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Das antike griechische Wirtschaftssystem - Prolegomena und Exemplifikation

Title: Das antike griechische Wirtschaftssystem - Prolegomena und Exemplifikation

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tom Eric Szczepanik (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Diese wissenschaftliche Hausarbeit setzt einen besonderen
Schwerpunkt auf die anthropologischen Kriterien für einen
ökonomischen und sozialpolitischen Entwicklungsprozess in der
Antike Griechenlands.
Zu Beginn werden der Begriff Altertum sowie die wesentlichen
Quellengattungen und Grundwissenschaften in einem
angemessenen Rahmen präsentiert, die einen Betrag dazu leisten,
wirtschaftliche Evolutionsprozesse in der Antike mit einer
wissenschaftlich fundierten Perspektive zu erläutern.
Ein Definitionsspektrum im nächsten Punkt weist themenrelevante
Begriffe auf und ordnet diese in einen strukturierten Rahmen.
Im Anschluss an diese drei einleitenden Punkte wird der
ökonomische Verlauf in der griechischen Antike vom primitiven und
agrarisch geprägten Wirtschaftsstil in der archaischen Zeit bis
einschließlich der hochentwickelten Königswirtschaft im Hellenismus
aufgezeigt.
Eine fortwährende Fokussierung der attischen Wirtschaftsstruktur in
der klassischen Periode soll hierbei berücksichtigt werden.
Zudem sollte eine Integration der anthropologischen Aspekte und
Elemente für die Genese eines antiken Wirtschaftssystems in
Griechenland gewährleistet sein.
Abschließend wird die gesamte Ausführung noch einmal kritisch
reflektiert und in zusammenhängender Art und Weise dokumentiert.
Die Bevölkerungsstatistiken und die Zusammenstellung elementarer
Fachtermini im Anhang runden das allgemeine Kompendium ab. Nicht greifbar ist das Aktualitätsprinzip hinsichtlich der historischen
Fachpublikationen für wirtschaftliche Prozesse in der antiken Welt -
die neueste mir bekannte Darstellung ist die 1992 veröffentlichte
Einführung von Prof. Dr. Hans Kloft.
Diese Übersicht basiert aber prinzipiell auch auf das eigentliche
Standardwerk von Michel Austin und Pierre Vidal-Naquet, das bereits
1972 im französischen Sprachraum publiziert wurde und erst 1984 in
die deutsche Sprache übersetzt wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Altertum - Raum und Zeit

3. Quellenkunde und Grundwissenschaften

3.1 Die Geschichtsschreibung

3.2 Die Biographie

3.3 Das Epos

3.4 Das Drama

3.5 Die Kleinpoesie

3.6 Die Philosophie

3.7 Die Fachschriftstellerei

3.8 Die Publizistik

3.9 Die Briefliteratur

3.10 Epigraphik (Inschriftenkunde)

3.11 Papyrologie (Wissenschaft vom Papyrus)

3.12 Archäologie

3.13 Numismatik (Münzkunde)

3.14 Die Chronologie

3.15 Anthropologie und Geographie

4. Definitionen

4.1 Wirtschaft

4.2 Wirtschaftssystem

5. Charakterisierung der attischen Wirtschaft

5.1 Die Wirtschaftsstruktur Athens im historischen Kontext

5.2 Ein Vergleich zur modernen Wirtschaft

5.3 Religiöse Aspekte im Wirtschaftssystem

5.4 Gerechtigkeit als regulatives Prinzip

6. Auswertungsmodell (Aristoteles)

6.1 Darstellungsteil

6.2 Fazit aus der aristotelischen Logik und Philosophie

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die anthropologischen Kriterien und die ökonomischen Entwicklungsprozesse im antiken Griechenland, mit besonderem Fokus auf der Wirtschaftsstruktur Athens in der klassischen Periode und deren Einbettung in das politische und soziale System der Polis.

  • Anthropologische Grundlagen und wirtschaftliche Evolution in der Antike
  • Die Agora als zentraler Markt und ökonomischer Koordinationspunkt
  • Vergleich der antiken Wirtschaftsweise mit modernen Marktmodellen
  • Philosophische Auswertungsmodelle (Aristoteles) zur Ökonomie und Gerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

Die Wirtschaftsstruktur Athens im historischen Kontext

Im Gegensatz zu orientalischen Despotien, die durch starre Herrschaftsstrukturen (Gottkönigtum) geprägt waren, entwickelt sich das antike Griechenland im Rahmen einer bäuerliche Lebensform, deren Mittelpunkt zunehmend die agora, der lokale Markt bildet. Dieser ersetzt komplexe Strukturen der Redistribution wie sie orientalische Gesellschaften kennzeichneten.

Schon Hesiod (700 v. Chr.) klagt über die Konsequenzen dieses Wirtschaftsstils : "To tend animals and to grow plants is one thing; to depend for subsistence on harvesting grain from poor soil is another" [Polanyi, S.150]. Verschärft wird diese Erfahrung durch das zunehmende Verblassen der noch auf Stammessitte zurückgehenden Reziprozitätsregeln. Die wirtschaftliche Einheit verschiebt sich von der Stammesgruppe auf die Familie, den Haushalt. Damit tritt der Einzelne erstmals in den Mittelpunkt des ökonomischen Interesses: Sowohl im Hinblick auf sein eigenverantwortliches wirtschaftliches Handeln (und der sich daran anschließenden wirtschaftlichen Risiken), als auch, daraus resultierend, Ehrgeiz und Neid als individuell ökonomisches Motiv [Polanyi, S.150-57].

Vor diesem kulturgeschichtlichen Hintergrund, entwickelt sich in den griechischen Stadtstaaten im folgenden eine neue Transaktionsform: Der über Angebot und Nachfrage regulierte Markt (ökonomisches Wettbewerbsprinzip). "The conclusion can hardly be resisted that the Greeks of antiquity, whose genius was already credited with giving birth to our politics, philosophy, science, and art, were also the initiators of all advanced human economy. Only an initiating role can, of course, be claimed for the Greeks, since the market never became more than a secondary feature before the modern age" [Polanyi, S.146]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der anthropologischen Schwerpunkte und der methodischen Herangehensweise zur Untersuchung wirtschaftlicher Evolutionsprozesse in der Antike.

2. Das Altertum - Raum und Zeit: Definition des zeitlichen und räumlichen Rahmens sowie der historischen Einordnung der griechisch-römischen Antike.

3. Quellenkunde und Grundwissenschaften: Systematische Übersicht der für die Altertumskunde relevanten Quellengattungen, von der Geschichtsschreibung bis zu den Hilfswissenschaften wie Epigraphik und Numismatik.

4. Definitionen: Begriffliche Klärung der Kernkonzepte 'Wirtschaft' und 'Wirtschaftssystem' für den antiken Kontext.

5. Charakterisierung der attischen Wirtschaft: Untersuchung der Wirtschaftsstruktur Athens, des Marktmechanismus der Agora sowie des Wettbewerbs- und Gerechtigkeitsverständnisses.

6. Auswertungsmodell (Aristoteles): Analyse der ökonomischen Ansätze des Aristoteles aus der Nikomachischen Ethik und der Politik hinsichtlich Mäßigung und Gerechtigkeit.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der wirtschaftlichen Entwicklungsphasen vom Oikos bis zur hellenistischen Staatswirtschaft.

Schlüsselwörter

Antike, Griechenland, Wirtschaftssystem, Athen, Agora, Polis, Aristoteles, Redistribution, Wettbewerb, Oikos, Subsistenz, Gerechtigkeit, Anthropologie, Wirtschaftsgeschichte, Marktmechanismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das antike griechische Wirtschaftssystem, insbesondere die anthropologischen und ökonomischen Faktoren, die den Wandel von bäuerlichen Strukturen zu einer marktgeprägten Polis-Wirtschaft ermöglichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Agora als Marktplatz, der Einfluss philosophischer Staatstheorien, das Wettbewerbsverständnis der Griechen sowie die institutionellen Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Tätigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Genese eines antiken Wirtschaftssystems zu verstehen, das trotz seiner Einbettung in religiöse und politische Kontexte bereits Ansätze von Wettbewerb und ökonomischer Rationalität aufwies.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Methode, die historische Quellenkunde, archäologische Erkenntnisse und philosophische Analysen (insbesondere von Aristoteles) kombiniert, um ein strukturiertes Modell antiker Wirtschaftsformen zu erstellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen und strukturellen Bedingungen der attischen Wirtschaft, vergleicht diese mit modernen Ökonomien und interpretiert das aristotelische Gerechtigkeitsverständnis in Bezug auf die staatliche Verteilung von Ressourcen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Polis, Agora, Aristoteles, Wirtschaftsstruktur, Redistribution und Antike charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die attische Wirtschaftsweise von heutigen Modellen?

Im Gegensatz zur modernen Nutzenmaximierung war die antike Wirtschaft stark durch soziale Einbettung, staatliche Reglementierung und die Sicherung der Bürger-Subsistenz geprägt.

Welche Rolle spielt Aristoteles in der wirtschaftlichen Analyse der Arbeit?

Aristoteles dient als theoretische Basis, um die Unterordnung ökonomischen Handelns unter das Primat der Politik und das Prinzip der "gerechten" Verteilung zu erklären.

Was ist die Bedeutung der "Agora" für das antike Athen?

Die Agora war nicht nur ein lokaler Markt, sondern der zentrale Ort der wirtschaftlichen Interaktion, an dem sich Angebot und Nachfrage im kulturellen Kontext der demokratischen Polis koordinierten.

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Details

Title
Das antike griechische Wirtschaftssystem - Prolegomena und Exemplifikation
College
Technical University of Braunschweig  (Historisches Seminar)
Grade
2,3
Author
Tom Eric Szczepanik (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V22588
ISBN (eBook)
9783638258777
Language
German
Tags
Wirtschaftssystem Prolegomena Exemplifikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Eric Szczepanik (Author), 2003, Das antike griechische Wirtschaftssystem - Prolegomena und Exemplifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22588
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