Anhand dieses Bildungstagebuches möchte ich die Entwicklung meines persönlichen Bildungsverständnisses, das heißt meinen Lernprozess im Verlauf der Lehrveranstaltung “Bildung im Wandel“, darstellen. Denn jegliche intensive und längere Auseinandersetzung bzw. Beschäftigung mit einem Thema, in diesem Fall mit “Bildung“, führt stets zu einem prozessähnlichen tieferen Verständnis und ermöglicht weitere Einsichten. Um einen derartigen Prozess bzw. Wandel in dieser Arbeit deutlich werden zu lassen, beschreibe ich zunächst mein Bildungsverständnis, welches ich am Anfang der Lehrveranstaltung besaß. Dies stellt sozusagen die Grundlage dar, von der alle meine weiteren Entwicklungen bezüglich meines Verständnisses von Bildung ausgingen. Im Anschluss daran werde ich meine Erkenntnisse, welche ich aus den behandelten Themen im Laufe der Lehrveranstaltung mitgenommen habe, aufführen. Dabei gehe ich insbesondere auf das Bildungskonzept von Wolfgang Klafki ein, da mich seine Denkweise hinsichtlich des Themas “Bildung“ im besonderen Maße beschäftigt und geprägt hat. Um jedoch auch einen Einblick darin zu geben bzw. für mich zu erhalten, was andere Menschen bezüglich des Themas “Bildung“ denken, stelle ich einige von mir am Ende der Lehrveranstaltung durchgeführten Gespräche und Interviews vor, die ich aufgrund meiner nun erworbenen Einsichten gut interpretieren kann bzw. die mir auch noch weitere Erkenntnisse brachten oder bereits schon erworbene Erkenntnisse bestätigten und meine Denkweise somit erweitert und gestärkt haben. Infolgedessen kann ich somit am Ende dieser Arbeit allgemein Schlussfolgerungen ziehen, inwiefern sich mein Bildungsverständnis während dieser Veranstaltung im Wesentlichen gewandelt hat.
Inhaltsverzeichnis
Das Ziel dieser Arbeit
1. Mein Bildungsverständnis zum Beginn der Lehrveranstaltung
2. Die Entwicklung meines Bildungsverständnisses in der Lehrveranstaltung bis zur Behandlung des Bildungskonzepts von Wolfgang Klafki
3. Das Bildungskonzept von Wolfgang Klafki
3.1. Zur Person Wolfgang Klafki
3.2. Darstellung und Interpretation seines Bildungskonzepts
3.3. Persönliche Stellungsnahme bezüglich seines Bildungskonzepts
4. Die weitere Entwicklung meines Bildungsverständnisses bis zum Ende der Lehrveranstaltung
5. Interviews bzw. Gespräche zum Thema “Bildung“
5.1. Überlegungen zu den Interviews bzw. Gesprächen
5.2. Darstellung der Interviews bzw. Gespräche
5.3. Auswertung der Interviews bzw. Gespräche
6. Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit dokumentiert den persönlichen Lernprozess der Autorin im Rahmen der Lehrveranstaltung „Bildung im Wandel“. Ziel ist es, den Wandel des eigenen Bildungsverständnisses durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Theorien und empirischen Interviews kritisch darzustellen und zu reflektieren.
- Reflexion des persönlichen Bildungsverständnisses zu Beginn und Ende der Veranstaltung.
- Auseinandersetzung mit historisch bedeutenden Bildungstheorien, insbesondere dem Konzept von Wolfgang Klafki.
- Empirische Untersuchung des Bildungsbegriffs durch Experten- und Alltagsgespräche.
- Analyse der Bedeutung von Allgemeinbildung in der heutigen Wissensgesellschaft.
Auszug aus dem Buch
3.2. Darstellung und Interpretation seines Bildungskonzepts
Wolfgang Klafki stellt in seiner Schrift “Abschied von der Aufklärung? Grundzüge eines bildungstheoretischen Gegenentwurfs“, welche 1985 veröffentlicht wurde, sein persönliches Bildungsverständnis bzw. sein Bildungskonzept für die damalige BRD vor.
In dieser Schrift entwickelt er Grundzüge eines zeitgemäßen und zukunftsorientierten Bildungsbegriff, welchen er in neun Bestimmungen bzw. Thesen charakterisiert und zugleich einige Konsequenzen für die Bildungspraxis zieht. Zudem zeigt er dabei auch, dass der von ihm umrissene Bildungsbegriff ein Begriff von Allgemeinbildung ist bzw. sein muss.
Diese neun Thesen seines Bildungskonzepts stelle ich nun im folgenden vor und interpretiere sie zugleich.
Zusammenfassung der Kapitel
Das Ziel dieser Arbeit: Einführung in die Zielsetzung, den Lernprozess darzustellen und die eigene Entwicklung im Kontext der Veranstaltung „Bildung im Wandel“ zu reflektieren.
1. Mein Bildungsverständnis zum Beginn der Lehrveranstaltung: Beschreibung der anfänglichen Auffassung von Bildung als lebenslangen Prozess der Selbstbildung und Orientierung im öffentlichen und privaten Raum.
2. Die Entwicklung meines Bildungsverständnisses in der Lehrveranstaltung bis zur Behandlung des Bildungskonzepts von Wolfgang Klafki: Auseinandersetzung mit verschiedenen historischen und aktuellen Bildungsbegriffen, die das anfängliche Verständnis schärften und kritisch hinterfragten.
3. Das Bildungskonzept von Wolfgang Klafki: Detaillierte Analyse und Interpretation der neun Thesen Klafkis zur „kritisch-konstruktiven Erziehungswissenschaft“ sowie eine persönliche Stellungnahme zur Realisierbarkeit.
4. Die weitere Entwicklung meines Bildungsverständnisses bis zum Ende der Lehrveranstaltung: Reflexion über die Bedeutung der Realschul-Bildungsaufträge und die PISA-Studie im Hinblick auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft.
5. Interviews bzw. Gespräche zum Thema “Bildung“: Durchführung, Darstellung und Auswertung von Gesprächen mit unterschiedlichen Personengruppen zum Bildungsverständnis.
6. Schlussfolgerungen: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Fazit zum gewandelten persönlichen Bildungsverständnis sowie dessen gesellschaftlicher Relevanz.
Schlüsselwörter
Bildung, Allgemeinbildung, Bildungsverständnis, Wolfgang Klafki, Wissensgesellschaft, Bildungsreform, Selbstbildung, Schlüsselprobleme, Erziehungswissenschaft, PISA-Studie, Bildungsauftrag, Individualisierung, Persönlichkeitsentwicklung, Gesellschaft, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein „Bildungstagebuch“, in dem die Autorin ihren persönlichen Lernprozess und die Entwicklung ihres Bildungsverständnisses während der Lehrveranstaltung „Bildung im Wandel“ protokolliert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Definition von Bildung, die historische Herleitung des Begriffs, die bildungstheoretischen Ansätze von Wolfgang Klafki sowie der Wandel der Bildungsanforderungen in der modernen Wissensgesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung des persönlichen Erkenntnisgewinns und die Reflexion darüber, wie sich ein Bildungsverständnis im Laufe einer intensiven Auseinandersetzung verändern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse (Bildungstheorien) und einer empirischen Komponente in Form von Experten- und Alltagsinterviews.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Interpretation der Thesen Klafkis, der Analyse von Lehrplänen sowie der Auswertung von durchgeführten Interviews zum Thema Bildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Allgemeinbildung, das Bildungskonzept von Wolfgang Klafki, Wissensgesellschaft und der individuelle Bildungsprozess.
Warum spielt die PISA-Studie in der Arbeit eine Rolle?
Die PISA-Studie dient der Autorin als Indikator dafür, dass das deutsche Bildungssystem vor Herausforderungen steht und sich das Bildungsverständnis an die Anforderungen einer komplexer werdenden Wissensgesellschaft anpassen muss.
Wie bewertet die Autorin die Realisierbarkeit von Klafkis Konzept?
Sie hält Klafkis Konzept für anspruchsvoll, aber realisierbar, sofern Pädagogen entsprechende Fortbildungen erhalten und die Schulen als Erfahrungsräume gestärkt werden.
- Arbeit zitieren
- Nicole Ruge (Autor:in), 2003, Bildungstagebuch - Bildung im Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22199