SEXUALERZIEHUNG IM BIOLOGIEUNTERRICHT - Eine Analyse und ein Vergleich der Lehrplaninhalte und Methoden sechs verschiedener Bundesländer


Seminararbeit, 2003
53 Seiten, Note: sehr gut
Nicole Ruge (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Ziel dieser Arbeit

2. Zu den Begriffen „Sexualität“ und „Sexualerziehung“
2.1. Zum Begriff “Sexualität“
2.2. Zum Begriff “Sexualerziehung“

3.Zur anfänglichen Problematik der schulischen Sexualerziehung

4. Überlegungen hinsichtlich einer sinnvollen Sexualerziehung
4.1. Meine persönliche Einstellung zur Sexualerziehung
4.2. Zu den Themenschwerpunkten und Unterrichtsinhalten
4.3. Zur Methodik

5. Analyse und Vergleich der Lehrplaninhalte und Methoden einzelner Bundesländer
5.1. Die Lehrplaninhalte und Methoden im Einzelnen
5.1.1. Baden Württemberg
5.1.2. Berlin
5.1.3. Hamburg
5.1.4. Hessen
5.1.5. Nordrhein-Westfalen
5.1.6. Rheinland-Pfalz
5.2. Zusammenfassende Übersicht
5.3. Vergleichende Aus- und Bewertung

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Ziel dieser Arbeit

Bevor ich auf das Ziel dieser Arbeit genauer eingehe, möchte ich im Folgenden einen kurzen geschichtlichen Rückblick hinsichtlich der Sexualerziehung geben.

Bis in das 17.Jahrhundert wurde die Kindheit nicht als eigenständige Phase des Lebens erkannt und ihr daher keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Kinder nahmen an der Erwachsenenwelt und zum Teil an ihrer Sexualität teil und wuchsen beiläufig in das geschlechtliche Leben hinein.

In der Epoche der Aufklärung ab Ende des 17.Jahrhunderts, in der sich das Bürgertums entwickelte und das industrielle Zeitalter mit neuen Leistungsanforderungen begann, wurde die unschuldige Kindheit entdeckt, die Notwendigkeit der Erziehung gesehen sowie auch bald die Gefährdung durch die Sexualität, wodurch somit ein Klima der Leibfeindlichkeit entstand.

Etwas verallgemeinernd lässt sich sagen, dass vom 18.Jahrundert bis in das 20.Jahrhundert hinein hinsichtlich der Sexualität bzw. Sexualerziehung die Unterweisung der Kinder in Verschleierungen und im Vorenthalten von Wissen als auch die Unterweisung der Jugend im Vermitteln von Halbwahrheiten bestand.

Jedoch setze durch die Erkenntnisse der Mediziner Richard Krafft-Ebing und Sigmund Freud, dass auch Kinder sexuelle Wesen sind und dass aus unterdrückter Sexualität tief greifende Persönlichkeitsstörungen hervorgehen können, im ersten Drittel des 20.Jahrhundert ein Umdenken ein. Dies wurde allerdings im Nationalsozialismus gestoppt und beim zaghaften Wiederbeginn einer Aufklärung in den 1950er-Jahren wieder aufgegriffen.

Neben der elterlichen Sexualerziehung, die in dieser Zeit sehr zurückhaltend war, begann in den 1960er-Jahren dann in einzelnen Bundesländern eine sachliche „Sexualkunde“ innerhalb des Biologieunterrichts, meist aber erst im pubertären Alter und mit einer sehr eingeschränkten Wissensvermittlung über die Biologie der menschlichen Fortpflanzung.[1]

Als am 3. Oktober 1968 jedoch aufgrund der Forderungen von Schüler- und Stundenunruhen die „Ständige Konferenz der Kultusminister“ (KMK), das höchste repräsentative Organ der Bildungspolitik, die „Empfehlungen zur geschlechtlichen Erziehung in der Schule“ veröffentlichte, wurde ein Meilenstein in der Sexualerziehung gesetzt. Denn damit wurde Sexualität erstmals von amtlicher Seite aus dem Zwielicht der Verdrängung und dem Ambiente der Lustfeindlichkeit geholt.

Die Empfehlungen jener Zeit zeigten größere didaktische Zusammenhänge auf und verordneten die Aufgabe der Sexualerziehung zwischen Elternhaus und Schule. Dabei waren die Kultusminister mit begründeten Argumenten der Meinung, dass die Erziehung zu einem verantwortlichen geschlechtlichen Verhaltens allseitig pädagogisch verankert sein müsse, dass heißt als durchgängiges Unterrichtsprinzip wahrgenommen werden müsse. Damit wurde kein Fach aus der Verantwortung entlassen, sich mit spezifischen Beiträgen an der Sexualerziehung zu beteiligen.

Mittlerweile ist die Sexualerziehung in allen Bundesländern als Teil des Erziehungsauftrages der Schule anerkannt. Dabei machten die einzelnen Bundesländer jeweils eigene Festlegungen hinsichtlich der schulischen Sexualerziehung bzw. entwickelten eigene Schulgesetze und Richtlinien zur Sexualerziehung und gestalteten ihre Lehrpläne dementsprechend, wobei das Unterrichtsfach Biologie neben den Unterrichtsfächern Religion, Sozialkunde, Deutsch und Kunst eine wesentlich bedeutende Stellung einnimmt.[2]

Welche verschieden Sichtweisen hinsichtlich der schulischen Sexualerziehung im Biologieunterricht wir heute in den einzelnen Bundesländern vorfinden, und welche Art von schulischer Sexualerziehung im Biologieunterricht in unserer pluralistischen Gesellschaft von Nöten bzw. angemessen als auch sinnvoll wäre, möchte ich anhand dieser Arbeit aufzeigen.

Demzufolge werde ich von sechs verschiedenen Bundesländern (Baden Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) die Biologielehrpläne der Klassenstufen 5 bis 10 als auch deren jeweiligen Unterrichtsmethoden im einzelnen analysieren, miteinander vergleichen und diese im Hinblick auf eine aus meiner Sicht heutige sinnvollen Sexualerziehung überprüfen.

Bevor ich jedoch auf die Analyse und auf den Vergleich der Lehrpläne und Methoden der einzelnen Bundesländer eingehe, möchte ich in Punkt 2 dieser Arbeit zunächst die Begriffe “Sexualität“ und “Sexualerziehung“ genauer definieren und in Punkt 3 die anfängliche Problematik der Sexualerziehung im Biologieunterricht nach 1968 darstellen.

Daraufhin werde ich meine persönlichen Überlegungen hinsichtlich einer aus meiner Sicht sinnvollen Sexualerziehung in Punkt 4 vorstellen, wobei ich hier allerdings nur die für die Analyse bzw. für den Vergleich der Bundesländer wesentlichen Aspekte aufführe.

Meiner Meinung nach bilden diese vier Punkte eine Basis dieser Arbeit, um die anschließende Analyse bzw. den anschließenden Vergleich der jeweiligen Bundesländer auf deren Sexualerziehung in Punkt 5 vornehmen und entsprechend bewerten zu können.

2. Zu den Begriffen

“Sexualität“ und “Sexualerziehung“

2.1. Zum Begriff “Sexualität“

Der Begriff Sexualität ist ein vielschichtiger Begriff, dessen Bedeutung sich nicht durch die einfache Übersetzung “Geschlechtlichkeit“ oder eine kurze Definition erfassen lässt.

Ursprünglich ist Sexualität ein „Phänomen, dass Lebewesen in zwei Geschlechtern (männlich und weiblich) vorkommen und sich geschlechtlich fortpflanzen“.[3]

Jedoch bezeichnet Sexualität darüber hinaus beim Menschen auch die Gesamtheit aller Lebensäußerungen, Empfindungen, Gefühle und Verhaltensweisen, die mit der Geschlechtlichkeit zusammenhängen. Das heißt zum Beispiel, sämtliche physischen und psychischen Körpererfahrungen, sämtliche Kommunikationen und Körpersprachen, welche im Hinblick mit der eigenen als auch mit der zwischenmenschlichen Sexualität gemacht werden. Demzufolge ist Sexualität, welche körperlich als auch geistig-seelisch wirksam ist und zum Wesen eines Menschen gehört, ein menschliches Grundbedürfnis, das sich in dem Wunsch nach körperlicher Lust, Wohlbefinden und Zärtlichkeit äußert.[4]

Somit versteht man heute unter Sexualität nicht nur den Geschlechtsverkehr, da Sexualität wie oben beschrieben auch mit Intimität, Erleben und Ausleben von Fantasein, mit Vertrauen und Sich–Öffnen als auch mit egoistischer Triebbefriedigung zu tun hat.

Allgemein gesehen ist die Sexualität auf keinen bestimmten Lebensabschnitt begrenzt, sondern sie stellt eine dem Menschen innewohnende Lebensenergie dar, die uns von Geburt an bis zum Tode begleitet und versorgt.[5] Aufgrund dessen kann von kindlicher Sexualität, Jugendsexualität, weiblicher Sexualität, männlicher Sexualität, Alterssexualität, etc. gesprochen werden.

Allerdings ist an dieser Stelle zu bemerken, dass sie in den einzelnen Lebensabschnitten aufgrund von entwicklungs- und erfahrungsbedingten Ursachen bzw. Bedingungen von unterschiedlicher Ausprägung ist.

Da des weiteren Menschen jedoch nicht instinktgesichert sind – wie es für die meisten Tiere zutrifft – und die menschliche Sexualität veränderbaren Normen unterliegt, muss Sexualität durch Erziehung ausgebildet und kultiviert werden, wodurch sie somit einen zentralen Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung und somit der Identität darstellt. Demzufolge ist die Sexualität aufgrund der eigenen Persönlichkeit eines jeden Menschen, die von Einflüssen wie Erziehung, Kultur und Gesellschaft sowie von Erfahrung geprägt wird, stets individuell verschieden.

Zusammenfassend kann man somit sagen, dass sich die Sexualität eines Menschen sich nicht nur auf Fortpflanzung und Lustgewinn beschränken lässt und man der menschlichen Sexualität auch vielfältige emotionale, soziale und handlungsbezogene Aspekte bzw. Funktionen zuschreiben kann. Die jedoch immer nur analytisch zu trennen sind und in unterschiedlicher Ausprägung auftreten, das heißt in ihren jeweiligen gesellschaftlichen Formen verschieden sein können. Arnulf Hopf nennt dabei fünf Aspekte:[6]

- Zeugungs- und Fortpflanzungsaspekt (z.B. biologische Tatsachen)
- Lustaspekt (z. B. gelebte Sexualität, Ängste, etc.)
- Identitätsaspekt / Persönlichkeitsaspekt (z.B. Geschlechtsrollen, sexuelle Neigungen, etc.)
- Beziehungsaspekt (z.B. Ich – Du – Zusammenhang, Liebe, etc)
- Kommunikationsaspekt (z.B. Versprachlichung sexuellen Erlebens, etc.)

2.2. Zum Begriff “Sexualerziehung“

Die Sexualerziehung ist ein Teilbereich der Sexualpädagogik, die eine theoriegeleitete Praxis darstellt und sich auf das Thema Sexualität in der Gesamterziehung bezieht. Sexualerziehung kann dabei als ein Teil der Sozial- und Gesundheitserziehung verstanden werden, die wiederum jeweils einen Aspekt der Gesamterziehung darstellen.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sexualerziehung

Sozialerziehung Gesundheitserziehung

Im Hinblick auf die Sexualerziehung kann man zwei Formen unterscheiden. Zum einen die intentionale Sexualerziehung , welche geplant und pädagogisch begründet vorgeht. Diese wird von denjenigen Bezugspersonen geleistet, die reflektiert und zielbewusst erzieherischen einen Einfluss auf ein Kind nehmen.

Und zum anderen die funktionale Sexualerziehung , bei der Menschen oder auch Medien beiläufig Normen, Werte und Standards vermitteln, obwohl hier eigentlich die Kriterien von Erziehung nicht zutreffen.[8]

Demzufolge sind für die gegenwärtige Sexualerziehung folgende Bereiche von Bedeutung bzw. beeinflussen diese:

Elternhaus / Familie Schule / Schulleben

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Medien / Gesellschaft Freunde / Gleichaltrige

Im Hinblick auf die intentionale Sexualerziehung lassen sich nach Lothar Staeck im Groben drei verschiedene Einstellungen oder Konzepte unterscheiden, welche man heutzutage antrifft:[9]

- offene repressive Einstellung
- versteckt repressive Einstellung
- emanzipatorische Einstellung

Die offene repressive Einstellung hinsichtlich der Sexualerziehung leugnet die kindliche Sexualität und sieht Geschlechtlichkeit nur im Zusammenhang mit der Fortpflanzung. Ihre Zielsetzung besteht von daher vor allem darin, dass die sexuelle Betätigung Jugendlicher durch Verbote eingeschränkt wird.

Die Selbstkontrolle wird in diesem Zusammenhang somit zum Schlüsselbegriff, sexuelle Handlungen – mit dem Ziel der Fortpflanzung – bleiben in der Ehe vorbehalten und der gesellschaftliche Bezug der Sexualität wird negiert. Dass die traditionellen Geschlechtsrollen fortgeschrieben werden, ist zudem hier eine Verständlichkeit. Des Weiteren werden Selbstbefriedigung als auch Homosexualität auf das Strengste verurteilt bzw. verachtet.

Hier wird demzufolge ausschließlich eine anatomische Sexualaufklärung oder Sexualkunde betrieben, welche auf einer rein informatorisch-kognitiven Ebene abläuft (reine Wissensvermittlung).

Die versteckt repressive Einstellung nimmt die Sexualität des Kindes und Jugendlichen zwar zur Kenntnis und bejaht sie auch, jedoch nicht immer expliziert.

Denn jegliche sexuelle Betätigungen Jugendlicher werden versucht möglichst lange hinauszuzögern. Auch das Nichthinterfragen des traditionellen Rollenverhaltens ist ebenfalls charakteristisch für diese Einstellung.

Zudem sind die Informationen, welche den Jugendlichen gegeben werden, überwiegend frei von affektiven Wertungen, so dass die Sexualität zu einem Gegenstand wird, über den entfremdet und unbetroffen geredet wird.

Die Sexualität wird demzufolge nicht in ihrem Kontext dargestellt, und gleichzeitig werden die Zusammenhänge zwischen Zwängen in der Sexualität und gesellschaftlichen Zwängen nicht zur Kenntnis genommen.

Eine ganzheitliche Sexualerziehung findet man in der emanzipatorischen Einstellung wieder. Diese nichtrepressive Denkweise setzt sich klar für eine positive Haltung gegenüber der Sexualität ein, indem sie explizit auch bei Kindern und Jugendlichen sexuellen Lustgewinn bejaht. Sexualität wird hier als positive Kraft verstanden, die als körperliche, geistig-seelische und soziale Lebensenergie dient. Man spricht nicht nur offen über Freude, die sexuelle Betätigungen bereiten können, sondern auch über die daraus resultierenden Probleme.

Zudem wendet man sich gegen Fremdbestimmung und Konformitätszwänge, fordert die Überwindung von Rollenstereotypen und Doppelmoral, die Verwirklichung von Gleichberechtigung der Geschlechter sowie die Anerkennung und Akzeptanz von sexuellen Minderheiten. Monogamie, Ehe und Familie werden als Werte an sich in Frage gestellt.

Ein weiteres Merkmal, welches die emanzipatorische Einstellung charakterisiert, stellt die Aufklärung des Einzelnen über die gesellschaftliche Bedingtheit der Sexualität dar, um die bestehenden Normen anzuerkennen und diese auf ihre Funktion hin zu analysieren. Damit will man erreichen, dass die Heranwachsenden sich frei oder gegen sie entscheiden können.

3. Zur anfänglichen Problematik der schulischen Sexualerziehung

Betrachtet man sich die Empfehlungen der KMK des Jahres 1968, welche die Aufgaben als auch die Lerninhalte der Sexualerziehung einheitlich für die bundesdeutschen Richtlinien zur Sexualerziehung bzw. Lehrpläne bis heute vorschreiben, so zeichnet sich deutlich eine Überinformation an Sexualaufklärung, also eine rein informatorisch-kognitive Ausrichtung ab bzw. es dominieren demnach biologische Themenbereiche, während eine Vorbereitung auf das Leben weitgehend ausgespart bleibt.

Lerninhalte der Sexualerziehung nach den Empfehlungen der KMK (1968):[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Welche Situation demzufolge in den ersten Jahren der schulischen Sexualerziehung vorherrschte, zeigt folgender Leserbrief eines 14jährigen Schülers von 1975:[11]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die rein faktische Sexualerziehung im Rahmen des Biologieunterrichts ist nicht ausreichend. Die geschlechtliche Beziehung zweier Menschen wird dort nämlich rein sachlich und mit Fremdwörtern geschildert, so dass der Schüler den nur biologischen und ohne jedes Gefühl geschilderten Vorgang mit dem der Tiere verwechselt könnte.

Es kann ja wohl auch kaum im Interesse unserer Regierung liegen, die Jugendlichen zu Tieren zu erziehen, die nur aus reinem Fortpflanzungstrieb miteinander schlafen, oder etwa zu verklemmten, verschüchterten Menschen, die unter einem Haufen medizinischer Fachausdrücke ihre Gefühle begraben haben.

aus: DIE ZEIT (1975)

In diesem Leserbrief wird somit deutlich offenbart, dass das biologische Fachwissen und damit der kognitive Bereich einseitig übertont wurde, während affektiv-emotionale Aspekte zu kurz kamen.

Denn vergleicht man die Interessen und Bedürfnisse der Schüler zu dieser Zeit, das heißt vom Jahre 1975, so wird deutlich, dass die Themen, die sie wirklich interessieren mit weitgehend emotionalen Fragen verknüpft waren bzw. sind und nicht auf biologisches Fachwissen hinauszielen.

Sexualerzieherische Themen, welche die Schüler gerne in ihrer Klasse behandelt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

haben möchten:[12]

Ich persönlich denke nicht, dass sich diese Interessen der Jugendlichen von damals weitgehend verändert haben.

Denn aufgrund der zunehmenden Offenheit in der heutigen Gesellschaft der Sexualität gegenüber, durch deren zunehmenden Toleranz des individuellen Sexuallebens eines Menschen als auch durch neue Probleme, wie zum Beispiel AIDS oder Medien, welche keine sexuellen Tabus mehr kennen, sind noch mehr emotionale und soziale Fragen hinzugetreten, auf deren Beantwortung und Thematisierung die Jugendlichen im Zusammenhang mit der schulischen Sexualerziehung warten.

Ob die einzelnen Bundesländer hierauf reagiert haben und ihre Lehrpläne als auch deren Methoden entsprechend ausgerichtet haben, wird sich später noch herausstellen.

Welche Überlegungen ich jedoch persönlich hinsichtlich dieser Problematik bzw. hinsichtlich einer heutigen sinnvollen Sexualerziehung im Zusammenhang mit Themeninhalten sowie mit der Methodik im Biologieunterricht gemacht habe, möchte ich im Folgenden Punkt näher erläutern.

[...]


[1] Vgl. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2001: Begriff „Sexualerziehung“

[2] Vgl. BZgA; 1995: Richtlinien und Lehrpläne zur Sexualerziehung, S.6 f

[3] Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2001: Begriff „Sexualität“

[4] Vgl. Hopf, Arnulf; 2002: Sexualerziehung – Unterrichtsprinzip in allen Fächern, S.12

[5] Vgl. Staeck, Lothar; 2002: Die Fundgrube zur Sexualerziehung, S.13

[6] Vgl. Hopf, Arnulf; 2002: Sexualerziehung – Unterrichtsprinzip in allen Fächern, S.13

[7] Vgl. Hopf, Arnulf; 2002: Sexualerziehung – Unterrichtsprinzip in allen Fächern, S.13 f

[8] Vgl. Eschenhagen/Kattmann/Rodi; 2001: Fachdidaktik Biologie, S.98 f

[9] Vgl. Staeck, Lothar; 1995: Zeitgemäßer Biologieunterricht, S.208 ff

[10] Vgl. Staeck, Lothar; 1995: Zeitgemäßer Biologieunterricht, S.206

[11] Vgl. Staeck, Lothar; 1995: Zeitgemäßer Biologieunterricht, S.204

[12] Vgl. Kattmann, Ulrich; 1975: Sexualität des Menschen,S.10

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten

Details

Titel
SEXUALERZIEHUNG IM BIOLOGIEUNTERRICHT - Eine Analyse und ein Vergleich der Lehrplaninhalte und Methoden sechs verschiedener Bundesländer
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten  (Biologie)
Veranstaltung
Die Arbeit mit dem Schulbuch
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
53
Katalognummer
V22253
ISBN (eBook)
9783638256483
Dateigröße
883 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SEXUALERZIEHUNG, BIOLOGIEUNTERRICHT, Eine, Analyse, Vergleich, Lehrplaninhalte, Methoden, Bundesländer, Arbeit, Schulbuch
Arbeit zitieren
Nicole Ruge (Autor), 2003, SEXUALERZIEHUNG IM BIOLOGIEUNTERRICHT - Eine Analyse und ein Vergleich der Lehrplaninhalte und Methoden sechs verschiedener Bundesländer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22253

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