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Breiteben. Suche nach den historischen Wurzeln der Heimat

Eine Hof- und Familiengeschichte

Titel: Breiteben. Suche nach den historischen Wurzeln der Heimat

Fachbuch , 2013 , 104 Seiten

Autor:in: Dr. Veit Pamer (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Leben kann man nur vorwärts, begreifen aber kann man nur rückwärts“ (Alter Spruch). Das Erinnerungsvermögen unserer Eltern und Groß-Eltern reicht noch weit in die Vergangenheit zurück.
Die älteren Genera onen haben die Erinnerung an das Leben und Wirken der Vorfahren im ‚Huengert’, im
Erzählen der Geschehnisse und im Sprechen über die
Alltagsgeschichten früherer Zeiten bei verschiedenen
Gelegenheiten und Anlässen in Haus und Hof wach
gehalten und der nächsten Genera on weitergegeben.
Heute, im digitalen Zeitalter, wo die alte Erzählkultur
durch das Fernsehen vielfach verdrängt worden ist, geht
es nun darum, das Familiengedächtnis gewissermaßen
zu re en. Vielen Zeitgenossen kommt immer mehr zum
Bewusstsein, wie wich g die eigene Geschichte ist und
welche Lebensbereicherung sie darstellt, gerade wenn
die Erinnerung an den Wissensschatz der Eltern und
Großeltern heranreicht oder sich sogar auf weiter zurück
liegende Zeiten erstreckt.
Mit diesem Anliegen ist der Jungbauer des
Breitebnerwirtsgutes an mich herangetreten und hat mich
ersucht, die Hof- und Familiengeschichte von Breiteben
zu erforschen und in einem kleinen Buch zu präsen eren.
Nach Sichtung der Quellen in den Archiven von Bozen,
Meran und St. Martin, habe ich diese Arbeit aufgenommen
und die Ergebnisse in diesem kleinen Werk festgehalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Breiteben in den ursprünglichen Zeugnissen vom 13. bis zum 16. Jahrhundert

II. Breiteben im 17. und 18. Jahrhundert

1. Steuerkataster des Gerichts Passeier 1694

2. Maria Theresianischer Kataster 1777

3. Wasserstreit und Übereinkunft der Breitebner Bauern 1786

III. Breiteben im 19. Jahrhundert

1. Die Familie Schweigl

2. Die Familie Hofer

3. Die Familie Kofler

IV. Breiteben im 20. Jahrhundert

1. Josef Hofer, Bauer 1928 – 1960

2. Das Gasthaus von Breiteben

3. Josef Hofer, Bauer 1960 – 2005

4. Bernhard Hofer, Bauer seit 2006

V. Anhang

1. Unterplatt

2. Ein Heiratsvertrag aus dem Jahre 1817

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die historische Erforschung und Dokumentation der Entwicklung des Anwesens Breiteben sowie der dort ansässigen Familien. Ausgehend von den frühen urkundlichen Zeugnissen seit dem 13. Jahrhundert bis in die heutige Zeit beleuchtet das Werk die bäuerliche Struktur, Familienverhältnisse und sozioökonomische Herausforderungen, wie sie für das Passeiertal typisch sind.

  • Wissenschaftliche Aufarbeitung der Hofgeschichte Breiteben
  • Analyse historischer Kataster und Rechtsdokumente
  • Darstellung der Familiendynastien Schweigl, Hofer und Kofler
  • Untersuchung landwirtschaftlicher Nutzungsrechte und Murenereignisse
  • Dokumentation des Gasthofbetriebs und der Kapellengeschichte

Auszug aus dem Buch

Wasserstreit und Übereinkunft der Bauern auf Breiteben 1786

Am 13. Oktober 1786 reichten die nachstehend angeführten Bauern von Breiteben und der unmittelbaren Nachbarschaft beim Gericht von St. Leonhard Passeier folgende Klage ein: „Johann Frick, Martin Zorn, Anna Platterin, Joseph Heels Ehewürthin, ... und Ehewürth Heel, alle zu Praiteben, dann Johann Platter beym Sprenger, Joseph Öttl zu Auserbruck, Simon Schweiggl dortselbst und Paul Strobl zu Hinterbruck.“ Die Klage war gegen Michael Klotz zu Breiteben gerichtet, der „jene Arbeit, welche Sie (die Bauern von Breiteben) an einichen Wasserkandeln, wodurch Sie das Wasser zu ihrer Mühle führen und sodann die Güter bewässeren, mittelst einiger Flecken Schwertlingen angebracht“ und Klotz diese dann „gänzlichen demolieret eigenmächtig zerschlagen und zertrimeret habe.“

Den Schaden, den Klotz dadurch angerichtet hat, begründen sie so: „Wenn nun die Zeit anhanden, daß Sie ihr Getreid, bevor der Winter heranreitet, auf die ganze Winterszeit hindurch abzumahlen gezwungen seyen, weilen bey erster einfallender Kälte das Wasser abgefrieren und zu Eyß werden muß, so daß Sie alsdann gezwungen weren, ihr Getreid anderwertig mit großen Unkosten bey einen andern Bauern ... abmahlen zu lassen, so haben Sie gebetten, dem Klotz anzuhalten, die abgerissene Arbeit wiederum herzustellen.“

Das Gericht hat daraufhin Michael Klotz vorladen lassen, um ihn gegebenenfalls zur Verantwortung ziehen zu können. Erst nach dem dritten Vorladungsbescheid ist derselbe endlich erschienen und hat sich dahingehend geäußert, dass er das Wasser „wie es vor alters geronnen und die erste als Fachkandl fasse, niemals abzuzapfen gedenke, aber wenn mehr Wasser eingekehrt wird, an seinen Gütern großer Schaden entstehen könne“. Doch die Kläger „sind darauf beharret, daß sich das Klotzische Vorgeben nicht erwahre und die Zertrimerung der Arbeit von dem Klotz aus burer Boßheit geschehen seye und so sind endlichen die Partheyen gegen einander in einen sehr hitzigen Wortwechsel verfallen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert die Bedeutung der Aufarbeitung der Familiengeschichte im digitalen Zeitalter und begründet die Forschungsarbeit auf Anfrage des Jungbauern des Breitebnerwirtsgutes.

I. Breiteben in den ursprünglichen Zeugnissen vom 13. bis zum 16. Jahrhundert: Dieses Kapitel verortet die Siedlung historisch und geographisch und belegt die erste urkundliche Erwähnung des Hofes im 13. Jahrhundert.

II. Breiteben im 17. und 18. Jahrhundert: Hier werden mittels historischer Steuerkataster die Besitzverhältnisse, Abgaben und die ersten Hofteilungen sowie ein dokumentierter Wasserstreit zwischen den Bauern analysiert.

III. Breiteben im 19. Jahrhundert: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Veränderungen im Familienbereich und die Ansiedlung dreier prägender Familien, deren Hofgeschichten und Transaktionen detailliert beschrieben werden.

IV. Breiteben im 20. Jahrhundert: Der Hauptteil beleuchtet die schwierige wirtschaftliche Lage nach den Weltkriegen, den Bau des Gasthauses und die fortwährende Bewirtschaftung durch die Familie Hofer bis in die Gegenwart.

V. Anhang: Der Anhang bietet vertiefende Informationen zur Herkunft der Familie Hofer vom Unterplatthof sowie einen historischen Heiratsvertrag aus dem Jahr 1817.

Schlüsselwörter

Breiteben, Passeiertal, Hofgeschichte, Familiengeschichte, Bauernhaus, Grundbuch, Steuerkataster, Murenabgang, Gasthof, Siedlungsgeschichte, Südtirol, Hofer, Schweigl, Kofler, Landwirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der detaillierten Hof- und Familiengeschichte der Siedlung Breiteben im Passeiertal und dokumentiert die Besitzübergänge über mehrere Jahrhunderte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der einzelnen Höfe, rechtliche Auseinandersetzungen um Wasserrechte, der Einfluss von Naturereignissen wie Muren auf die Landwirtschaft sowie die Genealogie ansässiger Bauernfamilien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Bewahrung des Familiengedächtnisses durch die systematische Aufarbeitung von Archivalien und persönlichen Überlieferungen, um die Wurzeln des Hofes zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung von Primärquellen wie Steuerkatastern, Notariatsimbreviaturen, Kauf- und Tauschverträgen sowie Sterbebildchen und mündlichen Zeitzeugenaussagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die chronologische Entwicklung vom 13. bis zum 20. Jahrhundert, gegliedert nach Epochen, wobei rechtliche Verträge und die Geschichte der einzelnen Höfe und ihrer Bewohner im Vordergrund stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Breiteben, Passeiertal, Hofgeschichte, Familiengeschichte, Murenabgang, Grundbuch und Landwirtschaft sind die wesentlichen Begriffe.

Wie wurde der historische Wasserstreit von 1786 gelöst?

Durch einen gerichtlichen Augenschein und ein darauf aufbauendes Vergleichsprojekt wurde geregelt, dass die Bauern ihre Mühlen und Wässerungsanlagen instand halten müssen, ohne den Nachbarn Schaden zuzufügen, wobei klare Nutzungszeiten festgelegt wurden.

Welche Rolle spielte Alois Kofler für die Entwicklung von Breiteben?

Alois Kofler legte den Grundstein für das heutige Breitebnerwirtsgut durch die Zusammenlegung verschiedener Höfe und setzte sich maßgeblich für den Bau der Straße nach Breiteben ein, was den Grundstein für den Gastbetrieb legte.

Ende der Leseprobe aus 104 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Breiteben. Suche nach den historischen Wurzeln der Heimat
Untertitel
Eine Hof- und Familiengeschichte
Autor
Dr. Veit Pamer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
104
Katalognummer
V215286
ISBN (eBook)
9783656444305
ISBN (Buch)
9783656444404
Sprache
Deutsch
Schlagworte
breiteben suche wurzeln heimat eine hof- familiengeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Veit Pamer (Autor:in), 2013, Breiteben. Suche nach den historischen Wurzeln der Heimat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215286
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Leseprobe aus  104  Seiten
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