In der vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Frage nach der Entstehung,
Begründung und dem Erleben von Organisationsstrukturen und -kulturen
verschiedener Organisationsformen.
Im ersten Teil widme ich mich bewusst erst dem Stand der Wissenschaft, zeige
Definitionen von Organisationsstrukturen und -kulturen auf und benenne deren
wesentlichen Merkmale. Da insbesondere im Feld der Organisationsstrukturen die
Autoren teilweise sehr unterschiedlicher Auffassung sind, welche Merkmale (Dimensionen)
eine Organisationsstruktur kennzeichnen, beschränke ich mich im
Rahmen dieser Hausarbeit mit näheren Ausführungen auf die sich herausgebildeten
Kernbereiche der Spezialisierung und Formalisierung. Am Beispiel zweier
verbreiteter Organisationsmuster werde ich auf diese Kernelemente weiter eingehen.
Als Alternative zu diesen Organisationsmustern erläutere ich die Organisationsstrukturen
und Merkmale einer virtuellen Organisation.
Im Teil der Organisationskulturen schließt sich an die Definition die Entstehungsgeschichte
an. Ferner behandle ich die Auswirkungen und das Erleben einer Kultur
anhand der im vorangegangenen Abschnitt beschriebenen Organisationsformen.
Die somit gewonnenen Erkenntnisse stelle ich anschließend den eigenen
beruflichen Erfahrungen in der wirtschaftlichen Praxis gegenüber.
Abschließend werde ich in meiner Schlussbemerkung anhand der erarbeiteten
Darstellungen dieser Arbeit darlegen, warum die Organisationskulturen in der
heutigen Zeit mit der sich immer weiter entwickelnden Globalisierung der Wirtschaft
mit Vorsicht zu handhaben sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Einführung in die Organisationsstrukturen und -kulturen
2.1 Dimensionen der Organisationsstrukturen
2.1.1 Spezialisierung
2.1.2 Formalisierung
2.2 Zwei verbreitete Organisationsmuster
2.3 Eine alternative Gestaltungsmöglichkeit: Die virtuelle Organisation
2.4 Die Organisationskultur
3 Organisationskulturen verbreiteter Organisationsmuster und der virtuellen Organisation als Alternative
4 Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Organisationsstrukturen und Unternehmenskulturen, um deren Einfluss auf die betriebliche Praxis und die Anpassungsfähigkeit von Organisationen an globale Marktveränderungen zu analysieren.
- Analyse der Kerndimensionen Spezialisierung und Formalisierung.
- Gegenüberstellung von einfachen Organisationsstrukturen und bürokratischen Modellen.
- Diskussion der virtuellen Organisation als moderne Alternative.
- Untersuchung der Entstehung und Wirkung von Organisationskulturen.
- Kritische Bewertung der Flexibilität und Innovationskraft unter kulturellem Einfluss.
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Spezialisierung
Unter Spezialisierung versteht man den Umfang der einer Stelle übertragenen Aufgaben. Es kann bei dieser Arbeitsteilung in Aufgabendifferenzierung, Funktionsdifferenzierung und Positionsdifferenzierung unterschieden werden (vgl. Neuberger 1977, S. 16). Meinen Ausführungen liegt die Aufgabendifferenzierung zugrunde. Hierbei wird jede Arbeitsaufgabe in mehrere Teilaufgaben zerlegt. Jedes Organisationsmitglied bekommt eine Teilaufgabe zugewiesen und wird somit darauf spezialisiert. Je öfter die Aufgabe vom Individuum ausgeführt wird, umso größer wird die Spezialisierung. Durch diesen Effekt wird das von Taylor definierte Ziel der Steigerung der Effizienz des Produktionsprozesses erreicht. Aufgrund des möglichen hohen Produktivitätsfortschritts durch Massenfertigung erschien Taylor die handwerkliche Arbeit ohne Spezialisierung nicht ausreichend effizient (vgl. Beckenrath u. a. 1981, S. 294). Die Spezialisierung bewirkt somit neben hoher Produktivität einen Trainingseffekt, der durch die sich ständig wiederholende Tätigkeit erzielt wird. Als weitere positive Wirkungen der Spezialisierung zählt Neuberger unter anderem die kurze Anlernzeit der Stelleninhaber durch den geringen Anlernaufwand, die vergleichsweise billige Arbeitskraft aufgrund der wenigen geforderten Fähigkeiten, die erleichterte Kontrolle der Arbeitsleistung und die Verringerung der Stückkosten auf (vgl. Neuberger 1977, S. 16).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Der Autor stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Organisationsstrukturen und -kulturen und definiert den methodischen Rahmen der Arbeit.
2 Einführung in die Organisationsstrukturen und -kulturen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Strukturdimensionen sowie verschiedene Organisationsmuster und führt den Begriff der Organisationskultur ein.
3 Organisationskulturen verbreiteter Organisationsmuster und der virtuellen Organisation als Alternative: Der Hauptteil vergleicht die kulturellen Ausprägungen in Bürokratien, einfachen Strukturen und virtuellen Organisationen.
4 Schlussbemerkung: Der Autor fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer ausgewogenen Gestaltung von Strukturen und Kulturen angesichts der Globalisierung.
Schlüsselwörter
Organisationsstruktur, Organisationskultur, Spezialisierung, Formalisierung, Virtuelle Organisation, Bürokratie, Unternehmenskultur, Flexibilität, Globalisierung, Effizienz, Arbeitsteilung, Subkultur, Anpassungsfähigkeit, Unternehmensführung, Mitarbeiteridentifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Hausarbeit?
Die Arbeit analysiert die Entstehung, Begründung und Wirkung von Organisationsstrukturen und -kulturen sowie deren gegenseitige Beeinflussung innerhalb verschiedener Organisationsformen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den Strukturmerkmalen (Spezialisierung/Formalisierung), dem Vergleich zwischen klassischen Modellen (Bürokratien/einfache Strukturen) und der virtuellen Organisation sowie der Dynamik der Organisationskultur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Organisationsstrukturen und Unternehmenskulturen in der betrieblichen Praxis agieren und warum diese bei zunehmender Globalisierung mit Vorsicht zu gestalten sind.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Theorien zu Organisationen und verknüpft diese kritisch mit eigenen beruflichen Erfahrungen in der wirtschaftlichen Praxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die kulturellen Unterschiede zwischen bürokratischen Modellen, einfachen Strukturen und der virtuellen Organisation detailliert analysiert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Wichtige Begriffe sind Organisationskultur, Spezialisierung, Formalisierung, virtuelle Organisation und Flexibilität.
Warum ist die virtuelle Organisation laut Autor besonders interessant?
Sie stellt einen extremen Kontrast zur klassischen Bürokratie dar und erfordert aufgrund der zeitlich begrenzten Kooperation und fehlenden zentralen Funktionen neue Ansätze für Kommunikation und Vertrauen.
Was schlussfolgert der Autor über starke Unternehmenskulturen?
Er warnt davor, dass sehr starke Kulturen zu Inflexibilität, Innovationsfeindlichkeit und einem "Schutzschild-Verhalten" führen können, was die Anpassungsfähigkeit an instabile Umweltbedingungen gefährden kann.
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- Dirk Wollny (Author), 2001, Darstellung der Organisationskulturen anhand verbreiteter Organisationsmuster und der virtuellen Organisation als Alternative, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21909