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Der ländliche Raum und seine Zukunft

Title: Der ländliche Raum und seine Zukunft

Term Paper , 2001 , 45 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom-Ingenieur Bernd Müller (Author)

Environmental Sciences
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Allgemeines zum ländlichen Raum

Der ländliche Raum, wie der Begriff im Allgemeinen verstanden wird, umfasst Gebietskörperschaften und Naturlandschaften, Ackerland, Wälder, Dörfer, Kleinstädte, industrielle Einsprengsel und regionale Zentren. Der ländliche Raum bildet ein sehr vielfältiges und kompliziertes Wirtschafts- und Sozialgefüge.
Aufgrund seiner reichhaltigen natürlichen Ressourcen, Lebensräumen und kulturellen Traditionen spielt es eine immer größer werdende Rolle für Erholung und Freizeit. Der Begriff „ländlicher Raum“ wird zu meist von jedermann so verstanden, als dass dem ländlichen Raum ein materielles, soziales und kulturelles System vorliegt, welches das Gegenteil vom „städtisch“ ist. Eine eindeutige und für alle Zwecke brauchbare Abgrenzung zwischen Stadt und Land ist jedoch nicht möglich.
Die Mitgliedsstaaten der EU haben im allgemeinen jeweils eigene Definitionen des ländlichen Raumes entwickelt. Diesen Definitionen liegen meist Kriterien wie landwirtschaftliche Merkmale,
Bevölkerungsdichte oder Bevölkerungsrückgang zugrunde.
Zur Abgrenzung zwischen ländlichen und städtischen Gebieten wird meist das Kriterium der Bevölkerungsdichte verwendet. Dieses ist aber oft zu ungenau und als Richtschnur für politische Entscheidungen nicht geeignet.
Ländliche Gebiete lassen sich durch ihre Bevölkerungsentwicklung auf lokaler Ebene unterscheiden. Auf der einen Seite sind manche ländlichen Gebiete Europas, so z.B. in den ostdeutschen Bundesländern und im französischen Zentralmassiv, durch Abwanderung der Bevölkerung gekennzeichnet, auf der anderen Seite sind aber manche Gebiete durch Zuwanderung gekennzeichnet.
Die OECD hat vor einiger Zeit ein einfaches System zum internationalen Vergleich der Strukturen und Trends der verschiedenen ländlichen Räume entwickelt. Dieses System hat sich
trotz der großen Unterschiede im Hinblick auf die ländlichen Probleme, Perspektiven und Politiken auf staatlicher Ebene als zweckmäßig erwiesen. Dieses System unterscheidet zwei hierarchische Ebenen von Gebietseinheiten, die lokale und die regionale Ebene. Auf lokaler Ebene definiert die OECD ländliche Gebiete als Gemeinwesen mit einer Bevölkerungsdichte von weniger als 150 Einwohner je Quadratkilometer. Auf regionaler Ebene unterscheidet die OECD größere funktionale und administrative Einheiten nach dem Grad
ihrer „Ländlichkeit“, je nachdem, wie hoch der Anteil der regionalen Bevölkerung ist, der in ländlichen Gemeinwesen lebt.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

DER LÄNDLICHE RAUM IN EUROPA

Allgemeines zum ländlichen Raum

Bruttoinlandsprodukt 1994

Umwelt und Landschaft

Forstwirtschaft

Landwirte

CHANCEN FÜR DEN LÄNDLICHEN RAUM

Allgemeines

Der ländliche Tourismus

Ökologischer Landbau

Anbau von nachwachsenden Rohstoffen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozioökonomischen Bedingungen, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven des ländlichen Raumes in Europa. Ziel ist es, unter Berücksichtigung von Wirtschaftsdaten und Umweltfaktoren Potenziale zur Stärkung der ländlichen Wirtschaftsstruktur zu identifizieren und politische Handlungsoptionen zu evaluieren.

  • Analyse der demografischen und wirtschaftlichen Strukturen ländlicher Gebiete im EU-Vergleich.
  • Untersuchung der Auswirkungen moderner Landwirtschaft auf Umwelt und Kulturlandschaft.
  • Bewertung des ländlichen Tourismus als alternativer Einkommensquelle für landwirtschaftliche Betriebe.
  • Diskussion des Ökologischen Landbaus als Strategie zur Diversifizierung und nachhaltigen Entwicklung.
  • Analyse der Potenziale und Hindernisse beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen.

Auszug aus dem Buch

Umwelt und Landschaft

Landwirtschaft wirkt sich auf die Umwelt aus, da die Bewirtschaftung von Flächen zum Zwecke des Ackerbaus und der Tierzucht zur Erzeugung von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen einen Eingriff in die Natur darstellen.

Die Landwirtschaft hat über lange Zeit hinweg die Landschaften Europas geprägt, welche wir heute Kulturlandschaften nennen.

Die Landwirtschaft kann aber auch nachteilige Folgen für die Qualität der Luft, des Bodens, des Grund- und Oberflächenwassers, der Artenvielfalt und der Landschaft haben. Durch den technischen Fortschritt, durch die intensive Landwirtschaft, welche durch den stark gestiegenen Nahrungsmittelbedarfs nötig wurde und durch die Agrarpolitik gefördert wurde, wurde die Umwelt stark belastet. Diese Tatsache wird jetzt immer mehr von den lokalen Gemeinwesen, der öffentlichen Meinung und den Regierungen erkannt.

Die Gewässerverunreinigung durch Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die Zerstörung traditioneller Landschaften sind unter anderem Folgen konkurrierender Interessen. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen ist nicht immer umweltverträglich und gerät oftmals in Konflikt mit Natur- und Umweltschutzforderungen der Bürger.

Die meisten europäischen Landschaften wurden durch die komplexen Einwirkungen des Menschen beeinflusst und geprägt, zumeist durch Methoden, welche im Einklang mit der Umwelt standen und ohne chemisch – synthetische pflanzenschutz- und Düngemittel auskommen mussten. Durch diese Methoden wurden unter anderem Almen und Terrassen geschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

DER LÄNDLICHE RAUM IN EUROPA: Dieses Kapitel definiert den Begriff des ländlichen Raumes, erläutert verschiedene Abgrenzungssysteme der OECD und EUROSTAT und analysiert sozioökonomische Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt und die Beschäftigungsentwicklung.

Allgemeines zum ländlichen Raum: Es wird die Vielschichtigkeit des ländlichen Raums als Wirtschafts- und Sozialgefüge dargelegt und die Problematik einer eindeutigen städtisch-ländlichen Abgrenzung diskutiert.

Bruttoinlandsprodukt 1994: Auf Basis regionaler Variationskoeffizienten werden die wirtschaftlichen Disparitäten zwischen ländlichen und städtischen Räumen in der EU aufgezeigt.

Umwelt und Landschaft: Dieses Kapitel thematisiert die Auswirkungen der landwirtschaftlichen Flächennutzung auf die Umwelt und diskutiert den Konflikt zwischen intensiver Produktion und dem Erhalt ökologisch wertvoller Kulturlandschaften.

Forstwirtschaft: Es wird der Wandel der Forstwirtschaft von einer reinen Rohstoffquelle hin zu einem multifunktionalen Sektor für Freizeit, Klimaschutz und Artenvielfalt beleuchtet.

Landwirte: Das Kapitel analysiert den demografischen Strukturwandel, die Betriebsgrößenunterschiede zwischen Nord- und Südeuropa sowie die ökonomischen Herausforderungen für die landwirtschaftliche Bevölkerung.

CHANCEN FÜR DEN LÄNDLICHEN RAUM: Hier werden strategische Ansätze zur Stärkung der ländlichen Räume durch wirtschaftliche Diversifizierung diskutiert.

Allgemeines: Dieses Unterkapitel analysiert die allgemeinen wirtschaftlichen Perspektiven und die politische Bedeutung der strukturellen Anpassung ländlicher Regionen.

Der ländliche Tourismus: Es wird untersucht, inwiefern der Tourismus als Motor für die Schaffung alternativer Arbeitsplätze fungieren kann und welche Faktoren für den Erfolg entscheidend sind.

Ökologischer Landbau: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung des Ökolandbaus, seine Bedeutung für den Naturschutz und die Notwendigkeit, ihn stärker marktfähig zu machen.

Anbau von nachwachsenden Rohstoffen: Es werden Potenziale und Hindernisse beim Einsatz landwirtschaftlicher Flächen für die industrielle Produktion von Biomasse diskutiert.

Schlüsselwörter

Ländlicher Raum, Europäische Union, Landwirtschaft, Regionalentwicklung, Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigungsstruktur, Umweltschutz, Kulturlandschaft, Forstwirtschaft, ländlicher Tourismus, Ökologischer Landbau, nachwachsende Rohstoffe, Strukturwandel, Demografie, Wirtschaftsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle sozioökonomische Lage des ländlichen Raumes in Europa und evaluiert Möglichkeiten zur zukunftsorientierten Entwicklung und Diversifizierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Wirtschaftsstruktur (BIP, Beschäftigung), die Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft und Umwelt, sowie Strategien zur Stärkung der ländlichen Wirtschaft durch Tourismus, Ökolandbau und nachwachsende Rohstoffe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit ländlicher Räume zu erhalten und zu stärken, indem ein Kompromiss zwischen globaler Wettbewerbsfähigkeit und ökologisch nachhaltigem Wirtschaften gesucht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse vorliegender Statistiken der EU, OECD und EUROSTAT sowie einer Auswertung politischer Arbeitspapiere zur ländlichen Entwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der sozioökonomischen Situation in Europa (Teil 1) und eine Untersuchung konkreter Chancenfelder wie Tourismus, Ökolandbau und Rohstoffanbau (Teil 2).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen: Ländlicher Raum, Strukturwandel, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Diversifizierung, Beschäftigung, Land- und Forstwirtschaft.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „nordeuropäischem“ und „südeuropäischem“ Betriebsmodell eine so wichtige Rolle?

Die Unterscheidung ist zentral, da die Modelle unterschiedliche demografische Herausforderungen und Anpassungsnotwendigkeiten (Betriebsgrößen, Altersstruktur) für die zukünftige Agrarpolitik aufweisen.

Welchen Stellenwert nimmt der „Multiplikatoreffekt“ im ländlichen Tourismus ein?

Der Multiplikatoreffekt beschreibt die indirekte Schaffung von Arbeitsplätzen in vor- und nachgelagerten Sektoren (wie Handel oder Handwerk) durch den Tourismus und gilt als wesentliches Argument für dessen Förderung als Wirtschaftsfaktor.

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Details

Title
Der ländliche Raum und seine Zukunft
College
Brandenburg Technical University Cottbus  (Institut für Umweltmanagement)
Grade
1,7
Author
Diplom-Ingenieur Bernd Müller (Author)
Publication Year
2001
Pages
45
Catalog Number
V2173
ISBN (eBook)
9783638113274
Language
German
Tags
Raum Zukunft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Ingenieur Bernd Müller (Author), 2001, Der ländliche Raum und seine Zukunft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2173
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