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Bewegungsorientierte Sprachförderung aus neurolinguistischer Perspektive

Titel: Bewegungsorientierte Sprachförderung aus neurolinguistischer Perspektive

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ninon Nasseri (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf Grund der weltweit zunehmenden Migration wird Sprachförderung zu einem gesellschaftlich immer relevanteren Thema. Dies gilt im Besonderen für Einwanderungsländer wie Deutschland. Dass hier innerhalb der Sprachförderung Handlungsbedarf besteht, zeigten z.B. die seit dem Jahr 2000 durchgeführten PISA-Studien, die eine Abhängigkeit des Schulerfolgs eines Kindes von seinen sprachlichen Fähigkeiten aufzeigten und zudem auf erschreckende Art und Weise deutlich machten, dass von negativen Ergebnissen besonders Schülerinnen und Schüler mit einem Migrationshintergrund betroffen sind.

Seit ca. 20 Jahren wird der positive Effekt von Bewegung auf die Sprachförderung erforscht. Dazu wurden zahlreiche Beiträge veröffentlicht und als eine der bedeutendsten Autorinnen in diesem Feld kann Renate Zimmer genannt werden, die einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Sprach- und Bewegungsförderung legt.

In der Praxis verfolgen Einrichtungen wie das Sprach- und Bewegungszentrum der Bildungsoffensive Elbinseln diesen interdisziplinären Arbeitsansatz.
Sprachförderung profitiert unabhängig davon, warum ein Förderbedarf besteht, von Bewegung. Dieser Effekt besteht also nicht nur für multilinguale Sprecherinnen und Sprecher, sondern auch für Personen, deren Sprachfähigkeit durch eine Hirnläsion beeinträchtigt wird. Um die Resultate von Bewegung auf Sprachförderung zu ergründen, ist die Neurolinguistik eine der führenden Disziplinen, da sie durch die Verbindung medizinischer Untersuchungen mit sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen erklärt, wie Motorik und Sprache miteinander verknüpft sind.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich nun damit, wie genau die Zusammenhänge zwischen der Neurolinguistik und einer bewegungsorientierten Sprachförderung gestaltet sind. Daraus ergeben sich folgende weitergehende Fragestellungen: Ist die Neurolinguistik der Sprach- und Bewegungsförderung dienlich? Welche hilfreichen Ergebnisse generiert sie? Für welche Personengruppen sind diese anwendbar?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neurolinguistik

2.1 Sprach- und Sprechstörungen

3. Multilingualität

4. Sprachförderung durch Bewegung

4.1 Bewegungsorientierte Sprachförderung von DaZ-Lernern

4.2 Bewegungsorientierte Sprachförderung von Erwachsenen

4.3 Bewegungsorientierte Sprachförderung bei Sprachstörungen

5. Fazit

6. Literatur

Monographien und Aufsäte

Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die neurobiologischen Zusammenhänge zwischen Sprache und Motorik und analysiert, wie diese Erkenntnisse für eine bewegungsorientierte Sprachförderung bei verschiedenen Personengruppen, insbesondere bei multilingualen Lernenden, effektiv genutzt werden können.

  • Grundlagen der Neurolinguistik und die Verortung sprachlicher Prozesse
  • Wechselwirkung zwischen motorischer Aktivität und Spracherwerb
  • Bewegungsorientierte Sprachförderung bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
  • Transfer von Bewegungskonzepten auf die Sprachförderung Erwachsener
  • Ganzheitliche Therapieansätze bei Sprachstörungen wie Aphasien

Auszug aus dem Buch

2. Neurolinguistik

Die Neurolinguistik ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft und gehört dem Kanon der Kognitiven Wissenschaften an, die mit Sprache als wichtigster und äußerst komplexer kognitiver Leistung aufs engste verbunden seien. Sie ist interdisziplinär, da sie mindestens die Neurologie, Psychologie und Linguistik miteinander verbindet, und beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen den Vorgängen der Sprachproduktion und -rezeption und deren anatomischen, physiologischen und biochemischen zerebralen Strukturen.

Helmut Fink bezeichnet die Neurolinguistik darum als „eine Brücke zwischen Sprachwissenschaft und Biologie“.

Wenn man sich lediglich auf beschreibender Ebene mit den mentalen Aspekten der Sprachproduktion und -rezeption beschäftigt, bewegt man sich im Feld der Psycholinguistik, die deshalb als die der Neurolinguistik am nächsten stehende Disziplin betrachtet werden kann.

Auf Grund der Interdisziplinarität der Neurolinguistik spricht Helen Leuninger bereits 1989 von zwei unterschiedlichen Herangehensweisen an dieses Gebiet:

Der klinischen, deren Fokus auf gestörtem sprachlichem Verhalten liegt und der linguistischen, die neurolinguistische Daten mit sonstigen sprachwissenschaftlichen Daten wie beispielsweise Grammatikalitätsurteilen gleichsetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Sprachförderung aufgrund von Migration und stellt die Forschungsfrage nach der Relevanz der Neurolinguistik für bewegungsorientierte Förderansätze.

2. Neurolinguistik: Dieses Kapitel definiert die Neurolinguistik als interdisziplinäres Feld und erörtert die anatomischen Grundlagen von Sprache, wobei ein Fokus auf Sprach- und Sprechstörungen (Aphasien) als Erkenntnisquelle für Gehirnfunktionen liegt.

3. Multilingualität: Hier werden zentrale Begriffe wie Erst-, Mutter-, Zweit- und Fremdsprache definiert und der aktuelle Forschungsstand zur neuronalen Verortung verschiedener Sprachen diskutiert.

4. Sprachförderung durch Bewegung: Das Hauptkapitel untersucht die theoretische Fundierung und praktische Umsetzung bewegungsorientierter Sprachförderung, unterteilt in die spezifischen Bedürfnisse von DaZ-Lernenden, Erwachsenen sowie Menschen mit Sprachstörungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die gemeinsame neuronale Verortung von Sprache und Motorik die Wirksamkeit bewegungsorientierter Ansätze bestätigt und fordert eine Abkehr von isolierten Förderkonzepten.

6. Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche herangezogenen Monographien, Aufsätze und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Neurolinguistik, Sprachförderung, Bewegungsorientierung, Motorik, Multilingualität, DaZ, Aphasie, Gehirn, Spracherwerb, Kognitive Wissenschaften, Kinästhetisches Lernen, Sprachstörung, Bildungsförderung, Interdisziplinarität, Sprachproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Begründung für die Verbindung von Sprachförderung und körperlicher Bewegung unter Berücksichtigung neurolinguistischer Erkenntnisse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Neurolinguistik als Basisdisziplin, der Spracherwerb bei Mehrsprachigkeit und die praktische Anwendung von Bewegungsstimuli in pädagogischen und therapeutischen Settings.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob und wie die Neurolinguistik als Disziplin der bewegungsorientierten Sprachförderung dienlich ist und welche praktischen Implikationen sich daraus ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur, Studien und empirischen Befunden aus der Neurolinguistik, Pädagogik und Sprachheilpädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Sprachverarbeitung im Gehirn, der Spracherwerb bei multilingualen Kindern und Erwachsenen sowie konkrete Förderbeispiele durch Bewegung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Neurolinguistik, Bewegungsorientierte Sprachförderung, Motorik, Aphasie, DaZ und Multilingualität.

Wie wirkt sich die gemeinsame neuronale Verortung von Sprache und Motorik auf die Förderung aus?

Die gemeinsame neuronale Basis erklärt, warum die Stimulation eines Bereichs (Motorik) positive Effekte auf den anderen (Sprache) hat, was ganzheitliche Lernansätze wissenschaftlich legitimiert.

Warum ist Bewegung besonders für Kinder im Spracherwerb relevant?

Kinder verfügen über einen natürlichen Bewegungsdrang, der als Katalysator genutzt werden kann, um Sprachlernprozesse durch kinästhetische Erfahrungen effektiver zu gestalten.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bewegungsorientierte Sprachförderung aus neurolinguistischer Perspektive
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Sprache und Bewegung fördern
Note
1,3
Autor
Ninon Nasseri (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V215368
ISBN (eBook)
9783656431473
ISBN (Buch)
9783656440314
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachförderung Neurolinguistik Motorik bewegungsorientierte Sprachförderung Multilingualität Sprachstörungen Renate Zimmer Aphasien Bildungsoffensive Elbinseln
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ninon Nasseri (Autor:in), 2012, Bewegungsorientierte Sprachförderung aus neurolinguistischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215368
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Leseprobe aus  14  Seiten
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