1066. Die Schlacht von Hastings


Ausarbeitung, 2013
12 Seiten, Note: Gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Kampf um den Thron Englands

3 1066 – Die Schlacht von Hastings

4 Der Teppich von Bayeux

5 Schluss

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

William – der Bastard – der Herzog der Normandie – der Eroberer – König von England. Ein sehr bewegtes Leben, hatte William, der als Bastard von Herzog Robert der Normandie geboren wurde und sein Sieg über einen ebenbürtigen Gegner, nämlich Harold II. Godwinson ist fixer Bestandteil der Weltgeschichte. Auch durch die Überlieferung durch den Teppich von Bayeux gibt es kaum eine andere mittelalterliche Schlacht, über die so viel bekannt ist und im gleichen Maße so spekulativ ist wie die Schlacht von Hastings am 14. Oktober 1066. Viele falsche Behauptungen, wie, dass König Harold unbeliebt oder waffentechnisch unterlegen war, wurde im Laufe der Jahre von namhaften Historikern widerlegt und langsam zeichnet sich ein realistisches Bild über den Hergang der Schlacht, die trotz allem, nach wie vor einen beeindruckenden Sieg Williams darstellt.

In dieser Arbeit wird nun der Versuch eines Diskurses unternommen und in prägnanter Form ein Bild des aktuellen Forschungsstandes zu zeichnen, die sich auf jene eine Schlacht bei Hastings beziehen. Zu diesem Zweck wird im ersten Teil dargelegt, wer eigentlich Anspruch auf den englischen Thron gehabt hätte und welche Ereignisse dazu führten, dass Harold gegen William in den Kampf ziehen musste und schlussendlich ihm unterlegen war.

Für ein besseres Verständnis der beiden Hauptakteure in der Schlacht, werden auch die Hintergründe der Familie, Erziehung und des Werdegangs dargelegt. Auch werden die anderen historischen Personen beleuchtet, die ebenfalls Ansprüche auf den englischen Thron stellten. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Schlacht selber und so werden beide Heere verglichen anhand der Aufstellung, Waffen und Taktik.

Im Schlussteil soll dann nochmals zusammengefasst werden, welche Faktoren und Strategien dazu geführt haben, dass William der Eroberer zum neuen König von England wurde.

Der aktuelle Forschungsstand dazu ist recht aufschlussreich und schlüssig, auch wenn zahllose Vermutungen bestehen, wie zum Beispiel der wahre Tod von Harold, oder wer nun tatsächlich einen rechtmäßigen Anspruch auf den Thron hatte. Denn es gibt dazu zwar einige Quellen doch sind diese bei weitem nicht verlässlich und zu dem auch sehr widersprüchlich. Dazu kamen auch die politischen Unruhen im Land und der permanente Kriegszustand, der dazu führte, dass es wichtiger wahr einen fähigen Kriegsherren als König zu haben, als einen der durch Geburtsrecht dieses Amt bekommen würde, dass Land selber aber nicht verteidigen könnte.

2 Der Kampf um den Thron Englands

Harold Godwinson war der zweite Sohn des Earl Godwin von Wessex und wurde vermutlich um 1024 geboren. Der älteste Sohn Swein verstarb auf einer Pilgerfahrt und so wurde Harold der Erbe von Godwin. Sein jüngerer Bruder Tostig wurde bei der Schlacht von Stamford Bridge von Harolds Truppen getötet. Harolds andere Brüder Gyrth und Leofwine fielen bei der Schlacht von Hastings.

Earl Godwin war ein sehr einflussreicher und mächtiger Earl, nicht nur dass er sein eigenes Haus zu Wohlstand brachte, eine seiner Töchter, Edith, war Frau von König Edward und ihrer Familie treu ergeben. Godwin lag oft im Zwist mit dem König, da er das Einsetzen von Normannen in wichtige kirchliche und weltliche Ämter stark kritisierte. Dies lässt sich auf die Abstammung von Edward zurückführen, da seine Mutter Emma Normannin war und dazu die Großtante von William, Herzog der Normandie.

Godwin selbst starb noch vor Edward, doch durch Harolds Einsatz in Verhandlungen und Schlachten für den König, war es für Edward klar ihn als neuen Earl von Wessex einzusetzen. Wann Harold bemerkte, dass es zum Thron von England für ihn nicht mehr weit war, ist nicht überliefert. Auch die Diskussion mit einem angeblichen Versprechen Edwards, William als seinen Nachfolger einzusetzen, konnte noch nicht geklärt worden. Allerdings scheint an diesem Versprechen etwas Wahres daran zu sein, da Harold 1064 zu William reiste und ihm seine Unterstützung zusicherte. Dies ist sehr verwunderlich, denn das Haus Godwinson war mehr mit den angelsächsischen und skandinavischen Häusern verbunden außerdem hatte Harolds Vater mehrmals bewiesen, was er von einem normannischen König hielt. Doch Harold schien diesen Schritt als wichtig zu erachten, da er seinen eigenen Herrschaftsantritt durch die politische Instabilität im Land als gefährdet ansah.

Nun kam es aber, dass durch eben jene Instabilität sich das Blatt noch einmal wenden und so wurde Harold zum König von England gekrönt, obwohl es mehrere Kandidaten gab. Zum einen den Neffen des Königs, Edgar. Dieser war allerdings noch viel zu jung und zu unbedeutend. Svein Esthritson behauptete ebenfalls Anspruch auf den englischen Thron zu haben, da er von Edward dazu bestimmt worden sei. Allerdings verließ er England und ging nach Dänemark, was sein Argument nicht unbedingt untermauerte. In Dänemark schaffte er es in kürzester Zeit zum Zweitkönig aufzusteigen. Doch war ihm das nicht genug, doch durch den internen Konflikt und den Krieg mit Norwegen, bluteten Svein aus und so war ein Stellungskrieg um den englischen Thron 1066 nicht möglich.

Durch den Konflikt mit Svein, war der norwegische König Magnus in starken finanziellen Nöten und so verbündete er sich mit dem reichen Harald „Hardrada“ Siguardson, der den Kampf mit Svein fortführte. Allerdings starb Magnus kurz nach dem Bündnis, woraufhin Hardrada norwegischer König wurde. Er schloss auch Frieden mit Svein. Für Hardrada war es nach dem norwegischen Thron wichtiger auch den englischen zu bekommen, der seiner Ansicht ihm gebührte, da sein Vorgänger Magnus einst auf den Thron verzichtete und diesen Edward überließ, aber auch klarstellte, dass er den Thron nach Edwards Tod wieder beanspruchen wollte. Nun war Hardrada gewillt dies ihn seinem Namen als rechtmäßiger König von Norwegen auch durchzusetzen. Er verbündete sich mit dem verbannten Tostig Godwinson, der ihm einredete, Hardrada solle seinen Anspruch geltend machen und in England landen, da sein Bruder König Harold bei den Lords unbeliebt sei und auch das Land von Spannungen geprägt sei. Hardrada packte das Kriegsfieber und landete in England. Jedoch wartete dort bereits Harolds Armee auf ihn. Die Schlacht bei Stamford Bridge wurde Hardrada zum Verhängnis. Harold siegte und schlug die feindlichen Truppen zurück. Auch sein übergelaufener Bruder Tostig fiel in der Schlacht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
1066. Die Schlacht von Hastings
Hochschule
Universität Wien  (Geschichte)
Veranstaltung
KU Geschichtswissenschaftliche Arbeitstechnik und Archivkunde
Note
Gut
Autor
Jahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V215107
ISBN (eBook)
9783656428060
ISBN (Buch)
9783656434528
Dateigröße
457 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schlacht, hastings
Arbeit zitieren
Daniela Ammann (Autor), 2013, 1066. Die Schlacht von Hastings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215107

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