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Bankfusionen - Eine Möglichkeit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit?

Title: Bankfusionen - Eine Möglichkeit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit?

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Björn Pauli (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die deutsche Bankenlandschaft ist in Bewegung. Neben den erfolgten Megamergers der Bayrischen Hypotheken- und Vereinsbank 1998 und der Fusion von Deutscher Bank und Bankers Trust gab es in den vergangenen Jahren unzählige kleinere Fusionen. Diese ziehen sich durch die komplette Bankenlandschaft, ganz gleich ob im Umfeld der Genossenschaftsbanken, der Sparkassen oder der Geschäftsbanken. Zusätzlich sind in den letzten Jahren besondere Tendenzen bei Fusionen zu beobachten. Neben der zunehmenden Zahl an grenzüberschreitenden Transaktionen und Megamergers kann vor allem beobachtet werden, dass die traditionelle Sektorengliederung aufbricht und sich ein Trend zu Fusionen von Banken aus unterschiedlichen Bankgruppen abzeichnet.
In der Fachpresse wird viel diskutiert über angebliche Handlungszwänge zur Konsolidierung und Mindestanforderungen hinsichtlich der Institutsgröße um überhaupt überlebensfähig zu sein. Dagegen stehen die Argumente von Kritikern, die gerne auf Kreditinstitute wie die niederländische Rabobank, die spanische Banco Popular Espanol oder die norwegische Den Norske Bank verweisen, welche auch ohne Fusion bessere Bonität aufweisen und erfolgreicher sind als viele ihrer fusionierten Konkurrenten. Ebenfalls nachdenklich stimmen Aussagen über die Erfolgsquote von Bankenfusionen. So kommt das Consulting-Unternehmen Bain & Company bei seiner Studie zu Bankenfusionen zum Ergebnis, dass nur etwa ein Viertel sämtlicher Bankenfusionen als Erfolg zu sehen seien. Vor diesem Hintergrund stellen sich einige grundlegende Fragen: Was versprechen sich Bankenmanager von Fusionen ihrer Institute und woran scheitern ihre Vorhaben? Und ist eine Fusion ein geeignetes Mittel zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Veränderte Rahmenbedingungen als Gründe für das steigende Fusionsaufkommen im kreditwirtschaftlichen Sektor

3 Grundlegende Überlegungen zum Fusionsmanagement

3.1 Motive für Fusionen

3.1.1 Originäre Motive

3.1.2 Derivative Motive

3.2 Konkrete Anlässe für Zusammenschlüsse

3.2.1 Konsolidierung

3.2.2 Internationalisierung

3.2.3 Diversifikation

3.3 Mögliche Problemfelder von Fusionen

3.3.1 Risiken in der Pre-Merger-Phase

3.3.2 Risiken in der Post-Merger-Phase

4 Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit

4.1 Positive Verbundeffekte

4.2 Negative Verbundeffekte

5 Schlussfolgerung

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe von Banken für Fusionen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken. Dabei wird die Forschungsfrage adressiert, ob Fusionen tatsächlich ein geeignetes Instrument zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit darstellen oder ob die erwarteten Vorteile oft durch Integrationskomplexität und strategische Fehlentscheidungen negiert werden.

  • Analyse der Treiber für das Fusionsaufkommen (technologischer Fortschritt, Deregulierung).
  • Differenzierung zwischen originären und derivativen Motiven.
  • Untersuchung der spezifischen Problemfelder in der Pre- und Post-Merger-Phase.
  • Gegenüberstellung von positiven und negativen Verbundeffekten.
  • Bewertung der Erfolgsfaktoren für Bankenfusionen.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Risiken in der Pre-Merger-Phase

Der Pre-Fusionsphase kommt eine besondere Bedeutung zu, da hier die später nur sehr schwer zu verändernde Struktur des neuen Institutes festgelegt wird. Fehler in dieser Phase können nach erfolgter Verschmelzung, wenn überhaupt, nur sehr kompliziert korrigiert werden.

Ein generelles Risiko stellt eine unzureichende oder ungeeignete Strategie dar. Wird eine Fusion als Allheilmittel angesehen und als Mittel zur Lösung von internen Problemen angewandt ist die Fusion von Anfang an zum Scheitern verurteilt. „Gehen zwei schwache Banken zusammen, wird daraus keine gute Bank“ bestätigt auch Sam Theodore, Manager bei der Rating-Agentur Moody’s.

Im Vorfeld eines Zusammenschlusses wird der Kreis der beteiligten Personen meist sehr klein gehalten um keine Informationen an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Dies führt allerdings auch dazu, dass Probleme nicht rechtzeitig erkannt werden, da die inhaltliche Diskussion vernachlässigt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Dynamik im Bankensektor und hinterfragt die Erfolgsquote von Fusionen angesichts hoher Markterwartungen.

2 Veränderte Rahmenbedingungen als Gründe für das steigende Fusionsaufkommen im kreditwirtschaftlichen Sektor: Dieses Kapitel erläutert, wie technologischer Fortschritt, Deregulierung und Marktintegration den Fusionsdruck auf Banken massiv erhöht haben.

3 Grundlegende Überlegungen zum Fusionsmanagement: Hier werden die strategischen Beweggründe für Fusionen, gegliedert in originäre und derivative Motive, sowie die typischen Risiken während der verschiedenen Fusionsphasen detailliert analysiert.

4 Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit: Das Kapitel vergleicht die erhofften positiven Verbundeffekte, wie Kosteneinsparungen und Synergien, mit den negativen Auswirkungen und Integrationskosten.

5 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass Fusionen nur unter spezifischen Voraussetzungen die Wettbewerbsfähigkeit steigern und bei Großbanken aufgrund hoher Komplexität oft unwahrscheinlich erfolgreich sind.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, Studien und Fachliteratur zur Untermauerung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Bankfusionen, Wettbewerbsfähigkeit, Fusionsmanagement, Verbundeffekte, Pre-Merger-Phase, Post-Merger-Phase, Konsolidierung, Internationalisierung, Diversifikation, Skaleneffekte, Synergien, Integrationskomplexität, Unternehmenskultur, Effizienzsteigerung, Marktmacht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Gründe für die Fusionswelle in der deutschen Bankenlandschaft und prüft kritisch, ob diese Zusammenschlüsse tatsächlich die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Institute steigern können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Motiven für Fusionen (strategische Ziele), der Identifikation von Risikofeldern im Fusionsprozess sowie einer ökonomischen Bewertung von Verbundeffekten.

Welches ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine Fusion ein geeignetes Mittel zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen ist oder ob sie aufgrund struktureller Risiken häufig scheitert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die aktuelle Studien und Fachbeiträge auswertet, um theoretische Konzepte des Fusionsmanagements auf die Praxis im Bankensektor anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rahmenbedingungen, die Einteilung der Motive in originär und derivativ sowie eine ausführliche Risikobewertung vor und nach der Fusion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fusionsmanagement, Skaleneffekte, Due-Diligence, Integrationskomplexität und Wettbewerbsfähigkeit charakterisieren.

Warum warnt die Fachwelt (z.B. Moody's) vor bestimmten Bankenfusionen?

Weil die Fusion zweier schwacher Institute per se keine Stärke erzeugt; das Management konzentriert sich oft zu stark auf die Fusion selbst, anstatt interne Probleme zu lösen.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Post-Merger-Integration?

Die Unternehmenskultur ist ein kritischer Erfolgsfaktor; kulturelle Spannungen können zu Leistungsabfall und Know-how-Verlusten führen, weshalb sie frühzeitig in die Integrationsplanung einbezogen werden sollte.

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Details

Title
Bankfusionen - Eine Möglichkeit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit?
College
University of Paderborn  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Course
Seminar Bankbetriebliche Unternehmensführung
Grade
1,3
Author
Björn Pauli (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V21975
ISBN (eBook)
9783638254489
ISBN (Book)
9783638684101
Language
German
Tags
Bankfusionen Eine Möglichkeit Steigerung Wettbewerbsfähigkeit Seminar Bankbetriebliche Unternehmensführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Pauli (Author), 2003, Bankfusionen - Eine Möglichkeit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21975
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