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Die Reformproblematik der UNO

Title: Die Reformproblematik der UNO

Research Paper (undergraduate) , 2001 , 33 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Torsten Drewes (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Ist die UNO noch glaubhaft? Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde offensichtlich, was Kritiker ihr schon seit langem vorwarfen. Sie sei ein aufgeblähter Apparat, der durch veraltete Strukturen nicht für die Probleme und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewappnet sei. Dabei verfolgten die Gründerväter der Vereinten Nationen ein idealistisches Ziel: Durch die „One-World-Konzeption“ sollte der Ausbruch eines dritten Weltkrieges verhindert werden und das friedliche Zusammenleben der Völker gestärkt werden. Ersteres wurde offensichtlich erreicht, doch bleibt festzuhalten, dass die Friedenssicherung nur partiär geglückt ist.
In den letzten Jahren wurde immer wieder Kritik bezüglich der UNO laut. Nachdem der Ost-West-Konflikt Anfang der neunziger Jahre beendet war und die internationale Politik sich nicht mehr auf die Auseinandersetzung zwischen Kapitalismus und Kommunismus konzentrieren musste, wurde deutlich, dass der Ost-West-Konflikt viele Probleme der internationalen Staatengemeinschaft verdeckt hatte. Die akutesten Probleme liegen u.a. im Aufbau der UNO, der Kompetenzverteilung der einzelnen Mitgliedstaaten, der finanziellen Struktur und vor allem in der globalen Konfliktprävention bzw. Konfliktentschärfung.
Im 21. Jahrhundert ordnet sich die Welt neu – die wirtschaft globalisiert, die Diskrepanz zwischen arm und reich wird immer größer, was zunehmend auch mit gewalttätigen Konflikten einhergeht. Also hat auch die UNO neue Aufgaben zu bewältigen. Allerdings muss sie sich fragen lassen, ob sie diese neuen Probleme mit den bestehenden Strukturen bewältigen kann. Um sich einen besseren Eindruck über die Probleme und die damit verbundenen Reformgedanken der UNO zu erhalten, muss zunächst die Entstehung und Zielsetzung der VN betrachtet werden. Da sich die Reformproblematik u.a. auch auf die Struktur der UNO bezieht, ist nach der Darstellung der geschichtlichen Entwicklung, der Aufbau und die Zusammensetzung der UNO zu analysieren. Erst nach Begutachtung dieser beiden Punkte soll im Hauptteil der Arbeit die eigentliche Reformdebatte behandelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehungsgeschichte der Vereinten Nationen

2.1 Die Vorgeschichte – Der Völkerbund

2.2 Die Gründung der Vereinten Nationen

3. Die Zielsetzung der Vereinten Nationen

4. Der Aufbau des Systems der Vereinten Nationen

4.1 Allgemeines

4.2 Die Zentralorgane

4.2.1 Die Generalversammlung

4.2.2 Der Sicherheitsrat

4.2.3 Der Wirtschafts- und Sozialrat

4.2.4 Der Treuhandrat

4.2.5 Der Internationale Gerichtshof

4.2.6 Das Sekretariat

5. Zwischenergebnis

6. Die Reformproblematik der Vereinten Nationen

6.1 Reform des Sicherheitsrates

6.2 Reform der Generalversammlung

6.3 Reform der Friedenspolitik

6.4 Verwaltungs- und Finanzreform

6.5 Schaffung neuer Organe

7. Zwischenergebnis

8. Schlusswort – Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen der Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert und untersucht kritisch den Reformbedarf der Organisation hinsichtlich ihrer Effektivität, Legitimität und finanziellen Stabilität.

  • Historische Genese und das Scheitern des Völkerbundes als Vorläufermodell
  • Struktur und Kompetenzverteilung der UN-Zentralorgane
  • Herausforderungen in der Friedenspolitik und Konfliktprävention
  • Finanzielle Probleme und die Debatte um eine Verwaltungsreform
  • Diskussion über die Schaffung neuer Organe zur Bewältigung globaler Probleme

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Vorgeschichte - Der Völkerbund

Schon im 18. und 19. Jahrhundert verlangten einige politische Theoretiker wie Abbé de Saint Pierre oder Emanuel Kant ein überregionales Staatenbündnis, das für Stabilität und Frieden sorgen sollte4.

Dies war unter der damaligen Mächtekonstellation in Europa aber noch nicht möglich. Damals waren die Staaten noch darauf aus, ihren Hegemonialanspruch gegenüber den anderen Staaten durchzusetzen. Auch die beiden Haager Friedenskonferenzen von 1899 und 1907 blieben ohne jeden Erfolg. Erst nach den leidvollen Ereignissen des 1. Weltkrieges wurde erstmals der Versuch unternommen, eine internationale Organisation zur Sicherung und Erhaltung des Weltfriedens zu etablieren. Der amerikanische Präsident Woodrow Wilson stellte bereits 1918 dem US-Kongress sein Vierzehn Punkte-Konzept vor, in welchem er unter Punkt 14 die Schaffung einer internationalen Vereinigung zum Schutz des Weltfriedens forderte.

1920 unterzeichneten 42 Staaten die 26 Artikel umfassende Satzung des Völkerbundes in Genf. Allerdings enthielt diese Satzung keinen Paragraphen, der ein generelles Gewaltverbot vorsah. Der Völkerbund sollte den Mitgliedstaaten nur als Instrument zur Vermeidung künftiger kriegerischer Auseinandersetzungen dienen. Dies sollte durch Abrüstungsverhandlungen sowie Schieds- und Schlichtungsverfahren erreicht werden. Die Satzung des Völkerbundes sah weiterhin vor, dass bei Kriegserklärungen eines Mitgliedstaates gegen einen anderen Staat, dieser Staat so angesehen wird, als hätte er gegen alle anderen Bundesmitglieder eine Kriegshandlung begangen. Dieses formale Gleichheitsprinzip war ein bis dato neues Konzept der „Kollektivsicherheit“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Entstehungsgeschichte der Vereinten Nationen unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit dem Völkerbund.

2. Die Entstehungsgeschichte der Vereinten Nationen: Analyse der historischen Vorläufer und der Gründungskonferenz der Vereinten Nationen.

3. Die Zielsetzung der Vereinten Nationen: Untersuchung der Grundsätze der UN-Charta, insbesondere hinsichtlich Universalität und souveräner Gleichheit.

4. Der Aufbau des Systems der Vereinten Nationen: Detaillierte Darstellung der sechs Hauptorgane und deren Aufgabenbereiche.

5. Zwischenergebnis: Kritische Reflexion der bisherigen Strukturen und der Umsetzung der Gründungsziele.

6. Die Reformproblematik der Vereinten Nationen: Untersuchung konkreter Reformvorschläge für Sicherheitsrat, Generalversammlung, Friedenspolitik, Finanzen und Organisationsstruktur.

7. Zwischenergebnis: Systematisierung der Reformvorschläge in verschiedene Typologien und Ausblick auf die Umsetzbarkeit.

8. Schlusswort – Fazit und Ausblick: Abschließende Bewertung der Zukunftsfähigkeit der UN im Kontext globaler Veränderungen.

Schlüsselwörter

Vereinte Nationen, UNO, Reformproblematik, Weltfrieden, Sicherheitsrat, Generalversammlung, Friedenspolitik, internationale Sicherheit, Kollektivsicherheit, Völkerbund, Finanzreform, Konfliktprävention, UN-Charta, globale Governance, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung, Struktur und insbesondere die Reformproblematik der Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese, der Aufbau der UN-Organe, die Herausforderungen der Friedenssicherung, die Finanzkrise der Organisation sowie notwendige institutionelle Reformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie die bestehenden Strukturen der UNO den neuen Herausforderungen der globalen Weltordnung gerecht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode unter Einbeziehung relevanter politikwissenschaftlicher Literatur und der UN-Charta.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Reformdebatte, gegliedert nach Sicherheitsrat, Generalversammlung, Friedenspolitik, Finanzen und neuen Organstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Reformproblematik, Vereinte Nationen, Friedenssicherung, Sicherheitsrat und Effektivität.

Warum ist der Sicherheitsrat Gegenstand der Reformkritik?

Der Sicherheitsrat wird wegen seiner undemokratischen Struktur, der Privilegien der ständigen Mitglieder und des oft blockierenden Vetorechts kritisiert.

Welche Rolle spielt die Finanzierung für die Reformfähigkeit der UNO?

Die chronische Unterfinanzierung und die Abhängigkeit von Beitragszahlungen einzelner Staaten wie den USA werden als zentrales Hindernis für die Handlungsfähigkeit der Organisation identifiziert.

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Details

Title
Die Reformproblematik der UNO
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Gesellschaftswissenschaften)
Grade
1,8
Author
Torsten Drewes (Author)
Publication Year
2001
Pages
33
Catalog Number
V22017
ISBN (eBook)
9783638254748
ISBN (Book)
9783638647274
Language
German
Tags
Reformproblematik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Drewes (Author), 2001, Die Reformproblematik der UNO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22017
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