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Theater Apropos. Theater in der Sozialen Arbeit

Titel: Theater Apropos. Theater in der Sozialen Arbeit

Studienarbeit , 2011 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stephanie Drinkgern (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Theater Apropos: verrückt und unkonventionell! Patienten, Psychiater und Psychologen entwickeln und spielen gemeinsam Theaterstücke um dem Publikum einen selbstverständlichen Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen zu vermitteln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kurzbeschreibung

2. Entstehungsgeschichte

3. Umsetzung

4. Zielgruppe

5. Stücke

6. Die Idee

7. Leitung

8. Stück: Kleiner Mann, was nun?

9. Theater als Therapie?!

10. Hinweis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das „Theater Apropos“ in München als ein Projekt, das Menschen mit seelischen und psychischen Erkrankungen einen Freiraum außerhalb des klassischen therapeutischen Kontextes bietet. Ziel ist es, durch die gemeinsame Erarbeitung und Aufführung von Theaterstücken einen Beitrag zur Endstigmatisierung psychisch Kranker zu leisten und die Teilnehmer durch kreativen Ausdruck und soziale Interaktion in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken.

  • Gründungsgeschichte und Philosophie des Theaters Apropos
  • Die Bedeutung von theaterpädagogischen Prozessen bei psychischen Erkrankungen
  • Methodik der Arbeit: Vom Improvisationsspiel zur Aufführung
  • Analyse der Zielgruppe und Identifikation mit dramatischen Figuren
  • Soziotherapeutischer Mehrwert: Soziale Kontakte und Selbstwertgefühl

Auszug aus dem Buch

Die Idee

Entgegen den Erwartungen der Gruppe begann die Arbeit in den ersten Wochen ohne Textvorlage. Es gab kein fertiges Stück, keine Textvorlagen, keine Konzeption und keinen Plan wie die Proben ablaufen würden.

Begonnen wurde mit kleinen Improvisationen und Körperübungen, später folgten Sprachübungen. Diese Übungen zu Beginn legten das Hauptgewicht auf Wahrnehmungs-, Reaktions- und Konzentrationsübungen. Das wurde so gewählt, da Störungen der Wahrnehmung, des Denkens und der Konzentration zu den belastenden Erfahrungen der Betroffenen zählt und dies auf dieser Weise berücksichtigt werden soll.

Moreno, der Begründer des Psychodrama, ließ folgende Inschrift auf seinen Grabstein schreiben: „Hier ruht der Mann, der das Lachen wieder in die Psychiatrie geführt hat.“ Die Theaterpädagogin Anette Spola vom Theater Apropos möchte daher das Spielen als Vorgang vermitteln. Das Thema kennenlernen steht hier im Vordergrund, sich und den anderen zu kennen. „Was kann ich alles aushalten mit Körperhaltung, mit Gesten, mit kleinen Gesten, mit theatralischen großen Gesten.“ Das Anliegen von Frau Spola ist es, dass Spiel als Zusammenspiel zu vermitteln und im Spiel das Lebendig sein zu vermitteln.

Zusammenfassung der Kapitel

Kurzbeschreibung: Das Theater Apropos bietet Patienten und Fachkräften einen Raum, um gemeinsam Theaterstücke zu entwickeln und zu spielen, um Berührungsängste gegenüber psychischen Erkrankungen abzubauen.

Entstehungsgeschichte: Das Theater wurde 1998 in München initiiert, um einen therapiefreien Raum zu schaffen, in dem sich Patienten und Fachpersonal auf Augenhöhe abseits hierarchischer Strukturen begegnen können.

Umsetzung: Unter professioneller Regie arbeiten Menschen mit seelischen Erkrankungen kreativ zusammen, wobei der spielerische Aspekt und die künstlerische Freiheit im Fokus stehen, statt therapeutischer Ziele.

Zielgruppe: Das Angebot richtet sich primär an Menschen mit seelischen und psychischen Erkrankungen, insbesondere mit schizophrenen Psychosen oder Depressionen.

Stücke: Es werden verschiedene Theaterstücke erarbeitet, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen wie Glück, Kommunikation oder Ausgrenzung beschäftigen.

Die Idee: Der Entwicklungsprozess beginnt ohne starre Vorgaben und setzt bei Wahrnehmungs- und Körperübungen an, um die Teilnehmer schrittweise in die Selbstständigkeit zu führen.

Leitung: Um eine Rollenvermischung mit der Therapie zu vermeiden, wird das Projekt von unabhängigen Theaterfachleuten geleitet, die gleichzeitig Verständnis für die Bedürfnisse der Betroffenen mitbringen.

Stück: Kleiner Mann, was nun?: Eine Analyse des Stücks, welches anhand der Geschichte von Lämmchen und Pinneberg Themen wie Arbeitslosigkeit, Existenzkampf und menschliche Werte thematisiert.

Theater als Therapie?!: Ein Exkurs in die Geschichte des therapeutischen Theaters und eine Einordnung der positiven Effekte auf das Selbstwertgefühl der Mitwirkenden.

Hinweis: Informationen zur Datenbasis der Hausarbeit, die auf Experteninterviews mit der künstlerischen Leitung beruht.

Schlüsselwörter

Theater Apropos, Soziale Arbeit, Psychische Erkrankungen, Endstigmatisierung, Psychodrama, Theaterpädagogik, Kleiner Mann was nun, Inklusion, Selbstwertgefühl, Ausdruckstherapie, Gruppendynamik, Psychiatrie, Kreativität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Theaterprojekt „Theater Apropos“ in München, bei dem Menschen mit psychischen Erkrankungen und Fachkräfte gemeinsam Theaterstücke erarbeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Entstigmatisierung psychisch Kranker, die soziale Integration, theaterpädagogische Ansätze und die Identifikationsmöglichkeiten der Zielgruppe mit dramatischen Inhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Mehrwert von nicht-therapeutischen Orten aufzuzeigen, in denen sich Betroffene künstlerisch entfalten und gesellschaftliche Teilhabe erfahren können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu therapeutischen Theateransätzen sowie auf qualitativen Aussagen der künstlerischen Leitung des Projekts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung des Projekts, die methodische Vorgehensweise in den Proben und eine inhaltliche Analyse des Stücks „Kleiner Mann, was nun?“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Projekt?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Inklusion, Theaterpädagogik, Selbstwirksamkeit und Endstigmatisierung beschreiben.

Warum spielt die Wahl der Theaterleitung eine so große Rolle?

Eine unabhängige Leitung ist essenziell, um eine Vermischung von therapeutischer Behandlung und künstlerischem Spiel zu verhindern, wodurch der „therapiefreie Raum“ gewahrt bleibt.

Wie findet die Zielgruppe im Theaterstück „Kleiner Mann, was nun?“ statt?

Die Teilnehmer identifizieren sich mit den Hauptfiguren, die ebenfalls unter sozialen Deklassierungen, Armut und Arbeitslosigkeit leiden, was ihre eigene Lebensrealität widerspiegelt.

Ist das Theaterprojekt als Therapieform zu verstehen?

Obwohl das Projekt positive therapeutische Nebeneffekte wie eine Steigerung des Selbstwertgefühls hat, versteht es sich selbst nicht als klassische Therapie, sondern als sozialer Erfahrungsraum.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theater Apropos. Theater in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Hochschule Coburg (FH)  (Soziale Arbeit)
Note
2,0
Autor
Stephanie Drinkgern (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V215901
ISBN (eBook)
9783656447351
ISBN (Buch)
9783656447535
Sprache
Deutsch
Schlagworte
theater apropos sozialen arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Drinkgern (Autor:in), 2011, Theater Apropos. Theater in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215901
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Leseprobe aus  11  Seiten
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