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Erklärungsversuche zum Erfolg der (Fernseh)Serie

Titel: Erklärungsversuche zum Erfolg der (Fernseh)Serie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 27 Seiten , Note: 1-

Autor:in: Tobias Böhnke (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 28.02.1983 schauten ca. 50150000 Haushalte das Serienfinale von M.A.S.H., das türkische Parlament schloss am 20. November 1980 früher, damit die Beamten mit 300 Millionen anderen Zuschauern die Auflösung des Rätsels, wer auf J. R. Ewing geschossen hatte, verfolgen konnten; das Guinessbuch der Rekorde verzeichnet für Baywatch eine Zuschauerzahl von 1.1 Milliarden Zuschauern aus 142 Ländern jede Woche. Diese Zahlen zeigen wie erfolgreich Fernsehserien sind und wie sich an dem Beispiel des türkischen Parlaments sehen lässt, wie groß die Auswirkung auf den Tagesablauf der Zuschauer ist. Trotz dieser überwältigenden Zahlen wird die Fernsehserie in der Wissenschaft oft als trivial und leicht durchschaubar tituliert, die Fernsehserie verliere durch die Serienherstellung an Qualität, sie provoziere sogar negative Veraltensmuster. Diese vernichtenden Statements in Verbindung mit den hohen Zuschauerzahlen legen nah, die Fernsehserie als ein Medium der ungebildeten Masse abzutun oder wenn man die Türkischen Parlamentsbeamten hinzuzieht, vielleicht noch als Zerstreuungsmedium für die studierten, als Flucht vor dem Alltag. Die vorliegende Arbeit soll die Fragen klären, was es ist das so viele Menschen an Fernsehserien begeistert und ob die Vorwürfe aus der Wissenschaft sich bewahrheiten. Dazu soll zuerst geklärt werden, was unter dem Begriff Serie zu verstehen ist, um im Anschluss daran zu ergründen, was die Ursprünge der Serie sind, um einen Versuch zu wagen, zu ergründen, was die Faszination des Seriellen ausmacht. Daraufhin sollen mögliche Auswirkungen der modernen Fernsehserie auf den Rezipienten untersucht werden anhand der bereitsgenannten Vorurteile und aus der Sicht der Produzenten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSKLÄRUNG

3. GESCHICHTE DER SERIE

4. ERFOLGSREZEPT SERIE

a. Faszination des Banalen und Alltäglichen

b. Banales und alltägliches im Fremden

c. Serien erleben

d. Kult

e. Serie aus Produzenten Sicht

5. FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des massiven Erfolgs von Fernsehserien und analysiert die Gründe für die hohe Zuschauerbindung. Dabei werden sowohl die wissenschaftliche Kritik an der Trivialität des Mediums beleuchtet als auch die psychologischen Mechanismen der Identifikation, der Alltagsnähe und der kultischen Verehrung von Serieninhalten erforscht, um abschließend die Perspektive der Produzenten auf das lukrative Geschäftsmodell zu betrachten.

  • Die wissenschaftliche Einordnung des Begriffs der Fernsehserie und deren Abgrenzung zum Film.
  • Die Analyse der Faszination des Seriellen durch Aspekte der Alltagsnähe und Wiedererkennung.
  • Die Untersuchung der Rolle von Identifikationsfiguren und Immersion in die fiktive Serienwelt.
  • Die Betrachtung von Kultphänomenen und der rituellen Rezeption durch das Publikum.
  • Die ökonomische Perspektive der Serienherstellung und das Interesse der Produzenten an Zuschauerbindung.

Auszug aus dem Buch

4.a Faszination des Banalen und Alltäglichen

“Fry: But that's not why people watch TV. Clever things make people feel stupid, and unexpected things make them feel scared.

Lrrr: Attention, McNeal. Your unexpected marriage plan scares us.

You stole our hearts as a single female lawyer, and so shall you remain - or else!

Fry: You see? TV audiences don't want anything original. They wanna see the same thing they've seen a thousand times before.”

Eine Studie des BAT-Freizeit-Forschungsinstituts von 1993 hat herausgefunden das nur etwa ein drittel aller Fernsehzuschauer ohne Nebenbeschäftigung fernsieht. Dem entsprechen auch die Untersuchungen des Medienwissenschaftlers Helmut Schanze, der nicht nur bestätig das die Rezipienten dem Fernsehprogramm meist nur eine partielle Aufmerksamkeit zukommen lassen, sondern sieht für eine erfolgreiche Serie sogar die Notwendigkeit das der Zuschauer nebenbei andere Tätigkeiten ausführen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die enorme Reichweite von Fernsehserien und stellt die grundlegende Forschungsfrage nach dem Warum dieser Begeisterung trotz oft kritischer wissenschaftlicher Urteile.

2. BEGRIFFSKLÄRUNG: In diesem Kapitel wird der Begriff der Serie von industrieller Massenfertigung hin zur fernsehspezifischen Erzählform (Series vs. Serial) analysiert und definiert.

3. GESCHICHTE DER SERIE: Hier werden die frühen Ursprünge seriellen Erzählens von der Antike bis hin zu biblischen Texten und ersten medialen Vorläufern historisch eingeordnet.

4. ERFOLGSREZEPT SERIE: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die verschiedenen Mechanismen, von der Alltagsnähe über die Identifikation mit Charakteren bis hin zu produktionstechnischen Vorteilen, die den Erfolg von Serien ausmachen.

5. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die Serie kein rein negatives Medium ist, sondern ein hohes Potenzial für Bildung und Einflussnahme besitzt, das von Wissenschaft und Produzenten gezielter genutzt werden sollte.

Schlüsselwörter

Fernsehserie, Serialität, Erfolgsrezept, Zuschauerbindung, Alltagsnähe, Identifikation, Immersion, Kultserie, Produzenten, Medienwissenschaft, Unterhaltung, Serienlogik, Rezeption, Serienherstellung, Simulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum Fernsehserien trotz ihrer häufigen Stigmatisierung als "trivial" so erfolgreich sind und welche Mechanismen die Zuschauer dazu bewegen, diese Sendungen so intensiv zu verfolgen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Serien, der historischen Einordnung, der psychologischen Faszination des Alltäglichen sowie der Bedeutung von Fans und produktionstechnischen Aspekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Faszination des Seriellen zu ergründen und kritisch zu hinterfragen, ob die wissenschaftlichen Vorurteile gegenüber dem Medium Fernsehserie gerechtfertigt sind.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literatur- und medienwissenschaftliche Seminararbeit, die bestehende Forschungsergebnisse und Definitionen (u.a. zur Serialität) synthetisiert und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird analysiert, wie Serien eine sichere, leicht deutbare Umgebung schaffen, welche Rolle Identifikationsfiguren spielen und wie ökonomische Interessen der Produzenten den Serienaufbau beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Serialität, Zuschauerbindung, Alltagsnähe, Identifikation, Immersion und Serienkultur.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "Series" und "Serial"?

Die Arbeit differenziert zwischen "Series", bei denen in sich abgeschlossene Episoden das System wiederherstellen, und "Serial", bei denen eine lineare Handlung über Folgen hinweg fortgeführt wird.

Welche Rolle spielen "Kultserien" in der Argumentation des Autors?

Kultserien werden als Objekt einer Gemeinschaft betrachtet, wobei durch rituelles Rezeptionsverhalten und Marketing ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, das die Zuschauer stärker an das Produkt bindet.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erklärungsversuche zum Erfolg der (Fernseh)Serie
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Theaterwissenschaft)
Veranstaltung
Dramaturgie der Serie
Note
1-
Autor
Tobias Böhnke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V215386
ISBN (eBook)
9783656432531
ISBN (Buch)
9783656761884
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theaterwissenschaft Fernsehserie Serie Fernsehen Gute Zeiten Schlechte Zeiten Endlosserie Kult Medienwissenschaft Immersion Avatar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Böhnke (Autor:in), 2011, Erklärungsversuche zum Erfolg der (Fernseh)Serie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215386
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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