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Deutschlands Integration in die Weltwirtschaft von 1945 bis 1958

Title: Deutschlands Integration in die Weltwirtschaft von 1945 bis 1958

Term Paper , 2003 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. pol. Robert Kneschke (Author)

Politics - History of Political Systems
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Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Bundesrepublik Deutschland ist noch nicht gegründet worden. Die Alliierten Streitkräfte USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich teilen das Deutsche Reich in vier Besatzungszone auf. 1 Oberstes Regierungsorgan der Militärverwaltung wird der Alliierte Kontrollrat. In dieser Arbeit will ich untersuchen, wie die Wirtschaft Deutschlands nach dem Ende des Weltkrieges 1945 wieder in die Weltwirtschaft integriert wurde, aus welchen Gründen das geschah und mit welchen Mitteln. Begonnen wird 1945, weil hier die Wirtschaft nach dem Regimewechsel von der Kriegsproduktion Abschied nahm und sich auf neue Produktionsbereiche umstellen bzw. alte wieder aufnehmen musste. Es wird kurz die wirtschaftliche Lage Deutschlands und anderer Staaten beleuchtet und aus welchen Überlegungen heraus die Alliierten eine Wiedereingliederung Deutschlands forcieren wollten. Die einzelnen Mittel der Wiedereingliederung wie die Währungsreform, der Marshallplan etc. mit ihren Zielen und Wirkungen werden dargelegt. Die Untersuchung endet mit der Vereinbarung über die volle DM-Konvertibilität vom 29.12.1958. Mit diesem Schritt wurde eines der letzten Hindernisse auf dem Weg zu einer vollen Integration in die Weltwirtschaft beseitigt und Deutschland formal währungspolitisch gleichgestellt.

Die sowjetische Wirtschaftszone bzw. später die DDR wurde nicht einbezogen, da durch die Planwirtschaft in der DDR und den Handelsrestriktionen der westlichen Länder gegenüber dem Ostblock eine gemeinsame Wirtschaftspolitik nicht einfach möglich war, oft von politischen Überlegungen überlagert und deshalb eine gesonderte Arbeit erfordern würde.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangslage

2.1 Wirtschaftliche Situation Deutschlands nach 1945

2.2 weltwirtschaftliche Situation nach 1945

2.3 Überlegungen der Alliierten

3. Ablauf der Integration

3.1 Dollar-Klausel

3.2 Währungsreform

3.3. Marshallplan

3.4 Relativierung der Bedeutung von Währungsreform, Marshall-Plan und Dollar-Klausel

3.5 Exportorientierung und Korea-Boom

3.6 Internationale Vertragseinbindungen und soziale Gerechtigkeit

3.7 D-Mark-Konvertibilität

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der wirtschaftlichen Wiedereingliederung Deutschlands in die Weltwirtschaft im Zeitraum von 1945 bis 1958. Dabei wird analysiert, aus welchen Gründen und mit welchen spezifischen Instrumenten diese Integration durch die Alliierten forciert wurde, um Deutschland währungspolitisch gleichzustellen und in den westlichen Wirtschaftsraum einzubinden.

  • Analyse der wirtschaftlichen Ausgangslage nach 1945
  • Einfluss von Instrumenten wie Dollar-Klausel, Währungsreform und Marshallplan
  • Bedeutung der Exportorientierung und des Korea-Booms für den Wirtschaftsaufschwung
  • Internationale Vertragseinbindungen und soziale Absicherung
  • Erreichung der vollen D-Mark-Konvertibilität als Integrationsabschluss

Auszug aus dem Buch

2.2 Weltwirtschaftliche Situation nach 1945

Nicht nur das Deutsche Reich und die Alliierten Streitkräfte hatten während des Krieges hohe Ausgaben, auch die meisten anderen europäischen Länder sowie weitere am Krieg beteiligte Staaten mussten erhöhte Lasten tragen. Für Europa war bedeutend, dass Deutschland vor dem Krieg einer der wichtigsten Im- und Exporteure war, dessen Warenbewegungen nach Kriegsende vom Kontrollrat stark kontrolliert und limitiert wurden.

Frankreich und Großbritannien als ehemalige Großmächte mussten diesen Status an die USA abgeben, die sich deren "Abhängigkeit" durch Lieferungen von Kriegsmaterial erkauft hatten (Niehuss, Lindner 1998:18). Die USA selbst litten bei weitem nicht so stark unter den Folgen des Krieges wie zum Beispiel Frankreich und Großbritannien. Sie hatten weniger Menschenopfer zu beklagen und die Wirtschaft verzeichnete während des Krieges keine Einbußen. Stattdessen gab es eine Überproduktion, die durch die Wiedereingliederung der heimkehrenden Soldaten nur verstärkt wurde (Erdmann 1990:260).

Der us-amerikanische Außenminister George Marshall erkannte mit Blick auf Europa, dass "die sichtbare Verwüstung wohl weniger gravierend ist als die Tatsache, dass das gesamte Gefüge der europäischen Wirtschaft zerrissen wurde" (Bunzenthal 1997:9). Ähnlich äußerte sich der ehemalige us-amerikanische Präsident Hoover 1947: "Die Wirtschaft ganz Europas ist durch Austausch von Rohstoffen und Fabrikaten mit der deutschen Wirtschaft verflochten. Die Produktivität Europas kann nicht wiederhergestellt werden, ohne dass ein gesundes Deutschland zu dieser Produktivität beiträgt" (Benz 1998:14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Untersuchungsgegenstand der wirtschaftlichen Integration Deutschlands nach 1945 sowie die methodische Eingrenzung und zeitliche Fokussierung bis 1958.

2. Ausgangslage: In diesem Kapitel wird die wirtschaftliche Zerrüttung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die weltwirtschaftliche Situation und die strategischen Motive der Alliierten dargelegt.

3. Ablauf der Integration: Der Hauptteil analysiert die verschiedenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen wie Währungsreform, Marshallplan und D-Mark-Konvertibilität, die den Integrationsprozess strukturiert haben.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die erfolgreiche Wiedereingliederung Deutschlands in die Weltwirtschaft durch die liberale Welthandelsordnung und die stetige Zunahme der Exportkraft.

Schlüsselwörter

Deutschland, Weltwirtschaft, Integration, 1945-1958, Währungsreform, Marshallplan, Dollar-Klausel, Exportorientierung, Korea-Boom, D-Mark-Konvertibilität, Außenhandel, Westintegration, Alliierte, Wirtschaftswachstum, soziale Gerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Prozess, durch den Deutschland nach 1945 wieder in das globale Wirtschaftssystem integriert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die wirtschaftliche Lage in der Nachkriegszeit, die Rolle der Alliierten sowie die Entwicklung hin zu einer liberalen Welthandelsordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe und die spezifischen wirtschaftspolitischen Mittel zu analysieren, die zur Wiedereingliederung Deutschlands in den Weltmarkt führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und historischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Instrumenten wie der Dollar-Klausel, der Währungsreform von 1948 und dem Marshallplan sowie der späteren D-Mark-Konvertibilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Westintegration, Exportorientierung, Wirtschaftswachstum und internationale Vertragseinbindungen.

Warum wurde die sowjetische Besatzungszone nicht in die Analyse einbezogen?

Die Einbeziehung wurde aufgrund der unterschiedlichen politischen Systeme (Planwirtschaft im Osten) und der Handelsrestriktionen als nicht praktikabel für eine einheitliche Untersuchung bewertet.

Welche Rolle spielte der Korea-Krieg für die deutsche Wirtschaft?

Der Korea-Krieg wirkte als Konjunkturmotor, da er die internationale Nachfrage steigerte und Deutschland half, die Lohn-Preis-Schere zu schließen sowie zur zweitgrößten Welthandelsnation aufzusteigen.

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Details

Title
Deutschlands Integration in die Weltwirtschaft von 1945 bis 1958
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut (OSI))
Course
Das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland
Grade
2,0
Author
Dipl. pol. Robert Kneschke (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V22153
ISBN (eBook)
9783638255738
ISBN (Book)
9783640202966
Language
German
Tags
Deutschlands Integration Weltwirtschaft Wirtschaftssystem Bundesrepublik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. pol. Robert Kneschke (Author), 2003, Deutschlands Integration in die Weltwirtschaft von 1945 bis 1958, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22153
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