Werbung ist zwischenzeitlich zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden, ein Bestandteil, welcher immer mehr an Bedeutung und Vielfältigkeit gewinnt. Aus diesem Grunde steigt auch die Anzahl der Publikationen zu diesem Thema mehr und mehr an, ein Trend, dem sich auch die Sprachwissenschaft nicht verschließen kann. Sprache als Werbeinstrument ist bereits ein sehr beliebtes Forschungsthema, auch wenn viele Arbeiten sich nur mit einzelnen Bestandteilen der Werbesprache beschäftigen und auf einen Gesamtüberblick verzichten. Dies ist verständlich, betrachtet man die Vielzahl der möglichen Untersuchungsgebiete, dennoch soll es das Ziel dieser Arbeit sein, einen solchen allgemeinen Überblick über die Besonderheiten der spanischen Werbesprache in Printmedien zu geben.
Die vorliegende Arbeit ist in vier große thematische Abschnitte eingeteilt:
1) Hinführung zum Thema:
Beschäftigung mit dem Werberahmen, d. h. mit der Frage, was ist Werbung und was sind Objekte, Ziele und Träger von Werbung. Es soll ein Einblick in die Rahmenbedingungen jeder Werbeanzeige gegeben werden.
2) Theoretischer Teil:
2.1) Betrachtung der pragmatischen Perspektive unter besonderer Berücksichtigung der persuasiven Funktion der Sprache und der Argumentation
2.2) Ausführliche Darstellung der sprachlichen Form von Werbeanzeigen (Lexik, Phraseologie, Syntax, Interpunktion), Untersuchung der einzelnen Bausteine einer Werbeanzeige einschließlich der Bildelemente
2.3) Untersuchung besonderer Werbestrategien (Rhetorik, Fach- und Jugendsprache)
3) Praktischer Teil:
Im vorletzten großen Abschnitt dieser Arbeit kommt es dann zur konkreten Betrachtung und Untersuchung eines Korpus von 15 selbstgewählten Anzeigen aus spanischen Tageszeitungen und Zeitschriften hinsichtlich der pragmatischen Perspektive, der sprachlichen Form sowie besonderer Werbestrategien unter Beachtung der in den vorangegangenen Kapiteln gewonnenen theoretischen Erkenntnisse.
4) Auswertung:
Umsetzen der herausgearbeiteten Erkenntnisse zur Werbesprache auf die spanische Werbesprache, Veranschaulichung von Übereinstimmungen, Demonstration von Abweichungen, Herausstellen der persuasiven Funktion der einzelnen sprachlichen Mittel um so einen allgemeinen Überblick über die Besonderheiten der aktuellen spanischen Werbesprache zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Werberahmen: Markt und Kommunikation
2.1 Was ist eigentlich Werbung?
2.2 Werbeobjekte
2.3 Werbeziele
2.4 Werbemittel und Werbeträger
3 Die pragmatische Perspektive: Absicht – Inhalt – Form
3.1 Werbeanzeigen als Textsorte
3.2 Die persuasive Funktion der Sprache
3.2.1 Werbung als beeinflussende Kommunikation
3.2.2 Werbewirkungsforschung
3.2.3 Die Teilfunktionen eines persuasiven Textes
3.3 Argumentation
3.3.1 Argumentationsverfahren
3.3.1.1 Die Enthymemargumentation
3.3.1.2 Die Beispielargumentation
3.3.2 Topik – Formen von Schlussregeln
3.3.2.1 Alltagslogische Schlussverfahren
3.3.2.2 Konventionalisierte Schlussverfahren
3.3.3 Inhaltliche Strategien der Argumentation
4 Die sprachliche Form: vom Wort zum Text
4.1 Lexik
4.1.1 Wörter und ihre Bedeutung
4.1.2 Wortarten
4.1.2.1 Substantive
4.1.2.2 Adjektive
4.1.2.3 Vollverben
4.1.3 Wortbildung
4.1.3.1 Neologismen
4.1.3.2 Fremdsprachige Elemente
4.2 Phraseologie
4.3 Syntax
4.3.1 Satzarten
4.3.1.1 Satzarten bei Römer
4.3.1.2 Satzarten bei Baumgart
4.3.1.3 Satzarten bei Bajwa
4.3.2 Satzlänge
4.3.2.1 Satzlänge bei Römer
4.3.2.2 Satzlänge bei Baumgart
4.3.2.3 Satzlänge bei Bajwa
4.4 Die äußere Form
4.4.1 Interpunktion
4.4.2 Typographie
4.5 Bilder in der Werbung
4.5.1 Bilder und ihre Funktion
4.5.2 Bild-/Textverhältnis
4.6 Bausteine der Werbung
4.6.1 Schlagzeile
4.6.2 Fließtext
4.6.3 Slogan
4.6.4 Produktname
4.6.4.1 Funktionen von Produktnamen
4.6.4.2 Formen von Produktnamen
4.6.4.3 Benennungsmotive von Produktnamen
4.6.5 Besondere Formen von Textelementen
5 Besondere Werbestrategien
5.1 Rhetorik in der Werbung
5.1.1 Rhetorischer Textaufbau in der Werbung
5.1.2 Rhetorische Figuren in der Werbung
5.1.3 Sprachspiele
5.1.4 Wirkung von Sprachspielen
5.2 Fachsprache
5.3 Jugendsprache
6 Zusammenfassung
7 Analyse
7.1 Korpus und Vorgehensweise
7.2 Anzeige 1
7.3 Anzeige 2
7.4 Anzeige 3
7.5 Anzeige 4
7.6 Anzeige 5
7.7 Anzeige 6
7.8 Anzeige 7
7.9 Anzeige 8
7.10 Anzeige 9
7.11 Anzeige 10
7.12 Anzeige 11
7.13 Anzeige 12
7.14 Anzeige 13
7.15 Anzeige 14
7.16 Anzeige 15
8 Auswertung der Analyse
8.1 Bildelemente
8.2 Die Bausteine der Anzeige
8.2.1 Schlagzeile
8.2.2 Fließtext
8.2.3 Produktname
8.2.4 Slogan
8.2.5 Weitere Textelemente
8.3 Die sprachliche Form
8.3.1 Interpunktion und Typographie
8.3.2 Lexik
8.3.3 Syntax
8.3.3.1 Satzarten
8.3.3.2 Satzlänge
8.3.4 Phraseologie
8.4 Rhetorik
8.4.1 Rhetorischer Aufbau
8.4.2 Rhetorische Figuren
8.5 Fach- und Jugendsprache
8.6 Argumentation
8.6.1 Inhaltliche Argumentationsstrategien
8.6.2 Argumentationsverfahren
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Charakteristika der spanischen Werbesprache in Printmedien linguistisch zu untersuchen. Im Zentrum steht die Analyse, wie sprachliche Mittel, Rhetorik und Argumentationsstrategien in spanischen Werbeanzeigen eingesetzt werden, um persuasive Effekte zu erzielen.
- Analyse der persuasiven Funktion von Sprache in Werbeanzeigen.
- Untersuchung sprachlicher Formen wie Lexik, Syntax und Phraseologie.
- Evaluierung spezieller Werbestrategien, darunter Rhetorik sowie Fach- und Jugendsprache.
- Empirische Untersuchung anhand eines Korpus von 15 ausgewählten spanischsprachigen Printanzeigen.
- Vergleich von theoretischen Modellen der Werbesprache mit der praktischen Anwendung in spanischen Printmedien.
Auszug aus dem Buch
Die Enthymemargumentation
Das Ziel eines jeden Argumentationsverfahrens ist es, eine bestrittene Aussage unstrittig zu machen: entweder durch die Stützung der getroffenen Aussage (Pro-Argumentation) oder durch ihre Widerlegung (Kontra-Argumentation). Um den Geltungsanspruch der strittigen Aussage zu stützen oder ihn zu widerlegen, werden andere, unstrittige oder zumindest weniger strittige Argumente herangezogen.
Die dabei zur Hilfe genommene unstrittige Aussage fungiert als Argument (auch Prämisse genannt), das die strittige Aussage in die Konklusion überführen, sie also in einem nicht mehr strittigen >Schlußsatz< festschreiben soll. (Ottmers 1996: 73; Hervorhebungen im Original)
Kapitelzusammenfassungen
1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsvorhabens und der Zielsetzung einer allgemeinen Übersicht über die Besonderheiten der spanischen Werbesprache.
2 Der Werberahmen: Markt und Kommunikation: Definition von Werbung als einseitige Form der Marktkommunikation sowie Erläuterung grundlegender Konzepte wie Werbeobjekte und Werbeziele.
3 Die pragmatische Perspektive: Absicht – Inhalt – Form: Theoretische Auseinandersetzung mit der Einordnung von Werbeanzeigen als Textsorte, der persuasiven Funktion der Sprache und verschiedenen Argumentationsverfahren.
4 Die sprachliche Form: vom Wort zum Text: Detaillierte Analyse sprachlicher Ebenen wie Lexik, Phraseologie und Syntax sowie deren Funktion in Werbeanzeigen.
5 Besondere Werbestrategien: Erläuterung rhetorischer Strategien, Fachsprache und Jugendsprache als Mittel zur Verstärkung der persuasiven Wirkung.
6 Zusammenfassung: Überleitung vom theoretischen Teil zum praktischen Analyseteil der Arbeit.
7 Analyse: Konkrete linguistische Untersuchung eines Korpus von 15 spanischsprachigen Printanzeigen.
8 Auswertung der Analyse: Systematische Auswertung der Analyseergebnisse im Hinblick auf die untersuchten sprachlichen und persuasiven Mittel.
Schlüsselwörter
Werbesprache, spanische Printmedien, persuasive Funktion, Werbeanzeigen, Textsorte, Argumentation, Enthymem, Rhetorik, Fachsprache, Jugendsprache, Werbewirkung, Text-Bild-Verhältnis, Sprachspiel, Werbestrategie, Linguistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht linguistisch die "Sprache in der Werbung" am Beispiel spanischer Printmedien, um zu verstehen, welche sprachlichen Mittel zur Überzeugung eingesetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die pragmatische Funktion der Werbesprache, verschiedene Argumentationsmodelle, sprachliche Gestaltungsmittel wie Lexik und Syntax sowie spezielle Werbestrategien wie Rhetorik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Besonderheiten der aktuellen spanischen Werbesprache zu geben und herauszuarbeiten, wie persuasive Funktionen durch gezielten Einsatz sprachlicher Mittel erreicht werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Literaturanalyse mit einer praxisnahen empirischen Analyse eines Korpus aus 15 selbstgewählten spanischsprachigen Werbeanzeigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der theoretische Teil analysiert Definitionen und Kategorisierungen von Werbesprache, während der Analyseteil diese Erkenntnisse direkt auf die 15 Korpusanzeigen anwendet und auswertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Werbesprache, Persuasion, Argumentation, Textsorte und spanische Werbe-Analyse charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Bild-Text-Kombination in der Analyse?
Die Arbeit stellt fest, dass Sprache und Bild sich in der Werbung ergänzen; die Analyse der Bild-Text-Verhältnisse ist entscheidend, da sie maßgeblich zur persuasiven Wirkung beiträgt.
Wie werden die untersuchten Anzeigen in der Praxis kategorisiert?
Die Arbeit nutzt ein idealtypisches Analysemodell, das stufenweise von den textexternen Faktoren über die Bild-Text-Kombination und Bausteine bis hin zu rhetorischen Strategien und der Argumentationsstruktur reicht.
- Quote paper
- Fanny Schubert (Author), 2003, Sprache in der Werbung. Eine linguistische Untersuchung von Werbeanzeigen in spanischen Printmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21791