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Neurobiologische Grundlagen der Motivation

Und Motivationstheorien mit Handlungsempfehlungen für Management und Führungskräfte.

Titel: Neurobiologische Grundlagen der Motivation

Seminararbeit , 2012 , 31 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annika Fanzlau (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Kapital lässt sich beschaffen, Fabriken kann man bauen, Menschen muss man gewinnen.“ Hans Christoph von Rohr (*1938)

Die Motivation der Mitarbeiter kam in den letzten Jahren aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und im Zuge der Automatisierung eine immer stärkere Bedeutung zu. Die Mitarbeiter sind selbstbewusster geworden, die Art der Arbeit wurde für genauso wichtig erachtet wie die Höhe der Entlohnung und die Zunahme kreativer und schwieriger Aufgaben führte zu einer Nachfrage hochqualifizierter und selbstständig handelnder Mitarbeiter. Mit ihnen ist auch das Bedürfnis nach humanen Arbeitsmöglichkeiten sowie der Wunsch nach Selbstverwirklichung gestiegen. „Diente der eigene Job früher hauptsächlich dem Broterwerb, geht es heute auch darum, Träume auszuleben." Die Motivation der Mitarbeiter ist somit für den Erfolg eines Unternehmens wichtiger denn je geworden.

„Heute ist Motivation zu einem Allerweltsbegriff geworden“ und zu einer Schlüsselkompetenz im Führungsalltag. Es gibt eine Flut an Modellen, Ideen und Erklärungsansätzen. Ansätze lassen sich in der Psychologie, Philosophie, Neurobiologie und der Managementlehre finden.

In der Realität sieht es dennoch meist anders aus. Oft ist die Motivation von Mitarbeitern in Unternehmen nur gering ausgeprägt. „Das amerikanische Gallup-Institut sieht neun von zehn Angestellten in Deutschland kurz vor der inneren Kündigung. (...) Und auch das Duisburger Institut für Arbeit und Qualifikation verortet die Laune der deutschen Arbeitnehmer in einer Studie im unteren europäischen Mittelfeld.“

Eine der bekanntesten Managementautoren, Reinhard K. Sprenger behauptet sogar „Alles Motivieren ist Demotivieren“.

Diese Arbeit stellt ausgewählte Motivationstheorien vor und beschreibt neurobiologische Grundlagen der Motivation. Sie zeigt Motivierungsansätze aus der betrieblichen Praxis und gibt beispielhaft Handlungsempfehlungen.

Dennoch bleibt offen: Warum sind heute Mitarbeiter trotz jahrzehntelanger Forschung in vielen Unternehmen immer noch unmotiviert?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1 Bedürfnis

2.2 Motiv

2.2.1 Primäre und sekundäre Motive

2.2.2 Intrinsische und extrinsische Motive

2.2.3 Unbewusste und bewusste Motive

2.3 Anreiz

2.4 Motivation

3. Motivationstheorien

3.1 Inhaltstheorien

3.1.1 Die Bedürfnispyramide von Maslow

3.1.2 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg

3.1.3 Die Bedürfnisarten von McClelland

3.2 Prozesstheorien

3.2.1 Die Gerechtigkeitstheorie von Adams (Equity-Theorie)

3.2.2 Die Erwartungstheorie von Vroom (VIE-Theorie)

3.2 Aktionstheorien

4. Neurobiologische Grundlagen

4.1 Das menschliche Gehirn

4.2 Das limbische System

4.3 Neurotransmitter

4.4 Die Motivationssysteme des Gehirns

4.5 Leistungsmotivation

5. Betriebliche Anreizsysteme

5.1 Aufbau von Anreizsystemen

5.2 Anreizsysteme für Führungskräfte

5.3 Vor- und Nachteile von Anreizsystemen

6. Handlungsempfehlungen

6.1 Handlungsempfehlungen für das Management

6.2 Handlungsempfehlungen für Führungskräfte

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen, interdisziplinären Grundlagen der Mitarbeitermotivation durch die Zusammenführung psychologischer Motivationstheorien, neurobiologischer Erkenntnisse und betriebswirtschaftlicher Anreizsysteme, um daraus praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Management und Führungskräfte abzuleiten.

  • Analyse klassischer und aktueller Motivationstheorien (Inhalts-, Prozess- und Aktionstheorien).
  • Darstellung der neurobiologischen Grundlagen menschlicher Motivationssysteme.
  • Untersuchung des Aufbaus und der Effektivität betrieblicher Anreizsysteme.
  • Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für ein motivierendes Führungsumfeld.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Bedürfnispyramide von Maslow

Der amerikanische humanistische Psychologe Abraham Maslow stellte 1943 die Vielfalt der menschlichen Bedürfnisse in einem leicht verständlichen Modell dar, das eine Orientierungshilfe zur Erforschung der Mitarbeiterinteressen liefert: die sog. „Bedürfnispyramide von Maslow“. Er unterscheidet in diesem Modell fünf Bedürfnisklassen die in verschiedenen Ebenen in Form einer Pyramide aufeinander aufgebaut sind. „Nach Maslows Ansicht müssen die Bedürfnisse jeder Hierarchieebene befriedigt sein, bevor die nächste Ebene erreicht werden kann (...).“ Er geht davon aus, dass die Bedürfnisse der niedrigeren Hierarchieebenen die Motivation einer Person so lange bestimmen bis diese befriedigt sind. „Einer Ebene mit befriedigten Motiven [kommt demnach] keine Motivationswirkung und damit kein verhaltenssteuernder Einfluss mehr zu.“ Die Theorie von Maslow ist jedoch idealtypisch. So konnten beispielsweise in empirischen Untersuchungen weder die Bedürfnisschichtung noch die Bedürfnisbefriedigung belegt werden. Maslow zeigt vielmehr eine sich zeitlich verschiebende Motivstruktur auf, wobei befriedigte Bedürfnisse als Handlungsantrieb wegfallen. Trotz zahlreicher Kritikpunkte ist die Bedürfnispyramide von Maslow die bekannteste Motivationstheorie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die steigende Bedeutung der Mitarbeitermotivation im Zuge gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen und führt in die Problemstellung ein.

2. Begriffsdefinition: Definiert die zentralen Begriffe Bedürfnis, Motiv und Anreiz als Basis für das Verständnis von Motivationsprozessen.

3. Motivationstheorien: Stellt verschiedene wissenschaftliche Erklärungsansätze für Motivation vor, unterteilt in Inhalts-, Prozess- und Aktionstheorien.

4. Neurobiologische Grundlagen: Erläutert die biologischen Strukturen und Botenstoffe, die menschliches Verhalten und Motivation steuern.

5. Betriebliche Anreizsysteme: Beschreibt den Aufbau von Anreizsystemen sowie deren Ziele, Chancen und Risiken in der betrieblichen Praxis.

6. Handlungsempfehlungen: Überführt die theoretischen Erkenntnisse in praktische Anwendungsbeispiele für das Management und Führungskräfte.

7. Zusammenfassung: Fasst die Kernaussagen zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Motivation als komplexes, interdisziplinäres Feld zu begreifen.

Schlüsselwörter

Mitarbeitermotivation, Motivationstheorien, Maslow, Herzberg, McClelland, Neurobiologie, Anreizsysteme, Total-Rewards-System, Führung, Leistungsmotivation, Handlungsempfehlungen, Betriebskultur, Leistungsanreize, Psychologie, Führungsalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Mitarbeitermotivation und verbindet psychologische Theorien mit neurobiologischen Erkenntnissen, um daraus Empfehlungen für die moderne Führungspraxis abzuleiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Motivationstheorien, die biologischen Motivationssysteme des Gehirns sowie die Gestaltung und der Einsatz betrieblicher Anreizsysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Motivation entsteht und wie Management und Führungskräfte durch gezielte Maßnahmen ein Umfeld schaffen können, das Mitarbeiter langfristig motiviert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Literaturanalyse und verknüpft dabei psychologische, neurobiologische und betriebswirtschaftliche Ansätze zu einem Strukturansatz für die Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, welche Bedürfnisse den Menschen antreiben, wie das Gehirn Belohnung verarbeitet und welche Anreizsysteme in Unternehmen sinnvoll oder kontraproduktiv sein können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mitarbeitermotivation, Motivationstheorien, Neurobiologie, Anreizsysteme, Leistungsmotivation und Führung.

Warum ist das Bedürfnis nach Zugehörigkeit laut dieser Arbeit so wichtig?

Basierend auf neurobiologischen Erkenntnissen wird das Bedürfnis nach Zugehörigkeit als Metamotiv identifiziert, das eine zentrale Rolle für ein leistungsbereites und soziales Verhalten spielt.

Welche Kritik übt die Arbeit an klassischen Anreizsystemen?

Die Arbeit kritisiert, dass einseitige, rein extrinsische Anreize die intrinsische Motivation langfristig zerstören können ("Crowding Out") und dass starre Systeme oft nicht die individuelle Vielfalt der Mitarbeiterbedürfnisse abbilden.

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Details

Titel
Neurobiologische Grundlagen der Motivation
Untertitel
Und Motivationstheorien mit Handlungsempfehlungen für Management und Führungskräfte.
Hochschule
Technische Hochschule Wildau, ehem. Technische Fachhochschule Wildau
Veranstaltung
Personalmanagement
Note
1,3
Autor
Annika Fanzlau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V215244
ISBN (eBook)
9783656430681
ISBN (Buch)
9783656434443
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Motivation Personal Personalmanagement Motivationstheorie Neurobiologie Personalwesen Mitarbeiter Führung Personalführung Mitarbeiterführung Management Motivierung Zufriedenheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Fanzlau (Autor:in), 2012, Neurobiologische Grundlagen der Motivation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215244
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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