Rechtschreibwörterbücher im Vergleich an den Beispielen: Bertelsmann, Wahrig und Duden


Seminararbeit, 2003

17 Seiten, Note: befriedigend


Leseprobe

INHALT

1. Einleitung

2. BERTELSMANN
2.1. Geschichte
2.2. BERTELSMANN – Die deutsche Rechtschreibung
2.2.1. Äußerliches
2.2.2. BERTELSMANN und seine 1073 Seiten

3. WAHRIG
3.1. Geschichte
3.2. WAHRIG – Die deutsche Rechtschreibung
3.2.1. Äußerliches
3.2.2. WAHRIG und seine 1200 Seiten

4. DUDEN
4.1. Geschichte
4.2. DUDEN – Die deutsche Rechtschreibung
4.2.1. Äußerliches
4.2.2. DUDEN und seine 1152 Seiten

5. Persönliche Stellungnahme

Quellen

1. Einleitung

Ein Rechtschreibwörterbuch ist ein alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk mit einer Auswahl der wichtigsten Wörter des deutschen Sprachgebrauchs und großer lexikographischer Kompetenz. Es gewährt einen Einblick in die Regeln der Orthographie und hilft denen, die Auskunft über das Schreiben, Lesen und dem sprachlichen Ausdruck der deutschen Sprache suchen.

Bezüglich der Rechtschreibung im deutschsprachigen Raum gab es schon Anfänge im 17. und 18. Jahrhundert. Doch erst nach der Einberufung einer Konferenz zur Herstellung größerer Einigung in der deutschen Rechtschreibung verfasste 1880 Konrad Duden das erste einheitliche Rechtschreibwörterbuch, das im deutschsprachigen Raum größtenteils angenommen wurde.

Dieses Regelwerk wurde 1901 als Grundlage der deutschen Sprache durch die Orthographiekonferenz angenommen und eingesetzt. Erst 1994 in Wien wurde bei einer erneuten Orthographiekonferenz eine Überarbeitung des Regelwerks ausgesprochen, die seit dem 1. August 1998 mit einer Neuregelung der deutschen Rechtschreibung in Kraft getreten ist. 2005 wird das neue Regelwerk für endgültig ausgesprochen.

Besonders während des Umstellungsprozesses auf die neue deutsche Rechtschreibung haben drei bekannte Wörterbuchverlage versucht, eine Vormachtstellung zu erreichen, solch eine zu bewahren oder mit einer Zusammenlegung von zwei kompetenten Rechtschreibwörterbüchern ein vielleicht perfektes lexikographisches Nachschlagewerk zu schaffen. Folgende Namen stehen seit der Rechtschreibreform von 1996 für viele Diskussionen und Kritiken, aber auch für orthographische Sachverständigkeit, Verbesserungen und Vollständigkeit:

- BERTELSMANN
- WAHRIG
- DUDEN

Ein Vergleich dieser Standardwerke kann helfen, individuell das Rechtschreibwörterbuch zu finden, das am besten zu einem selbst und zu seinem Aufgabenbereich passt; sei es in der Schule für Schüler oder Lehrer, im Studium, im Beruf oder zum Gebrauch im Alltag.

2. BERTELSMANN

2.1. Geschichte

1858 erteilte die königlich-preußische Regierung dem Lithografen Carl Bertelsmann die Concession zur Errichtung einer Buchdruckerei. Er gründete im selben Jahr einen Verlag und legte den Grundstein für den uns heute bekannten C. Bertelsmann Verlag. Nach seinem Tod führte sein Sohn Heinrich das Werk seines Vaters weiter, bis die ebenfalls mit der Familie Bertelsmann verwandte Mohn -Generation die Leitung übernahm.

Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich der Verlag und die Richtungen der „Fach- und Sachbuch“ und „Bildung und Wissen“ entstanden. (www.wissen-media-verlag.de)

1952 wird der Bertelsmann Lexikon Verlag gegründet.

Das Rechtschreibwörterbuch erschien erstmals im Jahr 1973 unter dem Namen Knauers Rechtschreibung im lexikographischen Institut in München.

Mittlerweile gibt es die Bertelmann AG. Darunter gliedern sich einige Verlage, unter anderem der Random Verlag. Von diesem Verlag zweit sich der C. Bertelsmann Verlag ab, der sich wiederum mehrfach spaltet und zu dem auch der Bertelsmann Lexikon Verlag oder auch Wissen Media Group gehören. Der Verlag entwickelte sich zu einem der renommiertesten Marktführer für die Vermarktung und Entwicklung von Wissensinhalten. Der Bertelsmann Lexikon Verlag entwickelte und publizierte unter anderem das Wörterbuch „Die deutsche Rechtschreibung“ im Jahr 1999 zum letzten Mal.

2.2. BERTELSMANN – Die deutsche Rechtschreibung

Das Wörterbuch „BERTELSMANN – Die neue Rechtschreibung“ erschien im Jahr 1999 und ist die letzte Ausgabe unter dem Namen Bertelsmann von der gleichnamigen Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH.

Verfasst wurde das umfangreiche Wörterbuch von Ursula Hermann. Die Neubearbeitung und Erweiterung übernahm Prof. Dr. Lutz Götze. Dr. Lutz Götze ist Professor für Germanistik an der Universität in Saarbrücken. Aufgrund seiner Fachrichtung Deutsch als Fremdsprache ist seine Kompetenz für eine Bearbeitung des Wörterbuchs groß. Abgerundet mit einem Geleitwort von Dr. Klaus Heller, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache in Mannheim.

BERTELSMANN – Die neue Rechtschreibung ist ein Nachschlagewerk für jedermann, ob im Beruf, Schule oder im alltäglichen privaten Gebrauch.

2.2.1. Äußerliches

Die Bertelsmann Rechtschreibung ist ein gebundenes Wörterbuch. In seiner letzten Ausgabe von 1999 hat der Verlag die Aufmachung nochmals leicht verändert. Von der Grundstruktur ist der Einband gräulich gehalten. Ein breiter waagerechter Streifen in dunkelblau mit dünnem roten Streifen angepasst zeigt mit weißen Buchstaben den Titel „Die deutsche Rechtschreibung“. Darüber liest man in schwarzen Großbuchstaben BERTELSMANN. Wie in früheren Ausgaben erhält man auf der Titelseite Kurzinformationen zum Inhalt des Wörterbuchs. Im Ganzen ist die Aufmachung sehr viel moderner und kreativer im Vergleich zur Ausgabe von 1996, bei der die Farben weiß, violett und rot dominierten.

Die Größe blieb allerdings gleich. Das Buch misst ca. 19,2 cm x 12,2 cm und umfasst 1073 Seiten in der Dicke. Das BERTELSMANN-Rechtschreibewörterbuch kostete 15,29 € mit dazugehöriger CD-ROM. Allerdings wird die Ausgabe von ´99 in der Regel nicht mehr angeboten.

2.2.2. BERTELSMANN und seine 1073 Seiten

Nachdem man auf den ersten beiden Seiten Titel, Verfasser und Verlag und seine Daten in seinen Grundzügen kennen gelernt hat, findet man ein übersichtliches und strukturiertes Inhaltsverzeichnis.

Auf Seite 7 und Seite 8 erhält man anhand des Geleits und des Vorworts zur Neuausgabe von 1999 aufschlussreiche Informationen zum Sinn dieses Wörterbuchs, seinen Zielsetzungen und zu den Verbesserungen zum vorherigen Werk von 1996.

Ab Seite 9 beginnt das Kapitel „EINFÜHRUNG UND REGELTEIL“.

Die Einführung beginnt mit den Hinweisen für den Benutzer. Dieses Kapitel gibt zum einen Aufschluss darüber, wofür dieses Buch zu nutzen ist und wie es seine jetzige Vollständigkeit erlangte, erklärt aber zum anderen auch Abkürzungen, Zeichen und Varianten, die im Wörterverzeichnis auftreten. So wird beispielsweise erklärt, dass die roten Pfeile vor einem Wort auf eine neue Schreibweise bezüglich des orthographischen Regelwerks von 1998 hinweisen und der Text in den rot umrahmten Kästchen dazugehörige Erklärungsbeispiele sind. Die Hinweise sind strukturell übersichtlich aufgebaut. Am linken Rand geben fettgedruckte Unterüberschriften Aufschluss über den rechts angegliederten Erklärungsteil.

Darauf folgt ein Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen und Zeichen im Wörterverzeichnis auf Seite 13 und das phonetische Alphabet auf der vierzehnten Seite.

Anschließend findet man das griechische, kyrillische und hebräische Alphabet und die römischen Ziffern und Zahlen auf den weiteren Seiten. Das Beispiel eines Geschäftsbriefs und die Korrekturzeichen folgen auf den nächsten Seiten.

Auf Seite 21 beginnt der Regelteil, also die ‚Rechtschreibung und Zeichensetzung der deutschen Sprache’. Nach sechs Seiten Entstehungsgeschichte der Rechtschreibung von Lutz Götze verfasst, findet man Einblick in das neue Regelwerk, das mit der Reform vom 1. August 1998 in Kraft getreten ist. Insgesamt umfasst der Regelteil 61 Seiten in diesem Wörterbuch. Nach einer Vorbemerkung folgen die neuen Regeln in der Paragraphen-Reihenfolge des amtlichen Regelwerks. Jeder Paragraph ist mit einer roten Umrahmung gekennzeichnet. Vorab wird mit vielen Beispielen ein ausführlicher Vergleich zwischen den ‚Bisherigen Regelungen’ und den Neuerungen gezogen.

Im anschließenden Wörterverzeichnis ist das vorab Erklärte nun wieder zu finden. Auf 907 Seiten findet man in alphabetischer Reihenfolge über 600.000 Worteintragungen in drei Spalten pro Blattseite. Dabei sind mehr als 20.000 Angaben zur neuen Rechtschreibung und Worttrennung aufgeführt. Etwa 400 rot umrahmte Info-Kästen erklären besondere Fälle mit Anwendungsbeispielen.

Die roten Pfeile weisen auf die Neuschreibung hin, und rotfarbig markierte Querstriche zeigen die neue Worttrennung. Sind zwei verschiedene Schreibungen oder Worttrennungen zulässig, so wird dies mit einem „auch“ gekennzeichnet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Rechtschreibwörterbücher im Vergleich an den Beispielen: Bertelsmann, Wahrig und Duden
Hochschule
Universität zu Köln  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Seminar Rechtschreibung
Note
befriedigend
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V22494
ISBN (eBook)
9783638258036
Dateigröße
673 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rechtschreibwörterbücher, Vergleich, Beispielen, Bertelsmann, Wahrig, Duden, Seminar, Rechtschreibung
Arbeit zitieren
Simone Marek (Autor), 2003, Rechtschreibwörterbücher im Vergleich an den Beispielen: Bertelsmann, Wahrig und Duden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22494

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