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Die Entstehung des Kinderkreuzzugs von 1212 aus der Armutsbewegung

Titel: Die Entstehung des Kinderkreuzzugs von 1212 aus der Armutsbewegung

Hausarbeit , 2012 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Désirée Senft (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit besteht aus zwei Hauptthemen, namentlich dem Kinderkreuzzug von 1212 und der Armutsbewegung des Mittelalters unter Dominikanern und Franziskanern. Festgestellt werden soll, ob der Kinderkreuzzug als Folge der einsetzenden Armutsbewegung angesehen werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Freiwillige Armut im Mittelalter

3. Die Bettelorden

3.1 Die Franziskaner

3.2 Die Dominikaner

3.3 Die neue Sichtweise der Armut

4. Die Entstehung des Kinderkreuzzugs von 1212

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der mittelalterlichen Armutsbewegung des 13. Jahrhunderts und der Entstehung des Kinderkreuzzugs von 1212. Dabei wird analysiert, inwiefern die religiöse Aufwertung der Armut als Lebensideal durch Bettelorden das Selbstverständnis ärmerer Bevölkerungsschichten prägte und dieses soziale Umdenken als Katalysator für ein derart riskantes und fanatisches Unterfangen wie den Kinderkreuzzug wirken konnte.

  • Entwicklung des Armutsverständnisses im Mittelalter
  • Einfluss der Bettelorden (Franziskaner und Dominikaner) auf die Gesellschaft
  • Religiöse Identifikation durch die imitatio Christi
  • Analyse der Hintergründe und Ursachen des Kinderkreuzzugs von 1212
  • Soziale Aufwertung der Armen und dessen Einfluss auf religiösen Eifer

Auszug aus dem Buch

3. Die Bettelorden

Das 13. Jahrhundert gilt als das Jahrhundert der Entstehung der Bettelorden, welche auch Mendikantenorden genannt wurden. Grundsatz dieser Orden waren sowohl die persönliche als auch die kollektive Armut, wodurch die Ordensmitglieder zu einem „Leben in Demut, des Bettelns und damit der äußersten Nachfolge des armen Christus“ verpflichtet wurden. Durch das beschriebene Bild des Christus als arm und entäußert, machte der Apostel Paulus Christus zum „Urbild der vollständigen Armut“ und dadurch zum Vorbild für die neue Sicht der Armut. Ziel der Mendikantenorden war es demnach, Christus im Bezug auf seine Lebensweise zu folgen. So wurden schließlich vier Bettelorden in die Kirche aufgenommen. Es handelte sich um den Orden der Franziskaner, der Dominikaner, der Augustiner-Eremiten und der Karmeliter. In besonderem Maße besaßen die Franziskaner und Dominikaner Einfluss auf die Kreuzzüge und Kreuzfahrerherrschaften im Spätmittelalter, da die Ordensmitglieder nicht nur als Kreuzzugsprediger im Westen tätig waren, sondern auch als Missionare und Seelsorger der Christen in Outremer. Diese Bettelorden predigten weiterhin die Mission der Wiedererlangung des Heiligen Landes und sorgten somit für das Fortleben des Kreuzzugsgedankens im Spätmittelalter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das Mysterium des Kinderkreuzzugs von 1212 und definiert die Forschungsfrage nach dem Einfluss der Armutsbewegung auf dieses Ereignis.

2. Freiwillige Armut im Mittelalter: Dieses Kapitel differenziert zwischen unfreiwilliger materieller Armut und dem neu aufkommenden Ideal der freiwilligen, geistigen Armut im Zuge des Christozentrismus.

3. Die Bettelorden: Es wird die Entstehung der Mendikantenorden sowie deren Streben nach apostolischer Nachfolge Christi erläutert.

3.1 Die Franziskaner: Beschreibung des Lebensentwurfs des Franziskus von Assisi, der durch den Verzicht auf persönlichen Besitz und radikale Armut geprägt war.

3.2 Die Dominikaner: Vorstellung des Predigerordens unter Domingo de Guzmán, der durch Seelsorge und Auseinandersetzung mit der christlichen Lehre Einfluss gewann.

3.3 Die neue Sichtweise der Armut: Analyse der Transformation der Armut von einem sozialen Makel hin zu einer positiven religiösen Vorbildfunktion.

4. Die Entstehung des Kinderkreuzzugs von 1212: Untersuchung des historischen Verlaufs und der Hintergründe des Kinderkreuzzugs als gescheitertes religiöses Unternehmen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass der Kinderkreuzzug eine direkte Folge des durch die Armutsbewegung gestärkten Selbstbewusstseins der ärmeren Bevölkerungsschichten war.

Schlüsselwörter

Kinderkreuzzug, Armutsbewegung, Bettelorden, Franziskaner, Dominikaner, imitatio Christi, Mittelalter, Apostolisches Leben, Religionsgeschichte, Armutsideal, 1212, Christozentrismus, Volkskreuzzug, Religiöser Fanatismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das mittelalterliche Phänomen des Kinderkreuzzugs von 1212 und dessen Verbindung zur zeitgenössischen Armutsbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf dem Wandel der Armutswahrnehmung im Mittelalter, der Rolle der neu entstandenen Bettelorden und der religiösen Motivation hinter den Kreuzzügen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es zu ergründen, warum sich gerade junge und arme Bevölkerungsschichten zu einem riskanten und letztlich gescheiterten Unternehmen wie dem Kinderkreuzzug entschließen konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Quellen, insbesondere die „Chronica Majora“ des Matthäus Paris, sowie auf fachwissenschaftliche Literatur zur Sozial- und Religionsgeschichte des 13. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Armutsbegriffs, die Vorstellung von Franziskanern und Dominikanern sowie die konkrete Fallanalyse der Ereignisse des Jahres 1212.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kinderkreuzzug, Bettelorden, imitatio Christi und Armutsideal beschreiben.

Warum wird der Kinderkreuzzug oft als „Werk des Teufels“ bezeichnet?

Da der Kreuzzug ohne offiziellen kirchlichen Segen stattfand und tragisch scheiterte, interpretierten zeitgenössische Chronisten den Misserfolg als ein Eingreifen Satans statt als gottgewolltes Ereignis.

Welche Rolle spielte Franziskus von Assisi für die Armutsbewegung?

Franziskus wandelte sein Leben von Reichtum zu radikaler, apostolischer Armut und wurde so zur charismatischen Leitfigur, die den Gedanken der imitatio Christi in der breiten Bevölkerung populär machte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entstehung des Kinderkreuzzugs von 1212 aus der Armutsbewegung
Hochschule
Universität Münster  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Die Kreuzzüge
Note
2,0
Autor
Désirée Senft (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V215949
ISBN (eBook)
9783656444855
ISBN (Buch)
9783656446194
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entstehung kinderkreuzzugs armutsbewegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Désirée Senft (Autor:in), 2012, Die Entstehung des Kinderkreuzzugs von 1212 aus der Armutsbewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215949
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Leseprobe aus  13  Seiten
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