Metrical Phonology: Stress rules and the phonological cycle


Referat (Ausarbeitung), 2003
12 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlegendes

2 Betonungsregeln und der phonologische Zyklus
2.1 Zusammenfassung und Vergleich der zwei verschiedenen Prozesse
Begriffserklärungen
- Englische Betonungsregel (ESR)
- Lexical Category Prominence Rule (LCPR)

Metrische Phonologie-

Betonungsregeln und der phonologische Zyklus

1 Grundlegendes

Die metrische Phonologie wurde in ihren Anfängen besonders durch Liberman und Prince initiiert und befasst sich mit der Analyse von Wort- und Satzbetonungen.

Um die Struktur einzelner Wörter darzustellen, werden metrische Bäume („metrical trees“) gezeichnet. Ein so genannter „Baum“ besteht aus einem oder mehreren Füßen („feet“), die aus einer betonten und null bis x unbetonten Silben bestehen. Die jeweils betonte Silbe eines Fußes bildet dessen Kopf („head“).

Diejenige Silbe des Wortes, die betont wird, wird mit einem „s“ wie „strong“, also betont, und die zweite mit einem „w“ wie „weak“, unbetont, versehen. Diese Schwesterknoten stehen immer in der Relation w-s oder s-w. Die Kombinationen w-w oder s-s existieren nicht, da nie beide Silben betont oder aber unbetont sein können.

Eine Silbe wird mit dem Buchstaben σ und der vorliegenden Betonung (z.B.: σw) und ein Fuß mit dem Buchstaben Σ und der vorliegenden Betonung (z.B.: Σs) versehen. Ein Fuß, der sich weiter verzweigt heißt „Superfuß“ und bekommt das Symbol Σ`.

Durch diese Strukturbäume können jedoch nicht nur die Strukturen und die Betonungsmuster von Worten, sondern auch die von Sätzen dargestellt werden.

Ob einem Wort oder einer Silbe ein betont („s“) bzw. unbetont („w“) zugeordnet wird, legen bestimmte Regeln fest, auf die ich im Folgenden noch genauer eingehen werde.[1]

2 Betonungsregeln und der phonologische Zyklus

In diesem speziellen Teil, werde ich mich mit einer Gegenüberstellung zweier Prozesse beschäftigen, die auf unterschiedliche Art und Weise dabei helfen, das jeweilige Betonungsmuster von Worten zu ermitteln. Hierbei ist zum einen der „Process of Deforestation and ESR“ und zum anderen die „Strict Cycle Condition“ zu nennen.

Besonders zu berücksichtigen sind hierbei die Worte, die mit Affixen (Präfixe, Suffixe) versehen sind. Diese Affixe werden in zwei Gruppen unterteilt:

1) Affixe, die die Betonung von Worten nicht verändern.
2) Affixe, die das Betonungsmuster verändern (Gruppe 1).

Zu denen der ersten Gruppe gehören unter anderem folgende Suffixe:

-able, -age, -ed, -en, -ing, -ly, …

Wenn diese Affixe zu lexikalischen Items hinzugefügt werden, bleibt das Betonungsmuster des betreffenden Wortes erhalten.

Wenn andererseits zum Beispiel –al, -ar, -ate, -ity, -ise,

-ment, … angehängt werden, verändert sich die Betonung des Wortes.

Phonologische und morphologische Regeln werden Gruppen zugewiesen und die ESR (siehe Begriffserklärungen) gehört zur Gruppe 1.

Da nur Affixe der Gruppe 1 mit der ESR interagieren können, sind Affixe anderer Gruppen betonungsneutral.

Um die zu Beginn beschriebenen Prozesse näher zu verdeutlichen, werde ich nun zuerst die einzelnen Schritte, die dahin führen das geeignete Betonungsmuster der Worte „sensation, sensational, sensationality“ zu ermitteln, aufzeigen. Hierbei beziehe ich mich zuerst auf den “Process of Deforestation and ESR”, der von Liberman und Prince entwickelt wurde. Bei dieser Methode, wird in jedem Schritt die ESR angewandt mit der Bedingung, dass alle vorher entstandenen Informationen in jedem Zyklus aufs Neue gelöscht werden.

1a) „sensation“

Im ersten Schritt wird die ESR verwandt und es entstehen zwei Füße, deren Köpfe die erste bzw. zweite Silbe sind. Der zweite Fuß N2 verzweigt sich und wird durch die LCPR (siehe Begriffserklärungen) mit dem Zeichen „s“ für „betont“ markiert.

[...]


[1] vgl. Piotr, Gasiorowski; The phonology of old English stress and metrical Structure, 1997

vgl. Goldsmith, John; Autosegmental and metrical phonology, 1990

vgl. Giegerich, Heinz; Metrical phonology and phonological structure, 1985

vgl. Hogg, Richard; Mc Cully, Chris; Metrical phonology, 1987

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Metrical Phonology: Stress rules and the phonological cycle
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Englisch)
Veranstaltung
Phonology
Note
2,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
12
Katalognummer
V21761
ISBN (eBook)
9783638253024
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Metrical, Phonology, Stress
Arbeit zitieren
Sarah Niehaves (Autor), 2003, Metrical Phonology: Stress rules and the phonological cycle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21761

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