssystems mit Microsoft Access, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214