Das Ziel dieser Arbeit ist es, eine möglichst genaue Definition des Terminus „Premiummarke“
herauszuarbeiten und eine Abgrenzung zu anderen Markentypen zu finden.
Von diesem Hintergrund werden die Ziele und Auswirkungen von Premiummarken
detailliert dargestellt. Angeknüpft daran werden die Markengesetze untersucht und
mögliche Erfolgskontrollen aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Hausarbeit
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1 Definition Marke
2.2 Definition Premiummarken
2.3 Definition Luxusmarke
2.4 Abgrenzungen
3. Ziele
3.1 Kundenziele
3.2 Unternehmensziele
4. Markengesetze
5. Erfolgskontrolle
6. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine präzise Definition des Begriffs "Premiummarke" zu erarbeiten und diese von anderen Markentypen, insbesondere Luxusmarken, abzugrenzen. Dabei werden die zugrunde liegenden Ziele, Auswirkungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen und Erfolgskontrollmechanismen für Premiummarken analysiert.
- Grundlagen und Definitionen von Marken, Premiummarken und Luxusmarken
- Differenzierung der Markentypen anhand spezifischer Kriterien
- Analyse der Konsumentenziele (Kaufmotive) und Unternehmensziele
- Rechtliche Grundlagen durch das Markengesetz
- Strategien zur Erfolgskontrolle und zukünftige Entwicklungen im Markt
Auszug aus dem Buch
2.2 Definition Premiummarken
Nachdem deutlich wurde, was unter dem Begriff Marke zu verstehen ist, soll nun eine allgemeingültige Begriffsdefinition von Premiummarken erarbeitet werden. Das Wort Premium kommt vom Lateinischen „praemium“ und bedeutet übersetzt Belohnung oder Preis. Im deutschen Sprachgebrauch hat sich „von besonderer Qualität“ durchgesetzt, was ein Blick in den Duden verrät.
In der deutschen Markenwelt hat nach Meinung verschiedener Markenspezialisten erstmals die König-Pilsener Brauerei das Prädikat Premium im Zusammenhang mit ihrem „Warsteiner Premium Bier“ verwendet. In den Folgejahren kamen Premium-Kaffeebohnen, Premium-Reisen und ähnliche Premiumprodukte hinzu.
Eine präzise Begriffserklärung von Premiummarken lässt sich nicht unmittelbar ausmachen, denn es gibt verschiedene Ansätze in der Fachliteratur. So beschreibt Haas die Premiummarke als einen Entstehungsprozess durch ein Premiumprodukt, welches das produktspezifische Leistungsversprechen mehr als erfüllt. Es kann aber auch das persönliche Lebensgefühl durch die Marke ausgedrückt werden.
Kapferer sieht hingegen Premiummarken als eine rationalisierte Serienproduktion und schreibt dieser eine weitaus höhere Qualität zu, wodurch ein höherer Preis gerechtfertigt wird.
Laut Diez zeichnen sich Premiummarken dadurch aus, dass diese bei den Produkten einen höheren Preis am Markt durchzusetzen können als Marken, die ähnliche tangible Funktionen haben. Dabei wird auch vom sogenannten Preispremium gesprochen, welches entweder auf der positiven Preisdifferenz zum Durchschnittspreis des Gesamtmarktes oder auf dem entsprechenden Marktsegment basiert.
Langmack bietet unter Berücksichtigung mehrerer Definitionen eine eigene, umfassende Begriffsbestimmung an: „Premiummarken sind Marken, die sich zum einen durch ein wahrgenommen, hohes Preisniveau auszeichnen, zum anderen dieses Preisniveau dadurch rechtfertigen, dass die Markenidentität so ausgerichtet ist und umgesetzt wird, dass Konsumenten die Marke als Mittel zur Befriedigung von Premiummotiven ansehen.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Marktsituation, definiert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt die methodische Vorgehensweise.
2. Grundlagen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Basisbegriffe der Marke, der Premiummarke sowie der Luxusmarke definiert und gegeneinander abgegrenzt.
3. Ziele: Dieses Kapitel untersucht die unterschiedlichen Kaufmotive der Konsumenten sowie die strategischen Ziele eines Unternehmens bei der Etablierung von Premiummarken.
4. Markengesetze: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen für Markenführung in Deutschland auf Basis des Markengesetzes.
5. Erfolgskontrolle: Hier wird dargelegt, wie der Erfolg von Marken durch den Abgleich von Markenidentität und Markenimage sowie mittels Investitionsrechnungen gemessen werden kann.
6. Ausblick: Der Ausblick thematisiert aktuelle Herausforderungen, wie die Verzerrung der Abgrenzung zwischen den Markentypen und die Auswirkungen veränderter Marktbedingungen.
Schlüsselwörter
Premiummarke, Marke, Luxusmarke, Markenidentität, Markenimage, Preispremium, Kaufmotive, Konsumentenverhalten, Markenführung, Markenrecht, Wettbewerb, Positionierung, Qualität, Markenarchitektur, Marketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung, den Zielen und den rechtlichen Rahmenbedingungen von Premiummarken im Kontext des modernen Marketings.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Begriffsbestimmungen von Marken, Premium- und Luxusmarken, die Analyse von Konsumentenmotiven sowie die rechtlichen Grundlagen des Markenschutzes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, eine präzise Definition des Begriffs "Premiummarke" zu erarbeiten und eine klare Abgrenzung zu anderen Markentypen zu definieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze von Markenspezialisten vergleicht und in einem Modell zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der Analyse von Kundenzielen (Kaufmotiven) und Unternehmenszielen, den rechtlichen Grundlagen sowie der Erfolgskontrolle von Marken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Premiummarke, Markenidentität, Preispremium, Kaufmotive, Markenrecht und Markenführung.
Wie unterscheiden sich Premiummarken von Luxusmarken laut der Arbeit?
Premiummarken basieren primär auf Serienfertigung und überdurchschnittlicher Qualität, während Luxusmarken stärker mit Prestige, Statussymbolen und einer exklusiven Zielgruppe assoziiert werden.
Welche Rolle spielt die Markenidentität für Premiumhersteller?
Die Markenidentität dient als Selbstbild und strategisches Soll-Konzept, das sich von der Konkurrenz abheben muss, um das angestrebte Preispremium langfristig zu rechtfertigen.
- Arbeit zitieren
- Michael Binninger (Autor:in), 2011, Premiummarken: Überblick und Abgrenzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215324