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Architektur als Ausdruck der Herrschaft. Baumaßnahmen am Wiener Hof unter Maria Theresia.

Titel: Architektur als Ausdruck der Herrschaft. Baumaßnahmen am Wiener Hof unter Maria Theresia.

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 31 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Janina Vaupel (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit wird zunächst grundsätzlich um die Fragestellung kreisen, inwiefern die europäischen Fürsten des 17. und 18. Jahrhunderts die Architektur nutzten, um sich selbst und ihre Herrschaft zu inszenieren. Dabei sollen anhand der Baumaßnahmen an verschiedenen Höfen Rückschlüsse auf das Selbstverständnis der Herrscher gezogen werden. Fraglich ist außerdem, ob es bei den Bauwerken nur um Repräsentation und Selbstdarstellung der Herrscherperson ging, oder ob tatsächlich auch Funktionalität eine Rolle spielte. Jedenfalls kann Architektur als Mittel zum Ausdruck fürstlicher Herrschaft dienen. Hierzu soll vor allem Ludwig XIV. als Beispiel herangezogen werden. Anhand seines Schlosses Versailles wird die Möglichkeit, Architektur zur Darstellung der Herrschaft zu nutzen, erläutert.

Schwerpunktmäßig sollen in dieser Hausarbeit die Baumaßnahmen am Kaiserhof in Wien zur Zeit Maria Theresias behandelt werden. Maria Theresia ist allein schon deshalb interessant, weil sie die erste und einzige Frau auf dem Habsburger Thron war. Möglicherweise differenziert sich das Herrschaftsverständnis einer absolutistischen Fürstin von dem ihrer männlichen Pendants. Ein Hinweis darauf wird durch die Wiener Hofburg gegeben, die als kaiserliche Hauptresidenz im hier zu betrachtenden Zeitraum um die Mitte des 18. Jahrhunderts nicht gesamterneuert wurde – weder unter Maria Theresia, noch unter ihren Vorgängern. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass während der Regentschaft Maria Theresias zwar zahlreiche Planungen zur modernen Umgestaltung der Hofburg unternommen wurden, aber letztlich keiner dieser Entwürfe umgesetzt wurde. Worin liegen die Ursachen und Gründe hierfür? Es ist in diesem Zuge auch zu überlegen, was diese rege Planungstätigkeit, deren Ideen aber letztlich nicht in die Tat umgesetzt wurden, über die Regentin aussagt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Bauwerke als Inszenierung absolutistischer Herrschaft

III. Der Kaiserhof unter Maria Theresia

III.1 Wien und die Hofburg zur Zeit der Herrschaftsübernahme durch Maria Theresia: Ausgangssituation

III.2 Baumaßnahmen unter Maria Theresia

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von barocker Architektur und fürstlicher Repräsentation am Beispiel des Wiener Hofes unter Maria Theresia. Dabei wird analysiert, warum trotz des europaweiten Trends zur architektonischen Machtdemonstration an der Wiener Hofburg unter der Regentin keine umfassenden Modernisierungen stattfanden und welche Rolle politische Prioritäten sowie das Selbstverständnis der Kaiserin dabei spielten.

  • Architektur als Medium absolutistischer Machtinszenierung
  • Die Rolle der Hofburg in der habsburgischen Tradition
  • Der Einfluss der Finanzlage und Reformpolitik auf Bauvorhaben
  • Der Vergleich der Baupolitik Maria Theresias mit zeitgenössischen Fürstenhöfen

Auszug aus dem Buch

III.1 Wien und die Hofburg zur Zeit der Herrschaftsübernahme durch Maria Theresia: Ausgangssituation

Als die junge Maria Theresia die Herrschaft übernahm, war Wien bereits zu einer recht ansehnlichen Residenzstadt ausgebaut worden. Die ihr vorausgegangenen Habsburger Regenten hatten mit verschiedenen Baumaßnahmen dort ihre Spuren hinterlassen. Bevor aber genauer die Architektur am Kaiserhofe und in der gesamten Stadt thematisiert wird, müssen zunächst einmal kurz die persönlichen Voraussetzungen Maria Theresias sowie die politische Situation bei ihrem Herrschaftsantritt betrachtet werden.

Die junge Erzherzogin war, wie sie selbst von sich sagt, sehr unerfahren in Regierungsgeschäften. Doch es blieb ihr eigentlich keine Zeit, sich als Regentin einzuarbeiten und Erfahrungen zu sammeln, denn die politische Situation im Reich war angespannt und die Habsburgischen Territorien waren bedroht. Vor allem der preußische König Friedrich II. hegte starkes Interesse an den Habsburgischen Erblanden, besonders an den Fürstentümern Schlesiens. Es galt also, dieses territoriale Erbe zu verteidigen, wobei das österreichische Heer zu Maria Theresias Regierungsantritt eher schlecht aufgestellt war.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Repräsentation absolutistischer Herrschaft durch Barockarchitektur ein und definiert die Fragestellung bezüglich der besonderen Rolle der Wiener Hofburg unter Maria Theresia.

II. Bauwerke als Inszenierung absolutistischer Herrschaft: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Architektur als politisches Instrument zur Machtdarstellung, wobei das Schloss Versailles als Referenz für den damaligen Zeitgeist dient.

III. Der Kaiserhof unter Maria Theresia: Der Hauptteil analysiert die spezifische Baupolitik der Kaiserin, die durch politische Sparsamkeit und eine pragmatische Regierungsführung geprägt war.

III.1 Wien und die Hofburg zur Zeit der Herrschaftsübernahme durch Maria Theresia: Ausgangssituation: Hier werden die politischen Rahmenbedingungen und die desolate Finanzlage beim Amtsantritt Maria Theresias dargelegt, die einen prunkvollen Hofausbau erschwerten.

III.2 Baumaßnahmen unter Maria Theresia: Dieses Kapitel beleuchtet konkrete Bauprojekte und Planungen, die oft an den hohen Kosten scheiterten, und beschreibt die Abkehr der Kaiserin von monumentaler Selbstverherrlichung.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Maria Theresia Architektur weniger zur privaten Profilierung nutzte, da sie ihre Herrschaft primär durch politische Reformen und Verwaltungserfolge legitimierte.

Schlüsselwörter

Barock, Absolutismus, Maria Theresia, Wiener Hofburg, Schloss Versailles, Machtinszenierung, Repräsentation, Architektur, Baupolitik, Habsburger, Aufgeklärter Absolutismus, Residenz, Herrschaftsverständnis, Tradition, Finanzpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Architektur im 18. Jahrhundert als Instrument fürstlicher Repräsentation genutzt wurde und warum der Wiener Hof unter Maria Theresia dabei eine in der Forschung diskutierte Außenseiterrolle einnahm.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Schlossbaubewegung des Barock, das absolutistische Herrschaftsverständnis, die ökonomischen Rahmenbedingungen österreichischer Politik und das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Zurückhaltung Maria Theresias bei der Umgestaltung der Hofburg zu identifizieren und zu klären, wie die Kaiserin ihr Herrschaftsverständnis statt durch Monumentalbauten durch ihre politische Agenda zum Ausdruck brachte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen (wie Politisches Testament und diplomatische Berichte) sowie der Sekundärliteratur zu Herrschaftsarchitektur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangssituation bei Regierungsantritt, die gescheiterten Umbaupläne der Hofburg und das Verhältnis der Kaiserin zu Repräsentation im Vergleich zu anderen Fürsten ihrer Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Absolutismus, Hofburg, Maria Theresia, Architektur als Herrschaftssymbol, Repräsentation und aufgeklärter Absolutismus.

Warum ließ Maria Theresia die Hofburg nicht umfassend modernisieren?

Die Hauptgründe waren die prekäre Finanzlage des Reiches, die Notwendigkeit, Ressourcen in das Militär zu investieren, und ein starkes, pragmatisches Herrschaftsbewusstsein, das politische Stabilität über prunkvolle Selbstdarstellung stellte.

Inwiefern unterscheidet sich Maria Theresia von Zeitgenossen wie Ludwig XIV.?

Während Ludwig XIV. das Schloss Versailles nutzte, um seine absolute Macht symbolisch zu zementieren, wählte Maria Theresia einen bodenständigeren Ansatz und legte den Fokus auf eine Reformmonarchie, wobei sie Prunk als Verschwendung öffentlicher Gelder ablehnte.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Architektur als Ausdruck der Herrschaft. Baumaßnahmen am Wiener Hof unter Maria Theresia.
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Fürstenhöfe in der Frühen Neuzeit
Note
2,0
Autor
Janina Vaupel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
31
Katalognummer
V215448
ISBN (eBook)
9783656432494
ISBN (Buch)
9783656435846
Sprache
Deutsch
Schlagworte
architektur ausdruck herrschaft baumaßnahmen wiener maria theresia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Vaupel (Autor:in), 2013, Architektur als Ausdruck der Herrschaft. Baumaßnahmen am Wiener Hof unter Maria Theresia., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215448
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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