Der Computer als intelligentes Gegenüber


Seminararbeit, 2002

37 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Computer
2.1 Computer als Medium
2.2 Computer als intelligentes Medium

3. Medien
3.1 Massenmedien: Fernseher
3.2 Neue Medien: Internet
3.3 Veränderungen durch das Internet und die Zukunft der Medienlandschaft

4. Kommunikation
4.1 Face-to-Face vs. Vernetzte computer- vermittelte Kommunikation

5. Nutzer
5.1 Warum/Wozu Internet?
5.1.1 Kontakte
5.1.2 Informationen
5.1.3 Unterhaltung
5.1.4 Tabuisierte Themen
5.2 Faszination Neue Welt?!
5.3 Neue Fähigkeiten / Kompetenzen
5.3.1 Neugier
5.3.2 Selektion
5.3.3 Lebenslanges Lernen
5.3.4 Medienauswahl

6. E-learning im schulischen Kontext
6.1 Schule Heute! Und Morgen?
6.2 E-learning?

7. Fazit

1. Einleitung

Unsere heutige Gesellschaft wird häufig auch als Informationsgesellschaft bezeichnet, aber was kennzeichnet eine Informationsgesellschaft im einzeln? Informationen wurden auch schon in Zeiten der Zeitung, des Radios und des Fernsehers empfangen, warum spricht man also heute verstärkt von einer Informationsgesellschaft?

Um dieser Frage nachzugehen wird im folgenden auf die innovativste Neuerung unserer Gesellschaft näher eingegangen: den Computer.

Das der Computer eine gesellschaftliche Revolution eingeleitet hat, dass er sich bereits nach wenigen Jahren aus kaum einem Lebensbereich unser Gesellschaft, ja unseres eigenen Lebens hinwegdenken lässt, ist nicht nur verwunderlich, sondern fragt auch danach, wie es dazu kommen konnte, bzw. kommen kann. Was ist es, was den Computer in allen Lebensbereichen so wichtig, so unverzichtbar macht, ist es lediglich der Reiz des Neuen oder besitzt der Computer neue Fähigkeiten, ist es möglich, dass der Computer aus sich heraus eine ganz neue mediale Faszination ausstrahlt? Fragen über Fragen, die im Laufe dieser Arbeit beantwortet werden sollen. Bevor auf die Faszination des Computers gerade auch in Hinblick auf das Internet eingegangen wird, soll in einem kurzen Abriss in Kapitel 2 noch gezeigt werden, dass der Computer als Medium fungiert und es sogar die Möglichkeit gibt in ihm ein intelligentes Medium zu sehen.

Als Medium steht er in der Tradition von Zeitung, Radio und Fernsehen und es wird ihm die Macht eingeräumt auf den Nutzer eine Wirkung zu haben, anscheinend eine Wirkung, die weit über die der herkömmlicher Medien hinausgeht. Aber diese neue Macht kann nicht einfach so hingenommen werden, möchte näher betrachtet, analysiert und in Relation zu den „alten medialen Kräften“ gesetzt werden. Hierzu wird in Kapitel 3 und 4 das neue Medium Internet dem Fernseher (exemplarisch für Massenmedien) gegenüber gestellt, um zu sehen was ähnlich und was andersartig ist. Hier soll einerseits die häufig gehörte These widerlegt werden, dass es sich beim Internet um eine face-to-face Kommunikation handelt, als auch, dass es sich beim Internet um eine Fortsetzung des Massenmedium Fernsehen handelt. Vielmehr wird gezeigt, dass das Internet gerade aus seinen individuellen Zugang seine Faszination zieht. Das Internet wird hier als ein interaktives, ja immersives Medium gesehen, ein Medium, das von jedem Nutzer ganz individuell genutzt wird, ein Medium, dass den einzelnen Nutzer auf ganz unterschiedliche Weise in seinen Bann schlägt, fesselt, fasziniert und genau darin liegt auch der große Unterschied zum Massenmedium Fernsehen, welches

lediglich darauf aus ist eine breite Masse zu erreichen. Am Ende des 3. Kapitels wird es noch einen kurzen Blick in die Zukunft geben, mit der Frage, wohin sich unserer Medienlandschaft ausgehend von diesen Thesen hinentwickeln könnte.

Ausgehend von der These des immersiven, interaktiven Mediums wird es in Kapitel 5 darum gehen, ob dieses neue Medium auch Konsequenzen für den Nutzer und sein Verhalten in der Medienwelt, sein Verhalten im Umgang mit dem Internet hat, was sicherlich zu erwarten ist. Dafür wird zunächst aufgezeigt, wozu der Nutzer das Internet am häufigsten nutzt, welche Vor- und Nachteile sich aus der Nutzung des Internets in diesen Bereichen im Gegensatz zur herkömmlichen Nutzung entstehen, um dann zum interessanten Punkt der möglicherweise nötigen neuen Medienkompetenz zu kommen. Historisch gesehen wurden für jedes neue Medium auch neue Kompetenzen benötigt und sei es z.B. nur die Kompetenz des Lesens bei der Zeitung, also welche neuen Fähigkeiten werden für einen sinnvollen Gebrauch des Internets gebraucht? Es wird zu zeigen sein, dass sich diese Fähigkeiten gar nicht so stark von den allgemeinen Kompetenzen unserer Informationsgesellschaft abgrenzen, sondern diesen sehr stark ähneln, was einerseits daran liegt, dass wir heute schon unsere meisten Informationen aus dem Internet beziehen, als auch anderseits daran, dass die Gesellschaft im allgemeinen immer komplexer und undurchsichtiger wird. Es wird um Neugier, Selektion, lebenslanges Lernen und die Kompetenz der Medienauswahl gehen.

Nachdem bis hierher gezeigt wurde, welche Rolle der Computer und das Internet in der Informationsgesellschaft gerade im Gegensatz zu herkömmlichen Massenmedien spielt, liegt es nahe diese Entwicklung zu glorifizieren und die Einführung in alle Lebensbereiche zu forcieren. Vielleicht ist dieses eine naheliegende Schlussfolgerung und häufig wird dieser heute auch so gezogen, es soll hier in Kapitel 6 aber noch einmal gezeigt werden, dass auch das Internet kein Selbstläufer ist, dass es hierbei neben dem sinnvollen Einsatz auch einen unsinnigen Einsatz gibt. Dieses wird am Beispiel des E-learnings im schulischen Kontext geschehen unter der Fragestellung: Kann das Internet die Krise der Schule lösen, welche Rolle spielt es im Hinblick auf die Lösung, ist es relevant für diese oder vielleicht sogar dabei störend?

In Kapitel 7 werden die Ergebnisse dann in einem Fazit noch einmal auf den Punkt gebracht.

2. Der Computer

In diesem Kapitel steht der Computer als Maschine im Fokus. Eine Maschine, die heutzutage nicht nur die Rolle eines Medium annimmt, sondern den herkömmlichen Massenmedien (Fernsehen, Zeitung) sowohl Vorreiter, Nachahmer, Ergänzung und Konkurrenz ist. Eine Maschine, die es geschafft hat die Aufmerksamkeit ihres Nutzer zu bündeln, ja ihn teilweise sogar zu fesseln verdient es näher besehen zu werden. Es soll gezeigt werden das der Computer als Medium fungiert und ob man ihn und wenn ja warum als intelligentes Medium bezeichnen kann.

2.1 Der Computer als Medium

Um zu entscheiden, ob der Computer zu Recht als Medium bezeichnet werden kann sollte zunächst einmal Medium an sich definiert werden. Im großen Fremdwörterbuch (Kuri 1969) steht unter Medium unter anderem: Medium, das (lat. „Mitte“, 17 Jh.) – Medien: 1) Mittel, Bindeglied, Mittler(in).

Am Medium Fernsehen, das uns heutzutage am geläufigsten ist, ist gut zu sehen was als Medium bezeichnet wird. Beim Fernsehen handelt es sich um einen Mittler, der zwischen Sender und Empfänger vermittelt, der Transporteur von Botschaften, Nachrichten, Meinungen und Unterhaltung ist. Es fungiert sozusagen als Bindeglied zwischen Sender und Empfänger. Der Sender versucht Informationen an den Empfänger weiterzugeben, Informationen die er ausgewählt und zusammengestellt hat. Frindte schreibt dazu: Ein Medium ist ein Mittel , um etwas zu formen, zu bilden, zu konstruieren. Formen bedeutet, einem Etwas Gestalt geben, etwas in Form zu fassen (zu in-formieren), eine Struktur erzeugen. Geformt und konstruiert werden mit einem Medium Wirklichkeiten. Das heißt, ein Medium ist ein Mittel zur Konstruktion von Wirklichkeit. Und, so ließe sich weiter vermuten, Medien sind Mittel zur (Re-)Konstruktion und Bewertung von Wirklichkeiten (Frindte 1999).

Auf den Fernseher übertragen hieße das, der Sender würde Informationen zur Konstruktion von Möglichkeiten zusammenstellen, würde darauf aufbauend Informationen zur Bewertung dieser „neuen Wirklichkeit“ bereitstellen usw., diese über das Medium Fernsehen verbreiten und somit an den Empfänger bringen für den sich dann „völlig neue Horizonte öffnen“, der das Gefühl bekommt/bekommen soll die Wirklichkeit präsentiert zu bekommen und daran teil

zu haben. Aber Medien wählen ihre Themen nicht vorrangig in Hinblick auf die Richtigkeit oder Wahrheit entsprechender Aussagen aus. Entscheidend ist vielmehr die Anschlussfähigkeit eines Themas an vergangene und zukünftige Kommunikationsmöglichkeiten. Was dann veröffentlicht wird, gewinnt seinen Sinn vor dem Hintergrund dessen, was als bekannt vorausgesetzt werden kann. (Wehner 1995) Einem Medium geht es somit nicht um richtig oder falsch, um wahr oder unwahr, sondern lediglich darum „im Spiel zu bleiben“. Es sollte klar geworden sein, was unter einem Medium zu verstehen ist, wie es funktioniert und was seine Ziele sind. Die Frage, die hier untersucht werden soll ist ob dieses Mediale auch beim Computer gefunden werden kann, ob der Computer einen Sender und Empfänger besitzt, was er transportiert und ob er Wirklichkeiten erzeugen kann?

Begonnen werden soll mit der Frage nach den Wirklichkeiten. Im Vergleich mit dem Fernseher wird schnell klar, dass der Computer es nicht schaffen kann dem Nutzer (identisch dem Empfänger beim Fernsehen) das gleiche Authentizitätsgefühl zu geben. Beim Fernsehen

wird dem Empfänger vorgegaukelt, dass es sich bei der konstruierten Wirklichkeit um die Wirklichkeit selbst handelt, (ausführlicher dazu Kapitel 3.1 wo noch einmal näher auf das Massenmedium Fernsehen eingegangen wird) diese Authentizität schafft der Computer zur Zeit (noch) nicht. Womit aber nicht gesagt werden soll, das es so etwas wie Wirklichkeitskonstruktion beim Computer nicht gibt. Als einfachstes Beispiel sei hier nur mal ein Computerspiel genannt, ein Computerspiel in das sich der Spieler (unser Empfänger) total verlieren kann, das für Stunden, vielleicht sogar für Tage zu seiner Wirklichkeit werden kann, etwas was ihn vielleicht sogar seine eigene Realität vergessen oder diese wenigstens in den Hintergrund drängen lässt. Somit kann wohl gesagt werden, dass der Computer zwar bisher (noch) wenig Wirklichkeit erzeugen kann, die über den Zeitpunkt des Erhaltens (in diesem Beispiel des Computerspieles) hinausgeht, sprich danach noch Gültigkeit besitzt, aber wohl das er Wirklichkeit im Moment der Nutzung produziert. Ausnahmen sehe ich dort, wo Menschen den Computer sehr viel benutzen (sei es Beruflich oder als Sucht-Spieler) und es nicht mehr schaffen nach Nutzung des Computers abzuschalten. Für diese Menschen ist der Computer mit seinen Programmen (den gesendeten Informationen) zur dauerhaften Wirklichkeit geworden.

Jetzt wo die Frage nach der Wirklichkeit geklärt ist soll noch einmal kurz der Blick auf den Sender und Empfänger gehen: der Empfänger ist schon mehrmals erwähnt worden und ist

logischerweise derjenige der an dem Computer sitzt, mit ihm arbeitet, spielt oder sonstiges tut. Die Frage nach dem Sender ist schon etwas schwieriger zu beantworten, für diese Studienarbeit soll es aber genügen ihn in den Produzenten, Programmiern und Verantwortlichen der Programm- und Spieleherstellung zu sehen. Diese konstruieren Wirklichkeiten und bieten sie dem Nutzer zum Kauf. Der Computer vermittelt zwischen diesen beiden Gruppen, er ist der Mittler, durch den der Wirklichkeitsaustausch zwischen Sender und Empfänger erst stattfinden kann. Somit kann wohl zu recht der Computer als Medium bezeichnet werden, was im folgenden auch getan wird.

2.2 Der Computer als intelligentes Medium

Der Computer ist ein aufregendes Ding – nicht nur als eine Art Informationsmaschine, ... ,sondern auch in seiner Symbolik als kluge, intelligente, dem Menschen immer mehr auf den Geist rückende Maschine, als „Wundermaschine“ wie auch als „Schreckenskammer“, die so viel Wunderbares und Furchtbares birgt. (Hörning 2001) Um zu bestimmen wie intelligent, bzw. ob der Computer intelligent ist nun zunächst auch hier der Blick Fremdwörterlexikon (Kuri 1969): Intelligenz, die (18. Jh.): „Leistungsgrad der psychischen Funktionen bei ihrem Zusammenwirken in der Bewältigung neuer Situationen“ (H. Rohracher) und Ausmaß der Fähigkeit, bei neuen Aufgaben die bisherige Erfahrung zu verwerten.

Auch wenn ein Computer noch de Facto nur das leisten kann was man ihm einprogrammiert, kann man denke ich trotzdem davon sprechen, das der Computer mit immer neuen Situationen, Fragen, Aufgaben konfrontiert wird (zu mindestens aus Sicht des Nutzers) und sich dieser mit einer Präzision, Geduld annimmt, das es schon bemerkenswert ist. Er hat zwar das Wissen für das „neue Problem“ programmiert gekriegt, aber vielleicht nicht in dieser Kombination und nun versucht er (meist erfolgreich) durch Verknüpfung, durch Durchforsten der eigenen Programmstruktur mit diesem Problem fertig zu werden. Schafft er es, kann man denke ich in Blick auf die erneute Abfrage des selben Problems (gerade bei den neueren Modellen) von einem gewissen Lerneffekt sprechen. Im ganz Kleinen und sogar sichtbar ist dieses bei den neuen Office-Programmen, (ab Version ’98) die sich in Hinblick auf den Aufbau der Menüpunkte an dem vorangegangenen Handeln des Nutzers orientieren und somit lernfähig sind. (gemerkt wird die Reihenfolge und Häufigkeit des Aufrufes) Man kann also zusammenfassend sagen, dass der Computer sowohl neue Situationen bewältigen, als auch vorangegangenen Situationen für kommende Aufgaben verwerten kann. Ebenfalls deutlich wird die Andersartigkeit, „die Intelligenz des Computers“, wenn man diese mit herkömmlichen Maschinen vergleicht. Auf der einen Seite eine meist mechanisch funktionierende Maschine, die auf bestimmte Inputs bestimmte Outputs gibt – und zwar bei gleichen Inputs immer die gleichen Outputs. Dieses ist nun beim Computer nicht mehr der Fall. Der Computer, so scheint es, denkt. Er versucht als Antwort auf den bekommenden Input die bestmögliche Lösung (Output) anzubieten und produziert somit auf die gleichen Inputs zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Outputs. Sei es dadurch, das er durch die mehrmalige Nutzung lernt wie der Nutzer mit ihm umgehen möchte, oder sei es weil er abstürzt oder sonstige unvorhergesehene Fehler produziert. Der Computer agiert nicht linear, häufig agiert er noch nicht einmal logisch und manchmal überrascht er den Nutzer sogar mit seinen Outputs.

In dem Buch „Metamorphosen der Technik“ von Hörning und Dollhausen wird diese Irritation des Computers anhand einer wissenschaftlichen Erhebung recht gut beschrieben. Die Autoren zeigen auf, welche verschiedenen Bedeutungen der Computer im Zuge eines Arbeitsprozesses annehmen kann. Hierbei wurde beobachtet, wie die Nutzer mit dem Medium Computer umgehen, welche Bedeutung sie ihm zuschreiben und ob der Computer diese erfüllt. Die wohl naheliegendste Erwartung an den Computer ist die des funktionalen, effizienten Arbeitsgerätes. Mit dem Computer erlangt der Arbeitsprozess und deren Ergebnisse einen Bedeutungsgewinn, eine Aufwertung, die nicht nur auf die Verbesserung im Bereich Präzision und Perfektion zurückzuführen sind, sondern vielmehr damit, wie der Computer das Erleben des Arbeitens verbessert. (vgl. Hörning/Dollhausen 1997) Zum veränderten Erleben des Arbeitens gehört auch noch, dass der Computer Spielräume für Experimente schafft und somit für mehr Funktionalität und Transparenz sorgt. (vgl. Hörning/Dollhausen 1997) Doch häufig stört der Computer auch einfach nur die Arbeitsabläufe, überrascht uns mit unvorhergesehenen Outputs und weicht für den Nutzer ohne Grund von den an ihn gestellten Erwartungen ab. Zusammenfassend lässt sich nach Hörning/Dollhausen sagen, dass der Computer sich dem Nutzer mit vielen unterschiedlichen Gesichtern nähert, welche hier kurz noch einmal vorgestellt werden sollen: als Statist ist er bedeutungslos, seine Handlungen dienen lediglich als Rahmen für die Haupthandlung. Er ist (der Haupthandlung) sinngebend. Der Störer: Störer sind Unruhestifter. Sie tauchen plötzlich und unerwartet in einem Geschehen auf und attackieren dessen „Normallauf“. (Hörning/Dollhausen 1997) Als Illusionist versetzt der Computer den Nutzer in die Rolle des

Beobachtenden und Staunenden und wird zum Produzenten von Wirklichkeiten, die die Monotonie der Arbeit am Computer durchbrechen kann. Auch als Moderator tritt der Computer dem Nutzer entgegen. Der Moderator hält die Kommunikation in Gang, er übersetzt, verstärkt Mitteilungen und ist die „stets kommunikationsbereite Adresse“ (Hörning/Dollhausen 1997). Zu guter Letzt kann der Computer noch die Rolle des Verräters ausfüllen, in dem er sich dem Nutzer als unsensible, stets kommunikationsbereite Maschine präsentiert. Ich denke an dieser Aufzählung kann schon gesehen werden, das der Computer nicht linear funktioniert, das er seine Rolle ändert, das sich durch ihn Bedeutungs- und Interpretationsmuster wandeln. Hierin liegt meiner Meinung nach das Intelligente eines Computers, das er durch seine ändernden Rollen eine Wirkung auf den Nutzer hat die über die anderer Maschinen weit hinausgeht.

3. Medien

Das Internet, häufig auch als „Neues Medium“ bezeichnet drängt sich heute in fast allen Lebensbereichen auf. Es wird als Kommunikations- und Informationsmittel, sei es von einfacher E-Mail bis hin zu wissenschaftlichen Diskussionsforen genutzt. Firmen nutzen es zu Werbezwecken, neuerdings wird im Internet versucht Lernplattformen zu verorten, um mit ihnen noch effektiver und individueller lehren und lernen zu können. Außerdem besteht die Möglichkeit im Internet einzukaufen, virtuelle Spielgemeinschaften zu gründen, Musik und Videos zu hören, bzw. zu sehen, neue Rollen anzunehmen (z.B.: Geschlechtertausch), usw. Schon an dieser kurzen Aufzählung, die keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, lässt sich die (weiterhin zunehmende) Bedeutung des Internets ersehen. In diesem Kapitel soll es darum gehen das neue Medium Internet in die bestehende Medienlandschaft zu verorten, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten gerade zwischen dem Massenmedium Fernsehen und dem Internet herauszustellen und eine Prognose für die Zukunft zu wagen. Dazu soll in Kapitel 3.1 zunächst das Massenmedium am Beispiel des Fernsehers vorgestellt werden um dann in Kapitel 3.2 mit diesem Wissen an das Medium Internet herangegangen zu werden. In Kapitel 3.3 werden die bisherigen und zukünftigen Veränderungen der Medienlandschaft noch einmal kurz dargestellt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Der Computer als intelligentes Gegenüber
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Soziologie)
Veranstaltung
Mediensoziologie, Seminar
Note
1.0
Autor
Jahr
2002
Seiten
37
Katalognummer
V21516
ISBN (eBook)
9783638251167
Dateigröße
449 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In dieser Arbeit wurde das Mediale des Computers betrachtet. Neben der Verortung in die bestehende Medienlandschaft aus Fernsehen, Radio, etc. wird gezeigt, dass der Computer im Allgemeinen und das Internet im Speziellen mediales Neuland betritt, das er ein immersives, ja intelligentes Medium ist, das den Nutzer zur individuellen Interaktion einlädt. Diese immersive Kraft wird sowohl angefangen bei Foren und Community's bis hin zu neuen Formen des Lernens (e-learning) untersucht und bewertet.
Schlagworte
Computer, Gegenüber, Mediensoziologie, Seminar
Arbeit zitieren
M. A. Samuel Falk (Autor), 2002, Der Computer als intelligentes Gegenüber, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21516

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