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Der Reisemarkt für Familien mit schwerbehinderten Kindern in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Der Reisemarkt für Familien mit schwerbehinderten Kindern in der Bundesrepublik Deutschland

Diploma Thesis , 2001 , 123 Pages , Grade: 2

Autor:in: Juliane Laube (Author)

Tourism - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Da es sich in dieser Arbeit um ein sehr spezielles Thema in der Touristikindustrie handelt, soll der Weg zur Idee erläutert werden, den Reisemarkt für Familien mit schwerbehinderten Kindern in der Bundesrepublik Deutschland zu untersuchen. Weiterhin wird der Aufbau der Ausführungen kurz dargestellt, damit sich ein erster Überblick ergibt. In der Schwerbehindertenstatistik des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 1999 ist eine Größenordnung von 163.545 schwerbehinderten Kindern unter achtzehn Jahren erfasst. Dabei ist diese Zahl seit 1991 um 33% (53.436 behinderte Kinder) gestiegen. Es ist anzumerken, dass in dieser Statistik nur die Schwerbehinderten berücksichtigt werden, die einen gültigen Schwerbehindertenausweis besitzen. (1)
Eine etwas ältere Studie aus dem Jahr 1985 im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr gibt eine Anzahl von ca. 480.000 behinderten Kindern und Jugendlichen unter achtzehn Jahren an, wobei hier auch Personen erfasst wurden, die keinen Schwerbehindertenausweis haben. (2) Rechnet man diese Angabe unter Berücksichtigung der Entwicklung in der öffentlichen und regelmäßig durchgeführten Statistik des Bundes hoch, ergibt sich eine Zahl von über 700.000 behinderten Kindern unter achtzehn Jahren.
Dieses Ergebnis kongruiert mit dem einer Evaluierungsstudie der Gesellschaft für Innovationsförderung und Beratung mbH im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Dezember 2000, die eine Zahl von 731.406 Familien mit einem oder mehreren behinderten Kindern unter achtzehn Jahren in der
Bundesrepublik Deutschland ergab. Grundlage dieser Studie war eine telefonische Repräsentativbefragung von 2534 Familien in Deutschland, durchgeführt vom Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung. Daran ist das große Potential der Familien mit eventuellen „besonderen“ Bedürfnissen zu erkennen, denn sie ergeben mit 7,8% (2% für Familien mit schwerbehinderten Kindern, die in der Schwerbehindertenstatistik der Bundesrepublik erfasst sind) einen nicht unerheblichen Teil aller Familien mit unter 18jährigen Kindern.(3)
[...]
_____
1 Vgl. Statistisches Bundesamt (2000), S. 6 i.V.m. S. 4
2 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (1999), S. 11
3 Vgl. Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH (2000), S. 19 und S. 31

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen und Abgrenzungen

2.1 Allgemeine Anmerkungen

2.2 Definition von Schwerbehinderung nach dem Schwerbehindertengesetz (SchwbG)

2.3 Definition von Behinderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

2.4 Abgrenzung Familien

2.5 Abgrenzung „Kinder“

2.6 Abgrenzung In- und Ausland

3. Darstellung des vorhandenen Angebotes

3.1 Methodik

3.2 Fluggesellschaften und Flughäfen

3.3 Busunternehmen

3.4 Deutsche Bahn AG

3.5 Schiff- und Fährgesellschaften

3.6 Mietwagen und eigener Pkw

3.7 Hotels und Pensionen

3.8 Ferienwohnungen und Camping

3.9 Reiseveranstalter

3.10 Reisebüros

3.11 Fremdenverkehrsorte und –organisationen

3.11.1 Deutscher Tourismusverband (DTV)

3.11.2 Trends und Tendenzen

3.11.3 Angebote verschiedener Bundesländer

3.12 Verbände und Vereinigungen

3.13 Kinder- und Familienerholungsstätten

3.13.1 Vorbemerkungen

3.13.2 Ausgewählte Beispiele

3.13.3 Mutter-Kind-Kliniken

3.14 Informationssysteme

3.15 Ausgewählte Beispiele für Angebote im Ausland

4. Analyse der Nachfrage

4.1 Vorbemerkungen

4.2 Antworten aus den Interviews

4.2.1 Art der Behinderung

4.2.2 Alter des behinderten Kindes

4.2.3 Haushaltsgröße und Alter der Geschwisterkinder

4.2.4 Reisehäufigkeit

4.2.5 Allein verreisende Familienmitglieder

4.2.6 Transportmittel

4.2.7 Urlaubsziele

4.2.8 Aktivitäten im Urlaub

4.2.9 Buchungsverhalten

4.2.10 Erfahrungen mit den Leistungsträgern

4.2.11 Positive Ereignisse

4.2.12 Negative Ereignisse

4.2.13 Voraussetzungen für einen gelungenen Familienurlaub

4.2.14 Wünsche für die Zukunft

4.2.15 Konkrete Verbesserungsvorschläge für die Leistungsträger

4.2.16 Individuelle Betreuung vor Ort

4.2.17 Versicherungen

4.2.18 Internetnutzung

4.3 Zusammenfassende Erkenntnisse

5. Zusammenführung von Angebot und Nachfrage

5.1 Erfahrungen mit schwierigen Situationen

5.2 Transport

5.3 Unterkünfte

5.4 Reiseveranstalter

5.5 Reisebüros

5.6 Fremdenverkehrsorganisationen

5.7 Verbände und Vereinigungen

5.8 Marketingpolitische Maßnahmen

5.8.1 Strategiealternativen

5.8.2 Produktpolitik

5.8.3 Preispolitik

5.8.4 Distributionspolitik

5.8.5 Kommunikationspolitik

5.9 Anmerkungen der Anbieter

6. Erfahrungen, Schwierigkeiten und Wünsche der Familie der Autorin

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Reisemarkt für Familien mit schwerbehinderten Kindern in der Bundesrepublik Deutschland, um Bedürfnisse, Hindernisse und Potenziale aufzuzeigen. Ziel ist es, Lösungsansätze für Reiseanbieter zu entwickeln, damit betroffene Familien einen möglichst „normalen“ und unbeschwerten Urlaub verbringen können.

  • Analyse des aktuellen Angebots im Bereich Behindertentourismus für Familien.
  • Erfassung der Nachfragesituation durch Interviews mit betroffenen Familien.
  • Untersuchung von Erfahrungen, Schwierigkeiten und Wünschen hinsichtlich touristischer Leistungsträger.
  • Strategische Empfehlungen zur Verbesserung der Urlaubsbedingungen und Marketingkommunikation.

Auszug aus dem Buch

3.1 Methodik

Bevor die Darstellung der Angebote der einzelnen Leistungsträger folgt, soll kurz die Vorgehensweise bei der Suche nach existierenden Urlaubsmöglichkeiten für Familien mit schwerbehinderten Kindern erläutert werden. Es gab zwei Wege, die zur Materialsammlung beitrugen. Das waren das Anfordern von Unterlagen bei den Leistungsträgern per Telefon, E-Mail oder Post. Hinzu kam der Besuch der Internationalen Fachmesse für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf Rehacare, auf der sich ein Reisecenter zur Information über Reisemöglichkeiten für behinderte Urlauber befand. Die jeweiligen Kontaktadressen bzw. Informationen wurden aus Fachzeitschriften oder Büchern für behinderte Menschen, durch Anfragen bei sich in der Behindertenarbeit engagierenden Verbänden, aus Hinweisen von kontaktierten Unternehmen und durch die selbst geführten Interviews mit betroffenen Familien gewonnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Motivation für die Themenwahl und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit sowie die statistische Relevanz der Zielgruppe.

2. Definitionen und Abgrenzungen: Definiert die zentralen Begriffe wie Schwerbehinderung gemäß rechtlicher Vorgaben und legt die Zielgruppe der Arbeit fest.

3. Darstellung des vorhandenen Angebotes: Analysiert verschiedene Leistungsträger der Tourismusbranche hinsichtlich ihrer Eignung für Familien mit behinderten Kindern.

4. Analyse der Nachfrage: Dokumentiert die Ergebnisse aus Interviews mit betroffenen Familien zu deren Erfahrungen, Wünschen und Buchungsverhalten.

5. Zusammenführung von Angebot und Nachfrage: Verknüpft die Erkenntnisse aus Angebots- und Nachfrageanalyse und leitet daraus Optimierungsvorschläge ab.

6. Erfahrungen, Schwierigkeiten und Wünsche der Familie der Autorin: Reflektiert die persönliche Situation der Autorin als Mitglied einer betroffenen Familie.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Segments.

Schlüsselwörter

Reisemarkt, Familien mit schwerbehinderten Kindern, Behindertentourismus, Barrierefreiheit, Nachfrageanalyse, Tourismusindustrie, Urlaubsorganisation, Reiseanbieter, Leistungsträger, Inklusion, Ferienangebote, behindertengerechte Unterkünfte, individuelle Betreuung, Reiseverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Spezifika und Anforderungen des Reisemarktes für Familien mit schwerbehinderten Kindern in Deutschland, mit dem Ziel, die Kluft zwischen Angebot und Bedarf zu schließen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung deckt die Angebotsseite (Transport, Unterkunft, Reiseveranstalter) sowie die Nachfrageseite (Interviews mit Betroffenen zu Erfahrungen, Wünschen und Problemen) ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Familien mit behinderten Kindern Urlaubsmöglichkeiten finden oder diese verbessern können, und Unternehmen Anregungen für eine bessere Ausrichtung ihrer Angebote zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Methodik basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer empirischen Datenerhebung durch 34 geführte Interviews mit betroffenen Familien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Angebotsrecherche, eine Analyse der Nachfrage anhand von Experteninterviews sowie die Zusammenführung beider Bereiche zu strategischen Marketingempfehlungen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen zählen Behindertentourismus, Barrierefreiheit, Familienurlaub, Reiseanbieter-Analyse und die individuellen Bedürfnisse von Familien mit behinderten Kindern.

Welche Rolle spielen Familienferienstätten laut der Autorin?

Die Autorin hebt diese Einrichtungen besonders hervor, da sie durch ihre integrative Ausrichtung und speziellen Angebote für Familien mit behinderten Kindern eine hohe Wertschätzung genießen.

Warum bevorzugen viele betroffene Familien die Selbstorganisation gegenüber Pauschalreisen?

Die Interviews zeigen, dass Familien oft eine hohe Unsicherheit gegenüber Pauschalreiseangeboten haben, da diese oft nicht explizit auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und sie sich als „normale“ Familie in einer unbeschwerten Umgebung bewegen möchten.

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Details

Title
Der Reisemarkt für Familien mit schwerbehinderten Kindern in der Bundesrepublik Deutschland
College
Munich University of Applied Sciences
Grade
2
Author
Juliane Laube (Author)
Publication Year
2001
Pages
123
Catalog Number
V2169
ISBN (eBook)
9783638113250
Language
German
Tags
Urlaub Reisen Tourismus behindert Handicap
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Laube (Author), 2001, Der Reisemarkt für Familien mit schwerbehinderten Kindern in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2169
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