Im Allgemeinen spricht man von Wirtschaftswachstum, wenn die Gesamtmenge der
im Land produzierten Produkte und Dienstleistungen zunimmt. Gemessen wird das
Wirtschaftswachstum im prozentualen Zuwachs des realen BIP von Jahr zu Jahr. Wirtschaftswachstum ist eines der wichtigsten Ziele der staatlichen
Wirtschaftspolitik überall auf der Welt.
Ziele des wirtschaftlichen Wachstums
(kritisch betrachtet)
1) Wirtschaftswachstum ist eine Basis für materiellen Wohlstand. Die
durchschnittlichen Lebensverhältnisse einer Bevölkerung können so verbessert
werden. (In manchen Ländern könnte durch Wirtschaftswachstum die Massenarmut
überwunden werden.)
Bei kritischer Betrachtungsweise muss man allerdings schon an diesem Punkt etwas
hinzufügen:
- Das Pro Kopf Einkommen steigt erst dann, wenn das reale BIP schneller wächst
als die Bevölkerung. (Manche Dritte-Welt Länder haben zwar hohe Zuwachsraten
beim BIP, doch da die Bevölkerung noch schneller wächst, verarmen die Länder
zunehmend.) [...]
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Ziele des wirtschaftlichen Wachstums (kritisch betrachtet)
1) Wirtschaftswachstum / materieller Wohlstand
2) Wirtschaftswachstum / Arbeitsplätze
3) Wirtschaftswachstum / Verteilungskonflikte
4) Wirtschaftswachstum / Konfliktreglungsmechanismus
5) Wirtschaftwachstum / Strukturwandel
Bestimmungsgründe
- Produktionspotential
- Infrastruktur/ -investitionen
- Investitionen
Probleme und Kritik
- Umweltprobleme
- Umweltpolitik
- Nullwachstum / Qualität des Wachstums
- Grenzen des Wachstums
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des wirtschaftlichen Wachstums, beleuchtet dessen theoretische Begründungen und analysiert kritisch die Bestimmungsgründe sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen.
- Grundlagen und Ziele des Wirtschaftswachstums, insbesondere im Hinblick auf Wohlstand und Beschäftigung.
- Analyse der Bestimmungsgründe des Produktionspotentials und der Rolle von Investitionen.
- Untersuchung der Wechselwirkung zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Strukturwandel und Konfliktregulierung.
- Kritische Auseinandersetzung mit den ökologischen Auswirkungen und den natürlichen Grenzen des Wachstums sowie möglichen umweltpolitischen Lösungsansätzen.
Auszug aus dem Buch
Bestimmungsgründe
Wirtschaftswachstum kann sich nur innerhalb der Grenzen des zur Verfügung stehenden Produktionskapitals vollziehen, d. h. nicht jede Nachfragesteigerung kann sofort mit einer Produktionssteigerung beantwortet werden. Da die Nachfrage nach einzelnen Produkten teilweise erheblich schwankt ist das Produktionspotential immer unterschiedlich stark ausgelastet.
Das Produktionspotential hängt - neben den natürlichen Ressourcen - ab von:
1) Arbeitsmenge und –qualität
2) Bodenmenge und –qualität
3) Kapitalmenge und –qualität
4) Technisches Wissen
Auf 3) und 4) soll im folgenden näher eingegangen werden:
Zu 3) Mit mehr Kapital können mehr Güter erzeugt werden, wodurch auch die Güterversorgung pro Kopf steigt. Je mehr Geld also investiert wird, desto höher ist das Wirtschaftswachstum. Zum Kapitalstock gehören alle dauerhaften Produktionsmittel die sich im Eigentum der Unternehmen oder des Staates befinden. Es wird eingeteilt in Ausrüstungsvermögen (Maschinen, Fahrzeuge, Betriebsausstattung, u.ä.) und Bauten (zu denen auch privat nutzbare Militäranlagen wie Militärkrankenhäuser und Flugplätze gerechnet werden.)
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung: Definition des Wirtschaftswachstums als Zunahme der produzierten Güter und Dienstleistungen sowie dessen Messung über das reale Bruttoinlandsprodukt.
Ziele des wirtschaftlichen Wachstums (kritisch betrachtet): Untersuchung der Rolle von Wachstum für materiellen Wohlstand, Beschäftigung, Verteilungsgerechtigkeit, Strukturwandel und als Instrument der Konfliktregulierung.
Bestimmungsgründe: Analyse der Faktoren, die das Produktionspotential einer Volkswirtschaft beeinflussen, mit besonderem Fokus auf Kapitalstock, technischem Fortschritt und Investitionstypen.
Probleme und Kritik: Auseinandersetzung mit Messfehlern des Wohlstandsbegriffs, den ökologischen Folgen des Wachstums sowie der Debatte um Nullwachstum und natürliche Wachstumsgrenzen.
Schlüsselwörter
Wirtschaftswachstum, Bruttoinlandsprodukt, Wohlstand, Produktionspotential, Kapitalstock, technischer Fortschritt, Investitionen, Infrastruktur, Strukturwandel, Umweltbelastung, Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, Nullwachstum, Ressourcennutzung, Verteilungskonflikte.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Verständnis von Wirtschaftswachstum in dieser Arbeit?
Wirtschaftswachstum wird definiert als die Zunahme der Gesamtmenge der in einem Land produzierten Güter und Dienstleistungen, gemessen am prozentualen Zuwachs des realen BIP.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?
Die Arbeit deckt die Zielsetzungen des Wachstums, seine theoretischen Bestimmungsgründe, die Bedeutung von Investitionen und eine kritische Würdigung der ökologischen sowie sozialen Auswirkungen ab.
Was ist das primäre Ziel der Analyse?
Das Ziel ist eine kritische Betrachtung der Vorteile von Wirtschaftswachstum sowie der Identifikation der Probleme, die bei einer ungebremsten Wachstumsstrategie auftreten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Darstellung genutzt?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive ökonomische Analyse, unterstützt durch grafische Darstellungen (BIP-Entwicklung, Investitionsstrukturen, Schadstoffemissionen) und theoretische Abgrenzungen der Einflussfaktoren.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die fünf Ziele des Wachstums, die Determinanten des Produktionspotentials und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Umweltproblemen und ordnungsrechtlichen sowie marktwirtschaftlichen Maßnahmen der Umweltpolitik.
Welche Begriffe beschreiben die Kerncharakteristik der Arbeit am besten?
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie BIP-Wachstum, Investitionsförderung, Umweltpolitik und eine kritische Auseinandersetzung mit der Qualität und den Grenzen des Wachstums.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen den Arten von Investitionen?
Die Autorin differenziert zwischen Sachkapitalerweiterungs-, Rationalisierungs-, Humankapital-, Ressourcen-, Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen sowie Investitionen in Organisationskapital und immaterielle Anlagen.
Warum wird die Umweltpolitik als korrigierender Faktor für den Markt beschrieben?
Die Umweltpolitik wird als notwendig erachtet, da die Nutzung der "natürlichen Umwelt" in der Marktwirtschaft keinen direkten Preis hat und somit kein Anreiz zum sparsamen Umgang besteht, was staatliche Eingriffe zur Korrektur dieses Marktdefekts erfordert.
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- Anke Schmitz (Author), 2003, Wirtschaftlicher Wachstum - Bestimmungsgründe, Zielbegründungen, Probleme und Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22408