Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Law - European and International Law, Intellectual Properties

Regionalfonds in der EG und das Prinzip des juste-retour

Title: Regionalfonds in der EG und das Prinzip des juste-retour

Seminar Paper , 2004 , 34 Pages , Grade: 11 Punkte (vollbefriedigend)

Autor:in: Timon Kopka (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit befasst sich mit den Strukturfonds in der EG
unter spezieller Betrachtung des EFRE (Europäischer Fonds für
regionale Entwicklung) und des ESF (Europäischer Sozial Fonds).
Es wird dabei ferner auf das Prinzip des „juste retour“, das schon in
den Anfängen der Fonds galt und bis heute anhält, eingegangen.
Der erste Teil der Arbeit behandelt die Einteilung der EU in
Regionen. Dies ist deshalb von Bedeutung, um die Aufgaben und
Wirkungsweise der genannten Fonds zu verstehen. Die Einteilung
wird anhand der NUTS – Systematik (Systematik der Gebietseinheiten
für die Statistik) aufgezeigt. In Kapitel zwei werden dann die Ziele, die die Gemeinschaft mit Hilfe der Fonds für den Zeitraum von 2000 bis 2006 erreichen will, aufgezeigt. Der dritte Abschnitt des Aufsatzes geht dann auf die beiden oben genanten Strukturfonds ein. Das vierte Kapitel befasst sich dann schließlich mit dem „juste – retour“ – Prinzip. Schließlich erfolgen im fünften Kapitel eine Zusammenfassung und ein Ergebnis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I) Gutachten: 1

0.) Einführung: 1

1.) Einteilung der EU in Regionen – die NUTS – Systematik: 1

1.1.) Geschichte der NUTS – Systematik: 2

1.2.) Das Verfahren der Gebietsabgrenzung innerhalb der EU: 3

1.3.) Kritik am NUTS – System: 4

2.) Ziele & Gemeinschaftsinitiativen der Gemeinschaft von 2000 bis 2006: 5

2.1.) Die 3 vorrangigen Ziele der Jahre 2000 bis 2006: 6

2.1.1.) Ziel 1 – Unterstützung der am wenigsten wohlhabenden Gebiete: 6

2.1.2.) Ziel 2 – Wiederbelebung der Gebiete mit Strukturproblemen: 7

2.1.3.) Ziel 3 – Entwicklung der Humanressourcen: 8

2.2.) Die Gemeinschaftsinitiativen zwischen 2000 und 2006: 8

2.2.1.) INTERREG III: 9

2.2.2.) Urban II: 9

2.2.3.) Leader +: 9

2.2.4.) Equal: 10

3.) Die Strukturfonds, insb. der EFRE und der ESF: 11

3.1.) Allgemeines zu den Strukturfonds: 12

3.2.) Der EFRE: 15

3.2.1.) Aufgaben des EFRE für den Zeitraum von 2000 bis 2006: 16

3.2.2.) Ziele des EFRE für den Zeitraum von 2000 bis 2006: 16

3.3.) Der ESF: 17

3.3.1.) Aufgaben des ESF: 17

3.3.2.) Ziele des ESF: 18

4.) „Juste – retour“ – Prinzip: 19

4.1.) Geschichte des „juste – retour“: 19

4.2.) Juristische Betrachtungsweise: 20

4.3.) Ökonomische Betrachtungsweise: 22

5.) Fazit: 23

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturfonds der Europäischen Gemeinschaft mit einem besonderen Fokus auf den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Europäischen Sozialfonds (ESF). Das primäre Ziel besteht darin, die Funktionsweise und Zielsetzung dieser Instrumente im Kontext der europäischen Regionalpolitik zu analysieren sowie das kontroverse „Juste-retour“-Prinzip kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der NUTS-Systematik als Grundlage der regionalen Einteilung in der EU.
  • Darstellung der vorrangigen Ziele und Gemeinschaftsinitiativen für den Förderzeitraum 2000 bis 2006.
  • Untersuchung der Aufgaben und Ziele von EFRE und ESF innerhalb der Strukturpolitik.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem „Juste-retour“-Prinzip aus juristischer und ökonomischer Sicht.

Auszug aus dem Buch

1.3.) Kritik am NUTS – System:

So einfach und übersichtlich sich das NUTS – System auf den ersten Blick auch darstellt, so birgt es jedoch auch Probleme. Diese entstehen dadurch, dass die NUTS – Systematik, wie schon in der Einleitung erwähnt, dazu benutzt wird, die förderungsbedürftigen Regionen auszumachen. Als Indikator, um festzustellen wie „reich“ bzw. „arm“ eine Region ist, wird gegenwärtig am häufigsten das BIP in Kaufkraftstandards (KKS) pro Kopf benutzt. Somit sollen die Zahlen zwischen den Regionen vergleichbar gemacht werden. Nun gibt es jedoch zwei grundlegende Argumente, die gegen das BIP in KKS pro Kopf bezogen auf die NUTS-Gebietseinheiten als Indikator sprechen.

a) Das BIP wird auf regionaler Ebene von der Produktionsseite berechnet. D.h., dass die wertmäßige Summe aller Waren und Dienstleistungen einer Region von den in der Region beschäftigten Personen gebildet wird. Auf diese Weise entsteht in der jeweiligen Region Einkommen. Es ist jedoch nicht so, dass dieses Einkommen nun auch in der Region verbleibt. Vielmehr wird das Einkommen in andere Regionen transferiert. Das kann zum einen durch interregionale Verflechtungen geschehen, aber auch durch staatliche Interventionen. Dies ist deshalb von besonderer Bedeutung, da Einkommen bei den Haushalten Konsummöglichkeiten generiert. Somit kann man sagen, dass das BIP in Kaufkraftstandards pro Kopf ein nicht hinreichender Indikator für den Wohlstand einer Region ist.

b) Das regionale BIP in Kaufkraftstandards pro Kopf wird gebildet, indem eine arbeitsplatz-bezogene Zahl durch eine wohnorts-bezogene Zahl dividiert wird. Tritt nun jedoch ein „Pendlersaldo“ hinzu, d.h., dass Menschen nicht in der Region, in der sie wohnen, auch arbeiten, entsteht ein Problem. Die „arbeitende“ Region wird logischerweise als „zu reich“ dargestellt, während die „wohnende“ Region als „zu arm“ in Erscheinung tritt. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist London.

Zusammenfassung der Kapitel

0.) Einführung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die behandelten Strukturfonds (EFRE, ESF) und führt in das Prinzip des „Juste-retour“ ein, welches die gesamte Arbeit thematisch begleitet.

1.) Einteilung der EU in Regionen – die NUTS – Systematik: Dieses Kapitel erläutert die NUTS-Klassifikation als statistisches Instrument zur regionalen Unterteilung innerhalb der EU, inklusive ihrer Geschichte und einer kritischen Auseinandersetzung.

2.) Ziele & Gemeinschaftsinitiativen der Gemeinschaft von 2000 bis 2006: Hier werden die drei vorrangigen Förderziele der EU sowie verschiedene Gemeinschaftsinitiativen für den Zeitraum 2000 bis 2006 detailliert vorgestellt.

3.) Die Strukturfonds, insb. der EFRE und der ESF: Dieses Kapitel analysiert die Aufgaben und Ziele von EFRE und ESF und bettet sie in die historische Entwicklung der europäischen Strukturpolitik ein.

4.) „Juste – retour“ – Prinzip: Die Arbeit untersucht kritisch das „Juste-retour“-Prinzip, sowohl aus rechtlicher als auch aus ökonomischer Perspektive, und hinterfragt dessen Vereinbarkeit mit den Zielen der europäischen Kohäsionspolitik.

5.) Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bewertet die Effektivität der eingesetzten Instrumente sowie die Unhaltbarkeit des „Juste-retour“-Prinzips.

Schlüsselwörter

Europäische Gemeinschaft, Strukturfonds, EFRE, ESF, Kohäsionspolitik, NUTS-Systematik, Juste-retour, Wirtschaftsraum, Regionale Disparitäten, Strukturprobleme, Beschäftigungspolitik, BIP in Kaufkraftstandards, Förderperiode, Integration, Finanzinstrumente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Strukturpolitik der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere mit den Strukturfonds EFRE und ESF, und deren Rolle beim Ausgleich regionaler Disparitäten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die NUTS-Systematik, die Ziele der EU-Strukturförderung im Zeitraum 2000-2006, die Aufgaben spezifischer Fonds sowie die Problematik des „Juste-retour“-Prinzips.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise der Strukturfonds zu analysieren und zu prüfen, ob das „Juste-retour“-Prinzip mit der europäischen Zielsetzung der Kohäsion vereinbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf der Auswertung von Rechtsgrundlagen, Verordnungen, statistischen Daten und Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der regionalen Einteilung mittels NUTS, die Erläuterung der Strukturfonds-Ziele und eine juristisch-ökonomische Kritik am „Juste-retour“-Prinzip.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen unter anderem Strukturfonds, EFRE, ESF, Kohäsionspolitik, NUTS-Systematik, Juste-retour und regionale Disparitäten.

Warum ist die NUTS-Systematik für die EU-Förderung so kritisch zu betrachten?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Verwendung des regionalen BIP pro Kopf als Indikator, da dieses Pendlerbewegungen und Transferzahlungen nicht adäquat abbildet und somit den Wohlstand einer Region verzerrt darstellen kann.

Zu welchem Ergebnis kommt der Autor bezüglich des „Juste-retour“-Prinzips?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass sich das „Juste-retour“-Prinzip weder juristisch noch ökonomisch rechtfertigen lässt, da es dem Ziel der europäischen Kohäsion und einer harmonischen Entwicklung der Mitgliedstaaten widerspricht.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Regionalfonds in der EG und das Prinzip des juste-retour
College
University of Bremen  (ZERP)
Course
Dezentralisierung und Einigung Europas
Grade
11 Punkte (vollbefriedigend)
Author
Timon Kopka (Author)
Publication Year
2004
Pages
34
Catalog Number
V21702
ISBN (eBook)
9783638252621
Language
German
Tags
Regionalfonds Prinzip Dezentralisierung Einigung Europas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timon Kopka (Author), 2004, Regionalfonds in der EG und das Prinzip des juste-retour, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21702
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint