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Tschechien auf dem Weg in die EU / EWU

Title: Tschechien auf dem Weg in die EU / EWU

Term Paper , 2004 , 55 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Bandt (Author), Birgit Allmendinger (Author), Gregor Flak (Author)

Business economics - Economic Policy
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Mit dem Beitritt zur Europäischen Union (EU) am 01. Mai 2004, zeichnet sich für Tschechien ein Höhepunkt in einer schwierigen Entwicklung von einer sozialistischen Planwirtschaft zu einer sozialen Marktwirtschaft ab. Im Rahmen dieser Hausarbeit möchten wir einen Überblick über die Entwicklung Tschechiens während und nach dem Transformationsprozess geben, sowie mögliche Auswirkungen, die im Zuge des EU-Beitritts für Tschechien entstehen können, darstellen. Einen speziellen Focus möchten wir dabei auf die Auswirkungen des geplanten Beitritts zur Europäischen Währungsunion (EWU) legen. Zwar ist das Datum des Beitritts zur EWU noch offen, aber mit dem Beitritt zur EU verpflichten sich alle Beitrittskandidaten, langfristig die „Kopenhagener Beitrittskriterien“ zu erfüllen und an der EWU teilzunehmen. Ein Wahlrecht zur Einführung des Euro, wie es für die Gründungsmitglieder besteht, gibt es für die Beitrittskandidaten nicht. Wir möchten im Rahmen dieser Arbeit mögliche Auswirkungen des EWU-Beitritts auf bestimmte Sektoren und politische Aktivitäten Tschechiens beleuchten, Chancen und Risiken darstellen, sowie zentrale Problemfelder offen legen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Tschechien im Überblick

1.1 Geschichtliche Entwicklung

1.2 Allgemeine Rahmendaten

2. Der Beitritt zur Europäischen Union und Währungsunion: Anforderungen an Tschechien

2.1 Die Kopenhagener Beitrittskriterien

2.2 Die Konvergenzkriterien (Artikel 121 „Treaty Establishing The European Community“)

2.2.1 Das Konvergenzkriterium der Preisstabilität

2.2.2 Zinskonvergenz

2.2.3 Wechselkursstabilität

3. Die Entwicklung der Zahlungsbilanz

3.1 Ausgangslage

3.2 Der Transformationsprozess

3.3 Die Entwicklung der Leistungsbilanz während der letzten Jahre

3.4 Die Entwicklung der Kapitalbilanz während der letzten Jahre

3.5 Der Staatshaushalt Tschechiens

3.6 Die Auslandsverschuldung

4. Die tschechische Wechselkursbestimmung

4.1 Übersicht über verschiedene Währungssysteme

4.1.1 Formale Dollarisation

4.1.2 Regime mit einem einzigen gesetzlichen Zahlungsmittel

4.1.3 Currency Board Arrangements

4.1.4 Conventional Fixed peg arrangements

4.1.5 Managed Float

4.2 Die Entwicklung des Wechselkurses

4.3 Ursachen der realen Auf- und Überwertung zwischen 1991 und 1997

4.4 Das Ungleichgewicht der Zahlungsbilanz

4.5 Folgen der realen Auf- und Überbewertung

5. Zentrale Problemfelder

5.1 Arbeitslosigkeit und Sozialsysteme

5.2 Fiskalpolitik

6. Der Beitritt zur Europäischen Währungsunion: Chancen und Risiken

6.1 Außenhandel

6.2 Ausländische Direktinvestitionen

6.3 Wechselkurspolitik

7. Zusammenfassende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile für Tschechien durch die Übernahme des Euro

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung Tschechiens im Transformationsprozess und bewertet die Auswirkungen eines geplanten Beitritts zur Europäischen Währungsunion. Dabei steht die Untersuchung der Konvergenzkriterien sowie die Identifikation zentraler Herausforderungen in den Bereichen Fiskalpolitik, Arbeitsmarkt und Außenhandel im Fokus, um die Chancen und Risiken der Euro-Einführung abzuwägen.

  • Wirtschaftliche Transformation Tschechiens
  • Erfüllung der Kopenhagener Konvergenzkriterien
  • Stabilitäts- und Zahlungsbilanzprobleme
  • Einfluss ausländischer Direktinvestitionen (FDI)
  • Wechselkurspolitik und Währungsstabilität

Auszug aus dem Buch

3.1 Ausgangslage

Sämtliche volkswirtschaftlichen Aktivitäten der Tschechoslowakei wurden bis zum Zusammenbruch des Systems Ende der 80er Jahre planwirtschaftlich organisiert und geleitet. Es galt, die Binnenwirtschaft gegenüber Einflüssen aus dem marktwirtschaftlich orientierten Ausland zu schützen.

Im- und Exportpreise wurden von staatlicher Seite fixiert.

Der Güteraustausch erfolgte anhand von detaillierten Plänen, die genaue Angaben hinsichtlich der zu im- bzw. zu exportierenden Gütern und Dienstleistungen enthielt. Der tschechoslowakische Handel konzentrierte sich hauptsächlich auf andere sozialistische Planwirtschaften.

Die tschechoslowakische Wirtschaftsstruktur lässt sich grob in vier Industriesektoren aufteilen:

⇒ Arbeitsintensive Industriesektoren: Bekleidung, Möbel, Schuhe, Leder

⇒ Verarbeitung natürlicher Ressourcen: Holz

⇒ Kapitalintensive Industriesektoren: Stahl, Glas, Eisen

⇒ Industriesektoren mit hohem Forschungs- und Entwicklungseinsatz: Transportmittel, Maschinenbau15

Hauptexportgüter der Tschechoslowakei waren Möbel, Bekleidung, Schuhe, Glas sowie Maschinen.

Hauptimportgüter der Tschechoslowakei waren Energie und Rohstoffe.16

Die erste Ölkrise zu Beginn der 70er Jahre bedeutete für die Tschechoslowakei eine drastische Preissteigerung ihrer Hauptimportgüter, Energie und Rohstoffe. Demgegenüber geringfügig stiegen die Preise für die tschechoslowakischen Exportgüter. Dies führte in der Folgezeit zu einem Handelsbilanzdefizit. Die tschechoslowakische Zahlungsbilanz war dennoch nahezu ausgeglichen; für einen Ausgleich des Handelsbilanzdefizits sorgte die Dienstleistungsbilanz, die positive Überschüsse erzielte.17

Zusammenfassung der Kapitel

1. Tschechien im Überblick: Ein historischer Abriss von der Gründung 1918 über die sozialistische Planwirtschaft bis zur demokratischen Marktwirtschaft sowie ein Überblick über die heutigen Rahmendaten.

2. Der Beitritt zur Europäischen Union und Währungsunion: Anforderungen an Tschechien: Erläuterung der Kopenhagener Kriterien und der Maastricht-Vorgaben bezüglich Preisstabilität, Zinskonvergenz und solider öffentlicher Finanzen.

3. Die Entwicklung der Zahlungsbilanz: Analyse der tschechischen Zahlungsbilanz von der Ära der Planwirtschaft über den Transformationsprozess bis zu den aktuellen Entwicklungen von Handels- und Kapitalbilanz.

4. Die tschechische Wechselkursbestimmung: Darstellung der Währungssysteme, der historischen Entwicklung des Wechselkurses sowie der Ursachen und Folgen der realen Auf- und Überbewertung der Krone.

5. Zentrale Problemfelder: Untersuchung der strukturellen Herausforderungen am tschechischen Arbeitsmarkt sowie der fiskalpolitischen Handlungsspielräume vor dem EU-Beitritt.

6. Der Beitritt zur Europäischen Währungsunion: Chancen und Risiken: Bewertung der Auswirkungen der Euro-Einführung auf den Außenhandel, ausländische Direktinvestitionen und die künftige Wechselkurspolitik.

7. Zusammenfassende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile für Tschechien durch die Übernahme des Euro: Synthese der ökonomischen Konsequenzen einer Euro-Einführung mit abschließender Schlussfolgerung zur Konvergenzsituation.

Schlüsselwörter

Tschechien, Europäische Währungsunion, EWU, Transformationsprozess, Konvergenzkriterien, Zahlungsbilanz, Wechselkurs, Preisstabilität, Fiskalpolitik, Arbeitslosigkeit, Ausländische Direktinvestitionen, FDI, Balassa-Samuelson-Effekt, Außenhandel, Euro-Einführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Transformationsprozess der tschechischen Wirtschaft und analysiert die ökonomischen Voraussetzungen sowie die Folgen eines Beitritts zur Europäischen Währungsunion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Zahlungsbilanz, der Wechselkursstabilität, der Einhaltung von Konvergenzkriterien sowie den Auswirkungen von Direktinvestitionen auf die tschechische Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auswirkungen des EWU-Beitritts zu beleuchten und eine differenzierte Gegenüberstellung der Chancen und Risiken für die tschechische Volkswirtschaft zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse ökonomischer Kennzahlen und einer Literaturrecherche zu den Konvergenzbedingungen des Maastricht-Vertrages.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der historischen Ausgangslage, die Analyse der Zahlungs- und Leistungsbilanz, die Bestimmung der Wechselkurse sowie die Diskussion zentraler Problemfelder wie Arbeitslosigkeit und fiskalpolitischer Stabilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transformation, Währungsunion, Konvergenzkriterien, Zahlungsbilanz, FDI und Wechselkursstabilität definiert.

Welche Rolle spielen ausländische Direktinvestitionen (FDI) für Tschechien?

FDI sind für Tschechien von hoher Bedeutung, da sie Spill-over-Effekte (Lerneffekte) auslösen, den Zugang zu modernen Technologien ermöglichen und das Leistungsbilanzdefizit zumindest teilweise kompensieren können.

Was ist der sogenannte "Balassa-Samuelson-Effekt" im Kontext der Arbeit?

Dieser Effekt beschreibt einen Inflationsdruck, der aus einer schnelleren Produktivitätssteigerung im handelbaren Sektor (Industrie) gegenüber dem nicht-handelbaren Sektor (Dienstleistungen) resultiert und zu einer realen Währungsaufwertung führt.

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Details

Title
Tschechien auf dem Weg in die EU / EWU
College
University of Applied Sciences Berlin
Course
Europäische Integration
Grade
1,3
Authors
Tobias Bandt (Author), Birgit Allmendinger (Author), Gregor Flak (Author)
Publication Year
2004
Pages
55
Catalog Number
V21725
ISBN (eBook)
9783638252751
Language
German
Tags
Tschechien Europäische Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Bandt (Author), Birgit Allmendinger (Author), Gregor Flak (Author), 2004, Tschechien auf dem Weg in die EU / EWU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21725
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