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Die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das Programm zur Entwicklung der Westlichen Regionen in China

2000 - 2005

Titel: Die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das  Programm zur Entwicklung der Westlichen Regionen in China

Magisterarbeit , 2012 , 139 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Regina Pahling (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Aufstieg Chinas an die Spitze der Weltwirtschaft brachte Probleme mit sich, die das Land vor große Herausforderungen stellten. Zu diesen gehörten vor allem die steigenden regionalen Disparitäten. China hatte nach 1978 zur Ankurbelung der Wirtschaft die Küstenregionen entwickelt und den Westen vernachlässigt. Dessen Rückständigkeit war an der Schwelle ins neue Jahrtausend so frappant geworden, dass die Regierung im Interesse des sozialen Friedens und der Fortsetzung des Wirtschaftswunders eingreifen musste. Mit dem Programm zur Entwicklung des Westens sollte die Infrastruktur aufgebaut und die Voraussetzung für die Entwicklung der Region geschaffen werden. Im Westen liegen Ressourcen, deren Erschließung von ökonomischer Bedeutung für das ganze Land sind: Bodenschätze und ein unterentwickelter Binnenmarkt. Die langen Außengrenzen sind sicherheitspolitisch relevant und bieten neue Chancen für den Ausbau des Handels. Außerdem lebt der Großteil der nationalen Minderheiten im Westen - zumeist noch immer in bitterer Armut. Es gab also eine ganze Reihe stichhaltiger und dringender Gründe, welche die Regierung zum Handeln und zu einem regionalpolitischen Strategiewechsel bewog.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Thema und Gegenstand der Arbeit

1.2 Forschungsstand

1.3 Fragestellung und Thesen

1.4 Methode und Vorgehensweise

2 Entwicklungsstrategien zur Regionalentwicklung in China

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Theorien der regionalen Disparitäten

2.3 Forschungsstand

2.4 Historische Entwicklung der Entwicklungsstrategien in der VR China

2.4.1 Das maoistische China 1949-1978

2.4.2 Beginn der Reformpolitik 1978-1985

2.4.3 Marktliberalisierung und Öffnungspolitik (1985-1999)

2.5 Aktuelle Entwicklungsstrategien (ab 2000)

3 Das Programm zur Entwicklung der westlichen Regionen (Xibu Da Kaifa)

3.1. Forschungsstand

3.1.1 Forschungsstand Allgemein

3.1.2 Forschungsstand in China

3.2 Die Rahmenbedingungen im Westen

3.2.1 Historischer Background

3.2.1.1 Entwicklung des Westens vor dem 20.Jh.

3.2.1.2 Entwicklung des Westens im 20. Jh.

3.2.2 Geografische Rahmenbedingungen

3.2.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

3.2.4 Politische Rahmenbedingungen

3.3 Die Provinzen im Programm zur Entwicklung des Westens

3.4 Gründe und Ziele des Programms

3.5 Strategien, Mittel und Maßnahmen

4 Verkehrsinfrastruktur und Regionalentwicklung

4.1 Begriffsbestimmung

4.2 Forschungsstand

4.2.1 Forschungsstand im Westen

4.2.2 Forschungsstand für China

4.2.3 Chinesische Forschungsbeiträge

4.3 Der Einfluss der Infrastruktur auf das Wirtschaftswachstum

4.3.1 Wirkungszusammenhang Infrastruktur - Wirtschaftswachstum

4.3.2 Verkehrsinfrastruktur und Wirtschaftswachstum in China

5 Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das Programm zur Entwicklung des Westens - dargestellt an 3 Fallbeispielen

5.1 Verkehrsinfrastruktur und Entwicklung des Westens

5.2 Vorstellung der Fallbeispiele

Fallbeispiel 1: Die Qinghai-Tibet-Bahn

1 Provinzporträt Tibet

1.1 Zahlen und Fakten

1.2 Der Status Tibets und das Problem der Bewertung von Literatur

1.3 Bevölkerung

1.4 Die Wirtschaft

2 Tibet und das Programm zur Entwicklung des Westens

2.1 Gründe für die Auswahl

2.2 Ziele des Programms in Tibet

2.3 Maßnahmen und Projekte in Tibet

3 Verkehrsinfrastruktur und das Programm zur Entwicklung des Westens

3.1 Ausgangslage: Verkehrsinfrastruktur in Tibet vor dem Jahr 2000

3.2 Ziele der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Tibet

4. Die Qinghai-Tibet-Bahn (Tibet-Bahn)

4.1 Planung und Zielstellung

4.2 Die Durchführung

4.3 Fertigstellung und Bewertung

4.4 Der Beitrag der Tibet-Bahn zur Entwicklung des Westen

Fallbeispiel 2: Das Chongqing Urban Transport Development Project (Metro)

1 Provinzporträt Chongqing

1.1 Zahlen und Fakten

1.2 Bevölkerung

1.3 Die Wirtschaft

1.4 Der Drei-Schluchten-Staudamm

2 Chongqing und das Programm zur Entwicklung des Westens

2.1 Gründe für die Auswahl

2.2 Ziele des Programms in Chongqing

2.3 Maßnahmen und Projekte in Chongqing

3 Verkehrsinfrastruktur und das Programm zur Entwicklung des Westens

3.1 Ausgangslage: Verkehrsinfrastruktur in Chongqing vor dem Jahr 2000

3.2 Ziele der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Chongqing

4 Das Chongqing Urban Railway Construction Project (Metro)

4.1 Planung und Zielstellung

4.2 Die Durchführung

4.3 Fertigstellung und Bewertung durch die JCIB

4.4 Der Beitrag der Metro in Chongqing zur Entwicklung des Westens

Fallbeispiel 1: Guangxi Highway Project

1 Provinzportät Guangxi

1.1 Zahlen und Fakten

1.2 Bevölkerung

1.3 Die Wirtschaft

2 Guangxi und das Programm zur Entwicklung des Westens

2.1 Gründe für die Auswahl

2.2 Ziele des Programms in Guangxi

2.3 Maßnahmen und Projekte in Guangxi

3 Verkehrsinfrastruktur und das Programm zur Entwicklung des Westens

3.1 Ausgangslage: Verkehrsinfrastruktur in Guangxi vor dem Jahr 2000

3.2 Ziele der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Guangxi

4 Das Guangxi Highway Program

4.1 Planung und Zielstellung

4.2 Die Durchführung

4.3 Fertigstellung und Bewertung durch die Weltbank

4.4 Der Beitrag des Guangxi-Highway-Projekts zur Entwicklung des Westens

6 Abschließende Betrachtung, Bewertung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das „Programm zur Entwicklung des Westens“ (Xibu Da Kaifa) in China zwischen 2000 und 2005. Dabei wird analysiert, wie diese Maßnahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Armutsbekämpfung und zur Stabilisierung der westlichen Regionen beigetragen haben, wobei ein besonderer Fokus auf dem Wirkungszusammenhang zwischen Infrastrukturausbau und regionalem Wirtschaftswachstum liegt.

  • Regionale Disparitäten und wirtschaftliche Diskrepanzen zwischen Chinas Küsten und dem Westen.
  • Die politische und strategische Rolle der staatlich gelenkten Infrastrukturprojekte.
  • Analyse der infrastrukturellen Herausforderungen und Erfolge anhand von drei Fallbeispielen (Qinghai-Tibet-Bahn, Metro Chongqing, Guangxi Highway Project).
  • Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen auf die betroffenen Provinzen und Minderheitenregionen.
  • Bewertung des Programms hinsichtlich Nachhaltigkeit und langfristiger Perspektiven.

Auszug aus dem Buch

1.1 Thema und Gegenstand der Arbeit

Jede Erfolgsgeschichte hat ihre Schattenseiten: so sind in China mit dem Aufstieg zur Weltmacht auch komplizierte Probleme entstanden, die die chinesische Führung langfristig vor große Herausforderungen stellen. Besonders schwer wiegen hier das dramatische Ansteigen der Umweltverschmutzung und der regionalen Disparitäten.

Diese regionalen Unterschiede bilden den Ausgangspunkt dieser Arbeit. Die chinesische Regierung hatte sich mit der Reformpolitik nach 1978 entschlossen, zur Ankurbelung der Wirtschaft bestehende Wettbewerbsvorteile zu nutzen und zunächst die Küstenregionen zu entwickeln. Der Westen hatte dabei trotz großer Hoffnungen 20 Jahre lang das Nachsehen. Die Benachteiligung und Rückständigkeit des Westens war an der Schwelle ins neue Jahrtausend so frappant geworden, dass die Regierung im Interesse des sozialen Friedens und der Fortsetzung des Wirtschaftswunders regulierend eingreifen musste. Sie rief das „Programm zur Entwicklung des Westens“ ins Leben.

In dieser Arbeit steht die erste Phase dieses Programms (2000-2005) im Mittelpunkt. Diese Phase lief zeitgleich mit dem 10. Fünfjahrplan (2001-2005) und war vor allem ein gewaltiges Programm zur Entwicklung der Infrastruktur des Westens. Mit ausgewählten Megaprojekten und vielen kleineren Projekten sollte die mangelhafte Infrastruktur im Westen aufgebaut werden. Von diesen Infrastrukturmaßnahmen, die ungeheure staatliche Investitionen verschlangen, versprach sich die Regierung die notwendige Anschubkraft für die wirtschaftliche Entwicklung des chinesischen Westens. Hier liegen bedeutende unerschöpfte Ressourcen, deren Erschließung auch Impulse geben könnte für die Sicherung des Wachstums im ganzen Land: Bodenschätze, Naturprodukte und ein völlig unterentwickelter Binnenmarkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext des chinesischen Wirtschaftsbooms und führt in die Thematik der regionalen Disparitäten ein, welche den Grund für das „Programm zur Entwicklung des Westens“ darstellen.

2 Entwicklungsstrategien zur Regionalentwicklung in China: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung staatlicher Entwicklungsstrategien, von den maoistischen Prinzipien bis hin zur marktwirtschaftlich orientierten Reformpolitik seit 1978.

3 Das Programm zur Entwicklung der westlichen Regionen (Xibu Da Kaifa): Hier werden die Rahmenbedingungen des Entwicklungsprogramms, die politische Motivation sowie die geografischen und sozioökonomischen Voraussetzungen der betroffenen westlichen Provinzen detailliert untersucht.

4 Verkehrsinfrastruktur und Regionalentwicklung: Dieses Kapitel widmet sich dem theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen dem Ausbau von Verkehrswegen und wirtschaftlichem Wachstum, unter besonderer Berücksichtigung der chinesischen Erfahrungen.

5 Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das Programm zur Entwicklung des Westens - dargestellt an 3 Fallbeispielen: Anhand der Qinghai-Tibet-Bahn, der Metro in Chongqing und des Guangxi Highway Projects wird die praktische Umsetzung und Wirkung der Infrastrukturpolitik auf lokaler Ebene demonstriert.

6 Abschließende Betrachtung, Bewertung und Ausblick: Das Fazit bewertet den Erfolg der ersten Phase des Programms und diskutiert die Validität der aufgestellten Thesen bezüglich der Entwicklungspotenziale und Herausforderungen für Westchina.

Schlüsselwörter

Programm zur Entwicklung des Westens, Xibu Da Kaifa, China, Verkehrsinfrastruktur, regionale Disparitäten, Wirtschaftswachstum, Infrastrukturpolitik, Regionalentwicklung, Armutsbekämpfung, Binnenmarkt, Qinghai-Tibet-Bahn, Metro Chongqing, Guangxi Highway Project, Minderheitenpolitik, Staatskapitalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die strategische Rolle der Verkehrsinfrastruktur im Rahmen des staatlichen Programms zur wirtschaftlichen Entwicklung des chinesischen Westens zwischen 2000 und 2005.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen regionale Disparitäten in China, die historische Entwicklung der chinesischen Regionalpolitik, die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das Wirtschaftswachstum sowie die Analyse spezifischer Infrastrukturprojekte in den westlichen Provinzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die chinesische Regierung durch massive Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur versucht hat, das wirtschaftliche Potenzial der westlichen Provinzen zu entfalten und regionale Unterschiede abzumildern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt die „Case Study Method“ (Fallbeispielmethode), um die theoretischen Thesen anhand von drei spezifischen Infrastrukturprojekten – der Qinghai-Tibet-Bahn, der Metro in Chongqing und dem Guangxi Highway Project – praxisnah zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die theoretischen Grundlagen der Regionalentwicklung und historischen Strategien Chinas, stellt das Programm zur Entwicklung des Westens (Xibu Da Kaifa) vor, erörtert den theoretischen Zusammenhang zwischen Verkehrsinfrastruktur und wirtschaftlicher Entwicklung und präsentiert schließlich drei detaillierte Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem „Programm zur Entwicklung des Westens“, „regionale Disparitäten“, „Verkehrsinfrastruktur“, „wirtschaftliches Wachstum“ und „Infrastrukturpolitik“.

Warum wurde für die Fallbeispiele gerade Tibet gewählt?

Tibet dient als Fallbeispiel, um die Herausforderungen in einer abgelegenen Region mit extremen klimatischen Bedingungen, schwieriger Topografie und einer besonderen soziokulturellen Minderheitenstruktur zu beleuchten, wobei der Fokus auf der Qinghai-Tibet-Bahn als Prestigeprojekt liegt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der regionalen Unterschiede?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Programm zwar wichtige Impulse gesetzt und Lebensbedingungen verbessert hat, der angestrebte Angleichungsprozess zwischen den wirtschaftlich prosperierenden Küstenregionen und den benachteiligten Binnenregionen jedoch kurz- bis mittelfristig nicht vollständig realisierbar ist.

Ende der Leseprobe aus 139 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das Programm zur Entwicklung der Westlichen Regionen in China
Untertitel
2000 - 2005
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Ostasiatisches Seminar)
Note
1,7
Autor
Regina Pahling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
139
Katalognummer
V215326
ISBN (eBook)
9783656439363
ISBN (Buch)
9783656440529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
China Westchina Xibu Da Kaifa Verkehrsinfrastruktur Infrastruktur Sinologie Regionalentwicklung Entwicklungsstrategie Regionalpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Regina Pahling (Autor:in), 2012, Die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für das Programm zur Entwicklung der Westlichen Regionen in China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215326
Blick ins Buch
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