Titel dieser Arbeit ist „Bausparkassen im Wettbewerb der Finanzdienstleister“. Mit dem Begriff Bausparkasse verbinden viele Menschen, auch aufgrund der Werbekampagnen der Bausparkassen, das Bausparen – die Verwirklichung des Traums der eigenen vier Wände. Nach einem kurzen historischen Überblick wird in dieser Arbeit auf die Bausparkasse an sich und ihre Geschäftstätigkeit eingegangen. Anschließend folgen eine Darstellung des Bausparkassenproduktes und ein kurzer Abriß der Produkte, die ein Wettbewerber der Bausparkassen anbieten würde, sowie ein kurzer Vergleich
An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen, daß die Aspekte der steuerlichen Behandlung und der staatlichen Förderung bei den Darstellungen der Produkte vernachlässigt wurden, da sie von individuellen Lebensumständen eines Kredit- oder Darlehensnehmers abhängen und die Darstellungen der Produkte verkompliziert hätten.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 DIE BAUSPARKASSEN
2.1 HISTORISCHE ENTWICKLUNG
2.2 DEFINITION
2.3 ANBIETER
2.4 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT – DAS BAUSPARGESCHÄFT
3 DAS BAUSPAREN
3.1 DER GRUNDGEDANKE DES BAUSPARENS
3.2 PRODUKT DER BAUSPARKASSEN
3.3 DER BAUSPARVERTRAG UND DAS BAUSPARDARLEHEN
3.3.1 Vorfinanzierung
3.3.2 Zwischenfinanzierung
3.4 VORTEILE DES BAUSPARENS
3.5 VERTRIEB DER BAUSPARKASSENPRODUKTE
4 DIE WETTBEWERBER DER BAUSPARKASSEN
4.1 ÜBERBLICK
4.2 KONKURRENZPRODUKTE ZUM BAUSPARVERTRAG
4.3 DER HYPOTHEKARKREDIT
4.4 DER RATENKREDIT
4.5 VERSICHERUNGSDARLEHEN
4.6 EIN VERGLEICH MIT DEM BAUSPAREN
5 SCHLUß
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Rolle von Bausparkassen im Wettbewerb mit anderen Finanzdienstleistern. Ziel ist es, die spezifische Funktionsweise des Bausparens aufzuzeigen, die Produkte von Wettbewerbern gegenüberzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit der Bausparkassen in Abhängigkeit vom Zinsniveau zu bewerten.
- Historische Entwicklung und gesetzliche Grundlagen von Bausparkassen
- Aufbau und Funktionsphasen des Bausparvertrags
- Wettbewerbsanalyse: Hypothekenkredite, Ratenkredite und Versicherungsdarlehen
- Vertriebsstrukturen und Verflechtungen der Bausparkassen
- Bedeutung des Zinssatzes für die Attraktivität des Bausparens
Auszug aus dem Buch
3.1 Der Grundgedanke des Bausparens
Der Grundgedanke des Bausparens läßt sich recht leicht durch ein stark vereinfachtes Beispiel darstellen: zehn Bauwillige ohne Eigenkapital wollen mit dem Ziel sparen, sich Wohneigentum zu schaffen. Wenn jeder in der Lage ist, ein Zehntel des erforderlichen Finanzierungsvolumens im Jahr zu sparen, so wäre nach zehn Jahren bei jedem einzelnen das nötige Kapital angesammelt.
Schließen sich nun diese zehn Bauwilligen zusammen, so kann der Erste bereits nach einem Jahr seinen Bau errichten, indem er die Sparvolumina der anderen neun hinzunimmt. Im zweiten Jahr kann dann der Zweite bauen, wobei sich seine Finanzierungsmittel zusammensetzen aus neun Sparraten und einer Tilgungsrate des Bauherren, der im ersten Jahr bereits sein Bauvorhaben realisieren konnte. Auf diese Weise kommen schließlich – verteilt über 10 Jahre – alle zu ihrem Ziel, und zwar im Durchschnitt 4,5 Jahre früher, als wenn jeder für sich die erforderlichen Mittel gesammelt hätte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Bausparkassen im Wettbewerb und Abgrenzung der Arbeit durch den Verzicht auf steuerliche und förderungsrelevante Aspekte.
2 DIE BAUSPARKASSEN: Überblick über die historische Entwicklung, die gesetzliche Definition sowie die Struktur der Anbieter in Deutschland.
3 DAS BAUSPAREN: Erläuterung des Funktionsprinzips, der Vertragsphasen sowie der Vor- und Vertriebswege des Bausparens.
4 DIE WETTBEWERBER DER BAUSPARKASSEN: Detaillierte Darstellung alternativer Finanzierungsinstrumente wie Hypotheken- und Ratenkredite sowie ein Vergleich mit dem Bausparmodell.
5 SCHLUß: Fazit zur Bedeutung des Bausparens als Finanzierungsbaustein und Bewertung der aktuellen Wettbewerbssituation im Hinblick auf das Marktzinsniveau.
Schlüsselwörter
Bausparkasse, Bausparen, Bausparvertrag, Bauspardarlehen, Finanzdienstleister, Wettbewerb, Baufinanzierung, Zinsbindung, Zuteilung, Bausparkollektiv, Hypothekarkredit, Ratenkredit, Versicherungsdarlehen, Zinssicherheit, Kapitalmarkt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Stellung von Bausparkassen innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche und deren Wettbewerbssituation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die gesetzliche Grundlage des Bausparens, den Aufbau von Bausparverträgen sowie den Vergleich mit alternativen Kreditprodukten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, wie Bausparkassen funktionieren, welche Konkurrenzprodukte existieren und wie sich der Wettbewerb durch Zinsänderungen am Kapitalmarkt beeinflussen lässt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender regulatorischer und statistischer Daten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Bausparmodells (Kapitel 3) und die Gegenüberstellung zu Wettbewerbern wie Banken und Versicherungen (Kapitel 4).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bausparvertrag, Zinssicherheit, Baufinanzierung und Wettbewerbsfähigkeit geprägt.
Warum spielt das Bausparkassengesetz eine Rolle für die Anbieter?
Es schafft den rechtlichen Rahmen und definiert das Spezialitätsprinzip, welches den Bausparkassen erlaubt, das Bauspargeschäft exklusiv auszuüben.
Warum kann eine Zwischenfinanzierung sinnvoll sein?
Sie ermöglicht es dem Bausparer, den Finanzbedarf zu decken, bevor die Zuteilungsreife des Bausparvertrages erreicht ist.
- Quote paper
- Diplom-Betriebswirt (FH) Nikolaus Boecker (Author), 2003, Bausparkassen im Wettbewerb der Finanzdienstleister, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21847