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11 Jahre Verpackungsverordnung als Versuch der Abfallvermeidung

Title: 11 Jahre Verpackungsverordnung als Versuch der Abfallvermeidung

Seminar Paper , 2002 , 44 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Enrico Böhme (Author), Jörg Kern (Author)

Business economics - Industrial Management
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Die vorliegende Arbeit soll sich mit dem Thema ‚11 Jahre Verpackungsverordnung als Versuch der Abfallvermeidung‘ beschäftigen. Um eine nachvollziehbare Analyse der Thematik zu ermöglichen, ist die Arbeit in 2 große Abschnitte untergliedert. Zunächst sollen im ersten Teil die gesetzlichen Regelungen, die dem Thema, zugrunde liegen, näher erläutert werden. Dabei erfolgt die Vorstellung der entsprechenden Gesetze in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit einem kurzen Abriss über die historische Entwicklung bis 1990. Mit der Verpackungsverordnung aus dem Jahre 1991 soll dann das erste und auch wichtigste Regelwerk in Bezug auf die Arbeit detailliert dargestellt werden. In diesem Zusammenhang wird sowohl auf die Entstehungsgeschichte wie auch auf die wesentlichen Inhalte eingegangen werden. Anschließend wird das Kreislaufwirtschafts – und Abfallgesetz von 1996 vorgestellt. Die Inhalte dieses Gesetzes bilden den Hintergrund für die Weiterentwicklung der Verpackungsverordnung, die in einer entsprechenden Novelle ihren Ausdruck findet. Diese Novelle der Verpackungsverordnung aus dem Jahre 1998 bildet den Abschluss des Überblicks über die gesetzlichen Grundlagen. Der zweite wichtige Abschnitt der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der zuvor beschriebenen Vorschriften auf die Unternehmen im Bereich der Abfallentsorgung. Diese Auswirkungen sollen anhand ausgewählter Unternehmen näher erläutert werden, wobei die Struktur des Entsorgungsmarktes beachtet wird. Den Anfang der Analyse bildet das wichtigste Unternehmen, die Firma Duales System Deutschland AG, die einen großen Einfluss im Bereich der Entsorgung von Verpackungsabfällen besitzt. In einem nächsten Schritt wird dann die INTERSEROH AG vorgestellt, die ihrerseits in sehr enger Verbindung zur DSD AG steht. Anschließend steht die Firma Vfw AG im Mittelpunkt der Analyse. Diese Firma hat sich vornehmlich auf das Angebot sogenannter ‚Nischenlösungen‘ spezialisiert. 1 Den Abschluss der Analyse bilden zwei Lösungen, die in unmittelbarer Konkurrenz zur DSD AG stehen. Die genannten Lösungen bestehen zum einen im Konzept der Firma Landbell zum anderen in einem gemeinschaftlichen Angebot der Firmen dmdrogerie markt und BellandVision GmbH. Zu allen angesprochenen Unternehmen soll neben einer Vorstellung des entsprechenden Konzeptes auch eine Analyse der Auswirkungen der gesetzlichen Vorschriften auf die einzelnen Unternehmen erfolgen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die gesetzlichen Grundlagen

II.1. Die Entwicklung bis 1990

II.2. Die Verpackungsverordnung von 1991

II.3. Das Kreislaufwirtschafts – und Abfallgesetz (KrW-/ AbfG) von 1996

II.4. Die novellierte Verpackungsverordnung von 1998

III. Die Unternehmen

III.1. Duales System Deutschland AG

III.2. INTERSEROH AG

III.3. Vfw AG

III.4. Das Landbell-Konzept

III.5. BellandVision GmbH und dm-drogerie markt

IV. Kritische Analyse der Zielerreichung

V. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, inwieweit die Verpackungsverordnung und das darauf aufbauende Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz in den elf Jahren seit Einführung ihres Bestehens als Instrumente der Abfallvermeidung erfolgreich waren. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob die gesetzlichen Regelungen und die daraus resultierenden Unternehmensstrukturen tatsächlich ökologische Effekte erzielen oder primär ökonomischen Interessen der Industrie dienen.

  • Historische Analyse der abfallwirtschaftlichen Gesetzgebung in Deutschland
  • Funktionsweise und Auswirkungen dualer Systeme und Selbstentsorgerlösungen
  • Untersuchung der Zielerreichung in Bezug auf Abfallvermeidung und Verwertungsquoten
  • Kritische Beleuchtung ökonomischer und ökologischer Effizienz
  • Diskussion zukünftiger Marktentwicklungen im Entsorgungssektor

Auszug aus dem Buch

II. 2. Die Verpackungsverordnung von 1991

Um nachvollziehen zu können, warum es zur Verpackungsverordnung kam, muss man sich zunächst die Situation vor Augen führen, mit der sich die damalige Bundesregierung konfrontiert sah.

Im vorherigen Abschnitt wurde darauf hingewiesen, dass weder in der Politik noch in der Wirtschaft ausreichend realisiert wurde, wie bedrohlich das Abfallproblem bereits war. Bei den Bürgern hingegen war bereits seit Beginn der 70er Jahre ein immer stärkeres Interesse für Umweltfragen zu beobachten. Dieses gewachsene Interesse wurde auch zunehmend in Protestaktionen deutlich. Beispielsweise kam es 1990 zu einer größeren Bürgerbewegung in Bayern, die ein kommunales Gesetz, das die thermische Verwertung von Abfall fördern sollte, dahingehend blockierte, dass sogar ein Volksentscheid notwendig wurde. Auch der merklich zunehmende Verpackungsmüll stand im Zentrum der Kritik. Vor allem die unverhältnismäßig großen Doppel – und Drittverpackungen, oft auch ‚Mogelpackungen‘ genannt, die einzig und allein zu Werbezwecken eingeführt wurden, stießen bei der Bevölkerung auf großes Unverständnis. So kam es an den Kassen der Supermärkte immer häufiger zu Protesten, bei denen aufgebrachte Kunden unnötige Verkaufsverpackungen einfach entfernten und im Laden ließen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, die in einen gesetzlichen Analyseteil und eine Untersuchung der Auswirkungen auf Entsorgungsunternehmen gegliedert ist.

II. Die gesetzlichen Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der deutschen Abfallgesetzgebung bis hin zur Verpackungsverordnung von 1991, dem Kreislaufwirtschaftsgesetz von 1996 und der Novelle von 1998.

III. Die Unternehmen: Hier werden Akteure des Entsorgungsmarktes wie die DSD AG, INTERSEROH, Vfw, Landbell und BellandVision vorgestellt und ihre jeweilige Rolle sowie Anpassung an die Gesetzeslage analysiert.

IV. Kritische Analyse der Zielerreichung: Das Kapitel bewertet die tatsächliche Erreichung der ökologischen Ziele der Abfallvermeidung und diskutiert die Diskrepanz zwischen formalen Verwertungsquoten und ökologischer Effizienz.

V. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung: Der Ausblick erörtert mögliche Szenarien für den Entsorgungsmarkt unter Berücksichtigung zunehmenden Wettbewerbs und regulatorischer Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Verpackungsverordnung, Abfallvermeidung, Kreislaufwirtschaft, Duales System, DSD AG, Produktverantwortung, Verwertungsquoten, Abfallwirtschaft, Entsorgung, Mehrwegsysteme, Selbstentsorger, ökologische Effizienz, Abfallbeseitigungsgesetz, Sekundärrohstoffe, Nachhaltigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Effektivität der Verpackungsverordnung und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes hinsichtlich ihres erklärten Ziels der Abfallvermeidung nach elf Jahren Anwendung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die gesetzliche Entwicklung der Abfallwirtschaft, die Rolle verschiedener Entsorgungsunternehmen (Duales System vs. Selbstentsorger) und die kritische Überprüfung, ob ökologische Ziele durch die Marktmechanismen erreicht wurden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist zu untersuchen, ob die gesetzlichen Vorgaben tatsächlich zu einer Abfallvermeidung geführt haben oder ob sie primär ökonomische Interessen der beteiligten Industriezweige widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer gesetzlicher Rahmenbedingungen, der Auswertung statistischer Daten zum Verpackungsverbrauch und zur Verwertungsquotenerreichung sowie einer kritischen Bewertung von Unternehmenskonzepten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der gesetzlichen Grundlagen und eine detaillierte Vorstellung und Analyse verschiedener Entsorgungsunternehmen wie DSD AG, Interseroh, Vfw, Landbell und BellandVision.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Verpackungsverordnung, Kreislaufwirtschaft, Duales System, Produktverantwortung, Abfallvermeidung und ökologische Effizienz charakterisiert.

Warum kritisiert der Autor die thermische Verwertung von Abfällen?

Der Autor kritisiert die thermische Verwertung, da sie aus seiner Sicht oft als Kompromiss zwischen Gesetzgeber und Industrie fungiert, um Probleme bei der stofflichen Verwertung zu umgehen, statt eine ökologisch nachhaltige Lösung darzustellen.

Welche Rolle spielen die "Mogelpackungen" im Kontext der Gesetzgebung?

Die öffentliche Kritik an überflüssigen "Mogelpackungen" und Protestaktionen in Supermärkten waren wichtige Impulsgeber für die Bevölkerung, die den politischen Druck erhöhten und somit den Weg für die verbindliche Verpackungsverordnung ebneten.

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Details

Title
11 Jahre Verpackungsverordnung als Versuch der Abfallvermeidung
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
1,7
Authors
Enrico Böhme (Author), Jörg Kern (Author)
Publication Year
2002
Pages
44
Catalog Number
V22104
ISBN (eBook)
9783638255349
Language
German
Tags
Jahre Verpackungsverordnung Versuch Abfallvermeidung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Enrico Böhme (Author), Jörg Kern (Author), 2002, 11 Jahre Verpackungsverordnung als Versuch der Abfallvermeidung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22104
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