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Vergleich der Ansätze Piagets und Kohlbergs zur Moralentwicklung

Título: Vergleich der Ansätze Piagets und Kohlbergs zur Moralentwicklung

Trabajo de Seminario , 1999 , 21 Páginas , Calificación: Gut

Autor:in: Angelika Hülsdunk (Autor)

Psicología - Psicología del desarrollo
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Moral ist ein System von Glaubenssätzen und Werthaltungen, dem das Urteilen über richtige und falsche Handlungen zugrundegelegt wird. Sie stellt sicher, dass Menschen ihre Verpflichtungen anderen Mitgliedern der Gesellschaft gegenüber einhalten und so handeln, dass sie die Rechte und Interessen der anderen nicht verletzen. Bebies sind „amoralisch“ – weder moralisch noch unmoralisch, ihnen fehlt einfach jedes Verständnis zwischenmenschlicher Verantwortung. Die Entwicklung dieses Verständnisses ist ein wichtiger Bestandteil der Sozialisation. Die moralische Entwicklung nach Piaget und Kohlberg, ist ein selbstregulierter kognitiver Prozess der Entwicklungslogik moralischer Urteile bei Handlungskonflikten (was soll getan bzw. unterlassen werden). Rekonstruiert wird das moralische Urteil über moralisches Argumentieren von sozialethischen Problemen auf den Ebenen Gewalt und Strafe, Recht und Ordnung, Gerechtigkeit. Die moralische Entwicklung wird in der genetisch strukturellen Moralpsychologie bei Piaget und Kohlberg in 3 Hauptstadien mit jeweils zwei Stufen dargestellt. In Erweiterung einer personalen Moralentwicklung wird eine institutionelle Moralentwicklung als Entfaltung von Gerechtigkeitsstrukturen beschrieben (Eckensberger, 1981) Moralische Normen als Richtlinien des Handeln sind auch Standards für die Bewertung eigenen und fremden Verhaltens, die sich äußert als moralische Befriedigung und Schuldgefühl, in Versuchen der Wiedergutmachung, moralischer Anerkennung, Entrüstung, Schuldvorwurf und Strafe. Diese Bewertungen setzen auch ein Urteil über die Verantwortlichkeit voraus. Die Zurechnung einer Handlung, einer Tat zu einer Person, setzt voraus, dass diese verantwortlich war. (Montada, 1998)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Moralentwicklung

2.1. Die Ansätze Piagets und Kohlbergs

2.2. Moralisches Wissen versus moralische Motivation

2.3. Emotionale Perspektivenübernahme und Empathie

3. Diskussionsteil und Zusammenfassung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Ansätze von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg zur Moralentwicklung kritisch gegenüberzustellen und die kognitiven sowie motivationalen Prozesse zu beleuchten, die moralischem Urteilen und Handeln zugrunde liegen.

  • Vergleich der Entwicklungsmodelle von Piaget und Kohlberg
  • Die Differenzierung zwischen moralischem Wissen und moralischer Motivation
  • Bedeutung emotionaler Perspektivenübernahme und Empathie für die Sozialisation
  • Stufenmodelle des moralischen Urteils und deren kulturelle sowie entwicklungspsychologische Validität

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Ansätze Piagets und Kohlbergs:

Die erste große Untersuchung über das moralische Urteil beim Kind wurde von Piaget (Lutte, Mönks und Sarti; 1969) durchgeführt. Sein Ziel war es, die moralische Entwicklung mit der allgemeinen kognitiven Entwicklung des Kindes zu verbinden. Während das Kind die Stufen der kognitiven Entwicklung durchläuft, gewichtet es Handlungsergebnis und Handlungsintention auf unterschiedliche Weisen.

Viele der Forschungen zur Moralentwicklung wurden durch ein Buch Jean Piagets (1932/1983) angeregt, in dem dieser über umfangreiche Befragungen von fünf bis dreizehn Jahre alten Kindern berichtet. So fragte er diese unter anderem nach der Verteilung von Gütern und Pflichten und der Gerechtigkeit unterschiedlicher Strafen für ein Vergehen. Aufgrund der Antworten der Kinder unterschied er dann zwei Stadien der moralischen Entwicklung:

1.) Das erste nannte er das Stadium der Heteronomie: Die Regeln werden durch Autoritäten gesetzt, die auch berechtigt sind, Abweichungen zu bestrafen. Gut und böse oder ungerecht ist das, was die Autoritäten so bezeichnen.

2.) Dieses Stadium wird abgelöst durch die Autonomie. Die Heranwachsenden entscheiden nun selbst mit, was gut und richtig ist, sie vereinbaren die Gebote und Verbote, die Spielregeln und zwar unter Bezugnahme auf Maßstäbe der Gerechtigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert grundlegende Begriffe der Moral als System von Werthaltungen und skizziert die moralische Entwicklung als kognitiven Prozess im Kontext der Sozialisation.

2. Moralentwicklung: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Modelle von Piaget und Kohlberg gegenüber, untersucht das Verhältnis von Wissen zu Motivation und analysiert die Rolle von Empathie.

2.1. Die Ansätze Piagets und Kohlbergs: Hier werden die spezifischen Stufenmodelle (Heteronomie vs. Autonomie bei Piaget; präkonventionell bis postkonventionell bei Kohlberg) detailliert analysiert und anhand von Beispielen wie dem Heinz-Dilemma erläutert.

2.2. Moralisches Wissen versus moralische Motivation: Dieses Kapitel hinterfragt die Annahme einer Einheit von Urteil und Handeln und zeigt, dass die Entwicklung moralischer Motivation eine eigenständige Facette darstellt.

2.3. Emotionale Perspektivenübernahme und Empathie: Dieser Abschnitt beschreibt die Entwicklung empathischer Fähigkeiten bei Kleinkindern und deren Bedeutung für das Verständnis fremder Gefühlslagen.

3. Diskussionsteil und Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die soziale Interaktion als Basis der Moralentwicklung sowie den systematischen Fortschritt in Kohlbergs Theorie.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Werke aufgelistet.

Schlüsselwörter

Moralentwicklung, Piaget, Kohlberg, moralisches Urteil, moralische Motivation, Heteronomie, Autonomie, Empathie, Perspektivenübernahme, Gerechtigkeit, Heinz-Dilemma, Sozialisation, Kognitive Entwicklung, Regelverständnis, Moralische Normen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Vergleich der entwicklungspsychologischen Ansätze von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg im Hinblick auf die moralische Entwicklung des Kindes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Stufenmodelle moralischen Urteilens, die Differenzierung zwischen Wissen und Motivation sowie die Bedeutung von Empathie und emotionaler Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretische Herleitung moralischer Urteilsprozesse darzustellen und aufzuzeigen, wie sich die Fähigkeit zur moralischen Bewertung von der Kindheit bis zur Adoleszenz entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die klassische Studien von Piaget und Kohlberg zusammenfasst und durch aktuelle Erkenntnisse zur moralischen Motivation und Empathie ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Stadien der Moralentwicklung, diskutiert die Bedeutung von moralischen Dilemmata und reflektiert die Kritikpunkte an der Universalität der Kohlbergschen Stufen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Moralentwicklung, kognitive Entwicklung, moralische Urteilsfähigkeit, Empathie und das Verständnis für soziale Regeln.

Was zeichnet den Übergang vom heteronomen zum autonomen Stadium bei Piaget aus?

Der Übergang markiert den Wechsel von einer Moral, die durch externe Autoritäten bestimmt wird, hin zu einer eigenverantwortlichen Moral, die auf gegenseitiger Vereinbarung und Gerechtigkeit basiert.

Warum ist das Heinz-Dilemma für die Theorie von Kohlberg von zentraler Bedeutung?

Es dient als diagnostisches Instrument, um anhand der Begründungsstruktur der Versuchspersonen deren jeweiliges moralisches Entwicklungsniveau zu bestimmen.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Vergleich der Ansätze Piagets und Kohlbergs zur Moralentwicklung
Universidad
University of Innsbruck  (Institut für Psychologie)
Calificación
Gut
Autor
Angelika Hülsdunk (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
21
No. de catálogo
V22275
ISBN (Ebook)
9783638256650
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vergleich Ansätze Piagets Kohlbergs Moralentwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Angelika Hülsdunk (Autor), 1999, Vergleich der Ansätze Piagets und Kohlbergs zur Moralentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22275
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