Life Cycle Costing: Ziele, Methodik und Probleme


Hausarbeit, 2010
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Theoretische Grundlagen des Life Cycle Costing
2.1. Lebenszyklus
2.2. Erlöse und Kosten im Lebenszyklus
2.3 Life Cycle Costing
2.3.1. Zum Konzept
2.3.2. Berechnungen zum Lebenszyklus
2.3.3. Anwendungsbereiche

3. Methodiken zur Anwendung des Life Cycle Costing
3.1. Allgemeine Gestaltungshinweise
3.2. Nationale Richtlinie - VDI 2884
3.3. Europäische Norm - Din EN 60300-3-3
3.4. Gegenüberstellung der Richtlinien

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: idealtypischer Lebenszyklus, Lebenszyklus nach DIN EN 60300-3-3, integrierter Produktlebenszyklus

Abbildung 2: Produktlebenszyklus und Kundenzyklus im Vergleich nach Coenenberg

Abbildung 3: Trade-off von Anfangs- und Folgekosten

Abbildung 4: Deckungsbeitragsorientierte Lebenszykluskostenrechnung nach Kremin-Buch

Abbildung 5: Anwendung von Life Cycle Costing nach VDI 2884

Abbildung 6: Beispielhafte Bestimmung eines Kostenelements nach DIN EN 60300-3-3

1. Problemstellung

In der heutigen Zeit spielt die Zukunftsorientierung in der Unternehmensführung eine immer größere Rolle. Dieser Weitblick ist Garant zur langfristigen Sicherung des unternehmerischen Erfolgs und des maximalen Unternehmenspotentials. Der Hersteller übernimmt zunehmend mehr Verantwortung von der Entstehung bis zur endgültigen Entsorgung des Produktes.[1] Hohe Zuverlässigkeit, Umweltverträglichkeit und geringe Betriebs- und Instandhaltungskosten sind Forderungen mit denen sich ein konkurrenzfähiger Hersteller in der heutigen Zeit konfrontiert sieht.[2] Dies ist sowohl durch äußere Faktoren wie Politik, Kundenbeziehungen und der Abhängigkeit des Unternehmens von Lieferanten, als auch durch das unternehmenseigene Streben nach Optimierung im Rahmen des Leistungserstellungsprozesses und Profitmaximierung bedingt. Auf Grund der hierdurch gesteckten Rahmenbedingungen sind Unternehmen heutzutage gezwungen frühzeitig den langfristigen Erfolg eines Produktes, eines Systems oder einer Anlage sicherzustellen. Dies gewährt zum einen den unternehmenseigenen Anspruch nach einem maximalen Gewinn und gewährleistet zum anderen, dass auch unternehmensexterne Anspruchsgruppen zufrieden gestellt werden. Das strategieorientierte Rechnungswesen dient hierbei als wesentlicher Bestandteil der strategiebasierten Unternehmensführung um eine langfristige Planbarkeit der operativen Zielgrößen Liquidität und Erfolg zu sichern. Die Bedeutung von strategischen Entscheidungen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und die langfristige Sicherung des Potenzials eines Unternehmens machen somit eine Neuorientierung der traditionellen und datenorientierten Kostenrechnung unumgänglich.[3]

Auch auf Seite der Kunden ist festzustellen, dass eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Kosten eine immer bedeutendere Rolle spielt. Hier bewirken steigende Unterhalts-, Reparatur- und Entsorgungskosten ein immer stärkeres Bewusstsein für die Folgekosten, welche mit einer Neuanschaffung verbunden und im Vergleich zur eigentlichen Anschaffung oftmals wesentlich höher sind.[4] Aktuell kann man dies v.a. an steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, sowie immer schärferen Auflagen im Rahmen des Umweltschutzes erkennen. Dies sind Gründe, welche auch bei geschäftlichen und privaten Kunde zu einem gesteigerten Bewusstsein für Nachhaltigkeit führen.

Da Life Cycle Costing durch seinen überdurchschnittlich hohen Einsatzgrad immer bedeutender wird,[5] ist das Ziel der nachfolgenden Ausarbeitung einen Einblick in das Verfahren als eine Methode zur Planung, Steuerung und Kontrolle der absoluten Kosten, zu ermöglichen. Es wird zuerst eine allgemeine Abklärung des Life Cycle Costing und grundlegender Begrifflichkeiten vorgenommen. Im Weiteren werden die Ziele und Anwendungsbereiche, sowie die Methodik des Life Cycle Costing an Hand einer nationalen und einer internationalen Norm dargestellt.

2. Theoretische Grundlagen des Life Cycle Costing

2.1. Lebenszyklus

Das wesentlichste Merkmal des Life Cycle Costing ist die Betrachtung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus, weshalb der zentrale Begriff des Lebenszyklus zwingend näher betrachtet und differenziert werden muss.

Der Begriff des Lebenszyklus kann aus Sicht von mehreren Anwendergruppen betrachtet werden. Im Zusammenhang mit dieser Ausarbeitung und der Thematik des Life Cycle Costing ist der Lebenszyklus eines Produktes wahrscheinlich am weitesten verbreitet und für die hier angestrebte Betrachtung auch am relevantesten. Er bezeichnet im Allgemeinen die Zeitspanne von der Konzipierung eines Produktes bis zur endgültigen Entsorgung.[6]

Der sog. Product Life Cycle kann wiederum aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Aus der Perspektive eines Produzenten setzt sich der integrierte Produktlebenszyklus aus dem klassischen marktbezogenen Produktlebenszyklus und einer vorgelagerten Entstehung wie auch einer abschließenden Nachsorge zusammen.[7] Noch detaillierter als eine dreiphasige Betrachtung ist die Sichtweise des idealtypischen Lebenszyklus, welcher sich aus fünf Hauptphasen und den dazugehörigen Teilphasen zusammensetzt.[8]. Durch die phasenweise Betrachtung wird die Komplexität des Lebenszyklus entzerrt. Dies ermöglicht eine einfachere Betrachtung und Festlegung wesentlicher Parameter für die jeweilige Phase und somit auch eine leichtere und realistischere Ermittlung von Kosten und Erlösen für das jeweils betrachtete Zeitintervall.[9]

Bei dem fünfgliedrigen, idealtypischen Lebenszyklus ist nach Wildemann die erste Phase die sog. Initiierung, in welcher die eigentliche Idee zu einem Produkt entsteht. In dieser Phase steht das Erkennen des Problems im Vordergrund. Zusammen mit potentiellen Nutzern oder Kunden werden die Systemgrenzen des Problems abgesteckt und die Aufgaben grob definiert. Die Planung ist die zweite Phase im Lebenszyklus, welche sich wiederum in Konzeption, Design und Konstruktion unterteilt. Ziel ist zunächst die allgemein formulierten Aufgaben zu konkretisieren und deren Realisierbarkeit zu überprüfen. Darüber hinaus werden im Rahmen des Designs die genaue Beschreibung des Gesamtsystems und die detaillierte Darstellung der Subsysteme vorgenommen. Zusätzlich hierzu findet auch eine erste grobe Vergabe von Teilaufgaben statt. Im abschließenden konstruktiven Schritt findet eine theoretische Umsetzung der zuvor vorgenommen ingenieursseitigen Planung für den nachfolgenden Herstellungsprozess statt. Somit werden z.B. technische Zeichnungen erstellt, Funktionsbeschreibungen formuliert und Betriebs, Montage- und Wartungsanweisungen verfasst. Die Realisierung stellt im Wesentlichen den eigentlichen Leistungserstellungsprozess mit der Herstellung und der Einführung des Produktes im Lebenszyklus dar. Besonders diese Hauptphase wird in der klassischen Kostenrechnung erfasst und findet auf deren Grundlage eine gute Datenbasis.[10] Der Teilabschnitt der Herstellung umfasst in diesem Zusammenhang alle Prozesse beginnend mit der Fertigung der einzelnen Komponenten über logistische Auftragsabwicklung bis hin zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft des Gesamtsystems. Bis zu diesem Zeitpunkt lassen sich im Rahmen eines dreiphasigen Lebenszyklus alle Phasen unter dem Oberbegriff der Vorlaufphase zusammenfassen. Die folgende Teilphase ist die Einführung auf dem Markt, welche im Kern sicherstellt, dass die Funktionalität des Produktes gegeben ist. Außerdem bildet sie den fließenden Übergang aus der Vorlaufphase in die eigentliche Marktphase. Die vierte Hauptphase im Lebenszyklus ist die eigentliche Betriebsphase. Sie umfasst neben der Nutzung, Wartung und Instandhaltung auch die Support-und Serviceleistung seitens des Herstellers. Diese Phase spielt auch für das Life Cycle Costing eine wichtige Rolle, da gerade im Betrieb hohe Kosten anfallen, welche periodenübergreifend betrachtet werden müssen. Diese Phase wird in jüngerer Literatur und im Rahmen einer marketingbezogenen Sichtweise auch oftmals als Markt- bzw. Branchenlebenszyklus erfasst und setzt sich chronologisch betrachtet aus Einführung, Durchdringung (bestehend aus Wachstum und Reife), Sättigung und Degeneration des Marktes durch das Produkt zusammen.[11] Die letzte Hauptphase aus dem idealtypischen Lebenszyklus eines Systems ist die Stilllegung. In ihr findet der Lebenszyklus seinen Abschluss. Balke bezeichnet dieses Zeitintervall als Nachlaufphase. Er erweitert das zeitliche Verständnis in dem er diesen Abschnitt in drei Teilphasen gliedert. Primär stehen auch hier der Rückbau und die Veräußerung im Vordergrund. Auf längere Sicht werden allerdings auch noch Gewährleistungsansprüche sowie das Ersatzteilgeschäft berücksichtigt. Am Ende des Zyklus steht die abschließende Entsorgung.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: idealtypischer Lebenszyklus, Lebenszyklus nach DIN EN 60300-3-3, integrierter Produktlebenszyklus

Neben dem idealtypischen Lebenszyklus existieren projekt- und branchenbezogen noch eine Vielzahl andere Produktlebenszyklen, welche aber im Kern alle auf den idealtypischen Lebenszyklus zurückgeführt werden können.[13]

Es existiert neben der Produzentenperspektive eines Produktlebenszyklus auch noch eine Kundenperspektive. Ziel dieser Betrachtung ist es eine Hilfestellung bei der Entscheidung für oder gegen eine Investitionsalternative zu geben. Hierbei werden auch die Anfangs- und Folgekosten über die gesamte Systemlebensdauer betrachtet.[14] Im Konkreten bedeutet dies, dass die Betrachtung mit dem Kauf einer Anlage, eines Produktes oder des System beginnt, im Betrieb alle anfallenden Kosten (Wartung, Instandhaltung, Energiekosten, etc.) berücksichtigt werden und man mit der Entsorgung und dem evtl. Erlös durch einen Restwert der Anlage abschließt. Auch wenn es im ersten Moment so scheint, dass diese Sichtweise rein für den Konsumenten relevant wäre, ist es auch für den Produzenten wichtig die Kundenperspektive zu betrachten, um ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen.

Aus Gründen der Vollständigkeit sei an dieser Stelle auch noch der Kundenlebenszyklus erwähnt. Dieser wird vor allem im Marketing eingesetzt. Er stellt das geschäftliche Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinem Kunden dar. Seine Funktion ist eng mit der des Produktlebenszyklus verwandt und bildet die Grundlage für das Customer Life Cycle Costing. Auch in diesem Zusammenhang wird wieder eine Unterteilung in mehrere Phasen vorgenommen um die Komplexität des Systems zu reduzieren. Beginnend mit der Akquisition des Kunden erstreckt sich dieser Prozess über eine feste Kundebeziehung bis zum Ende der Geschäftsbeziehung. Der Kundenlebenszyklus ist Ausgangspunkt für die kundenbezogene Rentabilitätsanalyse[15] und dient zur Ermittlung des Customer Lifetime Value, einer Kennzahl zur Messung der Profitabilität eines Kunden im Rahmen des geschäftlichen Miteinanders. Basierend auf dem Customer Lifetime Value kann unter Verwendung indirekter Wertgrößen für einzelne Kunden, Kundengruppen und den Kundestamm der Customer Equity errechnet werden. Dieser Wert erfasst nicht nur quantitative und monetäre Größen, sondern auch qualitative Eigenschaften der Kundenbeziehung.[16]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Produktlebenszyklus und Kundenzyklus im Vergleich nach Coenenberg

In der Literatur sind noch weitere Varianten von Lebenszyklus-Modellen zu finden, die allerdings nicht unmittelbar im Zusammenhang mit Life Cycle Costing stehen und daher für die folgende Ausarbeitung nicht relevant sind.[17]

Generell ist zu sagen, dass die phasenweise Perspektive viele Vorteile mit sich bringt. Zum einen erhält man eine ganzheitliche und dynamische Betrachtung aller wichtigen Parameter (Leistung, Zeit und Kosten). Zum anderen fließen Entscheidungsinterdependenzen für die Planung späterer Phasen in eine frühe Betrachtung mit ein. Die Einteilung in die einzelnen Phasen ermöglicht es außerdem phasenspezifisch auf die jeweiligen Methoden zurückzugreifen, welche durch Kostenmanagement und Controlling bereitgestellt werden. Dies erleichtert im weiteren Verlauf des Life Cycle Costing die Modellbildung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit durch die Gliederung des Gesamtvorhabens in einzelne Teilabschnitte das Risiko eines Vorhabens zu mindern und dessen Flexibilität zu erhöhen. Hierdurch wird ebenfalls die Lernfähigkeit des Modells, also die Anpassung des Modells während des Betriebs an die aktuellen Gegebenheiten, optimiert. Die Aussicht auf eine erfolgreiche Durchführung ist wesentlich von der Verwertung neuer Informationen und der Abnahme unbekannter Variablen im Laufe des Lebenszyklus abhängig und kann somit verbessert werden.[18] Der idealtypische Lebenszyklus bietet einen sehr guten Anhaltspunkt zur Planung und Steuerung eines Produktes. Es muss allerdings im Einzelfall immer auf die speziellen Gegebenheiten die ein Produkt mit sich bringt angepasst werden.[19] Das generelle Vorgehen kann somit übernommen werden, die Phasen hingegen müssen jedoch unter Umständen in Umfang, Inhalt, Anzahl und zeitlicher Ausdehnung für das jeweils vorliegende Problem adaptiert werden.

2.2. Erlöse und Kosten im Lebenszyklus

Lebenszykluskosten bzw. –erlöse bezeichnen die absoluten Kosten und Erlöse, die ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus oder in den einzelnen Phasen verursacht. Allerdings darf man in diesem Zusammenhang nicht unmittelbar von einem klassischen Kostenbegriff ausgehen. In der Kosten- und Leistungsrechnung, wie auch in der Finanzbuchführung, sind Kosten und Leistungen bzw. Aufwand und Ertrag stets leistungsverbunden, wertmäßige Größen. Diese dienen zur Beurteilung des Verzehrs oder das Erbringen von Produkt- bzw. Dienstleistungen über den Zeitraum einer Periode betrachtet, um die Steuerung des Produktionsprozesses zu gewährleisten.[20] Im Life Cycle Costing hingegen stellt man alle vergangenen und gegenwärtigen Kosten dar. Es wird versucht zukünftige Kosten periodenübergreifend zu prognostizieren um die Gesamtsystemkosten zu optimieren.[21] Definiert man den Lebenszyklus über Kosten und Erlöse, kann man ihn als den Zeitraum bezeichnen, in dem Ein- und Auszahlungen vorgenommen werden, welche man dem einzelnen Produkt oder der Dienstleistung zurechnen kann.

Um eine effektive Gestaltung zu gewährleisten ist es wichtig die Kosten nach den wesentlichsten Faktoren zu gliedern. Von besonderer Bedeutung ist die Entscheidungsrelevanz der Kosten, so dass relevante Kosten mit in die Betrachtung einfließen und irrelevante Kosten unberücksichtigt bleiben. Auch die Vermeidbarkeit von Kosten ist ein Aspekt zur Differenzierung. So wird durch unvermeidbare Kosten, welche z.B. Störungen im Produktionsablauf wiederspiegeln, in gewissem Maße das Risiko für ein geplantes Produkt einbezogen. Ebenso ist es wichtig die Personenbezogenheit der Kosten festzustellen, um eine klare Differenzierung der Kosten für den Nutzer und der Kosten des Produzenten sicherzustellen. Das vierte Merkmal ist die Unterscheidung der Kosten nach ihrer Häufigkeit. Man differenziert hierbei einmaligen und regelmäßigen Kosten. Vor allem wiederkehrenden Kosten ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken, da diese für spätere Entscheidungen von besonderer Bedeutung sind, weil sie sich mit zunehmender Lebensdauer als Multiplikator auswirken können. Abschließend gilt es noch die Anfangskosten von den Folgekosten zu trennen. Anfangskosten beziehen sich dabei überwiegend auf die Initiierung, die Planung und die Realisierung. Folgekosten betreffen hauptsächlich die Betriebs- und die Stilllegungsphase.[22] Die Folgekosten erstrecken sich im Vergleich zu den Anfangskosten oftmals über einen längeren Zeitraum im Lebenszyklus. Dennoch werden durch anfänglich aufkommende Kosten schon wesentliche Weichen zur Durchführung einer Produktion gestellt, da in der Initiierung und Planung zwischen 75% und 80% der Folgekosten festgelegt werden, welche sich im Nachhinein nur noch schwer beeinflussen lassen.[23] Besonders aus Kundensicht ist der Trade-Off von Anfangs- und Folgekosten zu beachten. Hierbei können durch höhere Investitionen in der Anschaffung Folgekosten der Investition um ein Wesentliches verringert werden.[24]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Trade-off von Anfangs- und Folgekosten

Da sich das Life Cycle Costing mit dem Verlauf von Kosten und Erlösen über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes befasst, ist es sinnvoll die Kosten der Phasen zu betrachten.[25] In der neuerer Literatur greift man bei der Kategorisierung der Kosten und Erlöse oftmals auf eine drei-phasige Gliederung zurück. Diese Unterteilung in Vorlauf-, Betriebs- und Folgephase entspricht zum einen besser der Kostenstruktur des Lebenszyklus, zum anderen vermeidet man auf diese Weise Kosten der einzelnen Phasen zu stark von anderen Phasen abzugrenzen. In der Praxis zeigt sich dies unter anderem an den Entwicklungskosten. Diese fallen zwar besonders bei der erstmaligen Entwicklung an, entstehen aber auch während des Vertriebes im Rahmen von Produktweiterentwicklung.

[...]


[1] Vgl. Thommen, J.-P./ Achleitner A.-K., Betriebswirtschaftslehre, 2006, S. 53

[2] Vgl. Deutsches Institut für Normung e.V., DIN EN 60300-3-3, 2005, S.5

[3] Vgl. Coenenberg, A.G. / Fischer, T.M. / Günther T., Kostenrechnung, 2007, S.32

[4] Vgl. Andreas Preißner , Controlling, 1999, S.275

[5] Vgl. Franz, K.-P. / Kajüter, P., Kostenmanagement, 2002, S.580

[6] Vgl. Balke, A., Lebenszyklusrechnung, 2006, S.12

[7] Vgl. Coenenberg, A.G. / Fischer, T.M. / Günther T., Kostenrechnung, 2007, S.572-573; s.a. Franzeck, J., Methodik 1997, S.21

[8] Vgl. Wübbenhorst, K.L., Lebenszykluskosten, 1984, S. 55; s.a. Wildemann, H., Kostenprognose, 1982, S. 41-47

[9] Vgl. Balke, A., Lebenszyklusrechnung, 2006, S.12-14

[10] Vgl. Thommen, J.-P./ Achleitner A.-K., Betriebswirtschaftslehre, 2006, S. 453

[11] Vgl. Homburg, C. / Krohmer H., Marketing, 2009, S.121; Domschke W. / Scholl A., Betriebswirtschaftslehre, 2005, S.207-208

[12] Vgl. Balke, A., Lebenszyklusrechnung, 2006, S.15

[13] Vgl. Wübbenhorst, K.L., Lebenszykluskosten, 1984, S. 54

[14] Vgl. Wübbenhorst, K.L., Lebenszykluskosten, 1984, S. 71

[15] Vgl. Coenenberg, A.G. / Fischer, T.M. / Günther T., Kostenrechnung, 2007, S.577-578

[16] Vgl. Kumar, V., Customer Lifetime Value, 2007, S.5; s.a. Coenenberg, A.G. / Fischer, T.M. / Günther T., Kostenrechnung, 2007, S.582-590

[17] Vgl. Mankiw, N. G., Volkswirtschaftslehre, S.464; Blanchard, O. / Illing, G., Makroökonomie, 2009

[18] Vgl. Wübbenhorst, K.L., Lebenszykluskosten, 1984, S. 51-53; s.a. Back-Hock, A., Produktcontrolling, 1988, S.7

[19] Vgl. Balke, A., Lebenszyklusrechnung, 2006, S.13-14; Wübbenhorst, K.L., Lebenszykluskosten, 1984, S. 53-54;

[20] Vgl. Zell, M., Kosten, 2008, S.13; Quick, R. / Wurl, H.-J., Buchführung, 2006 Seite 5-6

[21] Vgl. Balke, A., Lebenszyklusrechnung, 2006, S.16

[22] Vgl. Wübbenhorst, K.L., Lebenszykluskosten, 1984, S. 63-71

[23] Vgl. Verein Deutscher Ingenieure, VDI 2884, 2005, S.2

[24] Vgl. Coenenberg, A.G. / Fischer, T.M. / Günther T., Kostenrechnung, 2007, S.575-576

[25] Vgl. Balke, A., Lebenszyklusrechnung, 2006, S.18

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Life Cycle Costing: Ziele, Methodik und Probleme
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Fachgebiet für Rechnungswesen, Controlling und Wirtschaftsprüfung)
Veranstaltung
Seminar: Strategisches Kostenmanagement und Controlling
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
27
Katalognummer
V215524
ISBN (eBook)
9783656440031
ISBN (Buch)
9783656440543
Dateigröße
1086 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Stellt den wesentlichen Rahmen des Life Cylce Costings dar und zeigt die gängigsten normativen Anwendungen (VDI 2884, Din EN 60300-3-3)
Schlagworte
Life Cycle Costing, Controlling, Lebenszykluskostenrechung, Lebenszyklus, Seminar
Arbeit zitieren
Bachelor of Science Markus Burger (Autor), 2010, Life Cycle Costing: Ziele, Methodik und Probleme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215524

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