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Lernhilfe. Der Einsatz von Lernspielen an der Schule

Titel: Lernhilfe. Der Einsatz von Lernspielen an der Schule

Examensarbeit , 1999 , 116 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sabine Arnold (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Spielen ist eine Form des Lernens, die eine Ausbildung von Lernprozessen auf kindgerechter Ebene gestaltet. Der Aspekt der Eigenaktivität von Kindern im Spiel stellt einen wichtigen Gegenpol zu deren relativ passiven Rolle bei der Wissensvermittlung im Unterricht dar. Im Gegensatz zur Unterrichtssituation rücken die Schüler im Lernspiel in den Vordergrund. Ihr aktives Handeln kann die Ausbildung von Lernprozessen ermöglichen, die ihr Gefühlsleben, ihre Lernmotivation und ihre kognitiven Fähigkeiten positiv beeinflussen.
Für Lernhilfeschulen ist ein Rückgriff auf die unzähligen, im Handel erhältlichen Lernspielangebote zu verschiedensten Themenbereichen oft nicht ausreichend. Vorgefertigte Lernspiele sind in der Regel so allgemein ausgerichtet, dass sie den spezifischen Bedürfnissen einer individuellen Schülergruppe mit ihren jeweiligen Defiziten nicht in genügendem Maße gerecht werden können.
Aus diesem Grunde ist es die Grundlage dieses Buches, wichtige Kriterien herauszuarbeiten, die ein Lernspiel definieren sollten und in diesem Sinne Anregungen für Lehrer und Lehrerinnen an der Schule für Lernhilfe zur Gestaltung einer auf die jeweiligen Bedürfnisse der Klasse zugeschnittenen spielerischen Umwelt zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lernbehinderte Kinder

2.1 Die Schule für Lernhilfe als Teilbereich der Sonderschule

2.2 Die Lernbehinderung

2.2.1 Der Zusammenhang von Lernbehinderungen und Verhaltensauffälligkeiten

2.2.1.1 Die Verhaltensauffälligkeit

2.2.2 Allgemeine Ursachen von Lernbehinderungen

2.2.2.1 Endogene Ursachen

2.2.2.2 Exogene Ursachen

2.2.3 Häufige Erscheinungsbilder und Ursachen von Lernbehinderungen im Einzelnen und ihre Bedeutung für den schulischen Unterricht

2.2.3.1 Das wahrnehmungsgestörte Kind

2.2.3.2 Das lese- und rechtschreibschwache Kind

2.2.3.3 Das rechenschwache Kind

2.2.3.4 Das sprach- und sprechbeeinträchtigte Kind

2.2.3.5 Das antriebsschwache Kind

2.2.3.6 Das unkonzentrierte Kind

2.2.3.7 Das insuffiziente Kind

2.2.3.8 Das ängstliche Kind

2.2.3.9 Das aggressive Kind

3. Der Begriff des Spiels und seine Bedeutung für das Lernen

3.1 Spiel im Wandel der Zeit

3.2 Wesensmerkmale der Spieltätigkeit

3.2.1 Die Freiheit von äußeren Zwecken

3.2.2 Die individuelle Wirklichkeit

3.2.3 Die zeitliche Unbegrenztheit

3.2.4 Die Spannung

3.2.5 Die inneren Grenzen

3.2.6 Die Zeitlosigkeit

3.3 Klassifikationsversuche des Spiels

3.4 Das Verhältnis von Spielen und Lernen

3.5 Spiel und kognitive Entwicklung

4. Das Lernspiel

4.1 Begriffsbestimmung des Lernspiels

4.2 Das Lernspiel - didaktisches Arbeitsmittel oder didaktisches Spielmittel?

4.2.1 Abgrenzung zum Spielzeug

4.3 Das Lernspiel und seine Berechtigung für den pädagogischen Einsatz

4.4 Anforderungen an das Lernspiel im Unterricht

4.5 Der Einsatz von Lernspielen an der Schule für Lernhilfe

4.6 Förderung lernbehinderter Kinder durch Lernspiele

4.6.1 Förderungsmöglichkeiten im Bereich der kognitiven Lernziele

4.6.1.1 Vermittlung, Übung und Festigung von grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten

4.6.1.2 Erprobung von gelerntem Wissen und Ausbildung logischer Denkprozesse

4.6.1.3 Einführung neuer Lerninhalte

4.6.2 Förderungsmöglichkeiten in speziellen Defizitbereichen

4.6.2.1 Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit

4.6.2.2 Förderung des Sozialverhaltens und der sozialen Integration

4.6.2.3 Kreativitätsaufbau

4.6.2.4 Flexibilitätsentwicklung

4.6.2.5 Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit

4.6.2.6 Motivationssteigerung und positive Einstellung zum Unterricht

4.6.2.7 Konzentrations- und Aufmerksamkeitstraining

4.6.2.8 Selbstbestimmungsförderung

4.6.2.9 Abbau von Ängsten und Minderwertigkeitsgefühlen

4.6.2.10 Aggressionsabbau

4.7 Möglichkeiten der Differenzierung durch Lernspiele

5. Geeignete Lernspielformen für den Unterricht mit lernbehinderten Kindern

5.1 Regelspiele

5.2 Rollenspiele

5.3 Simulationsspiele

5.4 Bewegungsspiele

5.5 Sprachspiele

6. Anforderungen an den Spielleiter

6.1 Organisatorische und spielbegleitende Anforderungen

6.2 Die Festsetzung eines geregelten Spielrahmens

6.3 Die Wahl des Spielortes

6.4 Die Auswahl des Spielmaterials

6.5 Das Festlegen der Spielzeit

7. Vorstellung eines selbstentwickelten Lernspiels unter Berücksichtigung der erarbeiteten Kriterien

7.1 Die Bezugsgruppe

7.2 Die Stellung des Lernspiels innerhalb der Unterrichtseinheit

7.3 Der Spielaufbau

7.3.1 Das Spielbrett

7.3.2 Die Spielfiguren

7.3.3 Die Aufgabenkärtchen

7.3.4 Die Spielzugergebnistafel

7.3.5 Die Spielregeln

7.4 Überlegungen zur Spielplanung

7.5 Die Durchführung

7.5.1 Beobachtungen am ersten Spieltag

7.5.2 Beobachtungen am zweiten Spieltag

7.6 Beobachtungsauswertung

8. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser wissenschaftlichen Hausarbeit ist es, den pädagogischen Nutzen von Lernspielen für Schüler an einer Schule für Lernhilfe zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch gezielt konzipierte Spielformen Lernprozesse unterstützt und Verhaltensdefizite bei lernbehinderten Kindern abgebaut werden können, um so eine positivere Einstellung zum schulischen Lernen zu fördern.

  • Analyse der spezifischen Bedürfnisse und Defizitbereiche lernbehinderter Schüler.
  • Deutung des Spielbegriffs und dessen Bedeutung für den Lernprozess und die kognitive Entwicklung.
  • Bestimmung von Anforderungen an Lernspiele, die über rein kognitive Vermittlung hinausgehen.
  • Vorstellung und praktische Evaluation eines selbstentwickelten Lernspiels im Märchenkontext.

Auszug aus dem Buch

7. 5. 1 Beobachtungen am ersten Spieltag

Der erste Spieldurchgang fand mit der Vierergruppe statt, die sich aus drei Mädchen und einem Jungen zusammensetzte. Das Spielbrett, die Aufgabenkärtchen und die Spielzugergebnistafel lagen bereits aufgebaut im Spielzimmer. Erst nachdem jeder Schüler seine Spielfigur ausgesucht hatte, waren die Kinder bereit, sich die Spielregeln erklären zu lassen. Dieser Vorgang konnte ihnen nicht schnell genug gehen. Immer wieder wurde ich durch die Frage, wie „Können wir jetzt anfangen?“ unterbrochen. Angesichts ihres Eifers beschloss ich, sie einfach beginnen zu lassen und, falls es nötig werden sollte, im Spielverlauf zusätzliche Informationen zu geben. Um die Schüler nicht zu stark durch meine Anwesenheit zu beeinflussen, setzte ich mich ein wenig abseits des Spielgeschehens auf einen einzelnen Stuhl und machte den Schülern klar, dass ich nur zuschauen möchte aber da bin, falls sie Fragen haben. Entgegen meinen Erwartungen gingen die Kinder von Anfang an relativ selbständig mit den Aufgabenkärtchen und vor allem mit der Spielzugergebnistafel um. Das Vorlesen der Aufgaben verfolgten sie aufmerksam. Oft fielen nach Beendigung Kommentare der übrigen Mitspieler, wie: „Das weiß´ich!“ oder „Ah ja, das kann ich sagen“. Einmal passierte es einer involvierten Mitspielerin sogar, dass sie spontan die Antwort gab, obwohl sie gar nicht an der Reihe war, was einige Unmutsäußerungen der Mitspieler zur Folge hatte. Die Schüler zeigten reges Interesse daran, die Spielzugergebnisse der anderen Mitspieler mit herauszufinden. Es war zu Beginn von meiner Seite aus nur einmal nötig einer Schülerin zu zeigen, wie sie die Anzahl der vorzurückenden Felder ermitteln muss. In einem zweiten Fall übernahm eine aufgeweckte Mitspielerin diese Aufgabe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Integration des Spiels in den Unterricht an der Schule für Lernhilfe und begründet die Wahl eines spezifischen Lernspiels zur Untersuchung der individuellen Förderpotenziale.

2. Lernbehinderte Kinder: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lernbehinderung und analysiert verschiedene Verhaltensauffälligkeiten sowie Ursachen, die für die Gestaltung sonderpädagogischer Lernumgebungen relevant sind.

3. Der Begriff des Spiels und seine Bedeutung für das Lernen: Hier wird der theoretische Rahmen des Spielbegriffs erläutert, wobei insbesondere die Wesensmerkmale des Spiels und dessen wechselseitige Beziehung zum kognitiven Lernprozess hervorgehoben werden.

4. Das Lernspiel: Dieser Abschnitt konkretisiert das Lernspiel als didaktisches Mittel, stellt Anforderungen an dessen Gestaltung im Unterricht und diskutiert die speziellen Förderungsmöglichkeiten bei lernbehinderten Schülern.

5. Geeignete Lernspielformen für den Unterricht mit lernbehinderten Kindern: Das Kapitel stellt verschiedene Spieltypen wie Regel-, Rollen- und Simulationsspiele vor und erläutert, wie diese gezielt auf die Defizitbereiche der Kinder eingehen.

6. Anforderungen an den Spielleiter: Hier werden die organisatorischen und pädagogischen Aufgaben des Lehrers beleuchtet, die für eine erfolgreiche Durchführung und Begleitung des Spiels essenziell sind.

7. Vorstellung eines selbstentwickelten Lernspiels unter Berücksichtigung der erarbeiteten Kriterien: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Konzeption, Planung und Durchführung eines selbst entwickelten Brettspiels im Unterricht und wertet die Beobachtungen aus.

8. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die spielerische Auseinandersetzung eine sinnvolle Methode darstellt, um Motivation und soziale Kompetenz bei lernbehinderten Schülern zu steigern.

Schlüsselwörter

Lernspiel, Sonderschule, Lernbehinderung, Verhaltensauffälligkeit, Spielpädagogik, Didaktik, Förderung, Kognitive Entwicklung, Regelspiel, Rollenspiel, Sozialverhalten, Motivation, Konzentrationstraining, Unterrichtsgestaltung, Praxisevaluation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Lernspielen an der Schule für Lernhilfe und erforscht, inwieweit spielerische Methoden dazu beitragen können, Lerninhalte zu vermitteln und Verhaltensdefizite bei den Schülern zu kompensieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Lernbehinderung und deren Erscheinungsformen, die Theorie des Spiels im pädagogischen Kontext, die Anforderungen an Lernspiele sowie deren praktische Anwendung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Lehrern aufzuzeigen, wie Lernspiele gezielt eingesetzt werden können, um auf die individuellen Bedürfnisse lernbehinderter Kinder einzugehen und deren Lernfreude sowie soziale Kompetenz nachhaltig zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur mit einer praxisorientierten Fallstudie, bei der ein selbst entwickeltes Lernspiel in einer Sonderschulklasse erprobt und mittels Beobachtungen ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der Zielgruppe und des Spielbegriffs sowie eine ausführliche Darstellung geeigneter Spielformen und Anforderungen an den Spielleiter, gefolgt von einer konkreten Projektbeschreibung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lernspiel, Sonderschule, Spielpädagogik, Förderung der sozialen Kompetenz und Handlungsorientierung geprägt.

Wie reagierten die Schüler auf das selbst entwickelte Spiel?

Die Schüler zeigten zunächst eine hohe Neugier und Engagement. Während anfänglich noch Unsicherheiten bestanden, entwickelte sich im Verlauf des Spiels eine große Selbständigkeit und Freude, wobei insbesondere die Rollenspielelemente das Interesse am Thema festigten.

Welche Rolle spielt die Differenzierung im Lernspiel?

Die Differenzierung ist entscheidend, um Über- oder Unterforderungen zu vermeiden. Durch unterschiedliche Aufgabenkärtchen und soziale Spielanreize wird sichergestellt, dass sowohl leistungsstärkere als auch schwächere Schüler Erfolgserlebnisse erzielen können.

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lernhilfe. Der Einsatz von Lernspielen an der Schule
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Wissenschaftliches Prüfungsamt für die Lehrämter)
Note
1
Autor
Sabine Arnold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
116
Katalognummer
V22504
ISBN (eBook)
9783638258128
ISBN (Buch)
9783638723558
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einsatz Lernspielen Schule Lernhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Arnold (Autor:in), 1999, Lernhilfe. Der Einsatz von Lernspielen an der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22504
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Leseprobe aus  116  Seiten
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