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Notwendigkeit, Wirkung und Grenzen von Layout in Zeitungen

Title: Notwendigkeit, Wirkung und Grenzen von Layout in Zeitungen

Seminar Paper , 2002 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Benedict Rehbein (Author)

Communications - Print Media, Press
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Layout ist keine Modeerscheinung, die sich aus einer Laune herausgebildet hat, sondern eine über Jahrhunderte und immer noch stattfindende Entwicklung. Die ersten Zeitungen waren quasi ohne Layout erschienen oder hatten eine Trennlinie in der Mitte, um die Länge der einzelnen Zeilen etwas abzukürzen, denn: „Je breiter die Zeile ist, desto häufiger blicken Lesende zurück. Bei sehr breiten Zeilen kann es passieren, daß der Lesende, am Ende der Zeile angelangt, die Wörter vom Anfang aus seinem Ultrakurzzeitgedächtnis schon wieder vergessen hat; er muß zurück zum Anfang der Zeile, die er eben verlassen wollte.“ (Meissner 1992, S.42) Bereits früh in der Geschichte des Zeitungswesens bildete sich die gute Lesbarkeit als wichtige Eigenschaft einer Zeitung heraus. Zeitungen wie die „Regensburger Reichspost-Zeitung“ setzten 1741 aus diesem Grund den Text per Umbruch in zwei Spalten, um die einzelnen Zeilen nicht zu lang werden zu lassen. Eine Wertung, wie sie heute durch Layout besteht (siehe 2.3) oder inhaltliche Überschriften fehlten allerdings noch: Die Meldungen liefen von Spalte zu Spalte oder von einer Spalte zur nächsten Seite weiter (dies wird als „stumpf“ bezeichnet), getrennt wurden einzelne Informationen nur durch neue Datumsangaben. Für die Ersteller der Zeitung war diese Methode eine günstige, da sie die Zeitung Stück für Stück setzen und die jeweils neuesten Meldungen an die älteren anhängen konnten. Für den Leser war es allerdings eine schwere Aufgabe, nur bestimmte Artikel aus dem Gesamt-Blatt auszuwählen, er musste alles zumindest kurz überfliegen. Inzwischen besteht eine derartige Ordnung lediglich noch bei Lexika und größeren Nachschlagewerken (vgl. Brielmayer 1997, S.40).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Geschichte des Layouts

1.1 Die Überschrift

1.2 Bilder in der Zeitung

2. Funktion und Nutzen von Layout

2.1 Übersicht schaffen

2.2 Den Leser an die Zeitung binden

2.3 Eine Wertung vornehmen

2.3.1 Gewichtung von Artikeln

2.3.2 Bewertung der Zeitung selbst

3. Inhaltliche Muster

3.1 Typografie

3.1.1 Die Grundschrift

3.1.2 Die Auszeichnungsschrift

3.2 Rubrizierung, Kästen, Zwischentitel

3.3 Der Umbruch

3.3.1 Der Schachtelumbruch

3.3.2 Block- und Modularumbruch

3.4 Akzentuierung

3.4.1 Akzentuierung durch Typografie

3.4.2 Akzentuierung mit Bildern

4. Architektur

4.1 Formattypen

4.2 Die Buchstruktur

4.3 Problemfall Titelseite

5. Weiterführend

5.1 Sonderfälle

5.2 Die Diskussion um Textlängen

5.3 Grenzen der Wirkungsfähigkeit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung, die Wirkung sowie die methodischen Grenzen des Zeitungs-Layouts. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, wie gestalterische Elemente als journalistisches Instrument eingesetzt werden, um die Lesbarkeit zu fördern, Informationen zu gewichten und Leser nachhaltig an ein Medium zu binden.

  • Historische Entwicklung des Zeitungs-Layouts und der Einfluss auf die Lesegewohnheiten
  • Funktionale Aspekte von Typografie, Umbruchvarianten und Bildplatzierungen
  • Die strategische Bedeutung des Layouts für die Markenbildung und den Verkaufserfolg
  • Strukturelle Herausforderungen in der Architektur von Zeitungen, insbesondere bei der Gestaltung der Titelseite
  • Kritische Diskussion der Grenzen gestalterischer Wirkungsfähigkeit im Kontext von Wissenstransfer und Leserverhalten

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Der Schachtelumbruch

Beim Schachtelumbruch werden Artikel in Textblöcke zusammengefasst und mit der Überschrift versehen. Der Leser weiß in jedem Fall, welche Spalte zu welchem Text gehört und macht keine Lesefehler. Neben dieser zwingenden Ordnung ist der Aufbau eines Schachtelumbruches aber auch eine Art Kunstgebilde:

„Der Schachtelumbruch will von seiner Grundidee her eine Seite typografisch klar ordnen. Das ästhetische Ziel ist es, die Artikel trotz dieser Struktur zu verklammern, ineinander zu verschränken. Zu den Grundregeln des Schachtelumbruchs gehört deshalb, dass eine Seite weder einen Längs- noch einen Querbruch haben darf.“

Brielmayer 1997, S.46/47

Außer am Seitenkopf beginnen zudem keine Artikel auf derselben Höhe, was die einzelnen Überschriften besser zur Geltung bringt und sogenannte „Grabsteine“ (mehrere Einzeiler auf derselben Höhe) von vorneherein ausschließt. Der große Nachteil des Schachtelumbruchs: Die Zuordnung von Bildern wird erschwert und muss auf inhaltlicher Ebene erfolgen, was wiederum einen aufmerksamen Leser voraussetzt. All die aufgeführten Probleme des Schachtelumbruchs haben trotz seiner Reize schließlich dazu geführt, dass sich heutzutage überwiegend der Block- bzw. der Modularumbruch durchgesetzt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Geschichte des Layouts: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung nach, von den überschriftslosen Anfängen bis hin zur bewussten Nutzung des Layouts zur inhaltlichen Orientierung und Sortierung.

2. Funktion und Nutzen von Layout: Hier werden die zentralen Aufgaben des Layouts erläutert, wie das Schaffen von Übersicht, die Bindung des Lesers an die Zeitung und die bewusste Wertung von Inhalten.

3. Inhaltliche Muster: Dieser Abschnitt behandelt die technischen und gestalterischen Grundlagen, darunter Typografie, verschiedene Umbruchtechniken sowie Methoden der Akzentuierung durch Schrift und Bild.

4. Architektur: Das Kapitel vergleicht die Zeitungsstruktur mit der Architektur eines Hauses und analysiert verschiedene Formattypen sowie den Aufbau der Buchstruktur und die spezifische Problematik der Titelseite.

5. Weiterführend: Dieser Teil befasst sich mit Abweichungen vom Standard-Layout, der aktuellen Diskussion um optimale Textlängen sowie den prinzipiellen Wirkungs- und Erkenntnisgrenzen des Layouts.

Schlüsselwörter

Zeitungs-Layout, Typografie, Zeitungsarchitektur, Umbruch, Schachtelumbruch, Modularumbruch, Lesbarkeit, Medienwirkung, Boulevardzeitung, Tageszeitung, Printmedien, Akzentuierung, Informationstransfer, Lesebindung, Zeitungsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Layouts in Zeitungen als journalistisches und strukturelles Werkzeug, das die Wahrnehmung von Inhalten maßgeblich beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie des Layouts, funktionalen Aspekten wie Typografie und Umbruch sowie der strategischen Bedeutung der Gestaltung für die Zeitungsmarke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch gestalterische Entscheidungen Übersicht geschaffen, Artikel gewichtet und Leser trotz Informationsflut an ein Medium gebunden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Analyse auf Basis medienwissenschaftlicher Fachliteratur, welche die Theorie der Zeitungsgestaltung mit praktischen Anwendungsbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltlichen Muster des Layouts, die übergeordnete Architektur von Zeitungen und eine kritische Reflexion über die Grenzen der gestalterischen Wirkungskraft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind unter anderem Zeitungs-Layout, Typografie, Umbruchtechniken, Lesbarkeit, Medienwirkung und die Abgrenzung zwischen Information und Unterhaltung.

Warum ist der Schachtelumbruch heute eher selten zu finden?

Obwohl er ästhetisch anspruchsvoll ist, erschwert er die Zuordnung von Bildern zum Text und erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit vom Leser, weshalb sich effizientere Methoden durchgesetzt haben.

Inwiefern beeinflusst das Layout die Titelseite?

Die Titelseite gilt als schwierigstes Gebiet, da sie als Gratwanderung zwischen Informationsüberladung und zu wenig Anreiz fungiert und maßgeblich über den Einzelverkaufserfolg entscheidet.

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Details

Title
Notwendigkeit, Wirkung und Grenzen von Layout in Zeitungen
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Course
Methoden und Instrumente der PR
Grade
1,3
Author
Benedict Rehbein (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V22219
ISBN (eBook)
9783638256247
Language
German
Tags
Notwendigkeit Wirkung Grenzen Layout Zeitungen Methoden Instrumente
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedict Rehbein (Author), 2002, Notwendigkeit, Wirkung und Grenzen von Layout in Zeitungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22219
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