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Zwischen New Deal und Reaganomics - Ein kurzer Abriss wirtschaftspolitischer Denkschulen

Title: Zwischen New Deal und Reaganomics - Ein kurzer Abriss wirtschaftspolitischer Denkschulen

Presentation (Elaboration) , 2004 , 13 Pages

Autor:in: Dr. Oliver Fohrmann (Author)

Economics - History
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Die Arbeit stellt die beiden gegensätzlichen wirtschaftspolitischen Denkschulen gegenüber, von denen die westliche Welt des 20. Jahrhunderts geprägt war: die nachfrageorientierte keynesianische Schule und die angebotsorientierte klassische Schule. Dargestellt werden die Hauptaussagen und Entstehungsumstände der Schulen. Dabei werden die "Reaganomics", die in den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts die klassische Wirtschaftstheorie wiederbelegt haben, etwas ausführlicher behandelt. Die Denkschulen werden mit möglichen politischen Motivationen ihrer potentiellen Vertreter in Verbindung gebracht. Schließlich wird die Bedeutung von Denkschulen reflektiert und gefragt, ob es Verbindungen zwischen ihnen gibt und welche Rolle das Denken in Modellen in der Wirtschaftspolitik spielt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Ursprünge der modernen Volkswirtschaftslehre

2 Neoklassik

2.1 Liberalismus

2.2 Krise der Neoklassik

3 Nachfrageorientierte Politik

3.1 Keynesianismus

3.2 Krise des Keynesianismus

4 Angebotsorientierte Politik

4.1 Reaganomics

4.1.1 Die LAFFER-Kurve

4.1.2 Reaganomics als Beispiel für angebotsorientierte Wirtschaftspolitik

4.1.3 Vermächtnis der Reaganomics

5 Politische Motivationen

6 Aktuelle Sichtweisen der Wirtschaftspolitik

7 Die Rolle von Modellen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlichen Überblick über die Entwicklung und die Gegensätze zwischen nachfrageorientierter und angebotsorientierter Wirtschaftspolitik zu geben. Dabei wird insbesondere die historische Genese, die theoretische Fundierung sowie das praktische Scheitern bzw. die Grenzen der jeweiligen Modelle anhand von Fallbeispielen wie dem New Deal und den Reaganomics untersucht.

  • Historische Ursprünge der klassischen Nationalökonomie und deren Bezug zum Menschenbild.
  • Theoretische Abgrenzung zwischen keynesianischer Nachfragepolitik und angebotsorientierter Wirtschaftstheorie.
  • Kritische Analyse der "Reaganomics" und des Konzepts der LAFFER-Kurve.
  • Diskussion über die Rolle ökonomischer Modelle und die Notwendigkeit eines flexiblen Policy-Mix.
  • Untersuchung der politischen Motivationen hinter wirtschaftspolitischen Denkschulen.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die LAFFER-Kurve

Die theoretisch-analytische Basis für diesen Kerngedanken lieferte die so genannte LAFFER-Kurve, die auf den Angebotsökonom ARTHUR LAFFER zurückgeht.

Die LAFFER-Kurve zeigt den Zusammenhang zwischen Steuereinnahmen und dem Steuersatz. Beträgt der Steuersatz 0 % des Einkommens der Arbeitnehmer, müssen sie keine Steuern zahlen, so dass auch die Steuereinnahmen Null sind. Bei einem Steuersatz von 100 % müsste jeder sein gesamtes Einkommen an den Staat abführen, so dass sich dann Arbeit und Einkommenserzielung gar nicht mehr lohnen und die Steuereinnahmen ebenfalls Null wären. Wenn diese beiden Punkte auf der LAFFER-Kurve liegen, muss es dazwischen mindestens einen steigenden und einen fallenden Ast geben. Wenn nun der Steuersatz in einer Volkswirtschaft so hoch ist, dass man sich auf dem fallenden Ast befindet, führt eine Senkung des Steuersatzes zu erhöhten Steuereinnahmen. Dieses ungewöhnliche Ergebnis kann als das besondere Hauptmerkmal der angebotsorientierten Reaganomics gelten. REAGAN wollte durch Steuersenkungen mehr Steuern einnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ursprünge der modernen Volkswirtschaftslehre: Einführung in die klassischen Theorien von Adam Smith und die zentrale Bedeutung der "unsichtbaren Hand" für das ökonomische Denken.

2 Neoklassik: Darstellung des Übergangs von einer moralphilosophischen hin zu einer rein systemtheoretischen und mathematisch orientierten Ökonomie im 19. Jahrhundert.

3 Nachfrageorientierte Politik: Analyse der keynesianischen Theorie als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise und deren Fokus auf staatliche Nachfragesteuerung.

4 Angebotsorientierte Politik: Untersuchung der ökonomischen Wende in den USA der 1980er Jahre sowie der spezifischen Instrumente und Folgen der Reaganomics.

5 Politische Motivationen: Erörterung der ideologischen Hintergründe, die die Bevorzugung bestimmter wirtschaftspolitischer Modelle durch verschiedene gesellschaftliche Gruppen erklären.

6 Aktuelle Sichtweisen der Wirtschaftspolitik: Kritische Reflexion der langfristigen Effekte der Reaganomics und der Meinungen namhafter Ökonomen zur Angebotstheorie.

7 Die Rolle von Modellen: Mahnung zu einer kritischen Distanz gegenüber ökonomischen Dogmen und Plädoyer für einen pragmatischen, realitätsnahen Policy-Mix.

Schlüsselwörter

Wirtschaftspolitik, Marktwirtschaft, Neoklassik, Keynesianismus, Angebotsorientierung, Reaganomics, Laffer-Kurve, Steuersenkungen, Nachfragesteuerung, Wirtschaftswachstum, ökonomische Modelle, Stagflation, Weltwirtschaftskrise, Adam Smith, John Maynard Keynes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen historischen und theoretischen Abriss der zwei großen wirtschaftspolitischen Denkschulen des 20. Jahrhunderts: die nachfrageorientierte Politik und die angebotsorientierte Politik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Grundlagen der Klassik und Neoklassik, die Keynesianische Theorie, die Reaganomics der 1980er Jahre sowie die Frage, wie Modelle die wirtschaftspolitische Praxis beeinflussen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Konzepte kritisch zu hinterfragen und zu zeigen, dass weder eine rein nachfrage- noch eine rein angebotsorientierte Politik als alleiniges Heilmittel für komplexe ökonomische Krisen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeschichtliche Analyse, die Literaturstudien mit der Untersuchung historischer Ereignisse (wie der Weltwirtschaftskrise oder der Ära Reagan) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen und das Scheitern keynesianischer Politik in der Stagflation der 70er Jahre sowie die theoretischen Versprechen und praktischen Ergebnisse der Reaganomics in den USA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wirtschaftspolitik, Keynesianismus, Angebotsorientierung, Reaganomics, Laffer-Kurve und das Zusammenspiel von Ökonomie und Ideologie sind die zentralen Schlagworte.

Was genau beschreibt die LAFFER-Kurve?

Sie postuliert einen Zusammenhang zwischen Steuersätzen und Steuereinnahmen, nach dem extrem hohe Steuersätze die Einnahmen senken, da sie Leistungsanreize zerstören – ein Argument, das zur Legitimierung massiver Steuersenkungen genutzt wurde.

Warum kritisiert der Autor den sogenannten "Modellplatonismus"?

Der Autor warnt davor, die komplexe Realität zwanghaft in mathematische Modelle zu pressen, da dies dazu führt, dass Politik auf Basis untauglicher Doktrinen betrieben wird, statt flexibel auf externe Einflüsse zu reagieren.

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Details

Title
Zwischen New Deal und Reaganomics - Ein kurzer Abriss wirtschaftspolitischer Denkschulen
College
University of Heidelberg  (Alfred-Weber-Institut)
Course
Interdisziplinäres Doktorandenkolleg der Universität Heidelberg
Author
Dr. Oliver Fohrmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V21923
ISBN (eBook)
9783638254151
Language
German
Tags
Zwischen Deal Reaganomics Abriss Denkschulen Interdisziplinäres Doktorandenkolleg Universität Heidelberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Oliver Fohrmann (Author), 2004, Zwischen New Deal und Reaganomics - Ein kurzer Abriss wirtschaftspolitischer Denkschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21923
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