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Die Veränderung des Textbegriffes und die Zukunft des Buches im Hinblick auf die Entwicklung hypertextueller Strukturen

Title: Die Veränderung des Textbegriffes und die Zukunft des Buches im Hinblick auf die Entwicklung hypertextueller Strukturen

Seminar Paper , 2002 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benedict Rehbein (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Zu Beginn der Hausarbeit möchte ich einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Schreibens seit ihrer Erfindung geben, welcher dazu gedacht ist, die derzeit stattfindenden Entwicklungen und ihre Tragweite besser nachvollziehen zu können. Im Anschluss werden die verschiedenen Strukturen der Medien Buch und Hypertext erläutert und miteinander verglichen, bevor die Problematik der Textproduktion und –rezeption angesprochen wird. Auf dieser Grundlage soll der Begriff des „Hypertextes“ schließlich eingehender untersucht und auf seine Neuerungen überprüft werden – ist Hypertext Evolution oder Revolution der Schrift? Zum Ende hin möchte ich mögliche Folgen der neuen Techniken aufzeigen und einen Ausblick auf die Zukunft geben – die Zukunft des Buches.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Was ist ein Buch? Was ein Hypertext?

2. Zeitgeschichtliche Entwicklung des Schreibens

3. Die Struktur von Texten

3.1 Harte Strukturen

3.2 Weiche Strukturen

3.3 Buch und Hypertext: Ein struktureller Vergleich

4. Textproduktion und -rezeption

4.1 Textproduktion

4.1.1 Vorteile der modernen Textproduktion

4.1.2 Die Notwendigkeit von Zielgruppen

4.1.3 Der Horizont des Buches

4.2 Textrezeption

4.2.1 Abkehr vom linearen Lesen

4.2.2 Der Leser-Autor-Leser-Effekt

5. Nachteile der neuen Entwicklung

5.1 Schwäche der Technik: Die Lesbarkeit

5.2 Verschiebung der Nischen: Genuss, Kultur, Information

5.3 Qualität und Referenzen von Hypertext

5.4 Das Problem der Kommerzialisierung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Textbegriffs durch die Entstehung digitaler Hypertext-Strukturen und analysiert die Auswirkungen dieser technologischen Entwicklung auf die Zukunft des gedruckten Buches. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob der Hypertext eine Evolution oder Revolution der Schrift darstellt und wie die Koexistenz beider Medien zukünftig gestaltet werden kann.

  • Struktureller Vergleich zwischen gedrucktem Buch und Hypertext.
  • Veränderungen in den Prozessen der Textproduktion und -rezeption.
  • Analyse der Vor- und Nachteile hypertextueller Medienformate.
  • Diskussion der soziokulturellen Auswirkungen auf den Lese- und Autorenbegriff.
  • Bewertung der zukünftigen Nischen für das gedruckte Buch.

Auszug aus dem Buch

3.3 Buch und Hypertext: Ein struktureller Vergleich

Zwischen der Buchstruktur und einem Hypertext gibt es durchaus klare Übereinstimmungen – und ebenso klare Gegensätze. Anhand einer Gegenüberstellung Punkt für Punkt wird deutlich, dass ein Hypertext viele Vorteile des Buches übernommen und Nachteile nach Möglichkeit ausgeglichen hat. Die harte Struktur der beiden Medien unterscheidet sich fast völlig voneinander. Was beim Buch der Einband oder Buchdeckel ist, das ist beim Hypertext die umrahmende Benutzeroberfläche, zum Beispiel eine Webseite.

Ein Buch ist auf Papier gedruckt, während ein Hypertext nur als Ausgabe aneinandergereihter Pixel auf einem Bildschirm erscheint. Weiter sind Bücher für gewöhnlich linear aufgebaut (von links nach rechts, oben nach unten, vorne nach hinten wird gelesen), auf einen Hypertext trifft dies in keinster Weise zu. Im Unterschied zum gedruckten Text ist ein Hypertext außerdem flexibel, kann verändert, kopiert und an anderen Orten erneut gelesen werden. Bolter hält all diese Neuerungen der harten Struktur für eine Revolution: „Taken together, these hard structures constitute perhaps the greatest single technological change in the history of writing, principally because of their speed and autonomy of operation.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, den Wandel von der Buchkultur zur digitalen Hypertext-Struktur und deren Implikationen für die Zukunft des Lesens zu untersuchen.

1.1 Was ist ein Buch? Was ein Hypertext?: Definition der zentralen Begriffe unter Abgrenzung von Handschriften und anderen Printmedien sowie Einführung der hypertextuellen Non-Linearität.

2. Zeitgeschichtliche Entwicklung des Schreibens: Überblick über die historische Evolution der Schriftträger von Höhlenmalereien über den Papyrus bis hin zum digitalen Zeitalter.

3. Die Struktur von Texten: Erläuterung der Bedeutung von Textstrukturen als kultureller Ausdruck, unterteilt in die analytischen Kategorien harter und weicher Strukturen.

3.1 Harte Strukturen: Untersuchung der materiellen und physischen Eigenschaften eines Textmediums, wie Einband und Bindung.

3.2 Weiche Strukturen: Analyse der flexiblen Gestaltungselemente wie Schriftart, Layout, Interpunktion und grafische Aufbereitung.

3.3 Buch und Hypertext: Ein struktureller Vergleich: Direkte Gegenüberstellung der Medien hinsichtlich ihrer strukturellen Flexibilität, Navigationsmöglichkeiten und der technologischen Neuerungen.

4. Textproduktion und -rezeption: Betrachtung der computergestützten Veränderungen in der Erstellung von Texten und der veränderten Rolle des Autors.

4.1 Textproduktion: Untersuchung des Wandels vom manuellen Schreibprozess zur digitalen, flexiblen Textgenerierung.

4.1.1 Vorteile der modernen Textproduktion: Darstellung der Effizienzsteigerungen und Vereinfachungen durch den Einsatz moderner PC-Technologie im Satz und Layout.

4.1.2 Die Notwendigkeit von Zielgruppen: Analyse, wie das Internet die ökonomische Relevanz spezifischer Zielgruppen verändert hat.

4.1.3 Der Horizont des Buches: Diskussion der inhaltlichen Grenzen des klassischen Buches im Vergleich zur unendlichen Erweiterbarkeit von Hypertexten.

4.2 Textrezeption: Beschreibung der veränderten Lesegewohnheiten und der Abkehr von linearen Pfaden.

4.2.1 Abkehr vom linearen Lesen: Analyse, wie der Rezipient durch Hyperlinks eigene Pfade wählt und damit den Kontext des Textes aktiv mitgestaltet.

4.2.2 Der Leser-Autor-Leser-Effekt: Untersuchung der Machtverschiebung vom Autor hin zum aktiven "Wreader", der den Text kommentiert oder modifiziert.

5. Nachteile der neuen Entwicklung: Kritische Beleuchtung der Abhängigkeit von Hardware, Sicherheitsaspekten und technischer Barrieren.

5.1 Schwäche der Technik: Die Lesbarkeit: Reflexion über die physischen Belastungen durch Bildschirmarbeit im Vergleich zum Printmedium.

5.2 Verschiebung der Nischen: Genuss, Kultur, Information: Diskussion über die zukünftige Aufgabenverteilung zwischen Büchern als Genussmedium und Hypertexten für die gezielte Information.

5.3 Qualität und Referenzen von Hypertext: Untersuchung der Problematik unautorisierter Inhalte und fehlender Qualitätssicherung im Internet.

5.4 Das Problem der Kommerzialisierung: Analyse der Schwierigkeit, mit rein digitalen Hypertext-Produkten profitable Geschäftsmodelle zu etablieren.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Koexistenz von Buch und Hypertext und deren zukünftiger komplementärer Rolle.

Schlüsselwörter

Hypertext, Buch, Medienwandel, Textstruktur, Hyperlink, Digitalisierung, Leseverhalten, Textproduktion, Textrezeption, Wreader, Internet, Schriftkultur, Informationstechnologie, Medienkonvergenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Veränderung des Textbegriffs durch die Entwicklung hypertextueller Strukturen und hinterfragt, welche Konsequenzen dies für die Existenz und Zukunft des klassischen gedruckten Buches hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Schrift, der strukturellen Differenzierung von Textmedien, dem Wandel von Produktion und Rezeption sowie den Vor- und Nachteilen elektronischer gegenüber gedruckten Texten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der Hypertext das gedruckte Buch vollständig verdrängen wird oder ob eine komplementäre Koexistenz möglich ist, in der beide Medien ihre spezifischen Stärken ausspielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem gedruckte und elektronische Medien anhand ihrer strukturellen Eigenschaften (harte vs. weiche Strukturen) gegenübergestellt werden, ergänzt durch die Analyse aktueller Literatur und Studien.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Gegenüberstellung von Buch und Hypertext, die Analyse der veränderten Rollen von Autor und Leser sowie die kritische Betrachtung technischer und ökonomischer Nachteile der digitalen Medienwelt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hypertext, Non-Linearität, Wreader, Textstruktur und die Koexistenz von Print- und Digitalmedien definiert.

Wie verändert der Hypertext laut Autor das Verhältnis zwischen Autor und Leser?

Durch die Möglichkeit, den Text aktiv zu verändern, zu kommentieren oder eigene Navigationspfade zu wählen, schwindet die Kontrollmacht des Autors. Der Leser wird zum "Wreader" (Writer + Reader) und übernimmt eine gestaltende Rolle bei der Sinnkonstitution.

Warum ist das gedruckte Buch laut Fazit auch in Zukunft unverzichtbar?

Aufgrund seiner "haptischen Qualität", Unabhängigkeit von Hardware sowie seiner Eignung für vertiefte Lektüre und Unterhaltung bleibt das Buch ein kulturell unverzichtbares Medium, das eher durch Kooperation mit audiovisuellen Medien als durch Konkurrenz überlebt.

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Details

Title
Die Veränderung des Textbegriffes und die Zukunft des Buches im Hinblick auf die Entwicklung hypertextueller Strukturen
College
University of Leipzig  (Institut für KMW)
Course
Seminar Hypertext und Hypermedia
Grade
2,0
Author
Benedict Rehbein (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V22218
ISBN (eBook)
9783638256230
Language
German
Tags
Veränderung Textbegriffes Zukunft Buches Hinblick Entwicklung Strukturen Seminar Hypertext Hypermedia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedict Rehbein (Author), 2002, Die Veränderung des Textbegriffes und die Zukunft des Buches im Hinblick auf die Entwicklung hypertextueller Strukturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22218
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