Das Buch bietet eine Übersicht über die Rechnungslegung in Ungarn (Stand 2002). Unternehmen, die in Ungarn Niederlassungen oder Filialen betreiben wollen, können sich hier im Vorfeld über die gesetzlichen Rahmenbedingungen informieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Introductio
2. Wirtschaftliche Entwicklung
2.1 Vor der Wende
2.2 Nach der Wende von 1989
2.3 Stukturen
2.4 Sozialabgaben
2.5 Probleme
2.6 Österreichs Rolle
3. Unternehmens- und Gesellschaftsformen
3.1 Personengesellschaften
3.2 Kapitalgesellschaften
3.3 Genossenschaften
3.4 Gemeinschaftsunternehmen
4. Buchführung und Jahresabschluss
4.1 Prüfungs- und Publikationspflicht
4.2 Bilanz
4.3 Gewinn- und Verlustrechnung
4.4 Anhang
4.5 Lagebericht
5. Bewertung
6. Steuerrechtliche Aspekte
6.1 Einkommenssteuer
6.2 Körperschaftssteuer
6.3 Umsatzsteuer
6.4 Sonstige Steuern
7. Doppelbesteuerungsabkommen
8. Conclusio
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über den rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmen für ungarische sowie ausländische Unternehmen in Ungarn mit Stand November 2000. Dabei werden Unternehmensformen, Rechnungslegungsstandards und steuerrechtliche Bestimmungen analysiert und den entsprechenden österreichischen Richtlinien gegenübergestellt.
- Wirtschaftliche Entwicklung Ungarns nach der Wende
- Rechtliche Grundlagen der Unternehmensformen
- Strukturen des ungarischen Buchführungs- und Jahresabschlusswesens
- Steuerrechtliche Rahmenbedingungen und Doppelbesteuerungsabkommen
- Vergleichende Analyse zwischen ungarischem und österreichischem Recht
Auszug aus dem Buch
3.2 Kapitalgesellschaften
Die Aktiengesellschaft (rt) ist eine juristische Person mit einem Grundkapital, das aus Aktien und Nennwert besteht. Das Mindestgrundkapital liegt bei 20 Mio. Forint, das sind etwa 1,1 Mio. Schilling.
Die Haftung des Aktionärs gegenüber der Gesellschaft erstreckt sich auf die Zahlung des Nennwertes oder Emissionswertes der Aktie.
Die Registrierung einer Aktiengesellschaft kann nur erfolgen, wenn die Einberufung der Gründerversammlung vorschriftsgemäß erfolgt ist, die Aktienzeichner das gesamte Grundkapital gezeichnet haben und mindestens 30% des Grundkapitals in Form einer Bareinlage eingezahlt sind.
Das oberste Organ der Aktiengesellschaft ist die Hauptversammlung, die mindestens einmal jährlich einberufen wird.
Der Vorstand ist das geschäftsführende Organ der Aktiengesellschaft und besteht aus mindestens drei und höchstens elf Direktoren; der Vorstandsvorsitzende wird aus den eigenen Reihen. Vorstandsmitglieder werden für fünf Jahre gewählt und können wiedergewählt werden.
Der Aufsichtsrat kontrolliert die Geschäftsführung der Gesellschaft und kann Berichte und Informationen von den Vorstandsmitgliedern und leitenden Mitarbeitern anfordern. Ohne schriftlichen Bericht des Aufsichtsrates darf die Hauptversammlung keine Entscheidung über den Jahresabschluss und die Gewinnverwendung treffen. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens 3 und höchstens 15 Personen, die von der Hauptversammlung gewählt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Introductio: Einleitung in den Überblick des rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmens ungarischer Unternehmen.
2. Wirtschaftliche Entwicklung: Analyse der wirtschaftlichen Lage vor und nach der Wende 1989 sowie der Rolle Österreichs.
3. Unternehmens- und Gesellschaftsformen: Darstellung verschiedener Rechtsformen wie Personen- und Kapitalgesellschaften in Ungarn.
4. Buchführung und Jahresabschluss: Erläuterung der gesetzlichen Bestimmungen zur Rechnungslegung und Bilanzierung.
5. Bewertung: Hinweis auf die Bedeutung der Bewertungsgrundsätze für Jahresabschlüsse.
6. Steuerrechtliche Aspekte: Detaillierte Betrachtung von Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer.
7. Doppelbesteuerungsabkommen: Darstellung der Mechanismen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung zwischen Ungarn und Österreich.
8. Conclusio: Abschließende Zusammenfassung der wirtschaftlichen und rechtlichen Annäherung Ungarns an die EU.
Schlüsselwörter
Ungarn, Rechnungslegung, Unternehmensformen, Steuerrecht, Jahresabschluss, Bilanz, Kapitalgesellschaft, Personengesellschaft, Doppelbesteuerungsabkommen, Wirtschaftliche Entwicklung, EU-Beitritt, Österreichische Investitionen, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer, Wirtschaftsrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit bietet einen Überblick über den rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmen für Unternehmen in Ungarn im Jahr 2000.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die wirtschaftliche Entwicklung, Gesellschaftsformen, Rechnungslegung, Steuerrecht und Doppelbesteuerungsabkommen.
Was ist das primäre Ziel?
Ziel ist es, Investoren und Interessierten die Rahmenbedingungen in Ungarn näherzubringen und Vergleiche zum österreichischen Recht zu ziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Ausarbeitung auf Basis von Fachliteratur, Broschüren und Webarchiven.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die wirtschaftliche Transformation, die Gründung von Unternehmen, die Struktur von Bilanzen und das ungarische Steuersystem.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Rechnungslegung, Ungarn, Steuerrecht, Unternehmensformen und wirtschaftliche Entwicklung.
Wie unterscheidet sich die Haftung bei Personengesellschaften?
In Personengesellschaften wie der Offenen Handelsgesellschaft haften Gesellschafter solidarisch und unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen.
Welche Rolle spielen Off-Shore Gesellschaften im ungarischen Steuersystem?
Diese Gesellschaften genießen aufgrund ihrer ausländischen Eigentümerstruktur und wirtschaftlichen Tätigkeit außerhalb Ungarns einen begünstigten Steuersatz von nur 3%.
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- Mag. (FH) Mag. Klaus Ebner (Author), 2001, Rechnungslegung in Ungarn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22144