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Der Computer als intelligentes Gegenüber

Title: Der Computer als intelligentes Gegenüber

Seminar Paper , 2002 , 37 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: M. A. Samuel Falk (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Summary Excerpt Details

Unsere heutige Gesellschaft wird häufig auch als Informationsgesellschaft bezeichnet, aber
was kennzeichnet eine Informationsgesellschaft im einzeln? Informationen wurden auch
schon in Zeiten der Zeitung, des Radios und des Fernsehers empfangen, warum spricht man
also heute verstärkt von einer Informationsgesellschaft?
Um dieser Frage nachzugehen wird im folgenden auf die innovativste Neuerung unserer
Gesellschaft näher eingegangen: den Computer.
Das der Computer eine gesellschaftliche Revolution eingeleitet hat, dass er sich bereits nach
wenigen Jahren aus kaum einem Lebensbereich unser Gesellschaft, ja unseres eigenen Lebens
hinwegdenken lässt, ist nicht nur verwunderlich, sondern fragt auch danach, wie es dazu
kommen konnte, bzw. kommen kann. Was ist es, was den Computer in allen Lebensbereichen
so wichtig, so unverzichtbar macht, ist es lediglich der Reiz des Neuen oder besitzt der
Computer neue Fähigkeiten, ist es möglich, dass der Computer aus sich heraus eine ganz neue
mediale Faszination ausstrahlt? Fragen über Fragen, die im Laufe dieser Arbeit beantwortet
werden sollen. Bevor auf die Faszination des Computers gerade auch in Hinblick auf das
Internet eingegangen wird, soll in einem kurzen Abriss in Kapitel 2 noch gezeigt werden, dass
der Computer als Medium fungiert und es sogar die Möglichkeit gibt in ihm ein intelligentes
Medium zu sehen.
Als Medium steht er in der Tradition von Zeitung, Radio und Fernsehen und es wird ihm die
Macht eingeräumt auf den Nutzer eine Wirkung zu haben, anscheinend eine Wirkung, die
weit über die der herkömmlicher Medien hinausgeht. Aber diese neue Macht kann nicht
einfach so hingenommen werden, möchte näher betrachtet, analysiert und in Relation zu den
„alten medialen Kräften“ gesetzt werden. Hierzu wird in Kapitel 3 und 4 das neue Medium
Internet dem Fernseher (exemplarisch für Massenmedien) gegenüber gestellt, um zu sehen
was ähnlich und was andersartig ist. Hier soll einerseits die häufig gehörte These widerlegt
werden, dass es sich beim Internet um eine face-to-face Kommunikation handelt, als auch,
dass es sich beim Internet um eine Fortsetzung des Massenmedium Fernsehen handelt.
Vielmehr wird gezeigt, dass das Internet gerade aus seinen individuellen Zugang seine
Faszination zieht. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Computer

2.1 Computer als Medium

2.2 Computer als intelligentes Medium

3. Medien

3.1 Massenmedien: Fernseher

3.2 Neue Medien: Internet

3.3 Veränderungen durch das Internet und die Zukunft der Medienlandschaft

4. Kommunikation

4.1 Face-to-Face vs. Vernetzte computervermittelte Kommunikation

5. Nutzer

5.1 Warum/Wozu Internet?

5.1.1 Kontakte

5.1.2 Informationen

5.1.3 Unterhaltung

5.1.4 Tabuisierte Themen

5.2 Faszination Neue Welt?!

5.3 Neue Fähigkeiten / Kompetenzen

5.3.1 Neugier

5.3.2 Selektion

5.3.3 Lebenslanges Lernen

5.3.4 Medienauswahl

6. E-learning im schulischen Kontext

6.1 Schule Heute! Und Morgen?

6.2 E-learning?

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die soziologische Rolle des Computers und des Internets als interaktive, intelligente Medien innerhalb der heutigen Informationsgesellschaft, wobei insbesondere der Einfluss auf die Mediennutzung, die Kommunikation und die Bildungskultur im Fokus steht.

  • Analyse des Computers als intelligentes, rollenwechselndes Medium
  • Gegenüberstellung von Internet und klassischem Massenmedium Fernsehen
  • Untersuchung der Faszination und der psychologischen Aspekte der Internetnutzung
  • Bestimmung notwendiger Medienkompetenzen für den modernen Nutzer
  • Kritische Bewertung von E-learning-Ansätzen im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Computer als intelligentes Medium

Der Computer ist ein aufregendes Ding – nicht nur als eine Art Informationsmaschine, ... ,sondern auch in seiner Symbolik als kluge, intelligente, dem Menschen immer mehr auf den Geist rückende Maschine, als „Wundermaschine“ wie auch als „Schreckenskammer“, die so viel Wunderbares und Furchtbares birgt. (Hörning 2001) Um zu bestimmen wie intelligent, bzw. ob der Computer intelligent ist nun zunächst auch hier der Blick Fremdwörterlexikon (Kuri 1969): Intelligenz, die (18. Jh.): „Leistungsgrad der psychischen Funktionen bei ihrem Zusammenwirken in der Bewältigung neuer Situationen“ (H. Rohracher) und Ausmaß der Fähigkeit, bei neuen Aufgaben die bisherige Erfahrung zu verwerten.

Auch wenn ein Computer noch de Facto nur das leisten kann was man ihm einprogrammiert, kann man denke ich trotzdem davon sprechen, das der Computer mit immer neuen Situationen, Fragen, Aufgaben konfrontiert wird (zu mindestens aus Sicht des Nutzers) und sich dieser mit einer Präzision, Geduld annimmt, das es schon bemerkenswert ist. Er hat zwar das Wissen für das „neue Problem“ programmiert gekriegt, aber vielleicht nicht in dieser Kombination und nun versucht er (meist erfolgreich) durch Verknüpfung, durch Durchforsten der eigenen Programmstruktur mit diesem Problem fertig zu werden. Schafft er es, kann man denke ich in Blick auf die erneute Abfrage des selben Problems (gerade bei den neueren Modellen) von einem gewissen Lerneffekt sprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Informationsgesellschaft ein und umreißt die Untersuchung des Computers als zentrales, neues Medium sowie dessen Auswirkungen auf Nutzer und Gesellschaft.

2. Computer: Dieses Kapitel definiert den Computer als Medium, das durch seine Lernfähigkeit und seine variablen Rollen gegenüber dem Nutzer eine intelligente Qualität annimmt.

3. Medien: Hier wird das Internet dem Fernsehen gegenübergestellt, um zu verdeutlichen, wie sich ein interaktives, immersives Medium vom traditionellen Massenmedium unterscheidet und zukünftige Medienlandschaften prägt.

4. Kommunikation: Das Kapitel analysiert die vernetzte computervermittelte Kommunikation und widerlegt die These, dass diese lediglich eine face-to-face Kommunikation darstellt.

5. Nutzer: Der Fokus liegt hier auf den Motiven der Internetnutzer, der Faszination neuer digitaler Welten sowie der Identitätsbildung und den notwendigen Kompetenzen für einen sachgerechten Medienumgang.

6. E-learning im schulischen Kontext: Es erfolgt eine kritische Bewertung, ob und inwieweit E-learning die Krise des heutigen Bildungssystems lösen kann oder als bloßes Add-on fungiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz des Internets zusammen und betont, dass Technik allein keine gesellschaftlichen Probleme löst, sondern ein sinnvoller, kompetenter Umgang erforderlich ist.

Schlüsselwörter

Computer, Internet, Informationsgesellschaft, Mediensoziologie, Kommunikation, Interaktivität, Immersion, Medienkompetenz, Neugier, Selektion, Identitätsbildung, E-learning, Bildungssystem, Massenmedium, Digitale Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung des Computers und des Internets als neue, interaktive Medien innerhalb der Informationsgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der Wandel der Kommunikation, die Rolle des Nutzers, der Erwerb neuer Medienkompetenzen und die kritische Auseinandersetzung mit E-learning in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Computer als intelligentes Gegenüber zu analysieren und aufzuzeigen, wie sich durch diesen neue Formen der Interaktion und Wirklichkeitskonstruktion ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine mediensoziologische Analyse, die theoretische Grundlagen mit aktuellen Diskursen der Medienwissenschaft und empirischen Befunden verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medientheoretische Einordnung, den Vergleich zum Massenmedium Fernsehen, die Analyse des Nutzungsverhaltens und die kritische Betrachtung des E-learnings.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Interaktivität, Immersion, Selektionskompetenz, Identitätsbildung und die kritische Distanz zur Technikeuphorie.

Wie unterscheidet sich das Internet laut Autor vom Fernsehen?

Während das Fernsehen ein zentral gesteuertes Massenmedium für eine anonyme Masse ist, zeichnet sich das Internet durch Interaktivität, Immersion und individuelle Nutzungsentscheidungen aus.

Welche Rolle spielt das "Lernen" im Kontext der Arbeit?

Lernen wird sowohl auf technischer Ebene (der Computer lernt aus Inputs) als auch auf bildungspolitischer Ebene (Neugier als Basis-Kompetenz in der Schule) thematisiert.

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Details

Title
Der Computer als intelligentes Gegenüber
College
RWTH Aachen University  (Soziologie)
Course
Mediensoziologie, Seminar
Grade
1.0
Author
M. A. Samuel Falk (Author)
Publication Year
2002
Pages
37
Catalog Number
V21516
ISBN (eBook)
9783638251167
Language
German
Tags
Computer Gegenüber Mediensoziologie Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Samuel Falk (Author), 2002, Der Computer als intelligentes Gegenüber, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21516
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