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Die großen Sammler von Kunstwerken im 19. Jahrhundert und ihre Bedeutung

Title: Die großen Sammler von Kunstwerken im 19. Jahrhundert und ihre Bedeutung

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 19 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Antonina Kostretska (Author)

Art - Miscellaneous
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Das Sammeln von Kunst war vom 16. bis zum 18. Jahrhundert Ausdruck und Manifestation einer anerkannten Macht und reflektierte einen sozialen Status, der zugleich die Voraussetzung für die Entstehung der Sammlung und deren angemessene Präsentation war. Der Verlust dieses Status bzw. der Zusammenbruch des ihn tragenden politischen Systems führte auch meistens zur Zerstreuung der Sammlung.
Abgesehen von den durch Napoleon bewirkten Standortwechseln von Kunstwerken kurz vor 1800 hat die Geschichte und Struktur des privaten Sammlungswesens während des 19. und 20. Jahrhunderts das Interesse der Kunstgeschichte bisher nur punktuell geweckt. Zwar wurden in den letzten Jahren einzelne Sammlungen der Öffentlichkeit in Form von Ausstellungen präsentiert, aber es fehlt bislang der Versuch, die Sammeltätigkeit der beiden Jahrhunderte einer Analyse zu unterziehen, die sich übergreifend mit den Fragen nach den Motivationen und dem Vorgehen der Sammler befasst und die nach den Sammlungsanreizen, nach den Kriterien der Auswahl, nach den Strategien des Erwerbs, nach den Beratern und nach der wissenschaftlichen Bearbeitung fragt.

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Inhaltverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Sammeln als menschliche Leidenschaft

3. Bekanntschaft mit bedeutenden Sammlern.

4. Von Sammlung bis Ausstellung und Museum

5. Geschichte der bürgerlichen Sammlungen

6. Künstler – Sammler

7. Gesellschaft, Kunst und Sammler

8. Museologische Betrachtungsweise zu Sammlungen

9. Adolf Friedrich Graf von Schack

10. Pawel Micheilowitrsch Tretjakow

11. Abschluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung privater Kunstsammler im 19. Jahrhundert, ihre Motivationen sowie ihren Beitrag zur Entstehung öffentlicher Museen und kultureller Strukturen. Dabei wird analysiert, wie sich das Sammelwesen von einer aristokratischen Privatsache zu einem bürgerlichen Mäzenatentum entwickelte und welche Rolle dabei individuelle Sammlerpersönlichkeiten einnahmen.

  • Psychologische und kulturelle Motivationen des Sammelns
  • Transformation von Privatsammlungen in öffentliche Institutionen
  • Bedeutung der bürgerlichen Schicht für die Kunstpflege
  • Künstler als Sammler: Tradition und künstlerisches Neuland
  • Fallbeispiele: Adolf Friedrich Graf von Schack und Pawel Micheilowitsch Tretjakow

Auszug aus dem Buch

Das Sammeln ist eine menschliche Leidenschaft

Das Sammeln ist eine menschliche Leidenschaft. Der Trieb zum Kunstsammeln hat viele Ursachen. Man unterscheidet vier Typen von Sammlern:

- der reine Sammler, der seine Räume mit Kunstwerken schmückt. Seine Seele ist rein;

- der Ansammler, der im übrigen harmlos und für den Handel umsatzfördernd ist;

- der Geldsammler, der weniger harmlos und mehr sachlich ist. Der Kunstspekulant;

- der Schatzzwerg, der seine Kunstwerke in Pappschachteln hat. Der genießt sie nie, aber verkauft auch nie. Schatzzwerg lebt bescheiden, kleidet sich ärmlich.

Also, neben den leidenschaftlichen Sammeln, die ein Spezialgebiet pflegen, hat es von jeher jenen anderen, häufigeren Typus gegeben, der das Sammeln schöner Dinge vom Stadtpunkte einer dekorativen Ausschmückung des eigenen Heims aus betrachtete. Diese Art von Sammlern (ein reiner Sammler) ist die bei weitem zahlreichste. Zu allen Zeiten wurden durch sie vornehmlich das zeitgenössische Kunsthandwerk gefördert.

Die leidenschaftlichsten Sammler aber, die geborenen Sammlernaturen, haben sich fast immer der alten Kunst zugewandt. Dieses Gebiet ist größer, geheimnisvoller, reicher an ungehobenen, phantastischen Schätzen, als die zeitgenossische Kunst jemals gewesen ist und jemals sein wird. Denn, was ein echter Sammler sein will, der muss Jägerblut haben. Das Wild will abseits vom Wege entdeckt, eingekreist, gestellt, erlegt werden, in mühsamer Arbeit und mit Hilfe einer nie versagenden, weidgerechten Tüchtigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kurze Hinführung zum Thema des Kunstsammelns und dessen historische Verwurzelung.

2. Das Sammeln als menschliche Leidenschaft: Analyse der verschiedenen Typen von Sammlern und deren Beweggründe.

3. Bekanntschaft mit bedeutenden Sammlern.: Übersicht über historisch bedeutende Sammlerpersönlichkeiten verschiedener Epochen.

4. Von Sammlung bis Ausstellung und Museum: Darstellung der Transformation von privaten Kunstkammern in öffentliche Institutionen.

5. Geschichte der bürgerlichen Sammlungen: Betrachtung des Aufstiegs einer neuen gesellschaftlichen Schicht als Träger der Kunstpflege im 19. Jahrhundert.

6. Künstler – Sammler: Untersuchung der Tradition, in der Künstler selbst als Sammler tätig wurden.

7. Gesellschaft, Kunst und Sammler: Analyse der soziologischen und wirtschaftlichen Faktoren, die das Sammelwesen beeinflussen.

8. Museologische Betrachtungsweise zu Sammlungen: Reflexion über die wissenschaftliche und historische Bedeutung des individuellen Sammelns.

9. Adolf Friedrich Graf von Schack: Detaillierte Biografie und Würdigung von Schack als Kunstsammler und Mäzen.

10. Pawel Micheilowitrsch Tretjakow: Darstellung der Sammeltätigkeit Tretjakows und der Entstehung der Tretjakow-Galerie in Moskau.

11. Abschluss: Fazit zur Bedeutung des Sammlers als Bewahrer lebendiger Weltkultur.

Schlüsselwörter

Kunstmarkt, Kunstsammler, Mäzenatentum, Privatsammlung, Museumsentstehung, bürgerliche Gesellschaft, Kunstpflege, Adolf Friedrich Graf von Schack, Pawel Micheilowitsch Tretjakow, Sammelleidenschaft, Kunsthistorik, Kulturgut, 19. Jahrhundert, Galerie, Kunstgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur und Bedeutung des Kunstsammelns im 19. Jahrhundert, wobei der Fokus insbesondere auf der Transformation privater Leidenschaften in öffentliche kulturelle Institutionen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Typologie des Sammlers, die Geschichte bürgerlicher Sammlungen, die Rolle des Künstlers als Sammler sowie die museologische Bedeutung von Privatsammlungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Beitrag privater Sammler zur kulturellen Entwicklung und zur Etablierung öffentlicher Museen im 19. Jahrhundert interdisziplinär zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische und historische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Biografien und historischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Aspekte des Sammelns als auch spezifische Fallbeispiele, namentlich Adolf Friedrich Graf von Schack und Pawel Micheilowitsch Tretjakow, intensiv untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kunstmarkt, Privatsammlung, Mäzenatentum, Museumsentstehung und Sammlertypologie charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt der "Sammelleidenschaft" laut der Arbeit zu?

Sie wird als menschlicher Grundtrieb definiert, der sich historisch gewandelt hat und maßgeblich zur Bewahrung und Erschließung künstlerischer Schätze beigetragen hat.

Warum wird Adolf Friedrich Graf von Schack in einem eigenen Kapitel behandelt?

Er dient als herausragendes Beispiel für einen engagierten privaten Sammler und Literaten, dessen Sammlung heute einen bedeutenden Bestand deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts darstellt.

Welches Ziel verfolgte Pawel Micheilowitsch Tretjakow mit seiner Sammlung?

Tretjakows Ziel war die Gründung eines öffentlichen nationalen Kunstmuseums in Moskau, um die russische Kultur zu fördern und der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

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Details

Title
Die großen Sammler von Kunstwerken im 19. Jahrhundert und ihre Bedeutung
College
University of Heidelberg  (Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie)
Course
Die Struktur des aktuellen nationalen und internationalen Kunstmarktes
Grade
1.7
Author
Antonina Kostretska (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V22391
ISBN (eBook)
9783638257435
ISBN (Book)
9783638788717
Language
German
Tags
Sammler Kunstwerken Jahrhundert Bedeutung Struktur Kunstmarktes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antonina Kostretska (Author), 2003, Die großen Sammler von Kunstwerken im 19. Jahrhundert und ihre Bedeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22391
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