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Schizophrenie - Erkennen und Verstehen

Title: Schizophrenie - Erkennen und Verstehen

Term Paper , 2003 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Janine Hieke (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Das Wort Schizophrenie ist auch heute noch mit vielen Vorurteilen besetzt und
kaum jemand weiß, was sich wirklich hinter dieser Krankheit verbirgt. Zum
Praxisfeld der Sozialarbeit/Sozialpädagogik gehört auch die Arbeit mit
psychisch erkrankten Menschen. Deshalb ist es so wichtig, mehr über diese
Krankheit zu erfahren. Wie und wann lässt sich sagen, ob ein Mensch an
Schizophrenie erkrankt ist und an welchen Symptomen die Krankheit zu
erkennen ist? Das Hauptaugenmerk lege ich deshalb auf die Symptome, um
überhaupt den Krankheitsinhalt zu verstehen. In der Umgangssprache wird das Wort „schizophren“ benutzt, welches das
„gespalten“ sein, zum Ausdruck bringt, wenn gleichzeitig zwei Dinge
nebeneinander ablaufen, die nicht zusammen passen und sich widersprechen.
Ableiten lässt sich der Begriff „Schizophrenie“ aus dem Griechischen.
„Skhizo“ heißt spalten und „phren“ bedeutet „Verstand oder Gemüt“.
Zusammenfassend bedeutet dies „Seelenspaltung“.1 Die Erkrankung hat eine
lange historische Wandlung durchgemacht. In antiken Texten wurden keine
soliden Belege gefunden, die die Schizophrenie beschreiben und auch in
späteren Dokumenten etwa im 16. oder 17. Jahrhundert wurden keine
deutlichen klinischen Beschreibungen gefunden. Die ersten angemessenen
klinischen Beschreibungen, der uns heute bekannten Schizophrenie wurden
unabhängig voneinander in Frankreich und England 1809 von John Haslam
(Londoner Direktor des Bethlem Hospital) und von Philippe Pinel beschrieben.
Beide irrten sich zwar noch in einigen Punkten, aber sie sprechen viele
Symptome an, die später ausführlich dokumentiert wurden. Bis 1852 wurden
viele Begriffe für die Erkrankung gefunden. Benedict Morel (Chefarzt einer
französischen Anstalt) benannte ihn auf lateinisch „dementia praecox“.
Übersetzt heißt dies: „frühzeitiger Abbau der geistigen Fähigkeiten oder
Verlust des Verstandes." Auch Emil Kraeplin (deutscher klinischer Psychiater)
benutzte die Bezeichnung für die Erkrankung weiter.2 Kraeplin wollte
ausdrücken, dass die Erkrankung einen ungünstigen Verlauf nimmt. Aus
heutiger Sicht ist dies nicht richtig. Schizophrene Psychosen können günstig
verlaufen; sie können ausheilen und bewirken keinen frühzeitigen Abbau oder
Verlust des Verstandes, auch nicht den Abbau oder Verlust der Intelligenz.3 [...]

1 Vgl. Hell, D./ Gestefeld, M.: Schizophrenien. Berlin u.a. 1988, S.3
2 Vgl. Gottesmann, Irving. I.: Schizophrenie. 1993, S.6 ff
3 Vgl. Finzen, Asmus: Schizophrenie. Bonn 2001, S.21

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Historische Entwicklung

1.2 Stigmatisierung

2. Symptome der Schizophrenien

2.1 Verschiedene Symptomgruppierungen

2.2 Ausführliche Darstellung der Symptome

3. Unterformen der Schizophrenien

4. Verlauf

5. Allgemeines zur Diagnostik

6. Ätiologie

7. Therapiemöglichkeiten

7.1 Psychopharmaka

7.2 Psychotherapie

7.3 Soziotherapie

7.4 Psychoedukation

8. Fazit

9. Literaturnachweis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis zu schaffen, um Vorurteile abzubauen und die Relevanz der Thematik für das Praxisfeld der Sozialarbeit zu verdeutlichen. Der Fokus liegt dabei auf der differenzierten Symptomerfassung und den Möglichkeiten therapeutischer Unterstützung.

  • Historische Wandlung des Krankheitsverständnisses und der Begriffsbildung
  • Sozialpsychologische Aspekte der Stigmatisierung von psychisch Erkrankten
  • Klinische Systematik und detaillierte Darstellung der Symptomatik
  • Multidimensionale Therapieansätze inklusive medikamentöser und psychosozialer Verfahren

Auszug aus dem Buch

2.2. Ausführliche Darstellung der Symptome

In der ausführlichen Darstellung halte ich mich an der Systematik Bleuler`s.

Grundsymptome:

Formale Denkstörungen: Die formalen Störungen des Denkens, wie Bleuler sie nennt, sind die wichtigsten Grundsymptome der Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis. Hinter diesem Begriff verbergen sich zahlreiche Einzelsymptome, die zum Teil schwerwiegend, andere eher selten sind sowie die Zerfahrenheit des Denkens. Bei formalen Denkstörungen sind der Denkprozess selbst, das semantische Prinzip, die Logik und bei schweren Störungen auch die Grammatik beeinträchtigt. Bei der Lockerung der Denkzusammenhänge geht die Logik der Gedanken verloren. Gedanken und Worte erfolgen scheinbar zusammenhanglos aufeinander. Das Denken wird sprunghaft.

Die einfachste Form formaler Denkstörungen ist das sog. Abreißen der Gedanken, das in seiner wahnhaften Interpretation als „Weggenommenwerden eines Gedankens“ durch äußere Mächte erlebt werden kann. Diese Form der Denkstörungen kann zu Sprechpausen führen. Der Kranke hat dann oft Schwierigkeiten, den abgebrochenen Gedanken zu erinnern. Schwere Störungen des Denkprozesses führen zu einer Lockerung des Sinnzusammenhanges. Eine Form davon ist die Gedankenflucht, auch die sog. Ideenflucht, bei der ein Gedanke den anderen jagt. Der logische Zusammenhang ist gelockert, kann aber noch erkennbar vorhanden sein. Der Denkende kommt vom hundertsten ins tausendste; oft spricht er dabei wie ein Wasserfall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die historische Entwicklung des Krankheitsbegriffs und die gesellschaftliche Stigmatisierung von psychisch erkrankten Menschen.

2. Symptome der Schizophrenien: Detailliert die verschiedenen Symptomgruppen, insbesondere die Differenzierung in Positiv- und Negativsymptome sowie die Einteilung nach K. Schneider und E. Bleuler.

3. Unterformen der Schizophrenien: Gibt einen Überblick über die verschiedenen diagnostischen Unterformen und deren fließende Übergänge in der klinischen Realität.

4. Verlauf: Analysiert verschiedene Zeitabschnitte und Verlaufsformen der Erkrankung sowie die Prognosemöglichkeiten.

5. Allgemeines zur Diagnostik: Erläutert die methodischen Herausforderungen bei der Diagnosestellung und den Ausschluss körperlicher Ursachen.

6. Ätiologie: Behandelt die Ursachenforschung unter Berücksichtigung genetischer Faktoren und des Vulnerabilitäts-Stress-Modells.

7. Therapiemöglichkeiten: Stellt den multidimensionalen Ansatz aus Psychopharmaka, Psychotherapie, Soziotherapie und Psychoedukation vor.

8. Fazit: Reflektiert den Forschungsstand und betont die Notwendigkeit von Aufklärung sowie politischem Handeln zum Abbau von Stigmatisierung.

9. Literaturnachweis: Listet die verwendeten Quellen und Fachpublikationen auf.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Psychose, Symptomatik, Stigmatisierung, Sozialarbeit, Diagnostik, Ätiologie, Psychopharmaka, Neuroleptika, Psychotherapie, Soziotherapie, Psychoedukation, Denkstörung, Wahn, Halluzinationen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Erkennen und Verstehen von psychotischen Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis im Kontext der Sozialarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Historie, die Symptomatik, diagnostische Verfahren, Ursachen (Ätiologie), den Krankheitsverlauf sowie therapeutische Ansätze und den Umgang mit Stigmatisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein fundiertes Krankheitswissen zu vermitteln, um Vorurteile gegenüber Betroffenen abzubauen und Fachkräften Orientierung für ihre praktische Arbeit zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Hausarbeit, die den aktuellen Stand der psychiatrischen Fachliteratur und psychologischen Forschung zusammenfasst.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte klinische Symptombeschreibung, die Darstellung verschiedener Krankheitsverläufe, die diagnostische Einordnung sowie eine ausführliche Analyse der Therapiemöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schizophrenie, Psychose, Stigmatisierung, Therapieansätze und soziale Rehabilitation geprägt.

Was unterscheidet bei der Diagnostik den Ausschluss körperlicher Erkrankungen von der eigentlichen Diagnose?

Da es keinen biologischen Marker für Schizophrenie gibt, müssen zunächst organische Ursachen wie Vergiftungen oder neurologische Störungen ausgeschlossen werden, bevor eine psychopathologische Diagnose gestellt wird.

Welche Rolle spielt die Soziotherapie bei der Behandlung?

Die Soziotherapie unterstützt Betroffene in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeit und soziale Kontakte, um soziale Isolation zu verhindern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern.

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Details

Title
Schizophrenie - Erkennen und Verstehen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel  (Sozialwesen)
Grade
1,3
Author
Janine Hieke (Author)
Publication Year
2003
Pages
32
Catalog Number
V21645
ISBN (eBook)
9783638252133
Language
German
Tags
Schizophrenie Erkennen Verstehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Hieke (Author), 2003, Schizophrenie - Erkennen und Verstehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21645
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