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Ulivo - Eine Chance auf Erneuerung?

Entstehung und Regierungszeit 1995-1999

Title: Ulivo - Eine Chance auf Erneuerung?

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 51 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Petra Buß (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Summary Excerpt Details

In keinem anderen Land in Europa wechseln die Regierungen so häufig wie in Italien. Mit 57 Regierungen in 55 Jahren liegt die durchschnittliche Amtsdauer unter einem Jahr. Unter diesem Aspekt war die Regierung Prodi eine der beständigsten. Mit fast zweieinhalb Jahren steht sie nach der ersten Craxi Regierung, die fast drei Jahre dauerte, an zweiter Stelle. In dieser Zeit versuchte Romano Prodi mit seiner Mitte-Links -Koalition Ulivo das Land zu regieren - eine für die Verhältnisse des Landes sehr schwierige Aufgabe.
Gegenstand dieser Untersuchung ist die Entstehung, Entwicklung und Regierungszeit Ulivos. Es sollen die Stabilität, die Errungenschaften und die Probleme dieser Regierungskoalition und warum die Regierung Prodi scheitern mußte analysiert werden.
Die vorliegende Arbeit versucht eine Bilanz der Regierung Prodi aufzustellen. Dabei sollen die Erfolge und Mißerfolge dargestellt und bewertet sowie ein Ausblick auf die Zukunft der italienischen Regierung unter Berücksichtigung der momentanen Lage erstellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund und Vorgeschichte

2.1 Das neue Parteiensystem

2.1.1 Die Verwandlung der traditionellen Parteien

2.1.2 Die neuen Parteien: Lega Nord und Forza Italia

2.2 Das neue Wahlsystem

2.3 Die Wahl von 1994 und die Regierungen Berlusconi und Dini

3. Ulivo: Die Entstehung eines neuen Mitte-Links-Bündnisses

3.1 Das Scheitern der Progressisten 1994

3.2 Ulivo

3.2.1 Romano Prodi: Der neue Leader

3.2.2 Die Regionalwahlen vom 23. April 1995

3.2.3 Das Wahlprogramm

3.3 Die Wahlen vom 21. April 1996

3.4 Die Gewinner und Verlierer

4. Die Regierung Prodi

4.1 Die Regierungsbildung

4.2 Die Schwierigkeiten der Regierung Prodi

4.2.1 Das Sparprogramm 1997 und der Druck von Rifondazione

4.2.2 Die Fälle Di Pietro und Prodi

4.2.3 Kritik und Proteste gegen das Sparprogramm

4.3 Eine erste Bilanz

4.4 Der Albanieneinsatz und die Krise vom Oktober 1997

4.5 Das letzte Jahr der Regierung Prodi

4.5.1 Italien in der Währungsunion

4.5.2 Das Scheitern der Bicamerale

4.5.3 Die Krisen und das Ende der Regierung Prodi

5. Die aktuelle Situation

6. Schluß

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung, die Regierungszeit und das Scheitern der italienischen Mitte-Links-Koalition „Ulivo“ unter Romano Prodi zwischen 1995 und 1999. Im Fokus steht dabei die Frage, wie es unter den gegebenen politisch-institutionellen Rahmenbedingungen zu diesem Bündnis kommen konnte, welche Stabilität und Erfolge es erzielte und welche Faktoren letztlich zu seinem Zusammenbruch führten.

  • Analyse des italienischen Parteienwandels und des neuen Wahlsystems ab Mitte der 1990er Jahre.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte des Ulivo-Bündnisses und der Führungsrolle Romano Prodis.
  • Bewertung der wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen zur Erfüllung der Maastrichter Kriterien.
  • Darstellung der innerkoalitionären Konflikte, insbesondere mit der Rifondazione Comunista.
  • Einordnung der Regierungsbilanz in den Kontext der italienischen Parteien- und Regierungsgeschichte.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Romano Prodi: Der neue Leader

Anfang Februar 1995 gab Romano Prodi seine Absicht bekannt, in die Politik einzusteigen. Er schlug sich als Kandidat der linken Mitte für das Amt des Ministerpräsidenten vor, und zwar für den Zeitpunkt, an dem die Dini Regierung ihr Mandat ausgeschöpft hätte. Sein Vorschlag war "keine Geste der Eitelkeit, seine Qualitäten für die Anstrebung des Amtes [standen] außer Frage." Prodi hatte Betriebswirtschaftslehre studiert. Seine zahlreichen Veröffentlichungen in Italien und im Ausland hatten ihm eine schnelle Universitätskarriere gesichert, im Rahmen derer er auch in Harvard unterrichtete. 1979 hatte er eine kurze und weniger glückliche Erfahrung als Industrieminister in der fünften Regierung Andreotti gemacht. Aber seine wichtigste Aufgabe war die Leitung des IRI (Istituto per la Ricostruzione Industriale) von 1982 bis 1989, bei der er die schwierige Aufgabe übernahm, die größte italienische Staatsholding zu sanieren. Als Prodi seine Arbeit aufnahm, hatte der IRI 3.000 Milliarden Lire im Jahr verloren und Schulden in Höhe von 35.000 Milliarden. 1989 konnte über eine Milliarde Gewinn registriert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Kontext der italienischen Regierungsinstabilität dar und definiert das Ziel der Untersuchung: die Analyse von Entstehung, Entwicklung und Scheitern der Regierung Prodi.

2. Hintergrund und Vorgeschichte: Dieses Kapitel erläutert den Zusammenbruch des traditionellen Parteiensystems, die Entstehung neuer politischer Akteure und die Einführung des neuen Wahlsystems als notwendige Grundlage für das Verständnis des Ulivo.

3. Ulivo: Die Entstehung eines neuen Mitte-Links-Bündnisses: Hier wird die Genese des Ulivo-Bündnisses, die Rolle Romano Prodis als Anführer und die taktische Bedeutung der Parlamentswahlen von 1996 detailliert nachgezeichnet.

4. Die Regierung Prodi: Der Hauptteil analysiert die Regierungsbildung, die wirtschaftlichen Sanierungsbemühungen, die politischen Konflikte mit der Rifondazione Comunista und den schließlichen Sturz der Regierung.

5. Die aktuelle Situation: Ein knapper Überblick über die unmittelbare politische Lage nach dem Sturz der Regierung Prodi und den Übergang zum Kabinett D'Alema.

6. Schluß: Das Schlusskapitel bilanziert die Regierungszeit Prodi, bewertet die Erfolge bei der Währungsunion und ordnet das Scheitern in das strukturelle Problem der italienischen Instabilität ein.

7. Bibliographie: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Italien, Politik, Regierung Prodi, Ulivo, Mitte-Links-Bündnis, Wahlsystem, Wirtschaftsreformen, Europäische Währungsunion, Rifondazione Comunista, Parteiensystem, Regierungsinstabilität, Bicamerale, Reformpolitik, Korruptionsskandale, Wahlrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Entwicklung Italiens in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, insbesondere mit der Entstehung und Regierungszeit des Mitte-Links-Bündnisses „Ulivo“ unter Romano Prodi.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel des italienischen Parteiensystems, das neue Wahlsystem, die Bemühungen um wirtschaftliche Sanierung zur Erfüllung der Maastrichter Kriterien sowie die instabilen Koalitionsverhältnisse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Erfolge und Probleme der ersten Mitte-Links-Regierung seit dem Zweiten Weltkrieg zu analysieren und zu erklären, warum diese Regierung trotz ihrer Bemühungen um Modernisierung schließlich scheitern musste.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von Sekundärliteratur, historischen Wahldaten und zeitgenössischen Medienberichten basiert, um die politische Dynamik jener Jahre nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Regierungsbildung, die haushaltspolitischen Sparmaßnahmen 1997, die Krisen aufgrund der Abhängigkeit von der Rifondazione Comunista sowie spezifische Fallbeispiele wie den Albanieneinsatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ulivo, Regierung Prodi, Währungsunion, italienisches Parteiensystem, Regierungsstabilität und Reformpolitik charakterisiert.

Warum spielt die Rifondazione Comunista eine so zentrale Rolle in der Regierungszeit Prodi?

Da die Regierung Prodi eine Minderheitsregierung war, war sie in der Abgeordnetenkammer zwingend auf die Tolerierung durch die Rifondazione Comunista angewiesen, was zu ständiger politischer Erpressbarkeit bei Haushaltsfragen führte.

Welchen Einfluss hatte der Europagedanke auf die Stabilität des Bündnisses?

Der Europagedanke und das Ziel der Teilnahme an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) fungierten als „kleinster gemeinsamer Nenner“ und als wichtigstes stabilisierendes Element, das die Koalition trotz ideologischer Gegensätze zusammenhielt.

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Details

Title
Ulivo - Eine Chance auf Erneuerung?
Subtitle
Entstehung und Regierungszeit 1995-1999
College
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Hauptseminar: Das politische System Italiens
Grade
1,0
Author
Petra Buß (Author)
Publication Year
2000
Pages
51
Catalog Number
V21614
ISBN (eBook)
9783638251877
ISBN (Book)
9783638701228
Language
German
Tags
Ulivo Eine Chance Erneuerung Hauptseminar System Italiens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Buß (Author), 2000, Ulivo - Eine Chance auf Erneuerung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21614
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