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Planung, Steuerung und Kontrolle von Wissen - Wissenscontrolling als ungelöstes Problem?

Title: Planung, Steuerung und Kontrolle von Wissen - Wissenscontrolling als ungelöstes Problem?

Seminar Paper , 2003 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Björn Bürger (Author)

Business economics - Controlling
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Die Epistemologie als ein Teilgebiet der Philosophie beschäftigt sich mit der Theorie des Wissens bereits seit der Antike. Schon Platon und Aristoteles diskutierten kontrovers über eine Definition des Wissensbegriffs und die Entstehung von Wissen. Sie begründeten die bis heute gültige Trennung der Philosophen in das Lager der Rationalisten, die an die Existenz von Wissen ohne vorherige Sinneserfahrung glauben, und das Lager der Empiristen, die der Ansicht sind, dass Wissen ausschließlich induktiv erlangt werden kann. Da aufgrund des enormen subjektiven Interpretationsspielraums lediglich Werturteile für oder gegen die skizzierten Strömungen gefällt werden können, hat sich bis dato keine allgemein anerkannte Definition des Wissensbegriffes durchgesetzt. In Wissenschaft und Praxis werden Begriffe wie Daten, Information und Wissen außerordentlich widersprüchlich und wenig systematisch verwendet, so dass aus diesem Grunde eine klare themenbezogene Definition für diese Seminararbeit obligatorisch wird.

Aufbauend auf den Grundelementen des Wissens lassen sich erste Ansätze zu einer sinnvollen Definition finden. Einzelne Zeichen wie z.B. Buchstaben oder Ziffern repräsentieren das kleinste darstellbare Datenelement. Durch Verknüpfung der Zeichen entstehen Daten als verwertbare Angaben über Dinge und Sachverhalte. Informationen kennzeichnen diejenigen Daten, die vom jeweiligen Datenempfänger individuell nutzbar sind, d.h. die Daten werden subjektiv wahrgenommen und verwertet. Letztendlich entsteht Wissen durch Verarbeitungs-und Speicherungsprozesse von Informationen im menschlichem Gehirn, wobei die neue Information mit bereits vorhandenen Erfahrungen kombiniert wird.

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Inhaltsverzeichnis

1. Der Wissensbegriff

2. Die Bedeutungszunahme der Ressource Wissen

2.1 Die Wissensgesellschaft

2.2 Globale Wissensnetzwerke

2.3 Technologiewandel

3. Wissen als Produktions- und Wettbewerbsfaktor

3.1 Wissen als vierter Produktionsfaktor

3.2 Wissen als Wettbewerbsfaktor und Kernkompetenz

4. Wissensmanagement

4.1 Die junge Wissenschaftsdisziplin

4.2 Der Prozess des Wissensmanagements

4.3 Kritik an bisher vorgelegten Wissensmanagementansätzen

5. Wissenscontrolling

5.1 Konzepte des Wissenscontrollings

5.1.1 Begründung der Notwendigkeit eines Wissenscontrollings

5.1.2 Ein theoretisches Idealkonzept des Wissenscontrollings

5.1.3 Ansätze des Wissenscontrollings

5.1.4 Die Messbarkeit von Wissen als Prämisse

5.2 Die Messung von Wissen

5.2.1 Messprobleme

5.2.2 Instrumente

5.3 Integration von Wissen in die Balanced Scorecard

5.3.1 Balanced Scorecard und Wissensmanagement

5.3.2 Wissen in der Lern- und Entwicklungsperspektive

5.3.3 Notwendige Erweiterungen der Lern- und Entwicklungsperspektive

5.3.4 Vorteile der Integration

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Seminararbeit besteht darin, die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements zu analysieren und den Bedarf sowie die Möglichkeiten eines Wissenscontrollings im modernen Unternehmensumfeld zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Wissenscontrolling ein ungelöstes Problem darstellt und wie bestehende Managementsysteme wie die Balanced Scorecard zur Integration von Wissen genutzt werden können.

  • Bedeutung von Wissen als zentraler Wettbewerbsfaktor und Kernkompetenz.
  • Kritische Analyse bisheriger Ansätze des Wissensmanagements.
  • Notwendigkeit und theoretische Konzepte des Wissenscontrollings.
  • Messbarkeit von Wissen und die Herausforderungen der Quantifizierung.
  • Integration von Wissensmanagement in die Balanced Scorecard.

Auszug aus dem Buch

3.1 Wissen als vierter Produktionsfaktor

In Kapitel 2 wurde bereits beschrieben, wie Wissen die traditionellen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital in ihrer Bedeutung zusehends zurückgedrängt hat. Es bringt Eigenschaften mit sich, die mit Managementmethoden und -instrumenten des Industriezeitalters nicht mehr geplant, gesteuert und kontrolliert werden können. Wissen ist im Gegensatz zu den ersten drei Produktionsfaktoren immateriell, nicht exakt messbar und bilanzierbar. Die organisationale Wissensbasis ist an spezifische Wissensträger, sowie an Unternehmensprozesse und -systeme gebunden, die nur mittelfristig bis langfristig entwickelt werden können.

Weiterhin erfährt der Produktionsfaktor Wissen seine Bedeutung unternehmensspezifisch, wodurch die Anforderungen an das Management variieren. Für wissensintensive Unternehmen (z.B. Unternehmensberatungen oder Forschungsinstitute), die Wissen selbst als Gut anbieten ist die Generierung und Sicherung von spezialisiertem Expertenwissen entscheidend für den Erfolg. Demnach liegt hier der Schwerpunkt der Wissensintensität in der am Markt angebotenen Leistung selbst. In anderen Unternehmen, die stark standardisierte Güter anbieten (z.B. Franchising), ist der Einsatz von Wissen in der Prozesskette von großer Bedeutung, um einen möglichst effizienten Einsatz traditioneller Produktionsfaktoren zu erreichen. Bei diesen Unternehmen liegt der Schwerpunkt der Wissensintensität eindeutig in der Wertschöpfungskette.

Eine weitere Besonderheit des Produktionsfaktors Wissen im Vergleich zu den traditionellen Produktionsfaktoren lässt sich bei Betrachtung des jeweiligen Grenznutzens finden. Je mehr Einheiten an kapitalbasierten Gütern vorhanden sind, desto geringer ist der individuelle Grenznutzen. Eine Person, die bereits ein Auto besitzt, wird aus dem Besitz weiterer Autos einen jeweils immer geringer werdenden Grenznutzen ziehen können. Diametral dazu gilt, dass je mehr Wissen vorhanden ist, umso mehr Nutzen aus zusätzlichem Wissen gewonnen werden kann. Ein Fachvortrag vor Laien bringt den Zuhörern keinen Nutzen. Wird er jedoch vor Experten dieses Faches gehalten, die bereits umfangreiches Wissen mitbringen, können diese aus der Wissensdifferenz zwischen ihrem individuellem Wissen und dem Gehörten einen maximalen Nutzen ziehen. Somit ist bei dem Produktionsfaktor Wissen ein zunehmender Grenznutzen festzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Wissensbegriff: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Wissens ausgehend von der Philosophie bis hin zur betriebswirtschaftlichen Perspektive und definiert ihn als Resultat von Transformationsprozessen.

2. Die Bedeutungszunahme der Ressource Wissen: Es werden die Einflussfaktoren Wissensgesellschaft, globale Wissensnetzwerke und Technologiewandel analysiert, die Wissen zur bedeutsamsten Unternehmensressource machen.

3. Wissen als Produktions- und Wettbewerbsfaktor: Dieses Kapitel beleuchtet Wissen als vierten Produktionsfaktor sowie dessen Bedeutung für die Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteile von Unternehmen.

4. Wissensmanagement: Hier wird das Wissensmanagement als junge Disziplin eingeführt, die Kernprozesse vorgestellt und die bisherigen Ansätze kritisch hinterfragt.

5. Wissenscontrolling: Das Kapitel widmet sich der Begründung, den Konzepten und der praktischen Umsetzung des Wissenscontrollings, inklusive der Integration in die Balanced Scorecard.

6. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Notwendigkeit für weiterführende Forschung im Bereich des Wissenscontrollings betont.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Wissenscontrolling, Wissensgesellschaft, Kernkompetenz, Balanced Scorecard, Wissensbasis, Innovationsmanagement, Wissensmessung, Organisationsentwicklung, Humankapital, Wettbewerbsvorteil, Strategisches Management, Wissensproduktivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der steigenden Bedeutung von Wissen für den unternehmerischen Erfolg und der Notwendigkeit, dieses Wissen systematisch durch Controlling-Ansätze zu steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernfeldern zählen die Definition von Wissen, die Rolle von Wissensmanagement-Prozessen sowie die Integration von Wissenszielen in bestehende Führungssysteme wie die Balanced Scorecard.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den aktuellen Stand des Wissenscontrollings kritisch zu hinterfragen und Wege aufzuzeigen, wie Wissen trotz seiner Komplexität messbar und steuerbar gemacht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit existierenden Wissensmanagementmodellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, die Prozesse des Wissensmanagements nach Probst, Raub und Romhardt sowie verschiedene Instrumente des Wissenscontrollings, insbesondere die Balanced Scorecard.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissensmanagement, Wissenscontrolling, Kernkompetenz und Balanced Scorecard definiert.

Wie unterscheidet sich Wissen von anderen Produktionsfaktoren?

Wissen ist immateriell, unternehmensspezifisch und weist im Gegensatz zu traditionellen Faktoren einen zunehmenden Grenznutzen auf.

Warum wird die Balanced Scorecard für Wissenscontrolling als geeignet angesehen?

Sie ermöglicht eine ausgewogene Steuerung durch die Verknüpfung von finanziellen und nicht-finanziellen Indikatoren und bietet mit der Lern- und Entwicklungsperspektive einen Anknüpfungspunkt für Wissensmanagement.

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Details

Title
Planung, Steuerung und Kontrolle von Wissen - Wissenscontrolling als ungelöstes Problem?
College
University of Dortmund  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Course
Entwicklungstrends im modernen Controlling
Grade
1,0
Author
Björn Bürger (Author)
Publication Year
2003
Pages
31
Catalog Number
V21744
ISBN (eBook)
9783638252874
Language
German
Tags
Planung Steuerung Kontrolle Wissen Wissenscontrolling Problem Entwicklungstrends Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Bürger (Author), 2003, Planung, Steuerung und Kontrolle von Wissen - Wissenscontrolling als ungelöstes Problem?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21744
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