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Ansätze zum Textverstehen in der Fachdidaktik

Título: Ansätze zum Textverstehen in der Fachdidaktik

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2003 , 97 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Lilli Richert (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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[...] Die Vermittlung zwischen Theorie und Praxis scheint in der Didaktik ein Problem zu
sein. Beklagt werden neben „methodischen Handreichungen ohne didaktische
Fundierung, (...) auch viele didaktische Publikationen ohne den geringsten Bezug zur
Praxis“. (Blattmann & Frederking, 2002, 7) Es zeigt sich eine Diskrepanz zwischen
den von der Gesellschaft geforderten Notwendigkeiten und ihrer Umsetzung. Die
Notwendigkeit besteht unter anderem in der Förderung einer Lesekompetenz, die sich nicht ausschließlich auf literarische Textes bezieht, sondern „auch Gebrauchstexte mit
all ihrer Facettenhaftigkeit von der reinen Information (...) bis hin zu schieren
Appelation (...) durchdringbar“ macht. (Hahn, 1999, 10) Der Umsetzung dieser
Forderung wird zwar in gewisser Weise nachgekommen, sie fußt jedoch häufig nicht
auf der breiten theoretischen und empirischen Grundlage, die eigentlich möglich
wäre.
Mit dieser Arbeit soll darum ein Versuch gewagt werden, diesem Defizit zu
begegnen. Dazu sollen zunächst Ansätze zum Textverstehen dargestellt werden. Nach
einer Einordnung in den wissenschaftsgeschichtlichen Kontext erfolgt die Darstellung
von Ebenen des Textverstehens, um Grundlagen für anschließende richtungweisende
Verstehenstheorien zu legen. Hierauf folgen Überlegungen zur Interaktion im
Verstehensprozess und zur Situation, dem Rahmen des Verstehens. Um die
Übertragung der Befunde auf die Anwendung schrittweise zu vollziehen, werden im
Anschluss an die Verstehenstheorien zwei Konzepte der Lesekompetenz vorgestellt
und mit den Ansätzen zum Textverstehen verglichen. Die Schlussfolgerungen aus
diesem Vergleich dienen Überlegungen, was eine Methode enthalten müsste, die
Textverstehen bei Schülerinnen und Schülern fördern will. Anhand von bereits
bestehenden Ratschlägen und Strategien wird diese Methode dann konstruiert.
Überlegungen zur möglichen Integration in die Didaktik runden die Arbeit ab.
In der Didaktik wird sowohl die theoretische Fundierung als auch die Relevanz für
die Praxis beklagt. Mit dieser Arbeit wird ein Weg aus der Theorie in die Praxis
gesucht, um das aktuelle Problem der mangelnden Lesekompetenz anzugehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ansätze zum Textverstehen

2.1. Wissenschaftsgeschichtlicher Kontext

2.2. Ebenen des Verstehens

2.2.1. Die sensorische Rezeption

2.2.2. Die Bedeutung der Wörter

2.2.3. Die Satzverarbeitung

2.2.4. Die semantische Rezeption

2.2.5. Die pragmatische Rezeption

2.3. Verstehenstheorien

2.3.1. Das Konstruktions-Integrations-Modell von Walter Kintsch

2.3.1.1. Vorüberlegungen

2.3.1.2. Konstruktion und Integration

2.3.1.3. Der Kontext der Theorie

2.3.2. Die Theorie mentaler Modelle von Philipp N. Johnson-Laird

2.4. Die Interaktion

2.5. Die Situation

3. Konzepte der Lesekompetenz

3.1. Lesekompetenz nach Hurrelmann und Groeben

3.1.1. Die Kompetenz

3.1.2. Die Dimensionen

3.1.3. Einflussfaktoren und Bedingungen

3.2. Das Konzept und die Theorien im Vergleich

3.2.1. Kognitive Elemente

3.2.2. Die Situation

3.3. Schlussfolgerungen

3.4. Lesekompetenz nach PISA

3.4.1. Rahmenbedingungen

3.4.2. Das Konzept

3.5. Das Konzept und die Theorien im Vergleich

3.6. Überlegungen zur Umsetzung

4. Entwicklung einer Methode

4.1. Notwendige Bestandteile der Methode

4.2. Bestehende Mikro- und Mesostrategien

4.2.1. Mikrostrategien

4.2.1.1. Der Text

4.2.1.2. Das Wissen

4.2.1.3. Die Darstellung

4.2.1.4. Die Motivation

4.2.2. Mesostrategien

4.2.2.1. Die SQ3R-Methode

4.2.2.2. Das MURDER-Schema

4.2.2.3. REDUTEX

4.2.3. Vorteile einer Mesostrategie

4.3. Die Effektivität von Lernstrategien

4.4. Die Methode

4.4.1. Der Aufbau der Methode

4.4.2. Die Rahmenbedingungen

5. Anbindung an die Fachdidaktik

5.1. Eine Aufgabe der Fachdidaktik

5.2. Einordnung in den Diskussionskontext

6. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, theoretisch fundierte Ansätze zum Textverstehen in eine praktische, fachdidaktisch anwendbare Methode für den Deutschunterricht zu überführen, um der geringen Lesefähigkeit deutscher Schüler entgegenzuwirken.

  • Kognitive und situative Grundlagen des Textverstehens
  • Vergleich und Einordnung bestehender Lesekompetenzkonzepte
  • Analyse und Bewertung existierender Mikro- und Mesostrategien
  • Konstruktion einer methodischen Handlungsanleitung für Schüler
  • Fachdidaktische Anbindung und Integration in den Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die sensorische Rezeption

Die sensorische Rezeption umfasst das Erkennen sprachlicher Zeichen. Beim Lesen geht es um die Erkennung und Decodierung der Buchstaben.

Der Blick gleitet nicht kontinuierlich über den Text, sondern springt von einem Ruhepunkt zum nächsten. Nur in den Ruhepausen zwischen den Sprüngen, den Fixationen, wird Information aufgenommen. Eine Fixation dauert durchschnittlich 250 ms. Ein Sprung, auch Sakkade genannt, dauert ca. 15 ms und umfasst etwa 8 Zeichen. In 90% der Fälle ist sie der Leserichtung entsprechend nach rechts gerichtet. Einige Sprünge geschehen entgegengesetzt zur Leserichtung. Diese Regressionen erfolgen, wenn der Leser glaubt, etwas nicht verstanden zu haben. (Rickheit, Sichelschmidt & Strohner, 2002; Richter & Christmann, 2002; Rayner & Sereno, 1994; Gross, 1994; Günther, 1988)

Die Fixation liegt meistens in der Mitte eines Wortes. Die Wahrnehmungsspanne um die Fixation herum ist asymmetrisch und zwar in Abhängigkeit von der Leserichtung. Im Englischen erstreckt sie sich beispielsweise weiter nach rechts als im Hebräischen. Das Auge greift beim Erfassen des Wortes also vor. (Gross, 1994; Günther, 1988)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die geringe Lesefähigkeit deutscher Schüler und stellt die Notwendigkeit dar, theoretische Ansätze zum Textverstehen praxisnah in den Deutschunterricht zu integrieren.

2. Ansätze zum Textverstehen: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftsgeschichtliche Einordnung und erläutert kognitive Ebenen sowie zentrale Verstehenstheorien, um eine Basis für den praktischen Teil der Arbeit zu schaffen.

3. Konzepte der Lesekompetenz: Hier werden bestehende Konzepte, insbesondere das von Hurrelmann und Groeben sowie das PISA-Modell, analysiert und kritisch mit den theoretischen Ansätzen verglichen.

4. Entwicklung einer Methode: Basierend auf den vorangegangenen Analysen wird eine neue Methode zur Förderung des Textverstehens bei Schülern konstruiert, wobei bestehende Strategien als Bausteine dienen.

5. Anbindung an die Fachdidaktik: Dieser Abschnitt ordnet die entwickelte Methode in den aktuellen fachdidaktischen Diskussionskontext ein und formuliert Aufgaben für die praktische Umsetzung.

6. Resümee: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont das Potenzial der Methode, zwischen theoretischer Fundierung und praktischer Anwendbarkeit zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Textverstehen, Lesekompetenz, Sprachverarbeitung, Kognition, Lesestrategien, PISA-Studie, Didaktik, Interaktion, Mentale Modelle, Situation, Lernstrategien, Mikrostrategien, Mesostrategien, Wissensbasis, Bedeutungskonstruktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Ansätze zum Textverstehen, um eine praktisch anwendbare Methode für den Deutschunterricht zu entwickeln, die Schülern bei der Verbesserung ihrer Lesekompetenz hilft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen kognitive Theorien der Textverarbeitung, Konzepte der Lesekompetenz sowie die Entwicklung und Einordnung von Lernstrategien in die Fachdidaktik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Konstruktion einer methodischen Handlungsanleitung für Schüler, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und den gesamten Verstehensprozess unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretisch-analytischen Ansatz, der kognitionswissenschaftliche Grundlagen und existierende Kompetenzkonzepte sowie Strategieforschung vergleicht und für die Unterrichtspraxis neu modelliert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung kognitiver Verarbeitungsebenen, den Vergleich von Lesekompetenzkonzepten (PISA, Hurrelmann/Groeben) und die praktische Herleitung einer eigenen Lesemethode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Textverstehen, Lesekompetenz, Kognition, Lernstrategien, Didaktik, Mentale Modelle und Wissensbasis.

Wie unterscheidet sich diese Methode von bestehenden Strategien wie SQ3R?

Die entwickelte Methode integriert den situativen Kontext expliziter als reine Standardstrategien und ist speziell darauf ausgerichtet, Schüler schrittweise an die komplexe Bedeutungskonstruktion heranzuführen.

Warum spielt die „Situation“ eine so entscheidende Rolle in der Arbeit?

Die Autorin argumentiert, dass Textverstehen kein isolierter Prozess ist, sondern in einen Handlungszusammenhang eingebettet ist, der Ziele, Vorwissen und die jeweilige Kommunikationssituation umfasst.

Final del extracto de 97 páginas  - subir

Detalles

Título
Ansätze zum Textverstehen in der Fachdidaktik
Universidad
Bielefeld University  (Didaktik Deutsch)
Calificación
1,3
Autor
Lilli Richert (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
97
No. de catálogo
V21879
ISBN (Ebook)
9783638253857
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ansätze Textverstehen Fachdidaktik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lilli Richert (Autor), 2003, Ansätze zum Textverstehen in der Fachdidaktik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21879
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Extracto de  97  Páginas
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