In der heutigen Zeit können sich Vereine nicht länger nur als Zusammenschluss von Menschen zum gemeinsamen Ausüben eines bestimmten Sportes sehen, sondern bilden in ihrer Funktion und in ihrem Handeln wirtschaftlich agierende Einheiten, die an sportspezifischen Märkten aktiv sind. Diese neue Erscheinungsform der Vereine betrifft nicht nur solche Vereine, die in den obersten Spielklassen angesiedelt sind, sondern auch unterklassige Vereine, deren Aktivitäten sich allerdings im Unterschied zu höher klassigen Vereinen auf die regionalen Grenzen beschränken. Durch diese Sichtweise auf das Vereinswesen können die Vereine, je größer sie werden, als eigenständige Sportunternehmen betrachtet werden, deren wichtigstes Ziel es ist, den individuellen wirtschaftlichen Erfolg vom sportlichen Erfolg zu entkoppeln.
Um dieses Ziel zu erreichen spielt die Vereinsmarkenführung eine entscheidende Rolle.
Diese durch die Kommerzialisierung des Sportes zunehmend zentraler werdende Aufgabe der Vereine ist, ähnlich wie in anderen Branchen, darauf zurückzuführen, dass sich zusammenhängend mit der Entwicklung des Sportes zu einem ökonomischen Wirt-schaftsbereich, die Vereine mit einer Reihe von neuen Herausforderungen konfrontiert sehen, die zu bewältigen sind.
Um die Vereinsmarkenführung erfolgreich gestalten zu können, ist es allerdings entscheidend, die heterogenen Zielgruppen, die bei der Markenführung der Vereine angesprochen werden sollen, deutlich abzugrenzen. In der vorliegenden Arbeit soll, nachdem die grundlegenden Begrifflichkeiten geklärt worden sind, daher dargestellt werden, welche Zielgruppen bei der Vereinsmarkenführung zu berücksichtigen sind, um anschließend die damit in Verbindung stehenden Chancen und Risiken zu klären, die sich bei der Betrachtung der einzelnen heterogenen Zielgruppen ergeben.
INHALTSVERZEICHNIS
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zum Verständnis des Begriffes Marke und dem Bereich der Vereinsmarkenführung
2.1 Festlegung einer Markendefinition
2.2 Markenführung als besondere Herausforderung der Vereinsführung
3. Kategorisierung der Zielgruppen und Analyse der spezifischen Chancen und Risiken
3.1 Der Fan als proaktiver Adressat der Vereinsmarkenführung
3.2 Sponsoren als integrativer Partner der Vereinsmarkenführung
3.3 Dienstleistungsnetzwerke und Medienpartner
3.4 Berücksichtigung interner Zielgruppen
4. Fazit und Ausblick
Literaturverzeichni
Verzeichnis zitierter Internetquellen
Häufig gestellte Fragen
Warum müssen Sportvereine heute Markenführung betreiben?
Durch die Kommerzialisierung agieren Vereine als Sportunternehmen. Ziel der Markenführung ist es, den wirtschaftlichen Erfolg vom rein sportlichen Erfolg zu entkoppeln.
Wer sind die heterogenen Zielgruppen eines Vereins?
Dazu gehören Fans, Sponsoren, Medienpartner, Dienstleistungsnetzwerke sowie interne Zielgruppen wie Mitarbeiter und Mitglieder.
Welche Rolle spielt der Fan in der Vereinsmarkenführung?
Der Fan ist ein proaktiver Adressat, dessen emotionale Bindung die Basis für den Markenwert bildet, aber auch Risiken durch hohe Erwartungshaltungen birgt.
Wie unterscheiden sich Sponsoren von anderen Zielgruppen?
Sponsoren fungieren als integrative Partner, die wirtschaftliche Gegenleistungen erwarten und die Marke professionell mitgestalten wollen.
Was sind die Chancen einer heterogenen Zielgruppenansprache?
Die Diversifizierung ermöglicht stabilere Einnahmequellen und eine breitere gesellschaftliche Verankerung, erfordert aber eine präzise Abgrenzung und Strategie.
- Arbeit zitieren
- Tim Schebler (Autor:in), 2013, Heterogene Zielgruppen bei der Vereinsmarkenführung. Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215044