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Stabilisierungspolitik: Wachstum und Ungleichheit

Titel: Stabilisierungspolitik: Wachstum und Ungleichheit

Seminararbeit , 2004 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Kay Schneider (Autor:in)

VWL - Konjunktur und Wachstum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bis Mitte der achtziger Jahre wurde das wirtschaftliche Wachstum einer Volkswirtschaft durch exogen vorgegebene Einflussgrößen erklärt. Mit dem Einzug der modernen endogenen Wachstumstheorie wurde diese veraltete Sichtweise überholt. Es wird nunmehr versucht, das Wirtschaftswachstum durch endogene Mechanismen zu erklären und Zusammenhänge zwischen möglichen Einflussgrößen zu durchleuchten. Hierbei steht unter anderen die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Ungleichheit der Einkommensverteilung innerhalb einer Volkswirtschaft auf das Wirtschaftswachstum auswirken kann. Darüber hinaus interessant ist, ob und wie die Politik durch Umverteilungsmaßnahmen Einfluss auf die Einkommensungleichheit und somit auf das Investitionsverhalten der Menschen und das Wirtschaftswachstum ausüben kann. Zum Versuch, diese Fragen zu beantworten, ist diese Arbeit wie folgt gegliedert: Zunächst werden in Kapitel zwei einige grundlegenden Informationen zur Begrifflichkeit und zur Ermittlung von Ungleichheiten der Einkommensverteilung gegeben, bevor ich die Lorenzkurve, an der das Ausmaß der Ungleichheit verdeutlicht werden kann, darstelle. Anschließend erörtere ich einige mögliche Ursachen für die Existenz von Einkommensungleichheiten. Kapitel drei behandelt den wichtigen Beitrag von Kuznets aus dem Jahre 1955, der die Veränderung der Ungleichheit im Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung zum Thema hat, sowie seine empirische Relevanz für heutige Forschungen. Im vierten Kapitel werde ich drei verschiedene Ansätze zur Klärung des Zusammenhangs zwischen Ungleichheit, Umverteilung und Wachstum vorstellen, die alle aus den neunziger Jahren stammen und somit hohe Aktualität besitzen. Mit einigen Schlussbemerkungen in Kapitel fünf schließe ich die Arbeit dann ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ungleichheit der Einkommensverteilung

2.1 Die Lorenzkurve

2.2 Ursachen für die Ungleichheit der Einkommensverteilung

3. Das Zwei Sektoren Modell und die Kuznets-Kurve

3.1 Empirische Relevanz des Ansatzes von Kuznets

4. Auswirkungen der Ungleichheit der Einkommensverteilung auf das Wirtschaftswachstum

4.1 Das Modell von Alesina und Rodrik (1994)

4.2 Auswirkung von Ungleichheit und Umverteilung auf die Effizienz des Einsatzes von Ressourcen

4.3 Der Ansatz von Barro (1999)

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Ungleichheit der Einkommensverteilung und dem Wirtschaftswachstum innerhalb einer Volkswirtschaft. Dabei wird analysiert, wie politische Umverteilungsmaßnahmen das Investitionsverhalten und somit die Wachstumsraten beeinflussen können.

  • Grundlagen der Einkommensverteilung und deren Messung
  • Die Kuznets-Kurve und ihre empirische Relevanz
  • Polit-ökonomische Modelle der Umverteilung (Alesina und Rodrik)
  • Einfluss von unvollkommenen Kapitalmärkten auf Humankapitalbildung (Benabou)
  • Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Ungleichheit und Wachstum (Barro)

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Modell von Alesina und Rodrik (1994)

In ihrer Untersuchung konzentrieren sich Alesina und Rodrik auf die Frage, wie die politischen Bemühungen um die Einkommensverteilung von der ursprünglichen Ressourcenverteilung beeinflusst werden und welche Auswirkungen sie auf das langfristige Wirtschaftswachstum haben. Sie stellen die These auf, dass Ungleichheit auf Wachstum verlangsamende Politik zurückzuführen ist.

Das Wirtschaftswachstum wird durch die Erhöhung des Kapitalstocks determiniert, der seinerseits vom individuellen Sparverhalten der Menschen abhängt. Die dem Modell zugrunde liegende aggregierte Produktionsfunktion ist linearhomogen bezüglich Kapital und produktiven Staatsausgaben. Die Staatsausgaben werden durch eine Kapitalsteuer finanziert. Durch die Heterogenität des Kapitalbesitzes der einzelnen Individuen ist es schwer, eine optimale Steuerrate zu finden. Menschen, die ihr gesamtes Einkommen aus ihrem Vermögen generieren, bevorzugen diejenige Steuerrate, die das höchste Wirtschaftswachstum hervorbringt. Dagegen bevorzugen die Menschen eine höhere Kapitalsteuer, die das Wachstum hemmt, umso mehr, je geringer ihr Anteil am Gesamtkapital ist. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, wenden Alesina und Rodrik das Median-Wähler-Theorem an. Die Regierung erhebt demnach die Steuerrate, die der Median-Wähler präferiert. Dabei ist der Median-Wähler umso besser mit Kapital ausgestattet, je gleicher die Verteilung innerhalb der Volkswirtschaft ist. Umso niedriger ist auch die gleichgewichtige Steuerrate und umso höher ist das Wirtschaftswachstum. Es ist zu beachten, dass die Kapitalsteuer als Metapher für jegliche Umverteilungspolitik, die die Sparneigung senkt, zu interpretieren ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die endogene Wachstumstheorie ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und Wirtschaftswachstum.

2. Ungleichheit der Einkommensverteilung: Es werden grundlegende Konzepte wie die Lorenzkurve und Gini-Koeffizienten zur Messung von Einkommensunterschieden sowie deren Ursachen erläutert.

3. Das Zwei Sektoren Modell und die Kuznets-Kurve: Das Kapitel behandelt die Hypothese von Kuznets zur zeitlichen Entwicklung der Ungleichheit und deren empirische Relevanz in der Forschung.

4. Auswirkungen der Ungleichheit der Einkommensverteilung auf das Wirtschaftswachstum: In diesem Hauptteil werden drei theoretische Modelle (Alesina/Rodrik, Benabou, Barro) vorgestellt, die den Einfluss von Ungleichheit auf Wachstum untersuchen.

5. Schlussbemerkungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass zwar ein Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Wachstum besteht, dieser jedoch stark von den zugrunde liegenden ökonomischen Annahmen abhängt.

Schlüsselwörter

Wirtschaftswachstum, Einkommensverteilung, Ungleichheit, Lorenzkurve, Kuznets-Kurve, Umverteilungspolitik, Endogene Wachstumstheorie, Kapitalakkumulation, Median-Wähler-Theorem, Humankapital, Kapitalmarktunvollkommenheit, Investitionsverhalten, Faktorausstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Ungleichheit der Einkommensverteilung innerhalb einer Volkswirtschaft auf deren wirtschaftliches Wachstum auswirkt und welche Rolle staatliche Umverteilungsmaßnahmen dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Messung von Ungleichheit mittels Lorenzkurven, die historische Kuznets-Hypothese sowie moderne polit-ökonomische Modelle zu Wachstum und Umverteilung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Ressourcenverteilung, politischer Umverteilung und langfristigem Wirtschaftswachstum durch verschiedene wissenschaftliche Modelle zu durchleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden theoretische Modelle aus der Literatur (u.a. Alesina/Rodrik, Benabou, Barro) gegenübergestellt und deren Aussagen anhand der zugrunde liegenden mathematischen und ökonomischen Annahmen diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kuznets-Kurve und drei spezifische Ansätze, die den Effekt von Ungleichheit auf Investitionen und Wachstum auf Basis unterschiedlicher Marktbedingungen (z.B. vollkommene vs. unvollkommene Kapitalmärkte) untersuchen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie endogene Wachstumstheorie, Einkommensungleichheit, Umverteilungspolitik, Kapitalsteuer und Median-Wähler-Theorem definieren.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Benabou von dem von Alesina und Rodrik?

Während Alesina und Rodrik den Fokus auf die politischen Konflikte zwischen Einkommensgruppen und die daraus resultierende Kapitalbesteuerung legen, berücksichtigt Benabou zusätzlich die Bildung von Humankapital bei Vorliegen unvollkommener Kapitalmärkte.

Zu welchem Ergebnis kommt Barro in seiner Studie von 1999?

Barro stellt fest, dass der Effekt der Ungleichheit auf das Wachstum bei ärmeren Ländern negativ, bei reicheren Ländern jedoch positiv sein kann, was einen Zielkonflikt bei der Umverteilung nahelegt.

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Details

Titel
Stabilisierungspolitik: Wachstum und Ungleichheit
Hochschule
Universität Bielefeld  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftspolitik, Universität Bielefeld, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar zur Stabilisierungspolitik
Note
2,0
Autor
Kay Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V22331
ISBN (eBook)
9783638257015
ISBN (Buch)
9783656058793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stabilisierungspolitik Wachstum Ungleichheit Seminar Stabilisierungspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kay Schneider (Autor:in), 2004, Stabilisierungspolitik: Wachstum und Ungleichheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22331
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