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Die WAZ-Gruppe - Das Phantom aus der Ruhr

Title: Die WAZ-Gruppe - Das Phantom aus der Ruhr

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Strausbach (Author)

Communications - Media Economics, Media Management
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„Es ist halt unsere Kultur, nicht so sehr in die Öffentlichkeit zu gehen“ (zit. n. Meier, 2002b) ieses Zitat von Dr. Erich Schumann, einer der Gesellschafter des WAZ-Konzerns, verweist direkt auf die innerhalb des Medienunternehmens vorherrschende Firmenphilosophie.

Bevor auf diese jedoch noch genauer eingegangen wird, folgt zunächst ein kurzer geschichtlicher Abriss zur Entstehung des Unternehmens. Die daran anknüpfende Firmenstruktur mit ihren Beteiligungen soll einen genaueren Einblick in die redaktionelle und wirtschaftliche Arbeitsweise bieten. Im eigentlichen Hauptteil der Seminararbeit gilt es, der Strategie der WAZ-Gruppe auf die Spur zu kommen, und sie zu überprüfen. Verfügt der WAZ-Konzern überhaupt über eine geeignete Strategie, und wird diese für das Essener Familienunternehmen auch zukunftsträchtig und gewinnbringend sein? Hierbei ist besonders die Expansion in den Südosten Europas anzuführen. Auch den Einsatz digitaler Geschäftszweige nützt das Unternehmen zu seinen Gunsten. Abschließend wird noch kurz auf die aktuellen Entwicklungen im deutschen und ausländischen Medienmarkt eingegangen, welche die WAZ-Gruppe für sich strategisch zu nutzen sucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Von der Lizenzzeitung zum Medienkonzern

3 Unternehmensstruktur der WAZ-Gruppe

4 Expansion ohne Strategie?

4.1 Kartellrechtliche Konflikte

4.2 Bescheidene Politik

4.3 Expansion nach Osten

4.4 Das digitale Zeitalter

5 Aktuelle Entwicklungen

5.1 Interesse an Kirch

5.2 Springer-Anteile

5.3 Der Balkan ist weiter interessant

6 Schluss

7 Anhang

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Unternehmensstrategie der WAZ-Gruppe, untersucht ihre historische Entwicklung vom regionalen Familienbetrieb zum bedeutenden Medienkonzern und bewertet die ökonomische Ausrichtung sowie Expansionsbemühungen im In- und Ausland.

  • Historische Entwicklung der WAZ-Gruppe
  • Strukturanalyse des Medienunternehmens
  • Strategische Expansionspolitik in Europa
  • Digitale Geschäftsmodelle und Online-Strategien
  • Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und Marktsituation

Auszug aus dem Buch

4.2 Bescheidene Politik

Dennoch bestehen auch andere, weitaus wichtigere Strategien mit denen das Unternehmen Erfolg aufweisen konnte. Seit der Gründung nach dem Krieg herrscht eine beinahe eiserne Sparpolitik. Obwohl die Erwartungen hinsichtlich der Außenwirkung bei einer derart erfolgreichen Medienmacht groß sind, präsentiert sich zum Beispiel das Gebäude der Konzernzentrale bei einem Besuch in Essen eher altmodisch und unwirtlich. Erstaunt über das sparsame Verhalten waren auch einige Bertelsmann TV-Manager, die bei einem Empfang in Luxemburg, während sie sich am Büffet bedienten, den Gesellschafter Dr. Erich Schumann seine Leberwurstbrote auspacken sahen. Auch in der freien Marktwirtschaft bemüht sich das Unternehmen, wie bei Schumanns Zitat am Anfang des Kapitels angedeutet, möglichst billig etablierte, aber dennoch weniger erfolgreiche Firmen aufzukaufen.

Die Chefetage des Konzerns mokierte sich außerdem des öfteren über die verschwenderischen PR-Abteilungen und vielen Berater der Konkurrenz. Selbst besitzt das Unternehmen nicht mal einen Pressesprecher. Der Ursprung dieser Firmenpolitik scheint sich aus früherer Zeit von den damals bescheidenen Gründern zu ergeben. „Weder Funke noch ich besaßen einen Pfennig“, erinnerte sich Erich Brost im Jahre 1988 (Obermeier, 1991, S. 255). Doch diese geizähnliche Struktur kann auch ein Problem werden, wie an dem bereits vor Jahren angekündigten Umbau des Unternehmens zu sehen ist. Dieser kommt nämlich nur schleppend voran (Media Perspektiven, 2002, S. 424).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Firmenphilosophie der WAZ-Gruppe und skizziert das Ziel der Arbeit, die Strategie des Konzerns kritisch zu hinterfragen.

2 Von der Lizenzzeitung zum Medienkonzern: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung des Verlags nach dem Zweiten Weltkrieg und den Weg vom lokalen Lizenzunternehmen zur marktführenden Zeitungsgruppe.

3 Unternehmensstruktur der WAZ-Gruppe: Es werden die Rechtsform, die Gesellschafterstruktur und die ökonomischen Rahmenbedingungen des Konzerns beleuchtet.

4 Expansion ohne Strategie?: Die Analyse befasst sich mit der Wachstumsstrategie, kartellrechtlichen Konflikten, der internen Sparpolitik sowie der Expansion in den osteuropäischen Markt und digitale Medienbereiche.

5 Aktuelle Entwicklungen: Dieses Kapitel untersucht die Reaktion der WAZ-Gruppe auf den Medienwandel, insbesondere im Hinblick auf mögliche Beteiligungen an der Kirch-Gruppe und am Axel Springer Verlag sowie die weitere Expansion auf dem Balkan.

6 Schluss: Das Fazit fasst die Erfolgsfaktoren des Unternehmens zusammen und bewertet die künftigen Herausforderungen im europäischen Markt.

Schlüsselwörter

WAZ-Gruppe, Medienunternehmen, Zeitungsmarkt, Unternehmensstrategie, Expansion, Balkan, Kartellrecht, Digitalisierung, Rendite, Firmengeschichte, Beteiligungsmanagement, Investitionspolitik, Medienkonzern, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den WAZ-Konzern, seine historische Entwicklung sowie seine spezifische Unternehmensstrategie, die durch eine Mischung aus Sparpolitik und gezielter Expansion geprägt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Unternehmensstruktur, die Expansionsbemühungen im In- und Ausland, die digitale Strategie sowie der Umgang mit kartellrechtlichen Herausforderungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, der oft diskutierten Strategie der WAZ-Gruppe „auf die Spur zu kommen“ und zu prüfen, ob der Konzern zukunftsträchtige Konzepte verfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Medienberichten und Geschäftsdaten, um die ökonomische Einheit des Konzerns abzubilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Expansion, den kartellrechtlichen Konflikten, der Bescheidenheitspolitik und neuen Entwicklungen in digitalen Geschäftsfeldern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind WAZ-Gruppe, Medienstrategie, Expansion, Renditeorientierung und Marktbeherrschung.

Warum spielt der Balkan eine so große Rolle für die WAZ-Gruppe?

Auf dem Balkan findet der Konzern günstigere Märkte vor, die ihm eine größere Bewegungsfreiheit als im stark regulierten deutschen Heimatmarkt ermöglichen.

Wie geht die WAZ-Gruppe mit dem digitalen Wandel um?

Der Konzern investiert vorsichtig, aber strategisch in digitale Projekte wie „Cityweb“ oder das „Immowelt-Medien-Netzwerk“, um regionale Informationen zu bündeln und die Marktführerschaft zu sichern.

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Details

Title
Die WAZ-Gruppe - Das Phantom aus der Ruhr
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft (Zeitungswissenschaft))
Course
Ökonomische Verflechtungen digitaler Medienunternehmen
Grade
1,0
Author
Christian Strausbach (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V22651
ISBN (eBook)
9783638259316
ISBN (Book)
9783640305599
Language
German
Tags
WAZ-Gruppe Phantom Ruhr Verflechtungen Medienunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Strausbach (Author), 2003, Die WAZ-Gruppe - Das Phantom aus der Ruhr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22651
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