[...] In einem ersten Teil wird auf den aktuellen mediendidaktischen und medienpädagogischen Diskurs eingegangen, um anschließend durch eine ausführliche Betrachtung des Teilprojektes 2.2, welches im Rahmen des Forschungsprojektes „Virtualisierung im Bildungsbereich“ durchgeführt wurde, den aktuellen Forschungsstand aufzuzeigen. In einem weiteren Abschnitt wird die konkrete Einbeziehung neuer Medien in den Deutschunterricht untersucht und - vor dem Hintergrund der gemachten Erfahrungen des Teilprojektes 2.2 - eine sinnvolle Integration dieser neuen Medien in die schulische Lehre aufgezeigt. Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit auf Doppelnennungen wie z. B. Lehrer und Lehrerin verzichtet. Die männliche Formulierungsvariante steht somit für beide Geschlechter.
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung
B. Mediendidaktik – Medientheorie
C. Virtualisierung im Bildungsbereich – das Teilprojekt 2.2
I. Projektbeschreibung
II. Das Teilprojekt 2.2 - Virtuelle Lehr- Lernformen in deutschdidaktischen Seminaren
1. Wichtige Anliegen des Teilprojektes
a. Das ›deutschdidaktische‹ Anliegen
b. Das ›mediendidaktische‹ Anliegen
2. Bisher durchgeführte Seminare im Rahmen des Teilprojektes 2.2
a. Sprachdidaktische und sprachwissenschaftliche Seminare
aa. Aufbau des sprachdidaktischen Seminars „Aspekte der Textlinguistik: Text – Hypertext – Intertext“
bb. Didaktische Aspekte des sprachdidaktischen Seminars „Aspekte der Textlinguistik: Text – Hypertext – Intertext“
b. Literaturdidaktische und literaturwissenschaftliche Seminare
aa. Genauere Untersuchung der literaturwissenschaftlichen Seminare „Workshop Literaturgeschichte I und II“ unter Einbeziehung didaktischer Aspekte.
bb. Workshop Literaturgeschichte I
aaa. Aufbau des Seminars
bbb. Didaktische Aspekte des Seminars „Workshop Literaturgeschichte I“
cc. Workshop Literaturgeschichte II
aaa. Aufbau des Seminars
bbb. Didaktische Aspekte des Seminars „Workshop Literaturgeschichte II“
3. Erfahrungen und Konsequenzen aus den Seminaren „Workshop Literaturgeschichte I und II“
a. Newsgroup
b. Hypertext
c. Chat
4. Ausblick
D. Virtualisierung der Lehre – eine Option für die Schule?
I. Internet und Bildung
1. Geschichtlicher Hintergrund
2. Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft
3. Flexibilität
4. Informationen preiswert und unbegrenzt verfügbar
5. Bildung und Multimedialität
II. Möglichkeiten des Interneteinsatzes in der Schule
1. Internetbezogene Kompetenzen
2. Das Internet im Unterricht
3. Unterrichtsvorbereitung mit Hilfe des Internet
4. Das Internet als motivierendes Medium
5. Anmerkungen zum verantwortungsvollen Einsatz des Internet an Schulen
6. Publikation mit Hilfe des Internet
7. Projektarbeit mit dem Internet
III. Konkrete Einsatzmöglichkeiten netzbasierten Lernens im Deutschunterricht unter Einbeziehung der Erfahrungen aus dem Teilprojekt 2.2
1. Hypertext Literacy
2. Hypertext im Deutschunterricht
3. Chat im Deutschunterricht
4. Newsgroup im Deutschunterricht
IV. Das Medium Internet im Deutschunterricht – die Internetrecherche
1. Technische Grundlagen einer Internetrecherche
2. Exemplarisch durchgeführte Internetrecherche für den Deutschunterricht am Beispiel der „Aufklärung“ als literarischer Epoche
E. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Konsequenzen des Einsatzes netzbasierter Lehr-Lernformen, insbesondere des Internets, im Bildungsbereich. Ziel ist es, auf Basis der Erfahrungen aus dem universitären Teilprojekt „Virtualisierung im Bildungsbereich“ (VIB) Konzepte für eine sinnvolle Integration neuer Medien in den Deutschunterricht an Schulen zu entwickeln und Herausforderungen sowie Chancen zu beleuchten.
- Integration neuer Medien in die Lehre (Deutschdidaktik)
- Rolle des Internets im Schulunterricht und in der Unterrichtsvorbereitung
- Netzbasierte Kommunikation (Newsgroup, Chat) und ihre didaktische Bedeutung
- Hypertext als neues Medium der Wissensaneignung und Wissensvermittlung
- Anforderungen an Medienkompetenz bei Lehrern und Schülern
Auszug aus dem Buch
Die Rolle des Autors sowie die Rolle des Lesenden verändert sich in grundlegender Weise: Mit dem Aufkommen der Schriftlichkeit trat die Instanz des Autors hervor. Nun, beim Übergang von der Schriftlichkeit zur Digitalisierung des Wortes, tritt der Autor immer mehr in den Hintergrund. Dieses „in - den - Hintergrund - Treten“ des Autors ist eng mit einem Autoritäts- und Kontrollverlusts über den Text verbunden. Da die Frage nach der veränderten Autor bzw. Leserrolle in der Sekundärliteratur noch sehr umstritten ist, stehen an dieser Stelle zwei Zitate, die das Spektrum der Diskussion verdeutlichen sollen.
„Die individuelle Rezeptionsperspektive bestimmt die Abfolge der Textbausteine. Lesen ist nicht länger ein passiver Vorgang der Rezeption, sondern wird zu einem Prozess der kreativen Interaktion zwischen Leser, Autor und Text.“ Eine noch stärkere Gewichtung liegt für Heinz Moser bei dem Leser:
Dies bedeutet letztlich, daß sich die Autorität des Autors und seine Verfügung über den Text auflösen. Texte sind lediglich ein Relais, eine Schaltstelle, über die sich seine Leser auf andere Texte hin verzweigen und verteilen. Damit aber verschiebt sich das Gewicht definitiv auf die Seite des Lesers: er ist es, der als Flaneur im Web sich seinen eigenen Text konstruiert.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung: Einführung in die Problematik netzbasierter Lernformen und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
B. Mediendidaktik – Medientheorie: Theoretische Auseinandersetzung mit der notwendigen Erweiterung der Deutschdidaktik zur Mediendidaktik angesichts veränderter Kommunikationsformen.
C. Virtualisierung im Bildungsbereich – das Teilprojekt 2.2: Detaillierte Darstellung des Forschungs- und Teilprojekts zur Nutzung computerbasierter Medien in deutschdidaktischen Hochschulseminaren.
D. Virtualisierung der Lehre – eine Option für die Schule?: Transfer der hochschulischen Erkenntnisse auf den schulischen Kontext, inklusive praktischer Anwendungsbeispiele wie Internetrecherche und Einsatz von Hypertext.
E. Schlussbetrachtung: Fazit zur Integration neuer Medien und Plädoyer für eine reformorientierte Lehrerausbildung sowie eine strukturierte Medienkompetenz im Lehrplan.
Schlüsselwörter
Mediendidaktik, Internet, Hypertext, Deutschunterricht, Netzbasierte Lehre, Neue Medien, Literaturdidaktik, Newsgroup, Chat, Medienkompetenz, Wissensgesellschaft, Informatik, Textlinguistik, Internetrecherche, Schulunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen neuer Medien auf den Wissenserwerb und untersucht, wie netzbasierte Lehr-Lernformen sinnvoll in den Deutschunterricht, sowohl an der Hochschule als auch an der Schule, integriert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Mediendidaktik, dem Einsatz von Internet, Hypertext, Newsgroups und Chats im Unterricht sowie der Frage nach der veränderten Rolle von Autoren und Lesern im digitalen Zeitalter.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Konzepte für eine sinnvolle Integration neuer Medien in den Deutschunterricht zu entwickeln, indem Erfahrungen aus einem universitären Projekt auf den schulischen Kontext übertragen und kritisch reflektiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Reflexion der Erfahrungen und Abschlussevaluationen aus Seminaren des Projekts „Virtualisierung im Bildungsbereich“ (VIB).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Mediendidaktik, beschreibt detailliert die Vorgehensweise und Erfahrungen in speziellen Seminaren (Hypertext- und Workshop-Seminare) und überträgt diese Erkenntnisse auf den Schulunterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mediendidaktik, Internet, Hypertext, Deutschunterricht, Netzbasierte Lehre, Neue Medien, Literaturdidaktik und Medienkompetenz.
Welche Rolle spielt der "Hypertext" in den untersuchten Seminaren?
Der Hypertext dient sowohl als Untersuchungsgegenstand als auch als Arbeitsmittel. Die Teilnehmer mussten statt traditioneller Hausarbeiten eigene Hypertexte erstellen, was neue Formen der Textarbeit und Teamkooperation erforderte.
Warum ist eine "Regelvorgabe" für thematische Chats so wichtig?
Die Praxiserfahrungen zeigten, dass thematische Chats ohne strukturgebende Moderation und klare Regeln schnell zu inhaltlicher Beliebigkeit und „chaotischen Zuständen“ führen können.
- Quote paper
- Dariyusch Taghipour-Pasdar (Author), 2002, Zukunft der Bildung - Bildung der Zukunft - Überlegungen zum Projekt "Virtualisierung im Bildungsbereich" und einer möglichen Übertragung auf die Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22196