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Ökonomische Folgen der EU-Osterweiterung

Title: Ökonomische Folgen der EU-Osterweiterung

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Ljubomir Milev (Author)

Politics - Topic: European Union
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Mit dem endgültigen Kollaps der kommunistischen Systeme in den osteuropäischen Ländern Anfang der 1990er Jahre setzten in diesen Staaten auch gleichzeitig tief greifende ökonomische und gesellschaftliche Transformationsprozesse ein, die die Umstrukturierung der politischen und wirtschaftlichen Ordnungen von Planwirtschaft hin zu funktionierender Marktwirtschaft und den Übergang zur parlamentarischen Demokratie zum Ziel hatten, um dadurch politische und ökonomische Stabilität aufzubauen, diese längerfristig zu sichern und den Anspruch auf Frieden, Sicherheit und Wohlstand auf nationaler und transnationaler Ebene zu gewährleisten. Nach dem Zusammenbruch der Organisationsstrukturen des Warschauer Pakts und dem damit einhergehenden Ende des Rats für Gegenseitige Wirtschaftshilfe zielten die osteuropäischen Regierungen auf die Integration in westeuropäische Stabilitäts-, Sicherheits- und Wirtschaftsstrukturen hin. In diesem Sinne auch auf den Zutritt zum Europäischen Binnenmarkt und den Beitritt zur EU. Im Jahr 2004 steht der Europäischen Union die fünfte Integrationsetappe nach ihrer Gründung bevor. Die Erweiterung der EU auf 25 Mitglieder durch den Beitritt von zehn Staaten Ost-, Ostmittel- und Südeuropas – Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern – wird mit hohen Anpassungs- und Reformerfordernissen verbunden sein.
Die Aufgabe dieser Seminararbeit wird es sein, mögliche ökonomische Folgen sowohl für die Alt-, als auch für die Neumitglieder der Europäischen Union nach der EU-Osterweiterung zu filtern und grob zu skizzieren, ohne dabei diese Auswirkungen analytisch zu diskutieren. Hierbei gilt es in Ansätzen die Fragen zu erörtern, welche eventuelle Vor- und Nachteile für die Ökonomien der EU bzw. der neuen Mitglieder nach der Erweiterung bestehen könnten. Was sind mögliche wirtschaftliche Perspektiven nach der EU-Osterweiterung? Sind die ökonomischen Folgen für die EU bzw. für die Beitrittsländer voneinander abhängig oder kann man diese separat voneinander betrachten?
Es sei darauf hingewiesen, dass diese Hausarbeit primär ein Grundriss möglicher Folgen der EU-Osterweiterung darstellt und nicht dem Anspruch nachgeht, ganzheitlich erschöpfend zu sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mögliche ökonomische Vorteile für die Beitrittsländer

2.1. Garantierter Zugang zu EU-Märkten

2.2. Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen und Strukturfonds

3. Mögliche ökonomische Vorteile für die EU

3.1. Wachsende Absatzpotentiale und regionalökonomische Auswirkungen

3.2. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

3.3. Einsparpotential

4. Mögliche ökonomische Nachteile für die Beitrittsländer

5. Mögliche ökonomische Folgen für die EU

5.1. Güter-, Kapital- und Arbeitsmarkt, Ressourcentransfer

6. Migration

7. Zusammenfassende Schlussbetrachtungen

8. Quellen und Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Folgen der EU-Osterweiterung im Jahr 2004, wobei der Fokus auf den Auswirkungen für die Beitrittsländer sowie die bestehenden EU-Mitgliedstaaten liegt. Das primäre Ziel ist es, einen Grundriss der potenziellen Chancen und Risiken zu erstellen, ohne eine ganzheitlich erschöpfende Analyse anzustreben.

  • Wirtschaftliche Transformationsprozesse in osteuropäischen Staaten
  • Ausländische Direktinvestitionen und deren Bedeutung für die Integration
  • Veränderungen im Handel durch den Wegfall von Marktschranken
  • Die Rolle der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und Auswirkungen auf Preisstrukturen
  • Konsequenzen der innereuropäischen Migration auf Arbeits- und Sozialmärkte

Auszug aus dem Buch

2.1. Garantierter Zugang zu EU-Märkten

Durch die Mitgliedschaft der osteuropäischen Länder in der EU und der daraus resultierenden gleichberechtigten Teilnahme an den ökonomischen Strukturen der Union eröffnet sich auch die Möglichkeit für diese Staaten, aktiv auf dem Europäischen Binnenmarkt zu agieren. Der Abbau von tarifären und nichttarifären Handelseinschränkungen wird den Handel auf dem europäischen Markt intensivieren, den Beitrittsländern den direkten Zugang zum westeuropäischen Know-how und zu zusätzlichen finanziellen Ressourcen ermöglichen. Osteuropäische Unternehmen werden durch verstärkte Kontakte zu westeuropäischen Partnern vermehrt von deren Erfahrungen im Management und Marketing profitieren, was eine indirekt forcierte Qualifizierung des heimischen Unternehmertums bedeutet.

Geprägt von negativen Erfahrungen mit dem RGW verbinden die Beitrittsländer mit dem Zugang zum Europäischen Binnenmarkt auch eine langfristige Gewährleistung ökonomischer Stabilität und die Integration in beständige Wirtschaftsstrukturen. Im Gegensatz zu dem osteuropäischen Binnenmarkt, gemeint ist die CEFTA, der lediglich in Ansätzen funktionsfähig und keinesfalls konkurrenzfähig ist, wird durch die Öffnung der Grenzen, also dem Wegfall von Zöllen, und der Teilnahme am kapitalintensiven europäischen Markt, aber auch bedingt durch die niedrigen Produktionskosten in den osteuropäischen Staaten, die Nachfrage in den Beitrittsländern gesteigert werden. Folglich werden die heimischen Ökonomien sich verstärkt auf die neuen Absatzmärkte in den kaufkräftigen westeuropäischen Ländern konzentrieren, intensiviert Export orientiert produzieren, was gleichzeitig eine Erhöhung des Handelsvolumens und Wirtschaftswachstum bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftlichen Transformationsprozesse in Osteuropa nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und formuliert das Ziel, die ökonomischen Folgen der EU-Osterweiterung grob zu skizzieren.

2. Mögliche ökonomische Vorteile für die Beitrittsländer: Dieses Kapitel analysiert den Marktzugang sowie den Anstieg von Investitionen und Strukturmitteln als wesentliche Wachstumstreiber.

3. Mögliche ökonomische Vorteile für die EU: Hier wird der Fokus auf wachsende Absatzmärkte, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und erzielbare Einsparpotenziale im Agrarsektor gelegt.

4. Mögliche ökonomische Nachteile für die Beitrittsländer: Das Kapitel erörtert die negativen Auswirkungen der Anpassung an die EU-Agrarpolitik, insbesondere drohende soziale Unruhen und Inflationsgefahren.

5. Mögliche ökonomische Folgen für die EU: Diese Sektion thematisiert die Verlagerung von Investitionen und die Auswirkungen auf die Nettoempfänger innerhalb der EU.

6. Migration: Das Kapitel bewertet die Chancen durch qualifizierte Zuwanderung gegen die Risiken einer Belastung der Sozialsysteme und den Effekt des "Brain-Drain".

7. Zusammenfassende Schlussbetrachtungen: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Alt- und Neumitglieder nicht separat betrachtet werden kann, sondern eine gemeinsame europäische Wirtschaftsperspektive erfordert.

Schlüsselwörter

EU-Osterweiterung, Transformationsprozess, Europäischer Binnenmarkt, Direktinvestitionen, Strukturfonds, Wettbewerbsfähigkeit, Gemeinsame Agrarpolitik, Migration, Brain-Drain, Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Kapitaltransfer, Transformation, ökonomische Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der EU-Osterweiterung im Jahr 2004 auf die Beitrittsländer sowie die bestehende EU und analysiert deren wirtschaftliche Abhängigkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf Handelsbeziehungen, ausländischen Direktinvestitionen, der Anpassung an die Gemeinsame Agrarpolitik, Migrationsbewegungen und den daraus resultierenden Folgen für die Sozial- und Wirtschaftssysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines Grundrisses der potenziellen Vor- und Nachteile der EU-Osterweiterung, um ein Verständnis für die wirtschaftlichen Perspektiven der beteiligten Regionen zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse auf Basis vorhandener Literatur und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen, um mögliche Konsequenzszenarien grob zu skizzieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Vor- und Nachteile der Integration für beide Seiten, unterteilt in Markteffekte, Investitionskapital, Agrarpolitik und die Dynamik der Migration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen EU-Osterweiterung, Transformation, Binnenmarkt, Kapitaltransfer, Wettbewerbsfähigkeit und Brain-Drain.

Warum könnte die Anpassung an die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in den neuen Ländern problematisch sein?

Die Angleichung an das höhere EU-Preisniveau kann zu einer Verteuerung von Nahrungsmitteln führen, was soziale Unruhen auslösen und das Wirtschaftswachstum aufgrund inflationsbedingter Unsicherheiten bremsen könnte.

Welche wirtschaftlichen Folgen hat die innereuropäische Migration laut Autor?

Der Autor sieht sowohl eine Entlastung der Sozialsysteme durch Beschäftigungschancen als auch eine Belastung durch soziale Spannungen und die Problematik des Abwanderns hochqualifizierter Arbeitskräfte aus den Herkunftsländern.

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Details

Title
Ökonomische Folgen der EU-Osterweiterung
College
Free University of Berlin  (Osteuropainstitut)
Course
Wirtschaftspolitische Fragen einer Osterweiterung der EU
Grade
1,5
Author
Ljubomir Milev (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V21540
ISBN (eBook)
9783638251273
Language
German
Tags
Folgen EU-Osterweiterung Wirtschaftspolitische Fragen Osterweiterung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ljubomir Milev (Author), 2003, Ökonomische Folgen der EU-Osterweiterung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21540
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