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Die Rolle der Protektor Lebensversicherungs-AG und der BaFin im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit der Mannheimer Lebensversicherung AG - Eine Fallstudie

Title: Die Rolle der Protektor Lebensversicherungs-AG und der BaFin im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit der Mannheimer Lebensversicherung AG - Eine Fallstudie

Diploma Thesis , 2003 , 75 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Wolfgang Baums (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Lebensversicherungen galten lange Zeit als sichere Alternative zur gesetzlichen Rente. Seit den 20er Jahren, in denen die Frankfurter Allgemeine Versicherung AG Insolvenz anmelden musste, hat die Aufsichtstätigkeit deutscher Regulierungsbehörden Schieflagen in der Lebensversicherungsbranche erfolgreich vermeiden bzw. beseitigen helfen können. Sowohl die Hinterbliebenensicherung als auch die private Altersvorsorge waren gewährleistet. Lebensversicherungen wurde, auch in Zeiten sich verschlechternder Kapitalmarktbedingungen, die Eigenschaft einer sicheren und rentablen Kapitalanlage zugesprochen. 1 Zudem schienen die Steuerreform des Jahres 2000, die es Versicherern in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft untersagte, Kursverluste steuerlich geltend zu machen, sowie die verheerenden Kurseinbrüche der vergangenen Jahre an der Lebensversicherungsbranche ohne weitere Konsequenzen vorübergegangen zu sein. Im Jahr 2002 gründete die Branche eine Auffanggesellschaft für insolvente Lebensversicherer, die Protektor Lebensversicherungs-AG. Offenbar war voraus zu sehen, dass deutsche Lebensversicherer schwierigeren Zeiten entgegenblicken als gemeinhin angenommen. Im Juni 2003 war es dann soweit: Die Mannheimer Lebensversicherung AG musste das Neugeschäft einstellen und ihren Vertragsbestand an die Protektor Lebensversicherungs-AG übertragen. Weitere Problemfälle in der Lebensversicherungsbranche werden vermutet. 2

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Zahlungsunfähigkeit der Mannheimer Lebensversicherung AG, der in diesem Zusammenhang stehenden Tätigkeit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Rolle der Protektor Lebensversicherungs-AG. Ziel der Arbeit ist es, dem Leser einen Eindruck davon zu vermitteln, wie es zu der Krise der Mannheimer Lebensversicherung AG kommen konnte, welches Instrumentarium der BaFin im Rahmen der Versicherungsaufsicht zur Verfügung steht und inwiefern ihr dieses bei der Schieflage der Mannheimer Lebensversicherung AG zu helfen vermochte. Zudem soll der Leser eine Vorstellung von der Konzeption und der Tätigkeit der Protektor Lebensversicherungs-AG im Fall der Mannheimer Lebensversicherung AG erhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Mannheimer Lebensversicherung AG

2.1 Funktion im Konzern und Geschäftstätigkeit

2.2 Bedeutung im Markt

2.3 Geschäftsentwicklung und Krise

2.3.1 Bestandsentwicklung

2.3.2 Kapitalanlagepolitik

2.3.3 Bedeutung und Entwicklung der Bewertungsreserven

2.3.4 Entwicklung und Finanzierung der Überschussbeteiligung

2.3.5 Ergebnisauswirkungen und Kapitalmaßnahmen

3. Die Aufsicht über die Mannheimer Lebensversicherung AG

3.1 Regulierungszweck, -gegenstand und -behörden

3.2 Die Rolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

3.2.1 Vorgehensweise bei der Mannheimer Lebensversicherung AG

3.2.2 Überwachung der Aktienquote der Mannheimer Lebensversicherung AG

3.3 Stresstests als Regulierungsinstrument

3.3.1 Zur Bedeutung der Solvabilität von Lebensversicherern

3.3.2 Konzeption und Bedeutung von Stresstests

3.3.3 Solvabilität und Stresstest bei der Mannheimer Lebensversicherung AG

3.4 Beurteilung der Aufsicht über die Mannheimer Lebensversicherung AG

4. Die Protektor Lebensversicherungs-AG

4.1 Zweck und Konzeption der Protektor Lebensversicherungs-AG

4.2 Rolle im Fall der Mannheimer Lebensversicherung AG

4.3 Konsequenzen für die Lebensversicherungsbranche

4.4 Abschließende Beurteilung der Protektor Lebensversicherungs-AG

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Zahlungsunfähigkeit der Mannheimer Lebensversicherung AG, analysiert das Eingreifen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und beleuchtet die Rolle der Auffanggesellschaft Protektor Lebensversicherungs-AG. Ziel ist es, die Ursachen der Unternehmenskrise sowie die Wirksamkeit der aufsichtsrechtlichen Instrumentarien zu evaluieren.

  • Krisenanalyse der Mannheimer Lebensversicherung AG
  • Untersuchung der Aufsichtstätigkeit der BaFin
  • Bewertung des aufsichtsrechtlichen Instruments "Stresstest"
  • Konzeption und Wirksamkeit der Protektor Lebensversicherungs-AG
  • Auswirkungen der Insolvenz auf die deutsche Lebensversicherungsbranche

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Kapitalanlagepolitik

Die Lebensversicherungsbranche sah sich in den vergangenen Jahren einer „historisch [fast] einmalig schlechten Kapitalmarktsituation“ ausgesetzt. Der MSCI World Total Return büßte ab März 2000 innerhalb von zweieinhalb Jahren 43% seines Wertes ein, und auch der Deutsche Aktienindex (DAX) sank in den vergangenen Jahren drastisch: Im Jahr 2001 verlor er 19,8% seines Wertes, in 2002 brach er sogar um 44% ein. Die Umlaufrendite 10-jähriger Staatsanleihen hatte sich von knapp 8% 1992 auf ca. 4% zur Mitte des Jahres 2003 halbiert.

Dennoch setzte die Mannheimer Leben zu dieser Zeit in ihrer Kapitalanlagepolitik den Schwerpunkt auf Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Diese Position machte in den vergangenen drei Jahren jeweils mehr als 40% der gesamten Kapitalanlagen aus, während Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten durchschnittlich nur 1,6% darstellten. Auch Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen repräsentierten im Durchschnitt der letzten Jahre nur 0,7% der Kapitalanlagen. Einen bedeutenden, wenn auch im Zeitablauf abnehmenden Anteil an den Kapitalanlagen hatten die sonstigen Ausleihungen, die im Jahr 2002 nur noch 21,6% darstellten, nachdem sie sich im Jahr 2000 noch auf 41,6% belaufen hatten. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere hingegen erreichten in den letzten Jahren einen zunehmenden Stellenwert. Von 6,85% im Jahr 2000 stieg der Anteil dieser Position in Prozent der gesamten Kapitalanlagen der Mannheimer Leben auf 19,43% im Jahr 2002, was insbesondere auf Neuzugänge (und weniger auf Zuschreibungen, nicht hingegen auf Währungskursveränderungen) zurückzuführen war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Lebensversicherer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Fall der Mannheimer Lebensversicherung AG zu analysieren.

2. Die Mannheimer Lebensversicherung AG: Dieses Kapitel stellt die Struktur des Mannheimer Versicherungskonzerns dar, analysiert die Geschäftsentwicklung, die risikoreiche Kapitalanlagepolitik sowie die Hintergründe der finanziellen Krise.

3. Die Aufsicht über die Mannheimer Lebensversicherung AG: Hier werden die Befugnisse der BaFin, die Überwachung der Kapitalanlagen und die aufsichtsrechtliche Bedeutung von Stresstests als Frühwarnsysteme untersucht.

4. Die Protektor Lebensversicherungs-AG: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption der Auffanggesellschaft, deren Rolle bei der Bestandsübertragung der Mannheimer Leben und die Auswirkungen auf die Branche.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten für die Versicherungsaufsicht sowie für das deutsche Lebensversicherungsgeschäft.

Schlüsselwörter

Mannheimer Lebensversicherung AG, BaFin, Protektor Lebensversicherungs-AG, Lebensversicherung, Kapitalanlagepolitik, Solvabilität, Stresstest, Versicherungsaufsicht, Finanzkrise, Überschussbeteiligung, Aktienquote, Bewertungsreserven, Deckungsstock, Insolvenzsicherung, Versicherungsaufsichtsgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit analysiert die Zahlungsunfähigkeit der Mannheimer Lebensversicherung AG, die Rolle der Versicherungsaufsicht (BaFin) und die Funktion der Auffanggesellschaft Protektor im deutschen Versicherungsmarkt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Kapitalanlagepolitik der Versicherer, die Wirksamkeit der staatlichen Aufsicht durch die BaFin, die Bedeutung von Stresstests und die Mechanismen von Sicherungseinrichtungen wie der Protektor AG.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie es zur Krise bei der Mannheimer Leben kommen konnte, welche Rolle die BaFin spielte und ob die vorhandenen Instrumente ausreichten, um die Schieflage zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Fallstudie, die auf einer umfassenden Analyse von Unternehmensberichten, Bilanzdaten, gesetzlichen Vorgaben, wissenschaftlicher Literatur und Marktstudien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Mannheimer Leben, der Analyse ihrer Kapitalanlagen, dem Versagen der Aufsichtsinstrumente sowie dem Eingreifen und der Konzeption der Protektor Lebensversicherungs-AG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Solvabilität, Stresstest, Kapitalanlagepolitik, BaFin, Protektor AG, Lebensversicherungsinsolvenz und Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG).

Inwiefern beeinflusste § 341b HGB die Bilanzierung der Mannheimer Leben?

Die Inanspruchnahme von § 341b HGB erlaubte es dem Unternehmen, von strengen Bewertungsvorschriften abzuweichen, was den Ausweis ergebnismindernder Abschreibungen verzögerte und die Bilanzierung maßgeblich verzerrte.

Warum scheiterte die von der Branche initiierte Rettungslösung für die Mannheimer Leben?

Die Branchenlösung scheiterte, da nach langwierigen Verhandlungen keine ausreichende Zeichnungsbereitschaft bei anderen Versicherern vorhanden war, um das notwendige Kapital zur Sanierung aufzubringen.

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Details

Title
Die Rolle der Protektor Lebensversicherungs-AG und der BaFin im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit der Mannheimer Lebensversicherung AG - Eine Fallstudie
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl Banken)
Grade
1,7
Author
Wolfgang Baums (Author)
Publication Year
2003
Pages
75
Catalog Number
V22549
ISBN (eBook)
9783638258470
Language
German
Tags
Rolle Protektor Lebensversicherungs-AG BaFin Zusammenhang Zahlungsunfähigkeit Mannheimer Lebensversicherung Eine Fallstudie Krise Schulden Insolvenz Pleite
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Baums (Author), 2003, Die Rolle der Protektor Lebensversicherungs-AG und der BaFin im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit der Mannheimer Lebensversicherung AG - Eine Fallstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22549
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