E-Procurement und Supply Chain

Methoden zur Verbesserung von Prozessgeschwindigkeiten und Lagerbeständen in der Supply Chain


Hausarbeit, 2013
15 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Ziel dieser Arbeit
1.3 Struktur dieser Arbeit

2 Grundlagen
2.1 E-Procurement
2.2 Supply Chain

3 Auswirkungen der E-Procurement Einführung auf die Supply Chain
3.1 Markttransparenz durch elektronische Ausschreibungen
3.2 Lieferanten- und Kostenreduzierung durch elektronische Anbindung

4 Methoden zur Optimierung von Prozessen und Beständen
4.1 Optimierung von Prozessen in der Supply Chain
4.2 Optimierung von Beständen in der Supply Chain

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Relevanz des Themas

„Im Einkauf liegt der Gewinn“, so sagt es ein altes Sprichwort, welches auch als Kaufmannsregel zur Gewinnmaximierung bezeichnet wird. Im engeren Sinne werden mit diesem Sprichwort zunächst die Einkaufskonditionen verbunden. Jede durch den Einkauf erzielte Einsparung (z. B. durch eine Verhandlung oder verbesserte Zahlungskonditionen) wirkt sich direkt auf den Deckungsbeitrag des jeweiligen verkaufsfähigen Endproduktes aus.

Im weiteren Sinne ist jedoch auch eine effiziente Beschaffungsabwicklung in der Versorgungskette, der sogenannten Supply Chain, von Bedeutung. Insbesondere die Möglichkeiten des Electronic-Procurement (E-Procurement), also der elektronischen Beschaffung und eine damit verbundene Zusammenarbeit in der Supply Chain, bieten den Unternehmen heute wesentliche Wettbewerbsvorteile. Diese Vorteile gehen über die reine Optimierung der Einkaufskonditionen hinaus und bieten erhebliches Potenzial.

1.2 Ziel dieser Arbeit

Im Rahmen dieser Arbeit werden die Auswirkungen der Einführung einer E-Procurement-Lösung auf die Supply Chain beschrieben. Zudem werden einzelne Methoden zur Verbesserung der Bestandssituation und der Prozessgeschwindigkeiten in der Supply Chain dargestellt.

1.3 Struktur dieser Arbeit

Im Kapitel 2 werden zunächst die Grundlagen zum Verständnis dieser Arbeit erläutert. Das Kapitel 3 fokussiert die Auswirkungen der Einführung einer E-Procurement-Lösung auf die Supply Chain und stellt mögliche Folgen dar. Im Kapitel 4 wird auf die Optimierung von Prozessen und Beständen durch die Einführung von E-Procurement eingegangen. Das Kapitel 5 beendet diese Arbeit und lässt Raum für ein abschließendes Fazit und einen kurzen Ausblick.

2 Grundlagen

Zur Gewährleistung eines einheitlichen Verständnisses werden zunächst die Begriffe „E-Procurement“ und „Supply Chain“ erläutert.

2.1 E-Procurement

Der Begriff des E-Procurement ist in der Fachliteratur bisher nicht einheitlich definiert. Die Definitionen weichen, je nach Betrachtung des vorrangigen Kostentreibers, ob Produktkosten oder Prozesskosten, voneinander ab.[1] Die Definition von Wirtz beschreibt E-Procurement als „die Integration der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Unterstützung der operativen Tätigkeiten sowie der strategischen Aufgaben in den Beschaffungsbereich von Unternehmen“ [2]. Das E-Procurement hat sich nach Kollmann primär aus den vier Problemstellungen der wiederkehrenden Routinearbeiten, den teilweise nicht eingehaltenen Einkaufsregularien sowie den langen Beschaffungszeiten und damit verbundenen hohen Beschaffungskosten entwickelt und soll diese Probleme beheben bzw. verringern.[3] Aus technischer Sicht basiert die Integration der Informations- und Kommunikationstechnologie auf standardisierten Datenformaten, die zum zwischenbetrieblichen Datenaustausch notwendig sind. In der Praxis haben sich hier vor allem die Datenformate comma-separated-values (CSV), electronic-data-interchange (EDI) und extensible-markup-language (XML) etabliert, die den Datenaustausch in der Supply Chain ermöglichen[4].

E-Procurement basiert meist auf elektronischen Katalogen, in denen die relevanten Artikel erfasst werden. Nach Nekolar ist Klassifizierung der E-Procurement Systeme anhand der Katalogverantwortlichkeiten üblich.[5] Hierbei lassen sich die Systeme in Sell- und Buy-Side Lösungen sowie elektronische Marktplätze klassifizieren. Bei Sell-Side Lösungen ist der Lieferant für den elektronischen Katalog verantwortlich. Bei einer Buy-Side Lösung ist das einkaufende Unternehmen für den Katalog verantwortlich. Hierbei werden meist nur Lieferanten mit Rahmenverträgen in das Katalogsystem mit aufgenommen. Es handelt sich bei diesen Systemen meist um Desktop Purchasing Systeme (DPS) wie z. B. Heiler oder Wallmedien, die von dem beschaffenden Unternehmen betrieben werden. Durch diese Systeme können die Mitarbeiter Bestellungen automatisiert aus dem elektronischen Katalog erzeugen und versenden. Bei elektronischen Marktplätzen ist ein Vermittler für das System verantwortlich, welches Käufer und Verkäufer vereint.[6] E-Procurement eignet sich nicht für alle Beschaffungsobjekte gleichermaßen, sondern i. d. R. nur für Materialien und Dienstleistungen die eine hohe Standardisierbarkeit, verhältnismäßig hohe Beschaffungsprozesskosten sowie eine geringe Erklärungsbedürftigkeit und strategische Bedeutung aufweisen.[7] Dies sind häufig indirekte Güter wie C- bzw. MRO- (Maintenance, Repair and Operation) Materialien, welche die Wertschöpfung eines Unternehmens nur mittelbar beeinflussen.[8]

2.2 Supply Chain

Der Begriff der Supply Chain bezeichnet die Lieferkette bzw. unternehmensübergreifende Wertschöpfungskette eines Unternehmens.[9] Die Supply Chain umfasst dabei alle beteiligten Wertschöpfungspartner vom Rohstofflieferanten über Veredelungsunternehmen und Hersteller bis hin zum Endkunden. Es wird durch die Supply Chain also der gesamte Wertschöpfungsprozess von der Rohstoffgewinnung bis zum verkaufsfähigen Produkt betrachtet. Kennzeichnend für die Supply Chain im Vergleich zur Logistik ist, dass bei der Supply Chain auch Finanz- und Informationsströme betrachtet werden und der Fokus auf einer engen Verzahnung der einzelnen Wertschöpfungspartner liegt. Die Logistik umfasst meist lediglich den Raum- und Zeitausgleich eines Produktes, die Finanz- und Informationsströme jedoch nur in einem sehr gerigem Maße.[10] Durch diese enge Verzahnung können die beteiligten Unternehmen der Supply Chain schnell und flexibel auf Anforderungen der nachgelagerten Produktionsstufen reagieren.

[...]


[1] Vgl. Stoll 2008, S. 47

[2] Wirtz 2001, S. 309

[3] Vgl. Kollmann 2007, S. 64

[4] Vgl. ebd. S. 65-67

[5] Vgl. Nekolar 2003, S. 7

[6] Vgl. ebd. S. 8-10

[7] Vgl. Dolmetsch 2000, S. 11ff.

[8] Vgl. Kollmann 2007, S. 103

[9] Vgl. Busch und Dangelmaier 2002, S. 4

[10] Vgl. Werner 2010, S. 18

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
E-Procurement und Supply Chain
Untertitel
Methoden zur Verbesserung von Prozessgeschwindigkeiten und Lagerbeständen in der Supply Chain
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)
Veranstaltung
BWL33 - Produktions- und Materialmanagement
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V215109
ISBN (eBook)
9783656432142
ISBN (Buch)
9783656434023
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es handelt sich um ein Assignment zum Thema E-Procurement und Supply Chain welches ich im Rahmen meines Bachelor-Studiums an der AKAD Fachhochschule in Pinneberg geschrieben habe (Modul BWL33, Thema 4). Dabei werden primär die Optimierungsmöglichkeiten im Bereich der Bestände und der Prozessgeschwindigkeiten durch die Einführung von E-Procurement dargestellt. Die Arbeit wurde mit 1,0 bewertet - Folgende Anmerkungen gab es: - Abschnitt 1.2 und 1.3 hätten aufgrund der Kürze zusammgenfasst werden können - Im Literaturverzeichnis werden Auflagen erst ab der 2. Auflage erwähnt.
Schlagworte
Produktionsmanagement, Materialmanagement, Supply Chain, E-Procurement, Logistik, Beschaffung, Einkauf, Prozesse, E-Commerce
Arbeit zitieren
Moritz Kretschmer (Autor), 2013, E-Procurement und Supply Chain, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215109

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Titel: E-Procurement und Supply Chain


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