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Populäre Musik im Zeitalter der Globalisierung

Title: Populäre Musik im Zeitalter der Globalisierung

Seminar Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Bernhardt (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Das Thema dieser Arbeit lautet "Populäre Musik im Zeitalter der Globalisierung". Es soll hier untersucht werden, welchen Platz populäre Musik in der Globalisierung einnimmt und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Bevor die Betrachtung der Populärmusik beginnen kann, muss erst geklärt werden, was Musik in diesem Zusammenhang überhaupt ist und welche Funktionen sie hat, die Basis für den weiteren Verlauf muss deutlich werden. Danach komme ich zu der Annahme, dass die Musikindustrie einen enorm großen Einfluss auf die aktuelle Musik im Allgemeinen hat, jedoch keine Kontrolle über den Hörer ausüben kann. Diesen Einfluss kann die Industrie durch den gezielten Einsatz von Massenmedien, zusätzlich zu anderen Vermarktungsstrategien, stützen. Nach diesen Grundlagen kann der Fokus sich auf die Populärmusik richten. Eine Vielzahl von Definitionen zeigt, dass der Bereich Popmusik noch nicht eindeutig in all seinen Facetten eingeordnet werden kann. Hier soll es vordergründig um populäre Musik in der heutigen westlichen Welt gehen. Mit zwei Fallbeispielen möchte ich meine Behauptung stützen, dass es keine homogene Musikkultur mehr gibt, dass alle Kulturen eine internationale Musik praktizieren. Die Globalisierung hat neue Technologien und Massenmedien hervorgebracht, die große Entfernungen zwischen den Kulturen auf ein Minimum zusammenschrumpfen lassen. Davon bleibt kein Bereich innerhalb einer Kultur unberührt, auch die Musik nicht. Die Verbreitung geht rasend schnell vonstatten und beeinflusst sämtliche lokalen Traditionen. Darüber hinaus ist Musik auch Identitätsmarkierung. Besonders die Jugendlichen identifizieren sich ganz stark mit einer bestimmten Musik und definieren sich darüber. Dass das nicht nur in der westlichen Welt so ist, werden die Beispiele zeigen. Meine Arbeit ist gestützt durch Sekundärliteratur, die meine Ausführungen bestätigen soll. In diese Literatur binde ich persönliche Erfahrungen oder aktuelle Beispiele ein. Meine allgemeine Vorgehensweise ist, dass ich zuerst einen Begriff definiere und eingrenze, ihn in den Kontext bringe und dann erst speziell einen Bezug herstelle zu konkreten Sachverhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ausgangspunkt

2. Funktionen der Musik

3. Die Musikindustrie

4. Populäre Musik

5. Fallbeispiele

5.1 Indonesien

5.2 Japan

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert populärer Musik innerhalb globaler Prozesse und analysiert, welche Faktoren – insbesondere die Rolle der Musikindustrie und der Massenmedien – diesen Einfluss maßgeblich steuern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich lokale Musikkulturen durch die Verbreitung westlich geprägter Populärmusik verändern und ob eine homogene globale Musikkultur zu beobachten ist.

  • Die ökonomischen Strategien und Einflussmöglichkeiten der globalen Musikindustrie
  • Die Funktion von Musik als Medium zur Identitätsstiftung und Selbstverwirklichung
  • Die Auswirkungen technologischer Entwicklungen und Massenmedien auf lokale Musiktraditionen
  • Vergleichende Fallbeispiele zur Transformation von Musikkulturen in Indonesien und Japan

Auszug aus dem Buch

3. Die Musikindustrie

Der Begriff 'Musikindustrie' beinhaltet in sich schon die Aussage, dass Musik hier nicht nur ausschließlich unter dem kreativen Aspekt gesehen wird, sondern industriell verarbeitet wird, um zu einem Teil der Wirtschaft zu werden. Wir befinden uns im "Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit" (Binas 12.Aug.2000: Populäre Musik als Prototyp globalisierter Kultur), der technologische Fortschritt ermöglicht es uns, jeden erdenklichen Klang zu produzieren, zu speichern und wieder abzurufen. Das macht natürlich auch die Herstellung eines neuen Musikstücks wesentlich einfacher, denn die Technologien erlauben es, schon vorhandene Musik auf einer Computer-Basis so zu generieren, dass eine neue Musik daraus entsteht. So wird der kreative Prozess übergangen und Musikschreiben wird zu einem "permanenten und umfassenden Recycling" (Wicke 1997 a): Jazz, Rock und Popmusik).

Dadurch werden oft kritische Stimmen laut, die behaupten, die Plattenindustrie stelle "musikalische Wegwerfobjekte" (Rösing 1992: 312) her, die nur nach gängigen Trends und dem Gesetz der Ware entwickelt wurden. Kritiker betonen immer wieder, dass diese wenigen großen einflussreichen Firmen ein Musikstück zu einem Bündel verwertbarer Rechte mit Lizenzen reduzieren: "a good record is one that sells well" (Street 1986: 91). Street stellt weiterhin fest: "Making music is only about making money" (Street 1986: 92) und bemängelt die Tatsache, dass Firmen vordergründig nur am Verkauf ihres Produkts interessiert sind, nur Verträge und Geld sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Fragestellung definiert, welche Rolle populäre Musik in der Globalisierung einnimmt und inwiefern die Musikindustrie Einfluss auf lokale Kulturen ausübt.

1. Ausgangspunkt: Dieses Kapitel erläutert Musik als universales Kommunikationsphänomen, das jedoch kulturell unterschiedlich interpretiert wird und heute durch moderne Medien als Identitätsmerkmal fungiert.

2. Funktionen der Musik: Es werden die verschiedenen gesellschaftlichen und individuellen Funktionen der Musik analysiert, wobei besonders die Bedeutung als Mittel zur Identitätsbildung und Stressbewältigung hervorgehoben wird.

3. Die Musikindustrie: Das Kapitel beleuchtet die ökonomische Struktur der Musikindustrie, ihre Vermarktungsstrategien und den Einfluss von Massenmedien auf die globale Verbreitung von Musik.

4. Populäre Musik: Hier wird der Begriff der Popmusik theoretisch eingegrenzt und als Resultat industrialisierter Kulturproduktion verstanden, die durch 'Recycling' und transnationale Musikpraxis gekennzeichnet ist.

5. Fallbeispiele: Anhand der Beispiele Indonesien und Japan wird verdeutlicht, wie lokale Traditionen auf westlich geprägte Popmusik und technologische Neuerungen wie das Karaoke-Singen reagieren.

6. Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Globalisierung eine Synthese aus lokalen und westlichen Einflüssen fördert und Musik weiterhin eine zentrale Rolle in der jugendlichen Identitätsfindung spielt.

Schlüsselwörter

Populäre Musik, Globalisierung, Musikindustrie, Massenmedien, kulturelle Identität, Transnationale Musikpraxis, Musikethnologie, Indonesien, Japan, Popmusik, Technologischer Wandel, Identitätsmarkierung, Ethno-Pop, Musikkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle populärer Musik im Kontext der Globalisierung und untersucht, wie Musikindustrie und Medien lokale Traditionen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Organisation der Musikindustrie, der psychologischen Identitätsfunktion von Musik und der Transformation lokaler Musikkulturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch globale Verbreitungswege eine 'transnationale Musikpraxis' entsteht und wie diese mit regionalen Identitäten interagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt ihre Untersuchung auf eine Analyse vorhandener Sekundärliteratur, ergänzt durch theoretische Begriffsbestimmungen und Fallstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionen der Musik, die Machtstrukturen der Musikindustrie sowie die spezifischen Entwicklungen in den Ländern Indonesien und Japan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Populäre Musik, Globalisierung, transnationale Musikpraxis und Identitätsmarkierung sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Welche Rolle spielt das Karaoke-Phänomen in der Analyse von Japan?

Karaoke dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie durch Gruppendynamik und Harmoniestreben westliche und traditionelle Musikelemente in Japan miteinander verschmelzen.

Wie unterscheidet die Arbeit die Ansätze der indonesischen Musiker Rhoma Irama und Guruh Sukarnoputra?

Während Irama politische Missstände und Religion in seiner Musik thematisiert, steht bei Guruh der Disco-Stil und die kommerzielle Show-Performanz einer unbelasteten Elite im Vordergrund.

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Details

Title
Populäre Musik im Zeitalter der Globalisierung
College
University of Heidelberg  (Institut für Ethnologie)
Course
Seminar: Musikethnologie
Grade
1,0
Author
Andrea Bernhardt (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V22172
ISBN (eBook)
9783638255868
Language
German
Tags
Populäre Musik Zeitalter Globalisierung Seminar Musikethnologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Bernhardt (Author), 2002, Populäre Musik im Zeitalter der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22172
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